Von 2 auf 4 Lautsprechern

Von der kaputten Soundanlage aus dem letzten Jahr – du erinnerst dich? – hatte ich die beiden guten Satelliten-Lautsprecher behalten. Der Rest wurde entsorgt. Ja, wirklich, er liegt nirgendwo mehr versteckt herum, ist definitiv auf dem Müll gelandet. Und was könnte ich nu‘ mit diesen beiden Lautsprechern anstellen? Das war die Frage.

Warum statt 2 Lautsprechern an der aktuellen Logitech-Soundanlage nicht 4 Lautsprecher? Klanglich bringt das zwar keine Verbesserung, doch der Klang von 4 im Raum verteilten Boxen hört sich eindeutig gleichmäßiger an als von 2.

Nun ist es so: Die beiden Lautsprecher der Logitech-Anlage besitzen 4 Ohm Widerstand. In Ohm wird also der elektrische Widerstand gemessen, der im Audiobereich auch als „Impedanz” bezeichnet wird. Je geringer dieser Widerstand ist, desto höher wird die Leistung des Verstärkers. Alles unter einem Ohm kann man schon als Kurzschluss bezeichnen. E-Dampfer würden hier natürlich vehement widersprechen, doch das ist eine andere Geschichte. Moderne Verstärker funktionieren im Bereich von 4 bis 16 Ohm. Alte Röhren- oder Transitor-Verstärker aber nicht. Auch günstige Soundanlagen, die mit ihren eigenen Lautsprechern betrieben werden, verzichten auf diese Möglichkeit eines variabel nutzbaren Widerstandes.

Schließt man pro Ausgang zusätzlich zum eigenen 4 Ohm-Lautsprecher mittels einer üblichen Parallelschaltung (z.B. mit einem Y-Adapter) einen zweiten 4-Ohm-Lautsprecher an (die beiden alten Satelliten-Boxen besitzen je 4 Ohm), dann – und Obacht! – verdoppelt sich der Widerstand nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, sondern er halbiert sich auf nunmehr nur noch 2 Ohm. Das würde dem Verstärker schaden, wenn nicht sogar ihn augenblicklich zerstören. In Allegorie mit dem E-Dampfen könnte man so etwas dann als „Kurzschluss-Hören” bezeichnen 🙂

Schließt man hingegen die zusätzliche 4-Ohm-Box in einer Reihenschaltung an, so verdoppelt sich der Widerstand und aus 4 Ohm werden 8 Ohm. Merke: Parallelschaltung = halbiert; Reihen- bzw. Serienschaltung = verdoppelt.

Ein höherer Widerstand schadet wiederum dem Verstärker ganz und gar nicht, im Gegenteil, er schont ihn sogar. Allerdings verringert sich durch den höheren Widerstand die Leistung, die dann per Lautstärkeregler ausgeglichen werden muss. Sie halbiert sich aber nicht, sondern sie verringert sich nur mehr oder weniger geringfügig. Also sagen wir zum Beispiel: Wenn vorher Stufe 2 Zimmerlautstärke bedeutet hat, so ist es mit dem Zusatzlautsprecher Stufe 3. So ungefähr. Nur dass du eine bildliche Vorstellung davon hast.

Da ich weder Lust verspürte, für die Serienschaltung die vorhandenen Stecker der Lautsprecher abzuschneiden, weil sie ja für eine normale Parallelverbindung belegt sind, noch da mir nach Kabelgefriemel bzw. Frickeleien der Sinn stand, sondern ich die Anschlüsse richtig professionell gestalten wollte, kaufte ich diese Handvoll Stecker (für wenige Cent), die mir im Übrigen auch ein Verlöten ersparten. Ich hätte mir aufgrund meiner Ungeschicklichkeit eh hundertmal die Finger dabei verbrannt. Außerdem lag im Keller noch eine ungenutzte, original verpackte 20-Meter-Rolle Lautsprecherkabel, von der ich mich bedienen konnte, die ich vor 15 Jahren für etwas glaubte zu benötigen, das dann aber ohne dieses Kabel realisiert worden war.

