Neustart, Reboot: Immer wieder aktuell

Heute durfte ich nach dem Frühstück („lecker Tässchen Kaffee”) im Küchenerker mal wieder so richtig schmunzeln. Daniel, ein, wenn nicht sogar der, Linux-Experte schlechthin, berichtet seit Wochen über einen Serverumzug und was ihm im Zuge dessen so alles widerfährt.

Er hat übrigens die gesamte Wissens-Datenbank der „Dampfdruckpresse” erfolgreich gesichert. Und es ist ihm sogar gelungen, die Texte und Bilder aus anderthalb Jahrzehnten (man kann sagen, von Beginn an des E-Dampfens bis heute) unter anderem durch eigene Datenbank-Erfindungen (Daniel, entschuldige meine laienhafte Ausdrucksweise) derart zugänglich zu machen, dass die Suchfunktion wieder zu ordentlichen Ergebnissen führt. Dies ist ein unschätzbarer Wert für das Wissen ums E-Dampfen. Etwas, über das ich in einem gesonderten Beitrag berichten wollte, das bloß leider mangels technischen Wissens und mehr noch wegen des fehlenden Vokabulars gescheitert war. Dabei ist Daniels Sicherung so dermaßen bedeutend, denn mittlerweile ist fast überall dieses Wissen verschwunden. Wie das? Weiterlesen

Fremd in der Welt

Früher war ich unglaublich naiv. Mir ist nicht ganz klar, ob diese Einsicht altersbedingt mein Gehirn erobert, oder ob tatsächlich die Dreistigkeit im öffentlichen Tun, Sagen und Denken der Leute so ungeheuer zugenommen hat.

Guck mal, noch vor 10 bis 15 Jahren war ich über die unverfrorenen Lügen vermeintlicher Gesundheitsbehörden angesichts des E-Dampfens bass erstaunt. Bei ihren Versuchen der Verteufelung hatten sie nicht nur von Anfang an die Unwahrheit gesagt, sie war leicht als „Fakten-Checker” durch die wissenschaftliche Studienlage zu widerlegen, aber die behördennahen Institute (u.a. das BfR) verbreiteten im vollen Bewusstsein über ihre Falschausagen die Unwahrheit. Das, also mit Vorsatz, nennt man eine Lüge.

Zu Beginn hatte ich schlicht die Welt nicht mehr verstanden. Wieso konnte jemand etwas gegen eine gesunde, jedenfalls unschädliche, Tabakrauch-Alternative einwenden, die Millionen Menschenleben rettet? Auch damals wusste ich zwar von der Anfälligkeit einzelner Menschen für die Korruption – ja, natürlich, ganz so naiv war ich wohl nie – doch dass die Gesundheitspolitik von den Pharmakonzernen dermaßen beeinflusst werden könnte, glaubte ich bis dahin zu keiner Zeit (also schon ziemlich naiv). Zumal die öffentliche Wahrnehmung des E-Dampfens anfangs in den Medien eine durchaus interessierte und positive war.

Dann kam Corona, und heute ist der Mehrheit der Bevölkerung bewusst, wie korrupt die Gesundheitsindustrie eigentlich ist. Es wird nicht einmal mehr versucht, etwas zu verheimlichen, im Gegenteil, öffentlich bekommen die Profiteure Verdienstorden umgehängt, Ehrungen werden ihnen sogar heute noch zuteil und man klopft ihnen wegen der Milliardengewinne anerkennend auf die Schultern. Und natürlich werden Widerständler immer noch juristisch verfolgt, wegen fadenscheiniger Vorwürfe wirtschaftlich und gesellschaftlich ruiniert und ins Gefängnis gesperrt. Das, dieser Wandel hin zu einer liederlichen Frivolität der allgemeinen Moral, durchdringt längst die meisten Bereiche des Lebens und ist nicht mehr aufs E-Dampfen oder Corona beschränkt.

