Putz- und Wickelsachen

So (klick aufs Bild = groß) sieht es aus, wenn ich nachmittags – 3 Uhr 🙂 – im schönen Küchenerker am runden Tisch gleich fünf Verdampfer wickeln muss. Zwei liegen gegenüber auf der Spüle in einer Schale Heißwasser und sind am „einweichen”; einer ist schon fertig.

Entgegen vieler anderer E-Dampfer empfinde ich das Wickeln nicht als Entspannung, im Gegenteil, ich mag es überhaupt nicht und betrachte es als notwendiges Übel, das ich somit gerne bis zur letztmöglichen Benutzbarkeit der Wicklung hinausschiebe. Müsste nach dem Geschmack zu urteilen nach zwei oder drei Wochen die Wicklung ersetzt werden, dauert der Termin zum Wechsel bei meiner Wenigkeit noch weitere zwei Wochen. Erst wenn ein Hauch „Kokelgeschmack” im Hintergrund wahrnehmbar ist, war’s das dann mit der Wicklung. Man kann grob sagen, ein Mal im Monat. Deshalb ist die Reinigung mit einer Finger- oder Nagelbürste (wie heißen diese Bürsten eigentlich?) unumgänglich. Das bei den Dvarw-Verdampfern. Bei den Fertig-Coilern für draußen, den Cubis-Pro-Verdampfern, hält ein Coil tatsächlich ein knappes halbes Jahr. Sie werden nämlich bei meiner Art zu dampfen nur mit 15 Watt befeuert. Bei ihnen ist keine Reinigung nötig, da quasi die gesamte Verdampferkammer inklusive der Wicklung ausgewechselt wird. Die manuell gewickelten Dvarws für innen befeuere ich sogar nur mit 6,5 bis ca. 12 Watt. Deshalb halten sie auch so lange durch.

Das auf dem Bild sind zum einen zwei kleine „geheime” Arbeitsdampfen (ist dort verboten), die fast nur mit PG befüllt sind (erzeugt kaum sichtbaren Dampf) und mit einer hohen Nikotindosis gedampft werden (hemmt den Wunsch, z.B. beim Lesen dauernd dampfen zu wollen). Sie sind so wunderbar klein, das kriegt niemand mit, sie sind also fast unsichtbar und verschwinden bei Bedarf einfach komplett in der Faust. Aber es sind dennoch vollwertige Selbstwickel-Verdampfer (Dvarw 16 mm), die mit ca. 9-12 Watt betrieben werden (die exakte Leistung ist nicht ermittelbar und auch nicht messbar, da es keine genauen Herstellerangaben für die winzigen “Amnis-Akkuträger” gibt).

Die anderen „6,5 Watt Dvarws” (Dvarw 2.0) für zu Hause (auf Pfeifen, Tubes und Boxen) dampfen mit ca. 6 mg/ml Nikotin in einer 50/50 PG/VG-Mischung. Alles Liquid ist mit Kaffee-Aroma veredelt. Da ich zu Hause aber rund 10 Dvarws auf verschiedenen Akkuträgern einsatzbereit habe und sie abwechselnd benutze, verlängert sich das Wechselintervall für die Wicklungen entsprechend. Wenn es dann allerdings an der Zeit dafür ist, sind eben direkt vier oder sechs an der Reihe.

Einzelheiten der Wicklungen habe ich schon 1.000 Mal beschrieben, so was turnt die nicht e-dampfenden Zeitgenossen eh nur ab.

So, und falls dich meine Miniatur-Putzerei ebenso wenig interessiert, keimt nun Hoffnung auf, denn die große Maximal-Putzerei als Noppenbesen-Test und als Schaumstoff-Wisch-Test dürfte morgen oder übermorgen an der Reihe sein. Noch Fragen? Nein? Gut, weitermachen 🙂

Weltnichtrauchertag

Heute ist Weltnichtrauchertag. Als Nichtraucher hatte ich kurz überlegt, etwas dazu zu schreiben, doch schon in der ersten Sekunde des Gedankens nahm ich nach 13 Jahren als „Dampfer” wieder Abstand von der Idee. Warum? Ich hätte es Daniel automatisch gleich getan. Auch hier würdest du einen weiteren Rant lesen. Nun schimpfe ich aber schon genug, mehr möchte ich dir als Leserin und Leser schließlich nicht zumuten, obwohl es der korrupte Verein der WHO absolut verdient hätte.

