Aus alt mach neu

Boah! Man glaubt es ja nicht. Jetzt habe ich geschlagene zwei Stunden damit verbracht, „mal ebkes schnell” die alte Fritzbox (7430) als Repeater umzufunktionieren. Warum? Es gibt keinen wichtigen Grund. Einfach nur, weil sie seit zweieinhalb Jahren im Kram-Schrank ungenutzt vergammelt, ich aber leichtsinnigerweise ein YouTube-Video zu wörtlich nahm, in dem gezeigt wurde, wie einfach binnen Sekundenschnelle das zu machen sei. „Sei”, denn es war alles andere als einfach.

Zuerst hatte ich Schwierigkeiten, sie überhaupt mit einem Rechner zu verbinden. Aber das war eigene Doofheit und bleibt jetzt besser unerwähnt. Nachdem ich sie dann endlich in den Einstellungen vom Mesh-Master zum Repeater umgeschaltet hatte, wollte die Haupt-Fritzbox (7590) sie partout nicht erkennen. Das erledigte sich dann durch mehrmaliges Starten der alten Fritzbox.

Danach wurde sie auch ordnungsgemäß in der Verwaltung angezeigt, doch ständig mit inaktivem Mesh. Sobald ich es aktiviert hatte, schwupps, verschwand sie wie durch Zauberhand aus der Ansicht.

Das lag – im Nachhinein ist man ja immer klüger – an den verschiedenen aufgelisteten WLAN-Netzwerken, die alle mit demselben Namen für die Verbindung angezeigt wurden. Von mir haben sie natürlich ihre individuellen Namen erhalten (also Repeter Bett, Küche, Garage), nicht aber in der Auswahlliste der zu verbindenen Netzwerke. Zu der Zeit meiner Versuche waren noch insgesamt die drei anderen Repeater online. Die alte Fritzbox verband sich also mit allen drei Repeatern nacheinander, statt mit dem Router, bevor ich – ganz alleine 🙂 – darauf gekommen war, sie mittels ihrer IP-Adressen auseinanderzuhalten. Da sie nicht als Verlängerung der WLAN-Reichweite fungiert (in dem Fall wäre es gut gewesen), sondern nur im Schlafzimmer für ein stärkeres Signal sorgen soll und damit den kleinen 30-Euro-Schlafzimmer-Repeater ersetzt (der nämlich so schwach sendet, dass das Bett-Radio sich lieber meistens mit dem entfernten Küchen-Repeater und einer schwächeren Signalstärke verbindet als mit dem kleinen am Bettchen), musste die alte Fritzbox als Repeater im Mesh ohne Umwege direkt mit der Haupt-Fritzbox verbunden werden. Das hatte dann so lange gedauert.

Jetzt ist alles okay, das Bett-Radio verbindet sich in voller Signalstärke mit der alten Box und sie direkt mit dem Router. Ich bin mal gespannt, was die drei WLAN-Uhren machen werden. Sie hängen auf halbem Weg genau dazwischen. Das kann ich aber erst morgen sehen, da sie erst nachts für eine Sekunde ihren Zeitabgleich durchführen und ich jetzt zu faul bin, sie extra dafür von der Wand zu nehmen und neu zu starten. Es ist ja sowieso egal, womit sie sich verbinden, ist halt nur interessehalber, um zu sehen, welche der beiden Fritzboxen weiter bzw. stärker sendet.

Und falls du dich fragst, weshalb ich eine Garage habe: Hab‘ ich gar nicht, sondern der Nachbar, der jetzt per Gastzugang von mir dort eine WLAN-Steckdose betreibt. War natürlich meine Idee 🙂 Der Garagen-Repeater möchte sich aber nur mit meinem Küchen-Repeater verbinden, weiter bis zum Router des Nachbarn reicht die Verbindung nicht.

Dann hatte ich heute noch eine gigantische Wandpaneele (240 x 120) an die Wand der Diele des Nachbarn geklebt. Ich bin beeindruckt, wie klasse das aussieht. Und wie sauber und leicht es mit Montagekleber zu handhaben war. Viel unkomplizierter als zu streichen oder zu tapezieren.

Das war also mein Tag. Gehab dich wohl und bis morgen in diesem Theater.

Ein gutes Omen

Gemütlich im Bett liegend wollte ich während des Dämmerschlafs nur mal schnell die Spielzeit des Radios um 15 Minuten per Sleeptaste verlängern und griff im Dunklen und sowieso mit fast geschlossenen Augen nach der Fernbedienung, die direkt neben mir auf dem Eckstück des Boxenregals lag, das als Nachttischchen dient. Dabei bekam ich sie mit dem Daumen und dem kleinen Finger dermaßen schlecht zu fassen, dass sie mir sofort aus den Fingern glitt und mit einem überraschend langen Geräusch eines Schrammens (etwa so, als würdest du mit dem Kunststoffstoßfänger eines Autos entlang einer Garagenwand schrammen, nur halt leiser) hinter der Boxenregalwand verschwand.

Oha, wie ungeschickt! Ich stieg aus dem Bett, bückte mich, wollte die Fernbedienung hinter der Box von der Seite her greifen – allein sie war nicht da. Wie das?