Harmlos war das im Bereich des E-Dampfens noch – die damalige Erschütterung meines Glaubens an die Objektivität, an die Macht der Wissenschaft, war geradezu ein Babythema angesichts des heutigen Zustands der gekauften Republik. Nicht alleine, dass sämtliches Vertrauen in Politik, Medien und in die Wissenschaft in den letzten 15 Jahren deswegen litt oder sogar verlorengegangen war, nein, es hat sich ein grundlegendes Misstrauen an seiner Stelle ausgebreitet, das sich angesichts der schlecht dargestellten Schauspielkust der vermeintlichen Honorigkeit einzelner Charatere mehr und mehr in blanken Zorn verwandelt.

Der Bruder meines Vaters, beide sind schon lange verstorben, sagte zeitlebens, Politiker seien allesamt Verbrecher und die Gerichte deren Helfershelfer. Ich hielt ihn deswegen fünf Jahrzehnte lang für einen arg verschrobenen Kauz. Nahm ihn in vielen Dingen nicht so ernst, wie ich es eigentlich hätte tun sollen, aber wie das nun mal leider oft bei einem in der Mitte des Lebens stehenden Zeitgenossen der Fall ist, man hält ganz gerne die ältere Generation nicht für geistig ebenbürtig, nimmt sie nicht für voll. Ich glaubte, und Glaube hat immer mit Nicht-Wissen zu tun, selber auf dem Höhepunkt der Schaffenskraft angelangt zu sein und den alleinigen Durchblick in Sachen des Lebens zu besitzen. Jaja, Asche auf mein Haupt. 2010 habe ich ziemlich spät erst diesen Glauben als Irrglauben ausgemacht. Heute tut’s mir oft unendlich leid, jetzt im Alter meinem Onkel nicht freundschaftlich die Hand reichen zu können und ihm zu sagen, wie sehr er mit allem, was er geradeheraus dachte und sagte, doch recht gehabt hatte.

Inneres Ich: „Entschuldige, dass ich mich hier einmische. Aber könnte es nicht einfach daran liegen, dass die Welt sich gar nicht so sehr verändert hat, sondern dass bei dir die Familien-Gene durchbrechen, sich dahingehend bemerkbar machen oder sogar dafür verantwortlich zeichnen, dass du die Verschrobenheit und, wie manche Leute früher sagten, die Exzentrik von Onkel Wolfgang Bernhard nun einfach fortführst?”

Oh, das hört sich im ersten Moment neutral-nett an, mein liebes Inneres Ich, doch im Kern höre ich hier die versteckte Beleidigung, „du bist genau solch ein verschrobener Kauz wie” heraus. Eine populistische Vererbungslehre ist allerdings nichts anderes als das Zeitungshoroskop für Akademiker.

Wie dem auch sei. Ich schließe, wie ich heute begonnen habe: „Früher war ich unglaublich naiv.” Aber vollende diesen Satz mit der Frage: „Wer war dieser Mensch, der meinen Namen trug und sich in meinem jungen Köper bewegte, als sei es sein eigener? Ein Fremder aus einer anderen Welt?”

Zwischen den Jahren 6 – eDampf-Kurzinfo

Achso, für Leute, E-Dampfer, die es sich nicht vorstellen können: Für drinnen und alleine RDL-Zugtechnik, 5 Watt mit dem „Dvarw-V2-Verdampfer” auf der „Aegis Solo 1”. Ich habe mich seit nunmehr knapp einem Jahr von den unvorstellbaren 6,5 Watt quasi per Fingerdruck downgegradet. 2,4 Volt (batterietauglich), 0,8 bis 1,1 Ohm, ~2,25 Ampere. 30er Kanthal A Draht (awg29, ~0,25 mm Ø) als Mico- bzw. Kontakt-Coil in 6 Windungen auf 0,2 mm Ø gewickelt. Seit 13 Jahren (davor wickelte ich auf Silikatschnur) mit normaler Watte von Edeka aus immer noch derselben Packung* für damals (wie heute) nur 99 Cent.

In munterer Gesellschaft drinnen oder für draußen bleibt es bei der DL-Zugtechnik und 15 Watt sowie einem 0,5 Ohm Edelstahl-Fertig-Coil des „Cubis-Pro-Verdampfers”.

