Beautyring

Nach vielen Jahren der täglichen Benutzung platzt immer mehr der schwarze Lack von der Öffnung des Cubis-Pro-Verdampfers ab. Das ist die schraubenartige Fassung, die man ständig mit den Fingern auf- und zudreht, um Liquid nachzufüllen. Mehrmals hatte ich versucht, mit einem Lackstift oder einem Edding das neu zu lackieren – hält aber nicht. Also nahm ich die Transportsicherung vom Deckel einer der unsinnigen 10-Milliliter-Fläschchen Nachfüll-Nikotin-Lösung, mit dem der Verschluss bis zum erstmaligen Gebrauch gesichert wird, schnitt die “Nippel” ab (die Nasen, die nach dem ersten Aufdrehen am Ring übrig bleiben) und steckte den Ring als Verblendung auf den vergammelten Schraubverschluss des Verdampfers. Der Ring besitzt an einer Seite eine wunderbare Rundung, was sehr gut aussieht, und wird mit 2 O-Ringen (ich glaube, es waren 8 mal 2 Millimeter) stramm und fest gehalten. Man kann den Verdampfer jetzt problemlos mit samt dem langen Driptip auf- und zudrehen, da verrutscht absolut nichts.

Müsste man aber vor Ort sehen, um zu erkennen, wie perfekt das alles zusammenpasst. Voilà:

Dampfen und Sprachlosigkeit

Das sind übrigens meine drei Arbeitsdampfen seit ziemlich genau zwei Jahren. Zwei mal Dvarw und einen Cubis Pro; zwei mal 6 Watt und der Cubis mit etwas mehr Wums, sensationelle 16 Watt. Da ich sie nicht zu Hause, sondern nur während der Arbeit benutze, halten die Coils monatelang. Die Dvarws muss ich nur alle zwei Monate neu bewatten und der Cubis-Coil hält sogar 9 Monate (habe letztens erst den dritten eingeschraubt).

Inneres Ich: “Hast du angesichts der News der letzten Tage wirklich nichts anderes zu sagen, als über deine doofen E-Dampfen zu schreiben?”

Jaja, die Grünen, die mit einem pazifistischen Wahlkampf ihre Wähler belogen haben und nun geschlossen Deutschland in den Krieg gegen Russland treiben. Bei Fischer war wenigstens noch die Partei gespalten (man erinnere sich: Farbbeutel-Attakke), als er unser Land in den ersten Krieg seit 1945 hetzte. Nachdem wir Deutschen allein im 2. Weltkrieg 25 Millionen Russen umgebracht hatten, eine Zahl, die nicht mehr vorstellbar ist, glauben ernsthaft heute Menschen, damit fortfahren zu wollen? Was könnte ich dazu noch sagen, was ich nicht schon viele Male gesagt habe? Es fehlen mir schlicht die Worte, diese Absurdität, diesen Menschenhass und diesen Rassismus vor allen der Grünen auch nur ansatzweise auszudrücken.

Wir werden von einem korrupten Bundeskanzler regiert, der im TV um unser Vertrauen bittet, dabei aber an Erinnerungslücken im CumEx-Skandal zu leiden vorgibt, für die jeder Kanzler zuvor aus dem Amt geworfen wäre. Dem Mann ohne Gedächtnis sollen wir Vertrauen, wenn er unser Land immer tiefer in einen Kriegt gegen Russland führt? Gehtꞌs noch? Auch dafür fehlen mir gegenwärtig die Worte.

Die EU hat erlaubt, dass in Lebensmitteln Insekten als Proteinersatz beigemengt werden dürfen. Zum Schutze des Klimas und so weiter. Maden und allerlei Getier, das sich u.a. von – entschuldige – Scheiße ernährt. Darüber soll man ernsthaft reden? Sorry, das kann ich nicht.

Beinahe im Wochentakt werden Menschen in der Bahn erstochen. Und da wundern sich die Grünen, dass die meisten doch lieber mit dem eigenen Auto fahren? Welche Diskussion sollte man dazu führen? Da gibt es nichts zu reden, sondern zu handeln – wer das allerdings fordert, wird als Nazi beschimpft. Das wiederum möchte verständlicherweise niemand von sich sagen lassen, also schweigen alle und wenden sich peinlich berührt von diesem Problem ab. So sieht die Wertschätzung der grün-linken Regierung für die eigene Bevölkerung aus: nichts tun, auf ein paar Bürger und Bürgerinnen mehr oder weniger kommtꞌs ja nicht an. Ich bitte dich, was könnte man dazu noch sagen?

Es soll eine Wahlrechtsreform beschlossen werden, bei der Kandidaten mit gewonnenen Direktmandaten nicht mehr sicher in den Bundestag einziehen, sondern den nichtgewählten auf den Parteilisten Vorrang geben müssen. Demokratiefeindlicher kann eine Wahl gar nicht mehr sein. Da fehlen mir ebenso komplett die Worte. Dass überhaupt jemand ernsthaft solche Vorschläge im Namen der Demokratie unterbreiten kann, ist geradezu grotesk.

Aber – und das werde ich nicht müde zu sagen – diese Regierung hat sich nicht an die Macht geputscht, sondern sie wurde von der Mehrheit der Wähler gewählt. Vor allen Dingen auch wegen knapp der Hälfte der Wahlberechtigten, die einfach nicht mehr mitmachen und der Wahl fern bleiben.

Also, mein liebes Inneres Ich, wenn du dazu passende Worte findest, dann bitteschön, ich höre andächtig zu.

Inneres Ich: “In Ordnung, jetzt verstehe ich dich wenigstens. Und nein, auch mir fehlen sie, die Worte. So sind wir beide sprachlos.”

