Aus alt mach neu

Boah! Man glaubt es ja nicht. Jetzt habe ich geschlagene zwei Stunden damit verbracht, „mal ebkes schnell” die alte Fritzbox (7430) als Repeater umzufunktionieren. Warum? Es gibt keinen wichtigen Grund. Einfach nur, weil sie seit zweieinhalb Jahren im Kram-Schrank ungenutzt vergammelt, ich aber leichtsinnigerweise ein YouTube-Video zu wörtlich nahm, in dem gezeigt wurde, wie einfach binnen Sekundenschnelle das zu machen sei. „Sei”, denn es war alles andere als einfach.

Zuerst hatte ich Schwierigkeiten, sie überhaupt mit einem Rechner zu verbinden. Aber das war eigene Doofheit und bleibt jetzt besser unerwähnt. Nachdem ich sie dann endlich in den Einstellungen vom Mesh-Master zum Repeater umgeschaltet hatte, wollte die Haupt-Fritzbox (7590) sie partout nicht erkennen. Das erledigte sich dann durch mehrmaliges Starten der alten Fritzbox.

Danach wurde sie auch ordnungsgemäß in der Verwaltung angezeigt, doch ständig mit inaktivem Mesh. Sobald ich es aktiviert hatte, schwupps, verschwand sie wie durch Zauberhand aus der Ansicht.

Das lag – im Nachhinein ist man ja immer klüger – an den verschiedenen aufgelisteten WLAN-Netzwerken, die alle mit demselben Namen für die Verbindung angezeigt wurden. Von mir haben sie natürlich ihre individuellen Namen erhalten (also Repeter Bett, Küche, Garage), nicht aber in der Auswahlliste der zu verbindenen Netzwerke. Zu der Zeit meiner Versuche waren noch insgesamt die drei anderen Repeater online. Die alte Fritzbox verband sich also mit allen drei Repeatern nacheinander, statt mit dem Router, bevor ich – ganz alleine 🙂 – darauf gekommen war, sie mittels ihrer IP-Adressen auseinanderzuhalten. Da sie nicht als Verlängerung der WLAN-Reichweite fungiert (in dem Fall wäre es gut gewesen), sondern nur im Schlafzimmer für ein stärkeres Signal sorgen soll und damit den kleinen 30-Euro-Schlafzimmer-Repeater ersetzt (der nämlich so schwach sendet, dass das Bett-Radio sich lieber meistens mit dem entfernten Küchen-Repeater und einer schwächeren Signalstärke verbindet als mit dem kleinen am Bettchen), musste die alte Fritzbox als Repeater im Mesh ohne Umwege direkt mit der Haupt-Fritzbox verbunden werden. Das hatte dann so lange gedauert.

Jetzt ist alles okay, das Bett-Radio verbindet sich in voller Signalstärke mit der alten Box und sie direkt mit dem Router. Ich bin mal gespannt, was die drei WLAN-Uhren machen werden. Sie hängen auf halbem Weg genau dazwischen. Das kann ich aber erst morgen sehen, da sie erst nachts für eine Sekunde ihren Zeitabgleich durchführen und ich jetzt zu faul bin, sie extra dafür von der Wand zu nehmen und neu zu starten. Es ist ja sowieso egal, womit sie sich verbinden, ist halt nur interessehalber, um zu sehen, welche der beiden Fritzboxen weiter bzw. stärker sendet.

Und falls du dich fragst, weshalb ich eine Garage habe: Hab‘ ich gar nicht, sondern der Nachbar, der jetzt per Gastzugang von mir dort eine WLAN-Steckdose betreibt. War natürlich meine Idee 🙂 Der Garagen-Repeater möchte sich aber nur mit meinem Küchen-Repeater verbinden, weiter bis zum Router des Nachbarn reicht die Verbindung nicht.