Wie dem auch sei, die Heimwerkerei wurde erfolgreich erledigt. An beiden Ausgängen befindet sich nun je eine ordentlich mit Steckern verbundene Serienschaltung der Lautsprecher. Es war ein bisschen tricky, denn man kann wegen der Stecker und dem nur zweifarbigen Kabel leicht Fehler machen und schnell komplett die Übersicht verlieren; 8 Stecker/Buchsen richtig verkabeln. Den Erfolg werte ich jetzt einfach mal dreist als einen immerhin noch gut bestandenen Alters-Intelligenztest 🙂

Jedenfalls gibt es keinerlei Einbußen des durch den Equalizer erzeugten hervorragenden Klangs, ich kann den Lautstärkeregler nach wie vor nicht über ca. ein Drittel aufdrehen, ohne dass meine Ohren zu wackeln beginnen, und das Hörerlebnis im gesamten Raum ist – wie soll ich’s beschreiben, wenn nichts besser oder schlechter ist, aber es sich insgesamt doch „schöner” anhört? – sagen wir mal: Schön im Raum verteilt.

3-Punkte-Tag

1. Einen riesigen Vorteil haben Dinge, die man selber neu gekauft und angebracht hat. Wie etwa das Untertischgerät und noch mehr die neue Armatur. Seit ich sie habe, erscheint stets ein inneres Lächeln bei ihrer Benutzung. Vor allen Dingen, da sie ungleich und bis heute ungekannt geschmeidig zu bedienen ist. Der dünne Mischhebel ist wahrlich eine tolle Erfindung, weil man ihn intuitiv nicht mit der ganzen Hand, sondern mit den Fingern berührt. Es hakt nichts und bewegt sich so leichtgängig, dass es die reinste Freude ist. Die Armatur animiert mich sogar, ständig die Spüle sauber zu halten und von fiesen Wassertropfen zu befreien. Das soll schon was heißen.

2. Der Wetterbericht von gestern wurde binnen 24 Stunden schon wieder korrigiert: Nun erwarten uns nächste Woche nicht mehr -10 Grad, sondern nur noch maximal -5 Grad. Dasselbe, nur andersherum, haben sie bei „Wetter online” im Sommer gemacht: Stets 39 Grad, manchmal sogar 40 vorhergesagt und kurz davor schnell die Prognose um 5 Grad abgesenkt. Wenn ich jetzt schreibe, man kann keinem Wetterbericht glauben, dann wäre das weder eine Neuigkeit, noch etwas wirklich Interessantes, sondern ich würde damit einfach eine schnöde Volksweisheit zum Besten geben, über die nicht mal der kleinste Gedanke lohnt. „Clickbait” sagt man heute dazu: Hau ordentlich mit Übertreibungen auf die Kacke, dann spricht man über dich, hinterher erinnert sich niemand mehr an den Inhalt aber dein Name, der bleibt in Erinnerung. „Wetter online” war und ist so unseriös wie ein Wahlversprechen nach der Wahl.

3. Präsident Trump hat den Mafiosi Maduro samt Ehefrau verhaftet. Wie geil ist das denn?! In der korrupten EU gäbe es auch viel zu tun für Trump. Das wäre doch etwas für die Kriegerin Kaja Kallas oder für Flinten-Uschi: Ab in die Sümpfe der Everglades, dem US-Gefängnis ohne Zäune und Mauern, nur von Alligatoren bewacht. Wie befreiend für die drangsalierten EU-Bürger wäre dann ein Fluchtversuch der beiden.

Licht- und Akustik-Tage

Erst mal das Übliche; auf ein Bild klicken, dann wird’s größer. Aaalso: Das Folgende wusste ich nicht. Eine echte Bildungslücke, die erst mit Mitte 60 geschlossen wurde. Muss man sich mal vorstellen! Manch einer traut sich ja nicht, so etwas zuzugeben, doch was soll ich machen? Es ist nun mal die Wahrheit.

Seit zwei Jahren, seit ich in der neuen Wohnung lebe, nehme ich das Tropfen des Wasserhahns als gegebenes Übel hin. „Wir” erinnern uns: Bei offenen Systemen wie dem Niederdruck-Untertischgerät bildet sich während des kurzen Kochvorgangs (bzw. beim Erhitzen) Kondenswasser, das ein paar Sekunden lang aus dem Hahn tropft. Letzte Tage kam Besuch und das Tropfen störte sogar die Unterhaltung, so laut war es. Als der Besuch fort war, wollte ich dem auf den Grund gehen. Ich schaute mir die Spüle zum ersten Mal etwas genauer an, ließ den Wasserhahn tropfen und betastete das Spülbecken von unten. Siehe da, sobald ich die Handfläche daran hielt, wurde das Tropfen um locker 90 Prozent leiser. So leise, dass es nicht mehr als störend wahrgenommen wird. Der Unterschrank unter der Spüle wurde also zu einem riesigen Resonanzraum. Wie früher die großen Lautsprecherboxen.