Wenn ich in die normale Welt meines persönlichen Umfelds blicke, könnte ich glatt den Glauben an die Menschheit, an die ach so gepriesene Schwarmintelligenz, glatt verlieren, so sehr plappern die Leute den Medien und der WHO alles nach, ohne auch nur die geringste Ahnung von der Materie zu haben. Es ist aber vergebliche Mühe, durch Aufklärung die Dummheit kurieren zu wollen, das habe ich in den Jahren meines E-Dampf-Konsums gelernt. Der Glaube an eine vermeintliche Schädlichkeit von Nikotin hat etwas Religiöses – du würdest eher auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden, als dass sich auch nur ein My (µ) daran ändert. Auch der Unterschied, dass Rauch bekanntermaßen dem Körper schadet, Dampf hingegen (oder eine Vernebelung von Flüssigkeit oder wie auch immer du die Physik in Alltagsworte kleidest) eine heilsame Wirkungen entfaltet (Astma-Sprays, Dampfbäder, Saunen etc.), das kriegst du nicht in die Köpfe der Normal-Menschen. Denn was aussieht wie rauchen, muss eben auch genauso schädlich sein. Dabei ist z.B. das Nikotin in seiner Wirkung auf Körper und Geist vergleichbar mit Koffein. Nunja, auch dem Kaffee wird’s, nachdem das Dampfen, der Fleischkonsum, der Zuckergenuss, der „Allohol” usw. verboten sein werden, an den Kragen gehen. WHO heißt in klare Sprache übersetzt: „Wartet nur, wir kriegen euch alle!”

Abflusssieb für Küche und Bad

Wie immer: klick aufs Bild = Großansicht und lesbar.

Nachtrag: Nagut, mir wurde gesagt, es sei unkomfortabel, in einem Blog erst auf ein Bild klicken zu müssen, um lesen zu können, was da steht. Deshalb auch hier:

„Nachdem mir doch um ein Haar die NFC (Never Forget Cup) A des Mini-Dvarws (16 mm Verdampfer) während der Reinigung in den Abfluss der Spüle gefallen wäre – was das komplette Auseinandernehmen des Siphons zur Folge gehabt hätte – habe ich bei Rossmann dieses praktische Sieb gefunden. Es verhindert nicht nur groben Schmutz, der irgendwann zur Verstopfung führt, nein, es sieht auch noch bei einer gebrauchten Spüle hervorragend aus. Zum Reinigen nimmt man es einfach heraus. Es besteht aus Edelstahl und liegt passgenau ohne erkennbaren Überstand stabil in der Öffnung.”

 

E-Dampfe als Requisite für Sci-Fi-Serie

Na, wenn das nicht faszinierend ist, dann weiß ich’s auch nicht. Nachdem ich in den letzten Jahren schon zwei Mal die Serie „The Expanse” gesehen habe, lud ich sie fürs dritte Mal gestern in einem hochauflösenden Format herunter. So lassen sich nämlich sehr schön die vielen kleinen Details erkennen. Die erste Staffel der Serie stammt von 2015, so dass man gut von den Vorbereitungen dafür ab 2013/14 ausgehen kann. Regisseur und Requisite waren für dieses heute als exzellenter Geheimtipp gehandelte Science-Fiction-Epos natürlich an futuristischen Gegenständen interessiert – und wie es just diese Zeit ergab, startete das E-Dampfen eine kurze Zeit lang gerade zu seinem Höhenflug durch. Mindestens einer der Filmcrew hinter den Kulissen muss ebenfalls ein E-Dampfer gewesen sein, denn was ich plötzlich aufgrund der hohen Bildauflösung zu Gesicht bekam, war doch tatsächlich mein alter „Kangertech Simar 20, Gravity” Akkuträger, der erstmalig als bezahlbares Modell aus dickem schweren Edelstahl gefertigt wurde und dessen Steuerung in einer Mischung aus Tastendruck und Bewegungen erfolgte. Diese E-Dampfe dient bei „The Expanse” als ein Analysegerät für Bio-Proben. Des Weiteren wurde als Pendant einer futuristischen kameratauglichen Spritze – was mich letzte Nacht wirklich von den Socken haute – der Kangertech-Verdampfer „Geni-Tank” verwendet, von dem sogar die Typenbezeichnung im Bild noch etwas zu erkennen ist.