Dann hatte ich heute noch eine gigantische Wandpaneele (240 x 120) an die Wand der Diele des Nachbarn geklebt. Ich bin beeindruckt, wie klasse das aussieht. Und wie sauber und leicht es mit Montagekleber zu handhaben war. Viel unkomplizierter als zu streichen oder zu tapezieren.

Das war also mein Tag. Gehab dich wohl und bis morgen in diesem Theater.

Ein gutes Omen

Gemütlich im Bett liegend wollte ich während des Dämmerschlafs nur mal schnell die Spielzeit des Radios um 15 Minuten per Sleeptaste verlängern und griff im Dunklen und sowieso mit fast geschlossenen Augen nach der Fernbedienung, die direkt neben mir auf dem Eckstück des Boxenregals lag, das als Nachttischchen dient. Dabei bekam ich sie mit dem Daumen und dem kleinen Finger dermaßen schlecht zu fassen, dass sie mir sofort aus den Fingern glitt und mit einem überraschend langen Geräusch eines Schrammens (etwa so, als würdest du mit dem Kunststoffstoßfänger eines Autos entlang einer Garagenwand schrammen, nur halt leiser) hinter der Boxenregalwand verschwand.

Oha, wie ungeschickt! Ich stieg aus dem Bett, bückte mich, wollte die Fernbedienung hinter der Box von der Seite her greifen – allein sie war nicht da. Wie das?

Damit war die Nacht vorbei, ich stand auf, reckte mich, schaltete das Licht an, blickte von oben hinter das Boxen-Nachttischchen und sah – nichts. Die Boxen stehen zu dicht an der Wand, um etwas hinter ihnen auszumachen. Her mit der Taschenlampe. Mit ihrer Hilfe erkannte ich zwar, dass die Fernbedienung nicht im Nachttischbereich lag. Ebenso konnte ich zwischen den Füßen der gesamten Boxenregalwand entlang erkennen, dass sie nirgends dort auf dem Boden lag, doch wo sie sich befand, das sah ich nicht.

Das Schicksal führte einen Zaubertrick des Verschwindenlassens von Dingen auf. Erstaunlich. „Okay, Schicksal, du hattest deine Vorstellung”, sagte ich, während meine Hände innerlich anstandshalber applaudierten, „ich bin beeindruckt, aber nu‘ lass sie wieder zum Vorschein kommen”. Magier sind bekanntlich oft Persönlichkeiten mit einem ungeheuren, um nicht zu sagen, mit einem maßlos übersteigerten Selbstwertgefühl, das durchaus in die Nähe der Arroganz reicht, und so schien es auch um mein Schicksal bestellt zu sein, denn es hielt es nicht einmal für nötig, auch nur mit einem Wort auf meine Bitte einzugehen.

Nun ist es so, dass man die Boxenwand nicht mehr als Ganzes verschieben kann, da ich sie nach ihrer Errichtung mit Klebe-Anker fest an die Wand montiert hatte. Diese Anker haften dermaßen fest, dass grobe Gewalt sie höchstens samt anhängender Tapete oder abgerissener Boxen-Rückwände von der Wand reißen könnte. Kaputt geht immer, selbst der stärkste Atombunker ist nicht für die Ewigkeit gebaut, doch zerstören wollte ich die Boxenregalwand schließlich nicht, steht sie dort doch erst seit kurzem an ihrem Platz. Was also tun?

Nochmal zusammengefasst: Von der Seite sah man nichts. Von unten war zu erkennen, dass die Fernbedienung nicht auf dem Boden lag. Rütteln an der Regalwand führte ebenfalls zu keinem Ergebnis. Die Fernbedienung war definitiv fortgezaubert worden. War ich ein Opfer böser schwarzer Magie?

Für einen Besenstiel, mit dessen Hilfe ich von der Seite eventuell ins Nichts herumstochern hätte können, steht das Boxenregal zu dicht an der Wand. Der Spalt reicht ja nicht mal, um mit einem Auge eine Sichtachse herzustellen, dafür ist das Auge zu weit von der Schädeldecke entfernt oder der Kopf zu dick, je nach Ausdrucksweise.

