Schmelzendes

Ha! Die Putzorgie ist erst mal aufgeschoben 😉 Dähäenn [Tusch, Fanfare, Trommelwirbel]: Meinereiner geht jetzt unter die Köche, besser gesagt unter die Patissiers. Ich mache mir nämlich nu’ meine eigene Schokolade. So stimmt’s natürlich auch nicht ganz aber immerhin habe ich Gussförmchen dafür gekauft und Blockschokolade, die mir ausgezeichnet schmeckt, wesentlich besser als normale Schokolade. Gerade eben wurde noch das letzte fehlende Utensil fürs Schmelzen bestellt, ein Küchenthermometer. Das brauchte ich bisher nie, doch die richtige Verarbeitungstemperatur scheint dabei entscheidend zu sein. Das sagen jedenfalls die vielen Videos zum Thema auf YouTube, und sie sagen es sogar eindringlich bis mahnend. Auf sie will ich dann mal hören. Töpfe fürs Schmelzen sind bereits vorhanden. Das wird dann morgen eine süße Schweinerei, da geb ich dir Brief und Siegel drauf.

Inneres Ich: „Inwiefern verhindert denn der Küchenplan für morgen das für heute angesagte Putzen?”

Rationales Denken! Gerade was den Wisch-Test mit dem „Wunderkehrer” betrifft. Denn:
A) Wozu zweimal hintereinander putzen, also heute und morgen? Und
B) Vorsorglich um für ordentlich wischbares Material zu sorgen, das gerade für einen Vergleichstest wichtig ist. Klingt doch logisch und vernünftig, nicht wahr?

In diesem Sinne: Sau mal wieder. Ist’s auch noch süß und schokoladig, könnte man ja vielleicht sogar die Zunge als „Wunderkehrer” testen.

Komplizierte Sache

9:15 Uhr: Ich habe noch Montag! Jetzt gehe ich zu Edeka, Palette Quark kaufen, danach schaun wir mal, was mein (!) Abend noch so bringt. Vielleicht wird’s ja eine kleine Filmnacht. Wenn ich dann so gegen 2 Uhr nachts (für dich 14 Uhr) übermüdet zu Bett gehe, stehe ich wohl erst am Vormittag meines Dienstags wieder auf. Für mich ca. 10 bis 11 Uhr, für dich 22 bis 23 Uhr. Es ist kompliziert 🙂

Luxusproblem besentechnischer Natur – Lösungsansätze

Dank Barbaras Tipp ist das hier nun die Lösung meines Fussel-Problems. Es stimmt zwar, was ich über den schmalen Besen mit normalen Borsten schrieb; in seinen Borsten sammelt sich weniger Staub, doch das Fege-Ergebnis lässt zu wünschen übrig, denn ich musste den Fusseln damit förmlich nachjagen. Die sind nämlich dermaßen freiheitsliebend oder uneinsichtig, dass sie mühelos über oder seitlich neben den Besen sprangen und dann wie kräftig angeschubst erstaunliche Wegstrecken zurücklegten. Man könnte ihr Verhalten schon als eine ordentliche Provokation verstehen, wenn nicht gar als eine delegitimierende Verhöhnung des starken Arms. Wie immer: Auf ein Bild klicken = größere Ansicht.

Nun denn, abgesehen vom vorherigen Lehrgeld, kostet so ein Gummiborstenbesen ohne Stiel bei Rossmann tatsächlich nur 3,99 Euro. Alter Besen abgeschraubt, neuer aufgeschraubt, und siehe da, schon ich bin wieder uneingeschränkter Herr über die vielen Fusselschweine. Klappt ausgezeichnet!