Also nicht allein bei „Raumpatrouille Orion” wurden Alltagsgegenstände wie Bügeleisen & Co. als futuristische Schalthebel und allerlei technische Dinge in Szene gesetzt, nein auch heute bedient sich sogar Hollywood normaler Gebrauchsgegenstände. Wobei man der Requisite zugute halten kann, dass die „Garvity” seinerzeit in der normalen Bevölkerung völlig unbekannt war und sie garantiert auch heute noch von kaum jemandem als E-Dampfe erkannt wird. Man muss sie selber besitzen, dann sieht man es sofort.

Klick aufs Bild = größer:

Zeitknappheit

Küche geputzt, Gefrierschrank abgetaut, das gefrorene Gut dankenswerterweise eiskalt beim Nachbarn unterbringen können, einkaufen, Besorgungen und noch so einiges mehr. Alles angenehme kleinere Beschäftigungen, wie Frühstück und Nachmittagskuchen mit dem Nachbarn im schönen Erker, gemeinsame kurze Spaziergänge sowie die neue schwarze E-Dampfe abgeholt und gewickelt. Naja, optisch fehlt mir ein schwarz-matter Verdampfer, meine glänzen alle. Die Tube hat 23 mm Durchmesser, die Verdampfer aber nur 22 mm – das geht zwar, eine Design-Schönheit ist die Tube aber nicht. Trotzdem halte ich sie gerne in der Hand und dampfe sie mit Vergnügen. Für Interessierte: 6,5 Watt, ca. 1 Ohm, 2,6 Volt, 30er Kanthal-Draht, 6 Windungen mit 2 mm Durchmesser = 1A Dampfgenuss. Es handelt sich beim Hersteller um die Marke „Ambition Mods” aus dem chinesischen Hause „Shenzhen Mody Tech Co., Ltd”. Das Gerät wird, wie so viele andere auch, heute nicht mehr hergestellt. Glücklich der, der noch eine findet.

Wie du an diesem Eintrag ebenfalls sehen kannst: es war leider keine Zeit, ausführlicher Tagebuch zu schreiben.

Es fehlt nur ein Stückchen geeigneter Draht

Ach, wie dumm von mir, die Wicklungen gleich zweier E-Dampfen sind seit heute verschlissen – als Nicht-Dampfer musst du wissen, dass diese Wicklungen immer nur einen gewissen Zeitraum funktionieren, sagen wir mal grob 2 Wochen lang, danach ist die in die Wicklung eingezogene Watte hinüber. Sie wird dann nicht mehr ausreichend mit Liquid gesättigt, was neben der Erzeugung des Dampfs für die Kühlung des erhitzten Drahts sorgt, und beginnt folglich langsam aufgrund der Hitze zu schmoren bzw. zu kokeln. Das schmeckt nicht nur ungenießbar, würde man rein theoretisch (praktisch wäre es gar nicht möglich) dennoch damit weiter dampfen, entstünde statt Dampf eben Rauch durch die Verbrennung.

Eine solche Wicklung ist an sich schnell erneuert. 5 Minuten. Man benötigt nur ein winziges Stück geeigneten Draht, einen (in meinem Fall) 2 Millimeter dicken Nagel, vielleicht ein viertel Gramm Watte, einen kleineren Imbus-Schraubendreher und eine kleine Schere. Bis auf den Draht könnte ich mir jetzt mit Alternativen aushelfen, aber eben der Draht ist schon arg speziell, denn es muss (wieder: in meinem Fall) zwingend Kanthaldraht in einer ganz bestimmten Stärke sein. Bei einem anderen Material, sagen wir Edelstahl, verändert sich die elektrische Leitfähigkeit. Der Widerstand steigt oder fällt, je nach Material: ist er zu gering, wird der Draht zu schnell zu heiß, was man bis zu einem gewissen Punkt zwar mit der Leistungsreglung der E-Dampfe ausgleichen könnte, ist er aber zu hoch, wird die Wicklung nicht ausreichend warm, sie wird zu träge und es dauert zu lange. Wieder ab einem bestimmten Punkt kann der Akku diese Leistung nicht mehr erzeugen. Optimal (für mich) ist alles bei einem Ohm +/- 0,5 Ohm, das ließe sich noch ausgleichen. Das eigentliche Problem an der Sache ist aber, dass du nicht irgendein Stück Draht nehmen kannst, dessen Legierung unbekannt ist, denn je nach dem können bei Erhitzung Schadstoffe freigesetzt werden oder im ungünstigsten Fall kann so etwas sogar zu einem augenblicklichen Kurzschluss und zur Zerstörung der teuren E-Dampfe führen (mit Glück würde eine integrierte Sicherung aktiviert werden und die E-Dampfe macht dann gar nichts). Außerdem wenn ich so um mich schaue, sehe ich überhaupt keinen dünnen Draht irgendwo rumliegen.