Die weibliche Spionagetechnik half!

Ich holte „Mata Hari” aus der Küche, das Smartphone. Es konnte hinter die Boxenwand schauen. Mit seiner/ihrer Hilfe erkannte ich die Position der Fernbedienung, die ich niemals dort vermutet hätte. Auf dem nebenstehenden Bild (klick drauf = Großansicht) ist ihr langer Weg und ihre Lage durch die rote Markierung dargestellt. Die Fernbedienung ist also schräg nach unten weggerutscht (ich glaube, entlang eines anfangs in diese Richtung verlaufenden Stromkabels) und wurde erst von den Kabelbindern eines Eckverbindungsstücks aufgehalten, die den Weg der Fernbedienung quasi kreuzten und mit denen die Eckverbindungsstücke (ich kenne deren korrekte Bezeichnung nicht), die ihrerseits je 4 Boxen in ihren Positionen halten, zusätzlich gesichert werden. Also ein weit gespanntes Verkehrswegenetz mit umfangreichen Vorfahrtsregeln sozusagen.

Jedenfalls konnte ich daraufhin mit ein wenig „Knoffhoff” in Form eines auseinandergebogenen Kleiderbügels aus Draht von unten um die Ecke hoch stochern und somit die festgehaltene Fernbedienung befreien, die sodann zu Boden fiel.

Die Nacht bzw. der Schlaf war allerdings definitiv zu Ende. Damit so etwas nicht wieder passiert, hatte ich sogleich den engen Spalt zur Wand auf der „Nachttisch-Box” noch mit einer selbstklebenden Eckleiste, die als Rest irgendwo herumlag (nie Reste wegwerfen!), einigermaßen geschlossen. Lässt sich auf dem 2. Bild trotz Vergrößerung durch Draufklicken leider schlecht erkennen.

Ist das alles nun wichtig fürs Tagebuch? Naja, am heutigen Montag beabsichtige ich für meinen Nachbarn eine Küchenspüle zusammenzubauen und die Leitungen samt eines neuen Untertischgeräts anzuschließen. Je nach Sichtweise könnte man die vorherigen Ereignisse der Nacht nun als böses Omen ansehen oder, da am Ende alles gut ausgegangen war, als ein positives Vorzeichen betrachten. Charakterlich neige ich deutlich zur zweiten Interpretation. Denn durch diese Erfahrung wurde ich nochmal daran erinnert, dass selbst ein arrogantes Schicksal kaum mit Magie als vielmehr oft mit billigen Tricks vorgeht, denen ein wenig eigene Überlegungen und fremde Hilfestellung jeden vermeintlich bösen Zauber zu nehmen in der Lage sind. Wohlan denn, heute werde ich zu einem frohgelaunten Klempner.

Tetris – eine Runde weiter

Ab heute wird wieder rund um die Uhr gearbeitet, da wird jetzt wohl bis Mittwochabend hier kein neuer Eintrag mehr erscheinen. Von den Tetris-Blöcken haben zwei schon einen Platz gefunden. Einer unterm Schreibtisch; dafür kommen am Mittwoch noch drei schwarze Einschübe. In ihnen verstaue ich dann etliche Kabel, mit denen ich auch nicht mehr weiß wohin, doch Keller (Rost) oder wegwerfen (teuer) verbietet sich. USB-Verlängerungen, HDMI-Kabel, Hubs, Umschalter, Mäuse, Adapter ohne Ende usw. Wenn die Einschübe drin sind, fällt die Dreierbox optisch kein bisschen mehr auf. Der andere immerhin 90 Zentimeter hohe Tetris-Block steht nun auf einem Tisch in der Schmuddelecke des Schlafzimmers. Er ist überraschend praktisch da und bleibt ohne Einschubboxen, wie er ist. Die drei einzelnen kommen wahrscheinlich mit Einschüben am Mittwoch unters Bett. Das Foto ist natürlich wieder grottenschlecht, jajaja *seufz*

Einen angenehmen Start in die neue Woche wünsche ich dir, gehab dich wohl und nur das Allerbeste sowieso. Ham wir uns verdient!