ABER: Bei Rossmann im Laden war ich mal wieder leicht überfordert. Denn neben dem tollen Noppenbesen lag doch tatsächlich ein „Wunderkehrer” aus Schaumstoff. Ehrlich, der nennt sich laut Etikett selber so. Mein leichtgläubiges Herz und mein manipulationsanfälliges Gehirn ließen mich dann unschlüssig im Gang stehen: Der oder der oder beide? Ich tendierte wegen der größtmöglichen Studienobjektivität für die anstehenden Untersuchungen im heimischen Verbraucher-Testlabor ja bereits für beide, benötigte aber noch den winzigen Entscheidungsimpuls von außen. Zufällig hielt sich eine Mitarbeiterin im Gang auf. Ich fragte sie angesichts des Namens, ob man damit beim Fegen denn auch tatsächlich Wunder erleben werde: „Was glauben Sie?” Darauf antwortete sie im ernsten Tonfall: „Oja! Den habe ich auch zu Hause. Da brauchen Sie nur leicht drüberziehen und weg ist der Dreck.” Was hat Rossmann doch für ambitionierte und in der Verkaufsförderung fachlich kompetente Mitarbeiterinnen, ich musste staunen. Also kaufte ich beide, war eh klar. Auch das Schaumstoff-Wunder kostet nur 3,99 Euro. Welcher nun besser ist, das wird sich erst noch erweisen. Ich tendiere aber zum Noppenbesen, weil beim Schaumstoffwunder die Kehrbewegung nach vorne unkomfortabel ist. Das mag er nicht so auf trockenem Boden, nur ziehen, das geht leicht. Beim Noppenbesen hingegen geht beides gleich gut. Das sagt aber noch nichts über das Ergebnis nass-trocken usw. aus. Eine umfängliche Vergleichsstudie beginnt in den nächsten Tagen.

Luxusproblem besentechnischer Natur

Einen neuen Besen wollte ich haben und einen neuen Handfeger samt Kehrblech. Weil, wie du auf dem ersten Bild gut sehen kannst, der rechte alte Besen viel zu breit ist und sich in ihm eine Menge des Staub-, Haar-, Brösel-, Krümel- und Werweißwas-Gemischs ansammelt, was beim nächsten Fegen sich munter wieder auf den Boden verteilt. Die Reinigung nach (eigentlich) jedem Kehrvorgang mit den Händen war mir als fauler rational denkender Mensch viel zu aufwendig. Bei der schmalen Besenfläche des linken Besens ist das alles ratzfatz erledigt. Damit muss ja kein Ballsaal gefegt werden, sondern nur meine kleine Hütte, nicht wahr? Per Amazon ebkes schnell die Bilder angeschaut, den erstbesten Besen ausgewählt und fertig. Klick auf ein Bild = groß.

Dasselbe galt auch fürs Handfeger-Set. Da ich auch hierbei gar nicht erst den Text zum Bild gelesen hatte (schau dir das zweite Bild an, ist doch sonnenklar, was es ist, oder?) und ich das Set also nur aufgrund eines Blickes in den Einkaufskorb gelegt hatte, entpuppte es sich (drittes Bild) eher als Utensil für ein Puppenhäuschen. Es ist ein sogenannter Tischfeger, wie ich jetzt im Nachhinein gelernt habe. Das Wort kannte ich zuvor gar nicht, ich wusste nicht einmal, dass es so etwas gibt.

Tja, vertan, vertan, sprach der Hahn …

Nachtrag: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Von Enten, Spatzen und warmen Federbettchen

So, da isser wieder, der Jeorch. Feiertag ist hier in NRW. Sag das mal den Enten. Als ich gegen 7 Uhr die Jalousien hochgezogen hatte, saßen direkt vor den Fenstern – ich hätte nur den Arm ausstrecken müssen, um sie zu berühren – 9 wunderschöne Enten mit purpurfarbenen Köpfen und Hälsen. Sie warteten auf ihr Frühstück, das sie von meiner netten Nachbarin morgens immer bekommen. Das Bild dieser Enten war deshalb besonders lustig, weil sie alle noch nicht den Schlaf aus hatten. Die einen saßen oder standen auf einem Bein mit den Köpfen nach hinten in den Federn, die anderen reckten Beine und Flügel, wieder andere hypnotisierten konzentriert die Terrassentür der Nachbarin. Zwischen ihnen flatterten hektisch locker zwei Dutzend Spatzen umher. Was taten die? Sie sammelten flauschige kleine Federn ein, die durch das Recken und Strecken der Flügel den Enten aus deren Gefieder fielen. Ziemlich geschäftig flogen sie damit in die Nester der angrenzenden Büsche. Das wird eingebaut in die dann flauschig-wamen Wohnstätten der Spatzenkinder.