Ich fragte Google. Dadurch erfuhr ich erst, dass sämtliche Spülen werksseitig unten mit „Anti-Dröhn-Matten” ausgestattet sind. Meine natürlich nicht. Alte Klebstoffreste zeugen davon, dass eine solche Matte wohl früher einmal vorhanden war, sich aber in den rund 30 Jahren ihres Alters irgendwann einmal gelöst haben muss und von einem Vormieter zur Gänze abgerissen wurde. Das Handauflegen war jedoch beeindruckend, was mich eine Akustik-Bitumenmatte bestellen ließ. Sie sollte zwischen den Jahren bei mir ankommen, wurde aber schon heute geliefert. Zurechtgeschnitten, aufgeklebt – und die Spüle ist selbst während der Sekunden ihres Tropfens mucksmäuschenstill (siehe Foto oben links). Ich wusste tatsächlich nicht, dass sich unter jeder Spüle eine solche Matte befindet.

Da ich also bis gestern von einer erst kommenden Lieferung der Anti-Dröhnmatte ausging, schaute ich vorgestern bei Rossmann nach und entdeckte eine weiche transparente Silikon-Spüleinlage für nur 2,50 Euro, die absolut klasse wie durchsichtige Kieselsteine aussieht. Zuhause kam mir dann die Idee, sie irgendwie zu beleuchten. Das führte mich zu den sogenannten Pool-Lichtern, die man auch für die Badewanne benutzen kann. Wasserdicht und Dank LED-Technik mit geringem Energiebedarf, noch dazu mit fest verbautem Akku. Zuerst wollte ich sie unter die Matte legen, noch besser allerdings wirkt sie, wenn von oben das Licht auf die „Kieselsteine” fällt. Die Umrandung der Lampe habe ich einfach mit schwarzem Isolierband unsichtbar gemacht; man sieht von ihr aus der Entfernung absolut nichts. Aber das Licht leuchtet nun scheinbar aus der Spüle heraus. Und schau mal, wie toll die Kiesel jetzt aussehen 🙂

Würfeltüren

So’n vorweihnachtliches gemütliches Frühstück bringt’s, es regt die Gehirnzellen an. Folgendes: Da die oberen Einschübe im Würfelregal so hoch gelegen sind, dass ich kaum an sie heranreiche, gerät man leicht in Versuchung, die Einschübe beim Herausziehen nach unten zu ziehen. Ich möchte aber vermeiden, dass sie quasi von hinten gegen die vorderen beiden Eck-Verbindungsteile gezogen werden, da diese auf Dauer in der Art bestimmt gelöst werden. Auch falls in den Einschüben schwerere Sachen sind, kann nach dem Herausziehen leicht der Stoff nachgeben und ihr Inhalt rauscht nach unten auf den Boden. Zudem benötige ich oben sowieso keine Einschübe – allerdings verstauben die Dinge darin ohne. Da kam mir die vorweihnachtliche Frühstücksidee, nämlich aus den Stoffeinschüben Türen zu machen. Ein bisschen schneiden, einfach an der rechten Seite mit Klettband befestigen und siehe da, erstaunlich gut, um nicht zu sagen perfekt, funktioniert so eine Tür, und sie ist als eine solche im Gesamtbild nicht zu erkennen:

Überraschend stabiles China-Regal

Schlechte Fotos, ich weiß. Blitzlicht und Knipse, ja, mag sein, mit „Mata Hari” ging’s aber auch nicht besser. Und jetzt habe ich keine Lust mehr, es muss also reichen für einen Eindruck. Wie immer, auf ein Bild klicken, dann wird’s größer – aber eben nicht besser 😉

Tada! Gestern kam die für Samstag und Montag angekündigte Post bereits an. Sofort danach habe ich 9 Stunden am Stück gebastelt und geräumt. 6 Stunden brauchte ich für den Aufbau des neuen Boxen- oder Würfelregals (es dauerte, eh ich das System so richtig verstanden hatte und begriff, auf was man besonders achten muss) und 3 Stunden fürs Klarschiffmachen der Kram- und Rummelswand, die bisher stets auf Fotos abgeschnitten wurde, so schlimm sah das aus (nicht für mich, für andere).