Überraschend stabiles China-Regal

Schlechte Fotos, ich weiß. Blitzlicht und Knipse, ja, mag sein, mit „Mata Hari” ging’s aber auch nicht besser. Und jetzt habe ich keine Lust mehr, es muss also reichen für einen Eindruck. Wie immer, auf ein Bild klicken, dann wird’s größer – aber eben nicht besser 😉

Tada! Gestern kam die für Samstag und Montag angekündigte Post bereits an. Sofort danach habe ich 9 Stunden am Stück gebastelt und geräumt. 6 Stunden brauchte ich für den Aufbau des neuen Boxen- oder Würfelregals (es dauerte, eh ich das System so richtig verstanden hatte und begriff, auf was man besonders achten muss) und 3 Stunden fürs Klarschiffmachen der Kram- und Rummelswand, die bisher stets auf Fotos abgeschnitten wurde, so schlimm sah das aus (nicht für mich, für andere).

Ganz zum Schluss, als alles schon fertig aufgebaut war und an seinem Platz stand, gefiel mir etwas am Regal optisch nicht mehr. Irgendetwas störte mich daran. Kennt man ja vom Bilder-Aufhängen. Kannst du die kleine aber entscheidende Änderung auf dem Vorher/Nachher-Bild (ganz unten) erkennen?

Nächste Woche kommen noch schwarze Einschübe. Die waren billiger, dafür muss man dann länger warten. Ich glaube, die werden direkt aus China geschickt. Übrigens: Haste schon gehört? Die EU wird ab nächstes Jahr auf jedes Mini-Paket aus China 3 Euro Gebühr aufschlagen. Ich gehe da jetzt nicht weiter drauf ein, denn sonst bekomme ich direkt schlechte Laune. Die EU in der heutigen Form muss weg!

Das Boxenregal besteht aus Metall und Kunststoff. Man kann damit regelrecht Tetris spielen. Die Höhe rechts beträgt 2,10 Meter und ganz links als Nachttischersatz (da stand ja der alte Rechner vorher) 60 Zentimeter. Die Länge beträgt 1,50 Meter. Ein Würfel misst 30 x 30 x 30 Zentimeter. Das Schwarz glänzt nur wegen des Blitzlichts der Kamera, normal ist es matt. Als Bücherregal eignet es sich nicht, denn eine Box kann nicht mehr als 5 Kilo Gewicht tragen, wobei ich da schon skeptisch wäre. Aber für Kleidung und Kram ist es geradezu ideal. Es steht überraschend stabil, wobei man beim Aufbau dafür auch korrekt arbeiten muss. Jede Ungenauigkeit zieht sich quasi von Würfel zu Würfel weiter. Böden, Wände und Decken der Boxen werden an den Ecken in – ja, wie nennt man solche Teile? – in „Dinger” eingeklickt. Die Bauanleitung spricht von „ABS Connectors”. Ganz china-typisch sind auch eine Menge kleiner Kabelbinder mitgeliefert worden. Ich habe aber nur ein paar benutzt, bei mir klettern keine kleinen Kinder daran herum. Für 40 Würfel habe ich nur 65 Euro bezahlt. Geliefert werden sie in Paketen zu 20 Stück. Ich brauchte aber nur 27 Boxen. Es kann also noch munter weiter mit Bauklötzchen gespielt werden 🙂


vorher | nachher

Plattentektonik

Guck (auf ein Bild klicken = größer), fertig isses 🙂 Es war wirklich kinderleicht, innerhalb von nur Minuten an die Wand geklebt und es sieht genauso aus, wie ich’s mir vorgestellt hatte. Nur dummerweise hätte ich den Staub auf der Linse der kleinen Knipse vorher abwischen sollen – aber so what, als schneller Eindruck reicht das. Also die Platten sind absolut zu empfehlen. Pro Platte braucht es allerdings knapp eine Kartusche Kleber, das sollte man beachten:

Neue Hängung

4 Uhr, meine Wenigkeit bewegt sich so langsam gen Bettchen. Habe mal wieder ein klein wenig umgehängt. Vier kleinere Bilder durch diese beiden großen ersetzt. Sie sind je ca. 80 mal 70 Zentimeter im Maß. Ungefähr. Geschätzt. Und schlecht an der Wand hängend fotografiert. Es war (ist) Nacht und dunkel, dann blendet das Blitzlicht. Oder ich machte das große Licht an, dann reflektierte es fast noch mehr. Oder ich hätte das Stativ aufbauen müssen, dazu war ich aber zu faul. Es soll ja nur einen Eindruck vermitteln.

Besonders an dem Vasen-Bild ist, dass es nicht nur gemalt, sondern wie ein Relief gespachtelt wurde. Kommt aber nur ein bisschen auf dem Foto rüber. Übrigens weißt du ja: Auf ein Bild klicken, dann wird es größer.

Das Besondere am Sonnenblumen-Bild finde ich, dass die Sonnenblumen wie auseinanderdriftende Sonnen aussehen, wie Galaxien im Universum in Bewegung festgehalten. Wie gesagt, ich finde es so, muss nicht so gemeint sein. Die Kunst liegt halt im Auge des Betrachters. Oder man sieht, was man sieht 🙂

Sonst gibt’s nichts Neues, ich war die Nacht mit dem gestrigen Kommentar beschäftigt, mit schreiben und nachdenken quasi, anschließend habe ich mir ein weiteres dreistündiges vietnamesisches Ernte- und Marktplatzverkaufs-Video reingezogen. Heute ist die Wäsche angesagt, da hoffe ich mal, dass sie nachmittags draußen aufgehängt werden kann. Bis dahin, genieße einen weiteren Tag im diesjährigen „Höllensommer” der Klimaaffen (es ist gegenwärtig 10 Grad kalt draußen).

Das neue Bett

Fertig! 🙂 Heute kam das Bett in einem wirklich kleinen aber 15 Kilo schweren Karton. Die Postbotin und ich (natürlich trug ich ihr das Paket vom Auto ins Haus), wir bezweifelten sehr, dass sich darin ein Bett befinden könnte. Aber es war mal wieder eine chinesische, wirklich geniale Superkonstruktion von Einzelteilen und zusammenklappbaren Teilen. Trotzdem ist das Bett stabil wie sonst noch was – sogar stabiler als das monströse Holzbett zuvor. Eine Stunde dauerte der Aufbau – für mich, also für eine Person ohne Hilfe, ohne Bett-Aufbau-Routine und nach Ikea-Anleitunglustiger Bildchen. Geht doch, oder?

Man beachte auf den Fotos am Ende des Eintrags folgendes:

1. Nur durch das Blitzlicht der Kamera kann man überhaupt unter das Bett sehen. Im Normalfall (Tageslicht vom Fenster oder helles Deckenlicht) sieht man nichts.

2. Idealer Stauraum, dennoch hervorragend belüftet.

3. Ich hätte die Linse des Fotoapparats vorher putzen sollen.

4. Die Spanngurte wären nicht nötig gewesen, denn die Matratze rutschte nicht in die Zwischenräume. Da ich die Gurte aber nun mal gekauft hatte, spannte ich zwei von ihnen trotzdem um den Rahmen.

5. Das ist keine moderne Bettwäsche aber frisch gewaschene. Mir ist es vollkommen egal, wie so etwas aussieht, sie ist uralt aber immer noch flauschig und ich fühle mich darin pudelwohl.