Mein „Plümo” besteht ebenfalls aus Federn, also musste ich beim Zuschauen des Treibens vor den Fenstern automatisch gleich zwei Mal nacheinander kräftig gähnen, was mit anderen Worten jetzt heißt: Der (Achtung, Kalauer) Georg-Spatz geht schlafen. Gute Nacht derweil.

Frühstück

Allein wegen der einen Liedzeile „Früh morgens wach ich auf 16 Uhr 10 …” höre ich meistens „morgens” nach dem Aufstehen die Gebrüder Blattschuss im inneren Ohr. Sobald dann der Kaffee fertig ist und die Maschine ihr abschließendes Fauchen wie ein kleiner Küchendrache von sich gibt, ich die Flüssigkeitsbilanz desselbigen gerade eingeschenkt habe und mich am Küchentisch niederlasse, gesellt sich eine weitere Strophe eines anderen Songs der Gebrüder hinzu: „Noch’n Toast, noch’n Ei, noch’n Kaffee, noch’n Brei, etwas Marmelade, etwas Konfitühüre …” – das ist wirklich alle paar Tage seit Jahrzehnten der Fall. Heute, vorhin, war es wieder so. Findest du nicht auch erstaunlich, wie sich das ins Gehirn einnistet, ja, wie es quasi eine biologische Symbiose gehirn- bzw. nervenzellenmäßig eingeht? Bei solch einer engen Verknüpfung stellt sich mir manchmal die Frage, ob dies eventuell vererbbar ist. Kann ich leider nicht überprüfen, da die biologische Nachkommenschaft schon entstanden war, noch bevor die Gebrüder Blattschuss akustisch in mein Inneres Einzug erhalten haben. Mathe-Genies mögen daran erkennen, dass die Tochter sich heute bereits im rein rechnerischen Großmutteralter befindet. Das nur mal so nebenbei erwähnt. Jedenfalls nach ihr gibt es keine weiteren Nachkommen, somit auch keine potentielle Vererbung dieser fundamentalen und bis heute zutreffenden musikalischen Realität, gegossen als immerwährende Wahrheit im Singsang des morgendlichen Reigens gut gelaunter Vergnügung um 16:10 Uhr.

Guten Morgen also. Ich hoffe, du hattest gleichfalls einen erholsamen Schlaf; dann schaun wir mal, was der Tag noch so bringt, nicht wahr?

Rumgewarte

Mal wieder bin ich heute nicht ins Bett gekommen, warte nämlich auf Amazon, da wird mir eine neue Jeans gebracht.

Inneres Ich: „Ach, tatsächlich? Du hast doch genug Hosen!”

Für die Arbeit. Die anderen zwicken nämlich unangenehm.

Inneres Ich: „Zwicken?”

Ja, sie sind irgendwie am Bund eingelaufen. Schlechte Qualität. Billige Asien-Jeans sozusagen.

Inneres Ich: „Oder Omelette-Küchlein?”

Jedenfalls sagte die Sendeverfolgung zuerst 10 bis 12 Uhr, da dachte ich, bleibste mal etwas länger wach, nu’ ist’s 16 Uhr und jetzt heißt es 16:45 bis 19:45 Uhr.

Inneres Ich: „Das sind also die weltbewegenden Sorgen eines dicker-werdenden alten Zeigenossen.”