Tja, all meine E-Dampf-Drähte sind schon in Kartons verpackt und stehen nun leicht grinsend und mir eine lange Nase zeigend in der neuen Wohnung. Die Deadline für den Umzug der restlichen biologischen Substanzen meiner Person ist allerdings erst Freitag.

Jetzt könnte ich, nachts gegen 2 Uhr, dorthin fahren und wegen der noch fehlenden Raumbeleuchtung mit der Taschenlampe in ca. 35 Kartons die Wickelutensilien suchen. Die Kartons sind zwar beschriftet aber nicht so detailliert, der Draht müsste in irgendeinem der „Bastelkram-Kartons” zu finden sein, doch dazu bin ich definitiv zu faul. Ja, ist so. Glücklicherweise befindet sich im Arbeitsparka noch eine Reserve-E-Dampfe mit einem sogenannten Fertig-Coil bestückt. Das sind fabrikseitig vorgefertigte Wicklungen inklusive Watteverlegung, die mir zwar nicht so genüsslich schmecken wie die selbstgemachten im „Dvarw-Verdampfer”, die aber zur Not in einem „Cubis-Pro-Verdampfer” natürlich auch funktionieren.

Du denkst sicher, wie „aufregend” und „interessant” doch diese Neuigkeiten aus der hiesigen Welt eines umziehenden Zeitgenossen sind (nicht zu verwechseln mit „eines umherziehenden Zeitgenossen”) – jaja, für mich ist das wirklich einen Tagebucheintrag wert. Es zeigt nämlich, dass bei aller Planung irgendwo immer noch kleinere Unwägbarkeiten entstehen können, an die ich im Vorfeld hätte denken sollen. Und mir hätte es beinahe die Frage gestellt, was denn größer ist, meine abgrundtiefe Faulheit oder die Genusssucht: wäre ich bereit gewesen, 4 Tage aufs E-Dampfen zu verzichten, oder hätte ich wie ein Einbrecher nachts im Dunklen mit Taschenlampe diverse Kartons durchstöbert? Ich denke, die Faulheit wäre stärker gewesen. Doch wegen des Reserve-Gedankens, stellt sich mir diese Frage nun nicht.

Bis morgen, die nächsten paar Nächte sind weniger mit Packen als vielmehr mit dem schnöden Arbeitsalltag ausgefüllt.

Shampoonieren

Was haben sich die Zeiten doch verändert. Dank Dominik, der mich in seiner unverblümten direkten Art gottlob auf meine schreckliche Naivität aufmerksam gemacht hat, konnte ich das eigene Geschriebene von vorgestern selber noch rechtzeitig zensieren (warum, das erkläre ich dort im Kommentar).

Mein Hobby, das E-Dampfen, war vor 10 Jahren noch vollkommen frei. Es schien modern und innovativ zu sein, konnte man damit endlich durch den Geniestreich des Chinesen Hon Lik der gesundheitsschädlichen Sucht des Rauchens entfliehen. Eigentlich sollte sich die Menschheit darüber freuen, wurde sie doch von einer ihrer schlimmsten Geißeln befreit. E-Dampfen stellt darüber hinaus keine besondere Gesundheitsgefahr dar (ähnlich wie Kaffee). In den letzten 15 bis 20 Jahren, also seit es das E-Dampfen gibt, ist noch kein Mensch daran gestorben oder erkrankt. Natürlich ist das nicht so, wenn man Gift in die Verdampfer schüttet oder wenn Akkus durch unsachgemäßen Umgang ausgasen, diese Unfälle gab es bei der millionenfachen Verbreitung selbstverständlich auch. Menschen kommen halt auf die aberwitzigesten Ideen der Verwendung ihrer Gerätschaften, doch diese Schäden haben nichts mit dem E-Dampfen an sich zu tun. Wenn ich Gift in deinen Tee gieße, dann wäre das zwar ein prima Thema für einen Kriminalroman, doch kaum etwas fürs Tee-Kränzchen von nebenan. Bisher ist noch keiner auf die Idee gekommen, Streichhölzer verbieten zu wollen, weil diverse Lunten damit entzündet wurden.