* Nachtrag: Silvester-Mathematik. Stocknüchtern, möchte ich betonen. Ich hab’s vorhin mal interessehalber mit der Feinwaage gewogen. Eine Wicklung besteht aus 0,08 Gramm Watte inklusive der noch vorhandenen Enden, die abgeschnitten werden. Es gab Zeiten, in denen ich sehr verschwenderisch gewickelt hatte (Lernkurven und so weiter) aber auch Zeiten, in denen ich extrem faul gewickelt hatte (Fertig-Coiler bis zum Exzess durchprobiert), so dass man grob und im Durchschnitt vielleicht von 0,1 Gramm pro Wicklung und 7 Tagen ihrer Haltbarkeit ausgehen kann. Zwar wickle ich höchstens alle 2 oder sogar 3 Wochen, dann aber auch 2 oder 3 Verdampfer, da ich stets mehrere benutze. Also bleibt der Wochendurchschnitt grob erhalten. Das wären dann:

Pro Woche eine Wicklung. 13 Jahre = 4.745 Dampftage ./. 7 = 678 Wicklungen. Mal 0,1 Gramm = 67,8 Gramm Watteverbrauch.

100 Gramm hat eine Packung, davon sind allerdings 90 Gramm verbraucht.

Also muss ich andersherum rechnen: 90 Gramm ./. 0,1 Gramm = 900 Wicklungen. Für irgendwas zwischen 678 und 900 Wicklungen reichten die 90 Gramm Watte aus. Nichts anderes hatte und habe ich mit dieser Watte gemacht. Lustig, nicht wahr? 😉

E-Dampfen: Unterschied von Schwarz und Silber

Wer arbeitsfrei hat und ausschläft, dann am nächsten Tag so gegen halb 10 Uhr vormittags wach wird, lebt eigentlich stinknormal. Das macht jeder so oder so ähnlich. Ich ebenfalls. Nur sieht es halt bei mir komisch aus, weil mein Biorhythmus um genau 12 Stunden verschoben ist. Nichtsdestotrotz: Guten Morgen. Es ist 10 Uhr (p.m.) und ich befinde mich beim Frühstück, was, wie immer, aus einer bis drei „lecker Tässchen Kaffee” besteht. Und e-dampfen natürlich. Wobei ich heute wieder 3 Geräte neu wickeln und bewatten muss und daher gerade nur eines ordentlich funktioniert. Tja, ein notwendiges Übel, die Wickelei, als ein solches sehe ich die E-Dampf-Wartungstätigkeiten. War immer schon so und ist es nach wie vor.

Apropos E-Dampfen, heute wage ich mal eine Behauptung, die mit „anekdotischer Evidenz” begründet ist und „eigentlich” nicht sein kann, doch bei mir nun mal der Fall ist:

Die unlackierten „Dvarw-Verdampfer”, von denen ich 4 mehr oder weniger täglich benutze, funktionieren anders als die in Schwarz lackierten.

Inneres Ich: „Was?”

Ja, tatsächlich. Bei identischer Wicklung und Leistung schmecken sie einerseits unterschiedlich und anderseits ist der „Throat-Hit” der schwarzen Geräte nicht vorhanden. Das klingt auch für mich dermaßen unglaubwürdig, dass ich natürlich alle Fehlerquellen für dieses Ergebnis ausgeschlossen habe. Also bei allen Akkuträgern ist das Bild gleich, es liegt definitiv nicht an einer möglicherweise unterschiedlichen Leistungsabgabe zweier baugleicher Geräte. Klar, auch das Liquid ist dasselbe. Um ein identisches Dampferlebnis bei den schwarzen Verdampfern zu erzielen wie bei den unlackierten, muss deren Leistung locker um 2 bis 4 Watt erhöht werden. Ich benutze die alten „Aegis Solo” Akkuträger, von denen ich wegen ihrer Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Robustheit ein gutes Dutzend besitze, bei exakt 6,5 Watt innerhalb geschlossener Räume (was übrigens bei anderen Akkuträgern ca. 7,5 + X Watt entspricht). Draußen dampfe ich mit anderen Verdampfern oder Wicklungen, da auch der Unterschied von drinnen zu draußen an dieser Leistungsgrenze geschmacklich und „throat-hit-mäßig” spürbar ist. Draußen braucht’s deutlich mehr Leistung. Das ist aber ein anderes Thema.