Ganz zum Schluss, als alles schon fertig aufgebaut war und an seinem Platz stand, gefiel mir etwas am Regal optisch nicht mehr. Irgendetwas störte mich daran. Kennt man ja vom Bilder-Aufhängen. Kannst du die kleine aber entscheidende Änderung auf dem Vorher/Nachher-Bild (ganz unten) erkennen?

Nächste Woche kommen noch schwarze Einschübe. Die waren billiger, dafür muss man dann länger warten. Ich glaube, die werden direkt aus China geschickt. Übrigens: Haste schon gehört? Die EU wird ab nächstes Jahr auf jedes Mini-Paket aus China 3 Euro Gebühr aufschlagen. Ich gehe da jetzt nicht weiter drauf ein, denn sonst bekomme ich direkt schlechte Laune. Die EU in der heutigen Form muss weg!

Das Boxenregal besteht aus Metall und Kunststoff. Man kann damit regelrecht Tetris spielen. Die Höhe rechts beträgt 2,10 Meter und ganz links als Nachttischersatz (da stand ja der alte Rechner vorher) 60 Zentimeter. Die Länge beträgt 1,50 Meter. Ein Würfel misst 30 x 30 x 30 Zentimeter. Das Schwarz glänzt nur wegen des Blitzlichts der Kamera, normal ist es matt. Als Bücherregal eignet es sich nicht, denn eine Box kann nicht mehr als 5 Kilo Gewicht tragen, wobei ich da schon skeptisch wäre. Aber für Kleidung und Kram ist es geradezu ideal. Es steht überraschend stabil, wobei man beim Aufbau dafür auch korrekt arbeiten muss. Jede Ungenauigkeit zieht sich quasi von Würfel zu Würfel weiter. Böden, Wände und Decken der Boxen werden an den Ecken in – ja, wie nennt man solche Teile? – in „Dinger” eingeklickt. Die Bauanleitung spricht von „ABS Connectors”. Ganz china-typisch sind auch eine Menge kleiner Kabelbinder mitgeliefert worden. Ich habe aber nur ein paar benutzt, bei mir klettern keine kleinen Kinder daran herum. Für 40 Würfel habe ich nur 65 Euro bezahlt. Geliefert werden sie in Paketen zu 20 Stück. Ich brauchte aber nur 27 Boxen. Es kann also noch munter weiter mit Bauklötzchen gespielt werden 🙂


vorher | nachher

DIY-Tag (4 Nachträge)

Heute wird ein Klein-Heimwerker-Tag 🙂 Es werden aller Voraussicht nach mindestens zwei Nachträge folgen. Erstens kommt nachher (jetzt: 10.45 Uhr) das LED-Lichtband an, und zweitens ein 1 Meter 80 hoher aber nur 30 mal 30 Zentimeter breiter Badezimmer-Schrank, der in Ikea-Bauweise zusammengepuzzelt werden muss. Eine Herausforderung sondergleichen!

Nachtrag 1: Der Lichtstreifen war schnell angebracht. Ich musste aber noch 3 Schwätzchen mit 3 Nachbarn halten, die mir auf dem Weg zum Karton- und Plastikmüll begegnet waren. Meine Fotos mit der Knipse sahen furchtbar aus; dieses Foto hat mein Nachbar mit seinem Handy gemacht. Die LED-Leiste ist in Echt allerdings wesentlich dunkler eingestellt (ist dimmbar) und leuchtet gelblicher, sogenannt warmweiß. Das konnte dann auch die bessere Handy-Kamera nicht abbilden. Aber für eine ungefähre Vorstellung reicht es ja:

Jetzt ab 16:45 Uhr befasse ich mich mit dem schmalen Badezimmer-Schrank. Das dauert also noch etwas bis zum heutigen 2. Nachtrag 😉

Nachtrag 2: Ferddich 🙂 Und richtig ordentlich zusammengesetzt. Untypisch für mich, weil stabil und millimetergenau. Jetzt, 19:40 Uhr, bringe ich erst mal eine Menge Styropor und neuen Karton zum Müll, danach werde ich etwas essen, dann sicher schläfrig werden und in der Nacht stelle ich den schmalen Hochschrank ins Bad, räume das alte Regal aus, bringe es in den Keller und wenn dann alles ganz fertig ist, zeige ich quasi das Endergebnis als Nachtrag Nummer 3. Wie immer: Auf ein Bild klicken = größer.

Nachtrag Nr. 3: So, nu‘ steht er im Bad, der Hochschrank (Bild ganz unten am Ende). Weshalb habe ich ihn überhaupt gekauft?