Also eigentlich gebührt Hon Lik der Nobelpreis. Und die Menschheit sollte sich, wie gesagt, über seine technische Entwicklung zur Marktreife der E-Dampfgeräte freuen. Aber das genaue Gegenteil fand statt (mit Ausnahme von Großbritannien, das einzige Land, in dem E-Dampfen sogar staatlicherseits gefördert wird).

Denn seit Jahren wird den E-Dampfern diese gewonnene Unabhängigkeit vom Tabak und ihr gesundheitlicher Gewinn fast zum Nulltarif weltweit mehr und mehr eingeschränkt, bis eben in diesem Jahr sämtliches Herstellen, das sogenannte Anmischen, von Liquid in Deutschland verboten worden ist. Das muss sich ein Mensch mal vorstellen: du darfst alle drei benötigten Bestandteile des Liquids besitzen (PG, VG, Aromen), kannst diese harmlosen Zutaten, die nicht einmal irgendwelche Gefahrenkennzeichen benötigen, nach wie vor überall kaufen, darfst Shampoo, Kosmetik oder wer weiß was daraus herstellen, darfst dich mit ihnen einreiben, darfst sie trinken oder als Zusätze für was auch immer benutzen – aber sobald du sie in einem Verhältnis mischst, das sie dampfbar macht, stellt dieses Mischen – auch nur für den Eigenbedarf – eine illegale Liquidherstellung dar. Man glaubt, man schaue einen falschen Film, die Handlung ist derart grotesk, dass sie nur schwer mit Worten fassbar ist.

Auf der anderen Seite darf man xx-fach so teures und bereits fertig angemischtes Liquid jederzeit im Geschäft kaufen. Wie du daran siehst, es geht einzig ums Geld.

Natürlich mischen kluge E-Dampfer auch weiterhin selber, doch nur zu Hause im Verborgenen und keinesfalls öffentlich. Wer es öffentlich zugibt, gesteht öffentlich eine Straftat, wer es propagiert, wird verfolgt. Danach bedarf es nur noch eines Denunzianten und schon wirst du bestraft. Wenn ich das vor 10 Jahren so vorhergesagt hätte, dann hätten mich alle Leute als paranoid ausgelacht. So wie es übrigens auch heute noch die des E-Dampfens unkundigen Leute tun; sie schütteln nur ungläubig darüber ihre Köpfe.

Wenn ich also zukünftig noch weiter im Tagebuch über mein Hobby schreiben möchte, muss ich mir Stellvertreter-Begriffe einfallen lassen. Wie zum Beispiel die eigene Shampoo-Herstellung mit Aprikosen-Geruch oder so etwas. Dabei komme ich mir vor wie die Menschen in der alten DDR, die bei bestimmten Sachverhalten ebenfalls solche Schlüsselwörter benutzten, die schon sehr an eine Geheimsprache erinnerten. Ein E-Dampf-Code gewissermaßen. Sollten in den kommenden Jahren auch noch die Selbstwickel-Verdampfer verboten werden, Bestrebungen dazu sind im Gange, kann ich gar nicht mehr öffentlich über mein Hobby schreiben. E-Dampfen existiert dann nicht mehr öffentlich. Das ist eben der Unterschied von der virtuellen zur realen Welt, in der natürlich nach wie vor gedampft, gemischt und gewickelt wird.

Muss ich noch extra erwähnen, dass gesundheitsschädliches Rauchen, auch die Herstellung für den Eigenbedarf von Zigaretten, Zigarren und was auch immer, nicht verfolgt wird? Wenn man heute Landwirtschaftsminister ist, darf man in einem öffentlichen Interview vor der heimischen Canabis-Anpflanzung posieren. Aber wehe, du schüttest Propylenglykol mit etwas pflanzlichem Glycerin zusammen, um es zu dampfen, dann bist du mit einem Mal ein (Steuer-) Straftäter. Wie irre wird dieses Land eigentlich noch? Was wird als nächstes verboten?