Dasselbe unterschiedliche Verhalten hatte ich seinerzeit (bis 2019) festgestellt, als ich täglich noch die „Flash-e-Vapors” dampfte: Damals betrieb ich sie mit 7 bis 9 Watt Leistung drinnen; die unlackierten Verdampfer funktionierten prima, doch die in Schwarz lackierten musste ich bei ca. 12 bis 15 Watt dampfen, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen. Seinerzeit redete ich mir ein, dass dies von meinem Unvermögen herrührte, also in erster Linie an der Bewattung lag. Ein wirklich kleiner Unterschied dabei führt mitunter zu großen Unterschieden des Dampfergebnisses. Nun habe ich seit 6 Jahren aber schon so viele verschiedene „Dvarws” gewickelt und bewattet (ich dampfe seither ausschließlich „Dvarws” verschiedener Baugrößen), dass ich hierbei eine Fehlerquelle definitiv ausschließen kann. Auch ist das unterschiedliche Ergebnis mit anderen „Dvarw-Verdampfern”, von denen ich locker sogar 2 Dutzend besitze, jederzeit reproduzierbar. Es sind nur die schwarz lackierten, die unordentlich dampfen. Dabei kommt es mir so vor, als ob die schwarze Lackschicht wie eine Dämpfungs- oder Dämmschicht wirkt.

Inneres Ich: „Wie kommst du denn darauf?”

Weil es fast gleich ist, also das Dampfergebnis, wie ein „Flashi”, den man statt mit den beiden Dochten, mit einer Schicht Watte betreibt, die das Verdampferraum-Dach von innen auskleidet. Solche runden Watte-Pads gab es sogar mal bei den Chinesen extra dafür zugeschnitten zu kaufen. Man kann das Dach aber auch selber auskleiden. Dadurch wird das Dampfen erheblich leiser, der Throat-Hit verschwindet fast gänzlich und der Dampf schmeckt weicher. Und genauso wirkt der Unterschied in diesem geringen Leistungsbereich meines Dampfens bei den schwarz lackierten Dvarw-Geräten.

Naja, für dich als ein nicht-dampfender Zeitgenosse wird das Beschriebene sicher unverständlich klingen. Auch für die meisten „Nur-Dampfer” klingt es arg konfus. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass erfahrene Selbstwickler, die keine „Dvarws” benutzen, sondern andere Verdampfer, hier ebenfalls ihre Köpfe schütteln – aber der „Dvarw-Verdampfer” ist ein ziemlich sensibles und erstklassiges Gerät, mit dem nach einer gewissen Lernkurve Erstaunliches für den Dampfgenuss möglich ist. Allerdings habe ich in den nunmehr ca. 15 Jahren, die ich e-dampfe, noch nie von einem Unterschied von lackierten zu unlackierten Geräten gehört oder gelesen. Und doch kann ich den Unterschied reproduzieren, könnte ihn also jederzeit vor Ort vorführen.

Heute also Thema E-Dampfen. Man siehe es mir bitte nach; das Thema kommt ja mittlerweile so gut wie gar nicht mehr im Tagebuch vor – also ausnahmsweise mal.

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Kleiner Nachtrag: Der von mir vermutete Zusammenhang kann allerdings auch nicht richtig sein, da innerhalb der schwarzen Verdampfer der Verdampferraum ja ungefärbt bleibt. Außerdem schrieb ich von „lackiertem” Metall, was ich aber nur umgangssprachlich so bezeichnete, da ich schließlich weiß, dass Edelstahl durch Oxidation gefärbt wird. Entweder chemisch oder durch Hitze oder durch beides. Also muss es wohl einen anderen Grund geben, weshalb dieses unterschiedliche Verhalten ausschließlich bei den schwarzen „Dvarws” festzustellen ist. Vielleicht verändern sich ja bestimmte Metalleigenschaften durch die Oxidation? Letzten Endes weiß ich’s nicht, sehe nur, dass es ist, wie es ist.