6. Den Hocker habe ich extra als Vergleich dorthin gestellt, denn das Bett besitzt fast die Höhe eines Boxspringbettes. Nicht zu hoch, nicht zu niedrig = ideal.

7. Und zum Schluss das Wichtigste: Ich liege im Bett wie auf einer Wolke. H5 der Matratze = klasse, Bett = klasse, 1,20 x 2,00 Meter = klasse. Alles ist genau so, wie ich es mir erhofft hatte 🙂

Klick aufs Bild = Großansicht

Vorarbeiten

Herrje! Nu‘ kann ich mich kaum noch bewegen. Zuerst anderthalb Stündchen im Wald unterwegs und danach konnte ich’s einfach nicht lassen: Habe das alte monströse Bett alleine auseinandergenommen und alles samt Matratze nach und nach mit und ohne Sackkarre in den Keller verfrachtet. Sogar der Akku des Akkuschraubers hat dabei schlapp gemacht (es war gottlob ein zweiter geladener vorhanden). Jetzt nur noch saugen und wischen, dann steht der Platz für den Aufbau des neuen Betts bereit. Eigentlich wollte ich das alles im Laufe des morgigen Sonntags machen, doch es ist ein ziemlich gutes Gefühl, damit jetzt schon fertig zu sein. So schmeckt das Stückchen Kuchen und das lecker Tässchen Kaffee im Küchenerker nochmal so gut.

Inneres Ich: „Und wo schlafen wir die nächsten zwei Nächte, hmm?”

Das kann die Matratze auf dem Boden liegend ab. In zwei Tagen schimmelt da nichts.

Inneres Ich: „Das woll’n wir hoffen, du erinnerst dich sicher noch …”

Ja, vor annähernd 50 Jahren – das Bild hat sich in meinem Kopf eingeprägt, als wäre es erst gestern fotografiert worden, schlief ich mit meiner damaligen Teenager-Freundin in der ersten eigenen Wohnung mangels Geld für ein Bett auf zwei Matratzen auf dem Boden. Alles schien monatelang einfach nur herrlich zu sein, Freiheit! Die Welt gehörte uns. Wir dachten, wir seien endlich erwachsen und so – bis ich die Matratzen aus heute nicht mehr erinnerten Gründen angehoben hatte: Ein dicker Teppich aus fröhlich sprießenden bunten Schimmelpilzen wuchs in einer Art Feuchtbiotop direkt unter der jugendlichen Spielwiese.

Trotzdem sind zwei Nächte auf dem Boden völlig in Ordnung. Noch’n lecker Tässchen Kaffee gefälligst? Stückchen Kuchen dabei?

Wartestatus Nr. 3 = erledigt :-)

Es hat etwas gedauert, doch nu‘ isser da, der neue Mini-Kühlschrank. Klick aufs Bild = größer. Sein Inhalt dürfte für mich allemal ausreichen, 45 Liter. Energieklasse E, ca. 80 Kilowatt pro Jahr Stromverbrauch. Der steht jetzt erst mal einen Tag lang nutzlos herum, bevor er angeschlossen wird. Er befindet sich, wie ebenfalls der Gefrierschrank, im Schlafzimmer, denn das ist zum einen der kühlste Raum in der Wohnung und zum anderen vermeide ich dadurch den Dauerbetrieb beider Geräte, da im Küchenerker, so wunderschön er auch ist, die Sonne durch die 3 Fenster wie in einem Treibhaus heizt, wenn ich vergesse, die Rollos rechtzeitig entsprechend herunterzufahren – und das vergesse ich regelmäßig.