Damit war die Nacht vorbei, ich stand auf, reckte mich, schaltete das Licht an, blickte von oben hinter das Boxen-Nachttischchen und sah – nichts. Die Boxen stehen zu dicht an der Wand, um etwas hinter ihnen auszumachen. Her mit der Taschenlampe. Mit ihrer Hilfe erkannte ich zwar, dass die Fernbedienung nicht im Nachttischbereich lag. Ebenso konnte ich zwischen den Füßen der gesamten Boxenregalwand entlang erkennen, dass sie nirgends dort auf dem Boden lag, doch wo sie sich befand, das sah ich nicht.

Das Schicksal führte einen Zaubertrick des Verschwindenlassens von Dingen auf. Erstaunlich. „Okay, Schicksal, du hattest deine Vorstellung”, sagte ich, während meine Hände innerlich anstandshalber applaudierten, „ich bin beeindruckt, aber nu‘ lass sie wieder zum Vorschein kommen”. Magier sind bekanntlich oft Persönlichkeiten mit einem ungeheuren, um nicht zu sagen, mit einem maßlos übersteigerten Selbstwertgefühl, das durchaus in die Nähe der Arroganz reicht, und so schien es auch um mein Schicksal bestellt zu sein, denn es hielt es nicht einmal für nötig, auch nur mit einem Wort auf meine Bitte einzugehen.

Nun ist es so, dass man die Boxenwand nicht mehr als Ganzes verschieben kann, da ich sie nach ihrer Errichtung mit Klebe-Anker fest an die Wand montiert hatte. Diese Anker haften dermaßen fest, dass grobe Gewalt sie höchstens samt anhängender Tapete oder abgerissener Boxen-Rückwände von der Wand reißen könnte. Kaputt geht immer, selbst der stärkste Atombunker ist nicht für die Ewigkeit gebaut, doch zerstören wollte ich die Boxenregalwand schließlich nicht, steht sie dort doch erst seit kurzem an ihrem Platz. Was also tun?

Nochmal zusammengefasst: Von der Seite sah man nichts. Von unten war zu erkennen, dass die Fernbedienung nicht auf dem Boden lag. Rütteln an der Regalwand führte ebenfalls zu keinem Ergebnis. Die Fernbedienung war definitiv fortgezaubert worden. War ich ein Opfer böser schwarzer Magie?

Für einen Besenstiel, mit dessen Hilfe ich von der Seite eventuell ins Nichts herumstochern hätte können, steht das Boxenregal zu dicht an der Wand. Der Spalt reicht ja nicht mal, um mit einem Auge eine Sichtachse herzustellen, dafür ist das Auge zu weit von der Schädeldecke entfernt oder der Kopf zu dick, je nach Ausdrucksweise.

Die weibliche Spionagetechnik half!

Ich holte „Mata Hari” aus der Küche, das Smartphone. Es konnte hinter die Boxenwand schauen. Mit seiner/ihrer Hilfe erkannte ich die Position der Fernbedienung, die ich niemals dort vermutet hätte. Auf dem nebenstehenden Bild (klick drauf = Großansicht) ist ihr langer Weg und ihre Lage durch die rote Markierung dargestellt. Die Fernbedienung ist also schräg nach unten weggerutscht (ich glaube, entlang eines anfangs in diese Richtung verlaufenden Stromkabels) und wurde erst von den Kabelbindern eines Eckverbindungsstücks aufgehalten, die den Weg der Fernbedienung quasi kreuzten und mit denen die Eckverbindungsstücke (ich kenne deren korrekte Bezeichnung nicht), die ihrerseits je 4 Boxen in ihren Positionen halten, zusätzlich gesichert werden. Also ein weit gespanntes Verkehrswegenetz mit umfangreichen Vorfahrtsregeln sozusagen.

Jedenfalls konnte ich daraufhin mit ein wenig „Knoffhoff” in Form eines auseinandergebogenen Kleiderbügels aus Draht von unten um die Ecke hoch stochern und somit die festgehaltene Fernbedienung befreien, die sodann zu Boden fiel.

Die Nacht bzw. der Schlaf war allerdings definitiv zu Ende. Damit so etwas nicht wieder passiert, hatte ich sogleich den engen Spalt zur Wand auf der „Nachttisch-Box” noch mit einer selbstklebenden Eckleiste, die als Rest irgendwo herumlag (nie Reste wegwerfen!), einigermaßen geschlossen. Lässt sich auf dem 2. Bild trotz Vergrößerung durch Draufklicken leider schlecht erkennen.

Ist das alles nun wichtig fürs Tagebuch? Naja, am heutigen Montag beabsichtige ich für meinen Nachbarn eine Küchenspüle zusammenzubauen und die Leitungen samt eines neuen Untertischgeräts anzuschließen. Je nach Sichtweise könnte man die vorherigen Ereignisse der Nacht nun als böses Omen ansehen oder, da am Ende alles gut ausgegangen war, als ein positives Vorzeichen betrachten. Charakterlich neige ich deutlich zur zweiten Interpretation. Denn durch diese Erfahrung wurde ich nochmal daran erinnert, dass selbst ein arrogantes Schicksal kaum mit Magie als vielmehr oft mit billigen Tricks vorgeht, denen ein wenig eigene Überlegungen und fremde Hilfestellung jeden vermeintlich bösen Zauber zu nehmen in der Lage sind. Wohlan denn, heute werde ich zu einem frohgelaunten Klempner.