Hinter ihm befindet sich die Wasseruhr sowie der Hauptwohnungsabsperrhahn fürs Wasser. Er steht etwa handbreit von den Fliesen ab, so dass man ihn, falls nötig, auch drehen kann. Hahn und Wasseruhr sehen ein klein wenig aus wie Instrumente in einem U-Boot. Es verführt ungemein zum Anfassen. Vor zwei Jahren hatte ich beim Wohnungseinzug daran herumgedreht. Wie man das nun mal macht; der Mensch begreift durch seine Hände. Danach leckte er. Die Dichtung ist nach 30 Jahren verschlissen.

Der Klempner erklärte mir etwa zur selben Zeit, als er die Dichtungen der WC-Spülung, die in der Wand verbaut sind, erneuerte, dass ein Auswechseln der leckenden Dichtung einen enormen Aufwand verursachen würde, denn zu der eigentlichen Arbeit von nur wenigen Minuten, müsste mit allen Hausbewohnern terminlich das Zusperren des Hauptwasserhahns im Keller abgesprochen werden. Dann drehte er den Hahn, als ob er einen Tresor mit Zahlenschloss knacken wolle und sagte, wenn man Glück habe und exakt die Stellung erwischt, in der der Hahn seit 30 Jahren feststand, dass dann das Leck geschlossen sein könne. 20 Minuten lang drehte er munter drauflos, danach freute er sich, denn er hatte genau jene Millimeter der Stellung gefunden, in der es trocken blieb. „Der bleibt jetzt dicht, so lange Sie nicht mehr daran drehen”, meinte er.

Irgendwann später kam mal Besuch, und ich konnte nur Sekunden nachdem er ebenfalls aus Neugierde schon seine Patschehändchen um den Hahn gelegt hatte, ihn rechtzeitig vom Drehen abhalten. Also stellte ich den rechten uralten Hochschrank davor. Das passte optisch aber noch weniger als jetzt. Aber dadurch, dass der neue Schrank nicht so tief steht wie der alte, berührt er den Hahn auch nicht. Trotzdem sieht niemand ihn. Folglich gerät keiner in Versuchung, daran rumzuspielen. Genau das ist der einzige Grund, weshalb ich den Schrank gekauft habe. Und guck mal, wie viel Text man dafür erklärtechnisch schreiben kann bzw. du jetzt liest. Erstaunlich, nicht wahr? 😉

Nachtrag Nr. 4, 11.12.25: Schlechtes Foto, ich weiß. Die milchig-weiße Abdeckung habe ich durch eine schwarze ausgetauscht. Ansonsten alles gleich wie vorher, nur wenn die Leiste aus ist, gefällt’s mir dunkel viel besser 🙂

Lichtwoche: Teil 1 abgehakt

Kannst du’s unten am Ende des Eintrags erkennen (klick aufs Foto = größer)? Das Schwierigste ist schon mal erledigt, die Schienen für den Lichtstreifen sind an der Wand befestigt. Er sollte heute ankommen, wurde aber noch nicht mal verschickt. Vor Montag/Dienstag wird es wohl nichts. Egal, der Rest ist jetzt ziemlich schnell erledigt: LED-Streifen in die Schienen kleben, milchig-weiße Abdeckungen einklicken, Kabel anschließen, fertig.

Und womit habe ich die Alu-Schienen auf Maß gesägt? Mit der kleinen Bosch-Handsäge, die im Foto unten auf dem Tisch liegt. Sie ist Mutter von Zwillingen und trägt in ihrem Bauch ein Sägeblatt für Holz und eines für Metall. Ein unverzichtbares kleines Helferschweinchen für eine solche Mini-Aufgabe.

Die U-Schienen sind 16 Millimeter breit und 6 Millimeter tief. Die Marmorpaneele sind so dick, dass die Schienen 3 Millimeter auf ihren Kanten aufliegen (2 mm Dicke der Paneele plus geschätzt 1 mm des verbauten Montageklebers). Also habe ich die Schienen am Ende doch nicht mit den mitgelieferten Halterungen an die Wand gedübelt, denn das war nicht nötig, sie tragen kein Gewicht. Dafür nahm ich doppelseitiges stark haftendes Klebeband, hauchdünnes, transparentes, 20 Millimeter breites und knickte es nach unten 4 Millimeter um die Schienen, so dass nun die gesamte Fläche der Schienen einerseits an der Wand haftet und andererseits in Richtung Schwerkraft auf der Kante der Paneele aufliegt und klebt. Das hält bombenfest. Die mitgelieferten Halterungen bräuchte man, wenn die Schienen z.B. an eine Decke befestigt werden. Oder an den Wänden in einem Lokal, in dem tausend Leute ständig daran rumfummeln und sie abzuknibbeln versuchen; so was halt.