UnKlare Ansage

Für Interessierte: meine Wicklungen bestehen seit 2,5 Jahren im „Dvarw.Mini” sowie im „Dvarw V2” aus 30er Kanthaldraht auf 2 Millimeter gewickelt in 6 Umdrehungen = ca. +/- 1 Ohm Widerstand. Mechanisch lässt sich das nur mit zu viel Leistung dampfen, geht zwar auch, ist aber nicht so gut wie elektronisch geregelt. Je nach Akkuträger (die an der unteren Leistungsgrenze ungenaue Werte anzeigen) liegt die benötigte Leistung bei meinem Referenz-Gerät, der alten „Aegis Solo”, bei 6 Watt, 2,4 Ampere und 2,7 Volt. Es kommt dem Gefühl des Zigarrenrauchens, des Pfeiferauchens auf Lunge oder des Rauchens von Zigarillos definitiv am nächsten. Aber ist dabei nicht die Spur von ungesund – das muss man heutzutage ja immer anfügen, da die Leute diesbezüglich von den Medien und den gekauften Experten immer mehr an der Nase herumgeführt werden und mittlerweile kaum noch die entscheidenden Unterschiede zwischen Dampf und Rauch für die Gesundheit kennen. Es sieht aus wie Rauchen also ist es so schlecht wie Rauchen, glauben sie. Ich möchte ihnen am Liebsten antworten, dass sie aussehen wie kluge Menschen aber dumm wie frisch gebackenes Brot sind.

Inneres Ich: „Was bist du heute aber böse, mein Lieber!”

Ich bin krank, ich darf das heute. „… Da hebt von morschen Plankens Trümmern, ein Kranker seine feuchte Stirn. Des Äthers Blau, der See Geflimmer, ach, alles quält sein fiebernd Hirn!” 🔗

Mehr Wutz als Pussy

Möchtest du mal was sehen? So, Bild links, sieht das Innere des Verdampfers nach ungefähr einem Monat aus. Würde das Blitzlicht nicht reflektieren, sähest du nur tief schwarz. Ja, so langsam schmeckte er auch nicht mehr nach Kaffee. Klick auf die Bilder = etwas größer.

Und so, Bild rechts, sieht er neu gewickelt aus. Wie frische junge Kaffeebohnen, Pistazien-grüngelb.

E-Dampfer kennen solche Bilder zur Genüge, aber Nicht-Dampfern zeigt der Vergleich – anschaulich, wie man so schön sagt – was ich doch für eine alte Wutz bin.

 

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Übrigens. Für Interessierte: Mit 30er Kanthaldraht (0,3 mm ∅) auf 0,86 Ohm gewickelt (stets so auf ~ 1 Ohm). Ungeregelt ginge das nicht, erst ab rund 1,4 bis 2 Ohm wird es ungeregelt dampftechnisch tauglich. Geregelt aber auf 6 Watt (2,5 Ampere, 2,6 Volt – die Erfahrung stammt von den Akkuträgern mit den 2 AA-Metall-Hybrid-Akkus). Der Vorteil ist das sofortige Ansprechen der Wicklung. Du drückst die Taste und hast schon die optimale gleichbleibende Leistung, die weder überhitzt, noch zu lange aufheizen muss.

Vonet Höcksken aufs Stöcksken

Heute morgen hatte ich einen Gruselfilm gesehen.

Inneres Ich: „Georg, man sagt längst nicht mehr ‘Gruselfilm’, sondern Horrorfilm oder Psychothriller. Du klingst sooo gestrig. Echt schlimm.”

Heute morgen ist justamente für mich aber gestern, bin nämlich eben um 17 Uhr erst aufgestanden. Also in dem Sinne passt es ja, das Gestrige 😉

Inneres Ich: „Und immer wieder das letzte Wort haben wollen, selbst wenn das eine Gestrige mit dem anderen Gestrigen nix zu tun hat. Auch das ist echt schlimm.”