Eingelaufen!

Inneres Ich: „Jaja, is’ klar 🙂 ”

Ein neuer 3 + 1 Tag :-)

1. Der „Pandemievertrag” mit der WHO kommt vorerst nicht zustande, weil die Staaten nicht geschlossen mitmachen. Zweifellos eine gute Nachricht, wenn auch noch nicht das Ende der Geschichte. Bezeichnend ist allerdings der Zustand unserer Politiker im Parlament. Nur weil die AfD den Antrag auf namentliche Abstimmung eingebracht hat, wurde dieses überaus vernünftige und wichtige Anliegen von allen Blockparteien als Einheitsfront abgelehnt. CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke lehnten den Antrag gemeinsam ab und die Gruppe (die Ex-Linken) um Sahra Wagenknecht erschien erst gar nicht zur Abstimmung. Damit hat sich das BSW in meinen Augen zum wiederholten Mal als politische Alternative disqualifiziert. Zumal bereits ein Koalitionsangebot an die sächsische CDU unter Herrn Kretschmer von ihnen ausgesprochen wurde. Jeder, der nicht gerade mit geschlossenen Augen in der Weltgeschichte unterwegs ist, erkennt somit die wahre Funktion des BSW als FDP-Ersatz in der künftigen Mehrheitsbeschaffung. So hoch die Wertschätzung für Frau Wagenknecht aus sein mag, das erinnert an Wähler-Verarsche.

2. Die „New York Times” berichtet, die NATO stehe kurz davor in den Ukraine-Krieg mit Truppen einzugreifen. Wie beim Vietnam-Krieg beginnt der Krieg mit sogenannten Beratern und Ausbildern. Das heißt, dass auch deutsche Soldaten davon betroffen sein werden. Wie war das noch gleich mit der Halbwertzeit von Verschwörungstheorien? Wir marschieren sehenden Auges immer schneller in einen 3. Weltkrieg und knapp die Hälfte der Bevölkerung ist hierzulande auch noch dafür. Ohne Worte! Der Gedanke an Auswanderung drängt sich mir förmlich auf – nur wohin, und noch wichtiger, von welchem Geld?

3. Die Polizei in Hannover darf Transgender-Personen nicht mehr nach ihren richtigen Namen fragen. Das deckte NiUS.de auf. Zwar bin ich nicht gerade ein Freund der Polizei, doch in diesem Fall bräuchte man sie ja gar nicht mehr auf die Straße zu schicken. Wozu? Wäre ja sinnlos. Aber auch diesen Kniefall vor der Wokeness kann man den durchgeknallten Politikern nicht anlasten, da sie gerade in Hannover von einer riesigen Mehrheit der Einwohner ausdrücklich in ihr Amt gewählt worden sind. Geliefert wie bestellt.

3.1 Zu diesem Irrsinn passt dann auch gut die Recherche von „Achtung, Reichelt!”, nämlich dass es gar keine Fahrradwege in Peru für rd. 300.000.000 Euro deutsches Steuergeld gibt – nur, wohin ist das Geld denn dann geflossen?

Aus einem Kommentar: „Peru, Peru, wir radeln nach Peru”.

Über das Geschwurbel

Einen Satz noch zum gestrigen Eintrag inklusive meines Kommentars dazu. In der realen Welt wurde ich dahingehend angesprochen. Es stimmt natürlich, dass alles in gewisser Weise nur zusammenhangloses Geschwurbel ist. Ohne jede gedankliche Struktur dahingeplappert, vielleicht ähnlich wie in einer Kneipe (der Vergangenheit, denn diese Kneipen gibt’s ja schon lange nicht mehr) und eindeutig oberhalb des Promillebereichs, der die Teilnahme am Straßenverkehr noch ermöglichen würde, den ich aber bereits im vollkommen nüchternen Zustand zu erreichen in der Lage bin, quasi naturstoned. Mein Geplapper erfordert auch keinerlei Anstrengung. So etwas mache ich immer gerne, wenn ich eigentlich gar keine Lust aufs Tagebuch habe, sieht aber im Ergebnis mit viel Text dann wie viel gedankliche Substanz aus. Mehr Schein als Sein sozusagen. Trotzdem ist das Geschwurbel wahr – für mich -, könnte allerdings auch in zwei Sätzen gesagt werden: Liebe Religionen, lasst mich mit eurer Frömmelei bitte in Ruhe, denn ich glaube euch kein einziges Wort. Ich glaube sowieso nichts und an niemanden.