Marmor- und Beleuchtungswochen

Gottlob ist gestern vorbei. Gestern um diese Zeit (9 Uhr) war ich nämlich „blendend gelaunt”, da mich zum 3. Mal innerhalb von 2 Monaten ein Anruf erreichte, dass die wehrte Frau Kollegin nicht käme und man „schnell” Ersatz suchen würde. Die Nachtschicht dauerte also wieder knapp 14 Stunden. Dafür lief heute Morgen alles wie am Schnürchen. Und jetzt sind wieder 4 Nächte frei, so ist das Ungemach vergessen und Freude macht sich breit 🙂

Thema Schlafzimmer: Du erinnerst dich an die Fake-Marmorplatten, die ich dort angebracht habe? Ich hatte sie nur in den Maßen des Bettes an die Wand geklebt. Schon direkt danach war ich ein bisschen unzufrieden damit, denn an einer Seite hätten sie noch 42 Zentimeter weiter reichen sollen, was aber vorher in meiner Vorstellung nicht nötig erschien. Ich hätte also 4 statt 3 Platten (1,20 x 0,60 Meter) kaufen müssen und die 4. Platte entsprechend zurechtschneiden. Das wollte ich ein paar Wochen später nachholen. Blöd nur, dass es die Platten im erforderlichen Maß nicht mehr gibt. Nur in einem Riesenmaß von 2,44 mal 1,22 Meter für knapp 140 Euro. Das würde ca. 100 Euro Verschnitt für nichts bedeuten. Erstmal ließ ich’s also, wie es war.

Jetzt habe ich zufällig Billig-Paneele gefunden, die zwar aus einem ganz anderen Material beschaffen sind, weich, die aber eine ebenso glatte Oberfläche besitzen (klick aufs Bild = größer). Die Farbe ist minimal anders. Auf dem Foto wirkt es deutlich, doch in Echt sieht man kaum einen Unterschied. Heute Abend schneide ich sie in Ruhe zurecht und klebe sie an die Wand. Dann gibt’s noch ein Foto. Jedenfalls kostet ein Set bestehend aus 6 Paneele á 0,60 mal 0,30 Meter nur 30 Euro. Die sollen dort hin, wo auf dem Foto jetzt das Bild hängt, und sie reichen dann bis zum senkrechten Träger des Regals, der auf dem Foto ganz rechts noch zu erkennen ist. Sollte dann an der Wand der farbliche Unterschied trotzdem zu auffallend wirken, hänge ich einfach das Bild über die Paneele als optische Ablenkung sozusagen. Wir werden sehen …

Und dann hatte ich letzte Nacht auf Arbeit noch eine Idee. Was hältst du von einer Lichtleiste entlang des Bettes am oberen Rand der Paneele komplett um die Ecke? Aber nicht so eine bunte RGB-LED-Lichtleiste (die finde ich kitschig), sondern ein nur mit 12 Volt betriebenes, warmweiß leuchtendes und dimmbares COB LED-Band, das in einer schwarzen Trägerschiene aus Aluminium gelegt bzw. geklebt wird, an deren obere „Draufsicht-Seite“ bzw. an deren Deckel der Kunststoff milchig-transparent durchscheinend ist, und das dann lediglich ganz dezent einen eher schwach leuchtenden weiß-gelblichen Lichtstreifen erzeugt. Kommt nächste Woche – ich darf mir das leisten, habe nämlich gestern 185 Euro für Strom erstattet bekommen 🙂

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Nachtrag, 16:30 Uhr: Naja, ich hätte es besser nächste Nacht in Ruhe machen sollen, denn mit meinen beiden linken Händen mal eben schnell-schnell vor dem Zubettgehen – also das will keiner aus der Nähe sehen. Für mich ist es aber gut genug. Es sind noch 3 ½ Platten übrig; irgendwann, falls ich Lust dazu habe, kann ich’s dann ja noch mal ordentlicher kleben. Der Rechner ist übrigens ein alter nicht angeschlossener, der eigentlich entsorgt werden kann, doch als Nachttisch besitzt er die perfekte Höhe und Breite 🙂