Ja, passt zu meinem letzten Kommentar bei Daniel. Er erzählt, dass und wie er vor 10 Jahren mit seinem Weblog angefangen hatte, mit der „Dampfdruckpresse”. Ich kommentierte mit einem Glückwunsch zu anderthalb Jahrzehnten. Konnte also nicht mal bis 10 zählen. Editieren funktioniert nicht, also wollte ich vorhin einen Zusatz schreiben, weshalb ich von 15, statt von 10 Jahren schrieb. Dafür hatte ich mir schon so tolle Sachen ausgedacht wie etwa: „wir gehen auf die 15 zu” oder dass er mit einer Vorlaufzeit von ein paar Jahren (da Daniel ja nicht erst ab diesem Moment übers E-Dampfen schrieb, sondern in Foren bereits aktiv war) längst die 10 Jahre überschritten habe. Außerdem gerät man leicht in Versuchung, immer wieder das eigene Erlebte auf andere zu projizieren; ich selber hatte vor meinem offiziellen Tagebuch-Start eben mehrere Jahre Online-Tagebuchschreiben in anderer Form hinter mir. Also alles, all die wunderbaren Argumente hatte ich mir nur zurecht gelegt, um nicht sagen zu müssen, dass ich einfach zu blöd bin, um bis 10 zu zählen.

Weil ich aber ganz und gar nicht „immer das letzte Wort haben muss”, verzichtete ich nun auf den Zusatz. Jetzt kann man die „anderthalb Jahrzehnte” interpretieren, wie man will.

Trotzdem kann ich erklären, weshalb ich nicht bis 10 zählen konnte. Möchtest du’s wissen?

Inneres Ich: „Suggestivfrage. Du schreibst es jetzt doch sowieso, du elender Rechthaber.”

Ursprünglich hatte ich den Faktor „eine Generation” im Kopf. Daniel stammt nämlich aus der ersten Generation des E-Dampfens. Es ist jene Generation, die noch genau weiß, wie das E-Dampfen funktioniert. Diese Leute können zur Not sogar auf einer einsamen Insel mit ein wenig Metallschrott des untergegangenen Schiffs (oder des abgestürzten Flugzeugs), weshalb sie ja auf dieser Insel strandeten, eigenhändig eine E-Dampfe basteln – okay bildlich gesprochen, falls zufällig im Gepäckraum ein Kanister PG gerettet worden wäre. Das E-Dampfen besteht nämlich aus 3 Wissensbereichen: Elektrotechnik, man muss das Ohmsche Gesetz kennen und anwenden können, einem chemikalischen Grundwissen sowie handwerklichem Geschick. Mit diesen 3 Voraussetzungen kann man prinzipiell jederzeit und überall eine E-Dampfe selber bauen. Und die Leute aus der ersten Generation des E-Dampfens besitzen eben diese Kenntnisse und Fähigkeiten. Das hatte ich beim Kommentieren im Hinterkopf. Weil eine Generation mit etwa 15 Jahren berechnet wird, schrieb ich dann „anderthalb Jahrzehnte”. Das ist die tatsächliche Erklärung, weshalb ich nicht bis 10 zählen konnte.

Solltest du jetzt denken, wie ungeheuer unwichtig und uninteressant das ist und dass somit deine Zeit fürs Lesen dieses Eintrags im Grunde verschwendete Lebenszeit sei, dann mag das durchaus für den ein oder anderen zutreffen, doch ich könnte auch als „letztes Wort” sagen, dies sei eine Art therapeutischer Ansatz.

Inneres Ich: „Wie das?”

Angesichts täglicher Sensationsmeldungen in den Medien eines nimmer enden wollenden Ausnahmezustandes, der dazu führt, dass du dich morgens nach dem Aufstehen bereits fühlst, als gingst du im Laufe des Tages an einem bröckelnden Abgrund entlang – unter dir der garstige Höllenschlund und nur eine dünne Leine, an der Ricarda Lang dich hält und dich mit einem Salatblatt wie ein Kaninchen zu sich hin lockt – so könnte das Interesse auf harmlose Nichtigkeiten gerichtet, dich aus deiner Habachtstellung reißen und sehr zur Beruhigung deines Seelenlebens beitragen. So wie es auch in „Strick-Blogs” geschieht: selbst wenn die Welt zusammenbricht, zwei links, zwei rechts, die Wolle wahrlich wohlig ist.

Inneres Ich: „Ach, er hat heute einen Clown gefrühstückt. Das erklärt nun wieder vieles.”

Übrigens: „Run Rabbit Run”, so heißt der australische Gruselfilm. Six Points.