So, das dazu 😉

Letzte Nacht, und deshalb habe ich selber erlebt, wie lähmend langweilig es sein kann, sich durch Geschwafel durchzuackern, habe ich die 2. Staffel der Serie „Outer Range” wie den heiligen Geist über mich ergehen lassen. Kann man das so sagen? Es handelt sich dabei um solch einen Schrott, dass er kaum in Worte zu fassen ist. Eine Mystery-Serie, bei der ich sicher bin, dass die Produzenten selber kein Ende kennen und die nur von Episode zu Episode hangelnd irgendwie vorangetrieben wird, wahrscheinlich um übermüdeten Menschen vor den Monitoren eine Einschlafhilfe an die Hand zu geben. Die erste Staffel, ich glaube letztes Jahr war es, wurde schon ziemlich in die Länge gezogen, endete aber mit einem wirklich spannenden und süchtig-machenden Cliffhanger. Daraus folgte in der gestrigen 2. Staffel ein riesengroßes Loch des Nichts. Es geht in der Serie tatsächlich um ein Loch, ein Loch im Boden, in das man hineinspringen kann und munter Zeitreisen erlebt. Nun wurde ich gestern zwar auch von diesem Loch erfasst, landete aber mehrmals nur wenige Minuten in der Zukunft (war auf dem Sessel eingeschlafen), jedenfalls nicht eine Sekunde in der Vergangenheit. Enttäuschend! Nach Ende dieser 2. Staffel löschte ich somit die gesamte Serie aus meinem Archiv, auch wenn der Cliffhanger das Versprechen auf eine 3. Staffel abgibt. Ich meine, ca. 14 Episoden eines absoluten Nichts innerhalb von zwei Jahren, da erwacht sogar in mir während der größtmöglichen Müdigkeit eine Verweigerungshaltung, die mich nicht mehr an ein interessantes Ende hoffen lässt. Somit liefere ich mich freiwillig der Gefangenschaft der Gegenwart aus und überlasse allein den eigenen Träumen wieder die fantastischen Zeitreisen mystischer Natur.

Und falls du nun sagst, auch dieses cineastische Erlebnis hätte ich doch besser mit einem einzigen Satz ausdrücken können, so stimmt das natürlich.

In diesem Sinne habe ich heute generell nichts mehr zu sagen. Genieße bei einem netten Spaziergang den Pfingstmontag, das Wetter ist deutlich besser als von den Frogs vorhergesagt und bis morgen also in diesem Schwafelbüdchen des schlaftrunkenen Dahindämmerns.

Weihnachtsputz und Vorfreude

16:30 Uhr: Eine Stunde lang Schlafversuche. Vergeblich. Geht mal wieder nicht. Grund? Es gibt ihn nicht, anlasslos quasi, ist hin und wieder einfach so. Was macht der geübte Hausmann dann? Putzen, wischen, saugen, Staubwischen, Bad auf Hochglanz bringen, Müll raustragen, Anrichte säubern und vorbereiten für morgen oder übermorgen, wenn die heißersehnte Heißluftfritteuse geliefert wird.