 

Mit dem Sendungsverlauf ließ sich der aktuelle Lieferstatus prima verfolgen, so dass ich bei „noch 2 Stationen” hinaus ging und auf den Boten draußen gewartet hatte. Wie es der Zufall wollte, trug zur selben Zeit ein netter Nachbar von über mir ein CD-Regal aus dem Haus und wollte es zum Sperrmüll bringen. Meine Wohnungsdiele ist bekanntlich so mini-klein, dass dort eigentlich bis auf eine kleine Garderobe und einen an der Wand festgedübelten schmalen Schuhschrank (der umfunktioniert zu einem Kram-Schrank ist) nichts weiter hinein passt – außer dem Regal, das steht da nun und passt millimetergenau wie Faust aufs Auge neben dem Ex-Schuhschrank. Farblich identisch = wunderbar gelöstes Platzproblem. Wozu, fragst du? Na, für den vielen Kleinkram, der sich in der Diele so im Laufe der Zeit ablagetechnisch ansammelt. Über dieses Regal bin ich jetzt genauso glücklich wie über den Kühlschrank. Es war somit ein perfekter Vormittag.

Fertig

Fertig! 🙂 Hat etwas länger gedauert, war (für mich) recht kompliziert, obwohl die Chinesen auf jedem Stück des Puzzles eine Nummer geklebt hatten (du siehst noch zwei von ihnen vorne am Schrank, was wie kleine Flecken aussieht). Der zusammengeklappte Stuhl kommt weg, auch den Handtuchhalter montiere ich wieder ab, sieht ohne bestimmt besser aus (Korrektur: nein, ohne Stuhl den Schrank etwas nach links geschoben, schon sieht der Handtuchhalter richtig gut aus. Er bleibt nu‘ also doch). Andere Füße brauchte ich aber gar nicht, da vor den Löchern für die Rollen bereits flache Filz-Füße mit Loch aufgeklebt waren. Ob du’s glaubst oder nicht, allein für die Schublade hatte ich über eine Stunde gebraucht. Das war nämlich so ein Intelligenz-Ding zwischen spiegelverkehrt und seitenverkehrt mal vier Schienen.

Der Schrank ist aber nun schon ein paar Stündchen fertig. Danach habe ich mit meinem Nachbarn einen Spaziergang ins heimische Dorf unternommen. Wir gingen die katholische Kirche im Ort besichtigen. Deren Turm kannst du sogar ansatzweise auf dem Bild links oben im Fenster sehen. Und sie war geöffnet! Dass es so etwas noch gibt (oder wieder gibt), das ist richtig schön. Wir beide hatten die Kirche bisher noch nie von innen gesehen. Wir haben jeder eine Kerze (für 50 Cent) entzündet, das hatte etwas Magisches (oder Heiliges oder Spirituelles), halt eine gewisse Kraft. Die Katholiken wissen schon, wie sie ihre Stätten mystifizieren. Danach kurz zum Edeka-Markt und anschließend ein gemeinsames verspätetes Frühstück im Erker mit hernach noch Kaffee und Kuchen. Ratzfatz war es 15 Uhr.

Das war der Tag, gehab dich wohl.

Vorläufiger Endstand

Die Bilder hängen. Jetzt fehlt nur noch das Schlafzimmer. Dafür lasse ich mir aber etwas Zeit, das war auch bisher eher eine Rumpel- und Abstellkammer. Das was fertig ist, ist wichtiger. Über die neue Wohnzimmerlampe, eine schlichte unauffällige Schale mit LED-Licht, schreibe ich nochmal separat etwas, denn es ist ein Lichtwunder sondergleichen. Überhaupt das Licht: auf den 10 Fotos täuscht es oft. Erstens ist nicht zu erkennen, wie heimelig die Abend- und Nachtbeleuchtung mit den vielen schönen Lampen ist, und zweitens erscheinen die gestern erst angebrachten Rollos im Küchen-Erker weiß, obwohl sie flachsfarben und ebenso bemustert sind. In etwa ist es dieselbe Farbe des großen Vorhangs, der auf den Fotos dunkler erscheint. Die Sonne schien gerade. Im Osten durchs linke Erkerfenster steht sie morgens, im mittleren fast Panoramafenster mittags und abends schaut sie im rechten Westfenster herein. Ohne Rollos blendet es also den ganzen Tag und im Sommer würde ich rollolos bestimmt arm dran sein.