Tetris – eine Runde weiter

Ab heute wird wieder rund um die Uhr gearbeitet, da wird jetzt wohl bis Mittwochabend hier kein neuer Eintrag mehr erscheinen. Von den Tetris-Blöcken haben zwei schon einen Platz gefunden. Einer unterm Schreibtisch; dafür kommen am Mittwoch noch drei schwarze Einschübe. In ihnen verstaue ich dann etliche Kabel, mit denen ich auch nicht mehr weiß wohin, doch Keller (Rost) oder wegwerfen (teuer) verbietet sich. USB-Verlängerungen, HDMI-Kabel, Hubs, Umschalter, Mäuse, Adapter ohne Ende usw. Wenn die Einschübe drin sind, fällt die Dreierbox optisch kein bisschen mehr auf. Der andere immerhin 90 Zentimeter hohe Tetris-Block steht nun auf einem Tisch in der Schmuddelecke des Schlafzimmers. Er ist überraschend praktisch da und bleibt ohne Einschubboxen, wie er ist. Die drei einzelnen kommen wahrscheinlich mit Einschüben am Mittwoch unters Bett. Das Foto ist natürlich wieder grottenschlecht, jajaja *seufz*

Einen angenehmen Start in die neue Woche wünsche ich dir, gehab dich wohl und nur das Allerbeste sowieso. Ham wir uns verdient!

Überraschend stabiles China-Regal

Schlechte Fotos, ich weiß. Blitzlicht und Knipse, ja, mag sein, mit „Mata Hari” ging’s aber auch nicht besser. Und jetzt habe ich keine Lust mehr, es muss also reichen für einen Eindruck. Wie immer, auf ein Bild klicken, dann wird’s größer – aber eben nicht besser 😉

Tada! Gestern kam die für Samstag und Montag angekündigte Post bereits an. Sofort danach habe ich 9 Stunden am Stück gebastelt und geräumt. 6 Stunden brauchte ich für den Aufbau des neuen Boxen- oder Würfelregals (es dauerte, eh ich das System so richtig verstanden hatte und begriff, auf was man besonders achten muss) und 3 Stunden fürs Klarschiffmachen der Kram- und Rummelswand, die bisher stets auf Fotos abgeschnitten wurde, so schlimm sah das aus (nicht für mich, für andere).

Ganz zum Schluss, als alles schon fertig aufgebaut war und an seinem Platz stand, gefiel mir etwas am Regal optisch nicht mehr. Irgendetwas störte mich daran. Kennt man ja vom Bilder-Aufhängen. Kannst du die kleine aber entscheidende Änderung auf dem Vorher/Nachher-Bild (ganz unten) erkennen?

Nächste Woche kommen noch schwarze Einschübe. Die waren billiger, dafür muss man dann länger warten. Ich glaube, die werden direkt aus China geschickt. Übrigens: Haste schon gehört? Die EU wird ab nächstes Jahr auf jedes Mini-Paket aus China 3 Euro Gebühr aufschlagen. Ich gehe da jetzt nicht weiter drauf ein, denn sonst bekomme ich direkt schlechte Laune. Die EU in der heutigen Form muss weg!

Das Boxenregal besteht aus Metall und Kunststoff. Man kann damit regelrecht Tetris spielen. Die Höhe rechts beträgt 2,10 Meter und ganz links als Nachttischersatz (da stand ja der alte Rechner vorher) 60 Zentimeter. Die Länge beträgt 1,50 Meter. Ein Würfel misst 30 x 30 x 30 Zentimeter. Das Schwarz glänzt nur wegen des Blitzlichts der Kamera, normal ist es matt. Als Bücherregal eignet es sich nicht, denn eine Box kann nicht mehr als 5 Kilo Gewicht tragen, wobei ich da schon skeptisch wäre. Aber für Kleidung und Kram ist es geradezu ideal. Es steht überraschend stabil, wobei man beim Aufbau dafür auch korrekt arbeiten muss. Jede Ungenauigkeit zieht sich quasi von Würfel zu Würfel weiter. Böden, Wände und Decken der Boxen werden an den Ecken in – ja, wie nennt man solche Teile? – in „Dinger” eingeklickt. Die Bauanleitung spricht von „ABS Connectors”. Ganz china-typisch sind auch eine Menge kleiner Kabelbinder mitgeliefert worden. Ich habe aber nur ein paar benutzt, bei mir klettern keine kleinen Kinder daran herum. Für 40 Würfel habe ich nur 65 Euro bezahlt. Geliefert werden sie in Paketen zu 20 Stück. Ich brauchte aber nur 27 Boxen. Es kann also noch munter weiter mit Bauklötzchen gespielt werden 🙂


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