Apropos Heißluft: Folgenden Rezept-Tipp hat mir jemand gestern auf Arbeit erzählt: Man nehme eine Muffinform aus Silikon, das soll dem Küchenwunder beiliegen, schlage ein rohes Ei hinein und in der Mitte eine kleine Schinkenrolle oder etwas anderes. 6 Minuten = fertig. Das hört sich total lecker an, finde ich. Man kann wohl in dieser Art auch ratzfatz ein schmackhaftes Omelett machen. Spannend. Alles ohne Aufwand. Ich komme mir heute vor wie warten aufs Christkind 🙂

Ein neuer 3-Punke-Tag

Nicht meine Schuld. Ich musste heute Morgen eine Tüte Pommes essen, weil sie nicht mehr in den Gefrierschrank passte. Der war noch voller als erwartet. Und verkommen lassen oder wegwerfen, das geht ja nun mal gar nicht. Also habe ich mich von den Umständen breitschlagen lassen und die Pommes verwertet. Eigentlich sollte ich für mein vorbildliches ökologisches Verhalten sogar eine Auszeichnung erhalten, findest du nicht?

Tja, allerdings ganz ohne Rezept, nur mit Salz, Ketchup und Mayo. Der gute Özdemir wird sicher schimpfen, und hätte er nicht gerade schon den Auftrag „Rezepte von den Grünen” vergeben – auch wenn die nicht so heißen ist das keine Satire – dann wäre für ihn sicher mein Pommes-Verzehr der Initialzünder gewesen, mich und meinesgleichen zu retten. Also iss auch du noch schnell, was dir schmeckt, denn schon morgen könnte in Fertigprodukten überall Dinkelkram drin sein. Oder Insektenmehl, wer weiß das schon?

Danach habe ich mir dann den schon älteren Spielfilm „A Perfect Day” angeschaut. Ein wunderbarer Film, und trotz all des Kriegselends mit einer gehörigen Portion sarkastischen Humor versehen.

„Wehrt euch, leistet Widerstand …”

Das folgende Lied, die Hymne der Grünen in den 70er und 80er Jahren, hatte ich selber während meines polizeilichen Abtransportes auf etlichen Anti-AKW-Demos in meiner Jugend lauthals mitgesungen: „Wehrt euch, leistet Widerstand, gegen das Atomkraftwerk im Land! Schließt euch fest zusammen, schließt euch fest zusammen! Wehrt euch, leistet Widerstand …” Okay, zu jener Zeit war Nancy Faeser noch ein Kind und Haldenwang ein Student. Und ich bin heute heilfroh, dass auch Film-, Foto- und Audioaufnahmen damals eher die Ausnahme waren. Nicht vor Angst, wegen des Aufrufes zum Widerstand nachträglich als Delegitimierer zum Beobachtungsfall für Haldenwangs Inlandsgeheimdienst zu werden – wer gegen AKWs singt, erntet im Gegensatz zu früher heute eh staatliche Belobigungen – als vielmehr aus purer persönlicher Scham über meine eigene Dummheit, die sich in etlichen solcher und ähnlicher Jugendsünden manifestierten.

Aktuell wird übrigens mit einem leicht abgewandelten Text der gleiche Widerstand-Song zum Beispiel von „Fridays For Future” gesungen. Auch dabei fühlt sich naturgemäß niemand der grün-linken Regierung irgendwie delegitimiert. Wie es sich mit der Scham einiger Teilnehmer in 30, 40 Jahren verhält, vermag ich nicht zu sagen. Die Chance auf bildliches „Beweismaterial” ist aber bedeutend größer.

Wer allerdings den Widerstand wegen der verpfuschten Wirtschaftspolitik der Grünen auf ein Plakat schreibt („Preiserhöhung + Inflation = Politikversagen. Widerstand jetzt”), gilt wegen der Aufforderung zum Widerstand nun als Verfassungsfeind und steht fortan unter Beobachtung der Schlapphüte. Finde den Unterschied!

Inneres Ich: „Weil es sich nicht so schön reimt und weil es nicht gesungen wird?”

Das wird’s wohl sein 🙂