Alles passt wie Faust aufs Auge: vorgestern fiel die Toilettenbrille auseinander, eine neue ist bestellt, sie kommt Montag, und Dienstag habe ich dann aller Voraussicht wieder Internet. Bis aufs Schlafzimmer sind also alle wichtigen Aufgaben vorher erledigt. Pünktlich sozusagen. Dann muss ich noch ein paar Nächte arbeiten bevor ich den versprochenen Rundgang als Film mit ein paar Erklärungen versuche.

Alleine das Hochladen der heutigen 10 Bilder mit dem anschließenden richtigen Einbinden unter diesem Eintrag, dauert mit Mata Hari eine Ewigkeit und wird so verwirrend auf dem winzigen Display, dass ich mich ständig vertippe.

Also hoffentlich bis Dienstag, genieße dein Wochenende.

Klick auf ein Bild = größer.

Noch’n Zwischenstand

Es ist schon komisch, hier momentan nicht täglich schreiben zu können. Dafür hat die Zwangstrennung vom Internet den unschlagbaren Vorteil, dass ich in der Wohnung mächtig vorankomme. Morgen sind, bis auf zwei, alle restlichen Kartons ausgepackt. Die beiden kommen in den Keller. Einer ist voller Schuhe, die ich sowieso nie anziehe, der andere voller Elektronik-Kram.

Das ist ja auch noch so ein dolles Ding, nämlich der Kellerraum: ich brauche mit keinen Jacken, Mänteln, Schuhe usw. die kleine Wohnung vollzustopfen, denn meine alte große Garderobe plus ein weiterer Kleiderständer stehen im Kellerraum; von der Rückseite des Hauses kann ich mit dem Fahrrad ohne Stufe bis an die Kellertür fahren, danach schiebe ich das Rad einen kurzen Gang entlang zu meinem Raum, parke das Rad dort drin (meine beiden Räder), ziehe die Übersachen aus und kann im Haus eine Treppe zur Parterre hochsteigen, schon gelange ich zur Wohnungstür. Umgekehrt abends zur Arbeit genauso. Wirklich praktisch.

Dem alten gammeligen Sofa, das ich von der Vormieterin übernommen habe, wurde durch dicke Überwürfe, die seit Jahren arg gelangweilt im Schrank auf diesen Auftritt gewartet hatten, eine Premiere zuteil. Es ist nicht jedermanns Geschmack, schon klar, doch ich stand auf ein solches Aussehen schon immer – und gestern war ich auf der Premiere: keine Lust ins Bett zu gehen, also ruhte ich unter einer Decke auf dem Sofa und war tatsächlich sofort eingeschlafen. Beim Erwachen drückte, zwängte oder zwickte nichts, nichts tat mir weh, im Gegenteil, ich holte mir aus der Küche ein Heißgetränk und verbrachte dann noch ein weiteres halbes Stündchen mehr liegend als sitzend auf dem Ruhemöbel. Relaxen, das kann man prima auf dem Teil.

Jetzt sind wieder ein paar Nächte Arbeit angesagt, bevor ich die letzten beiden leeren Wände voller Bilder hänge. Wie gesagt, es muss erst einigermaßen fertig sein, bevor ich alles zeige. Dann werde ich mal ein Video versuchen, eine Art Roomtour. Mal gucken 😉

Ich hoffe, dir geht es weiterhin gut. Nur eine Woche noch, dann kann ich endlich mehr schreiben und auch auf Kommentare antworten, was mir mit Mata Hari viel zu lange dauert. Auch mit Stift ist die Tipperei ohne Tastatur auf den Mini-Buchstaben einfach nur horribel.