Monochromes

Okay, den Pfefferstreuer in der Mitte hatte ich letzte Nacht nicht bei der Arbeit, er rief mich aus der Küche, als er meine Foto-Session gerade eben mitbekam (Pfeffermühlen sind entgegen ihres Äußeren recht sensible Wesen und stehen scheinbar mit den anderen in einer magischen Verbindung). Die übrigen Teile hatte ich aber tatsächlich dabei. Und als diese Gesellen so gegen 3 Uhr im schwachen Schein einer Laterne auf der Parkbank standen, da wurde mir erst so richtig bewusst, dass ich, auch wenn mir grundsätzlich die Optik in Schwarz sehr gefällt, wohl doch in der Tiefe meines Herzens ein Fan von robustem Edelstahl bin.

Dicke Dinger

Ist schon lustig, wie die Vorlieben beim E-Dampfen stets so alle halbe Jahre wechseln. Nachdem ich die letzten Monate total auf die kleinen und kleinsten Dampfen abgefahren war, bekam ich wie aus dem Nichts plötzlich Lust auf die ganz großen Gesellen. 25 Millimeter Flashi und “Ehapro Mod 101 pro”, ein richtiger Brummer. Dampfen tun sie alle gleich. Die Akkukapazität der großen ist natürlich höher, dafür wiegen sie halt mehr, was man an meiner angestrengten Handhaltung und den Adern gut erkennen kann. Im Normalfall treten sie nicht so hervor. Aber für den Schreibtisch macht diese Wuchtbrumme von einer Zigarre gehörig Spaß.
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Einer der Vorteile, wenn man viel (manche sagen zu viel, stimmt aber nicht) Dampfkram in den Schubladen hat: man braucht nichts zu kaufen.

Apropos kaufen. Der Vogelfutterlieferant, für den bei Amazon ein monatliches Abo läuft, kann oder will nicht mehr liefern. Neues Abo = anderer Händler = Preiserhöhung. Ist dir eigentlich auch schon aufgefallen, dass fast alles bei Amazon erheblich teurer geworden ist? Also Unterhaltungselektronik nicht aber “Normal-Kram” wie Lampen, Birnen und Batterien, Werkzeuge, Schuhe und Textilien, Lebensmittel – wo vorher eine 2 der Zehnereinheit oder eine 3 stand, sind es heute 50, 60 oder gar 70 Euronen. Das sind keine 7 Prozent der Inflation, das ist bei manch einem Produkt bis zu 50 Prozent Preiserhöhung. Wieder so eine Diskrepanz zwischen dem, was die Regierung uns erzählt und dem, was wir in der Realität erleben. Nun, wie heißt es noch gleich? Da machste nix dran. Die Mehrheit der Wähler wollte es schließlich so. Scheinbar haben alle sehr viel mehr Geld zur Verfügung als ich, dann fallen die Mehrausgaben ja auch nicht auf. Noch nicht.

Genieße derweil die wärmer werdenden Sommertage. Wir lesen uns morgen wieder. Bis dahin, gehab dich wohl.

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Nachtrag. Ach, übrigens: Falls du fragst, wo denn das versprochene Foto des kleinen Gaskochers bleibt, des Panikofens; der wird erst Mitte nächster Woche geliefert. Mittwoch ist angesagt, also kann ich ihn frühestens Donnerstagmorgen nach der Arbeit auspacken.

Bastelnacht

Eine Bastelnacht liegt hinter mir. Hat Spaß gemacht. Die (jetzt) weiße Spange (der Rahmen) der “Aegis Solo” ist von Haus aus erstklassig lackiert. Und zwar so überzeugend metallisch, dass viele Dampfer tatsächlich annehmen, er sei auch aus Metall. In Wahrheit ist er aus billigem Plastik. So, und das tritt mit den Jahren als Gebrauchsspuren immer deutlicher hervor. Am Ende sah der Rahmen abgeranzt unansehnlich aus. Also habe ich ihn abmontiert, den restlichen vorhandenen Lack abgedremelt, danach alles weiß lackiert (ich wollte etwas anderes haben als zuvor), Glanzsternchen verteilt und sie im letzten Schritt hinter einer dicken Klarlackschicht quasi unauflöslich mit dem Rahmen verklebt. Auf den Fotos ist alles noch nicht ganz trocken, weshalb die 4 Schraubenlöcher noch nicht gut aussehen. Das ist morgen aber ruckzuck erledigt. Wie immer, klick aufs Bild = größer.

Austauschbar

Wusstest du schon? Die Deckel (Caps) der Akkuträger “Uwell Nunchaku” und “Joyetech Ultex” sind kompatibel. Ist das wichtig? Naja, jener vom “Nunchaku” ist ziemlich scharfkantig. Das stört mein empfindliches Patschehändchen, wenn ich die E-Dampfe beispielsweise am Schreibtisch die ganze Zeit in der Hand halte. Beim “Ultex” nehme ich die Kante nicht wahr, so schön geschmeidig liegt sie in der Hand. Der vielleicht ein Zehntel Millimeter Spalt macht mir nichts. Übrigens ist der “Nunchaku” aus reinem Edelstahl, der “Ultex” aus Alu-Guss. Aber auch das ist mir wumpe und wird nur dann interessant, falls ein Akkuträger mal auf Steinboden fällt: Guss zerbricht, Edelstahl ist unverwüstlich.

Welch sensationelle Neuigkeiten, nicht wahr? Alles klar, weitermachen!

Ansichtssache

Nein, kein Konsum, der “Merlin nano” ist ein Geschenk, über das ich mich sehr gefreut habe und das heute in der Post lag.
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Dankeschön, lieber G. (ich weiß nicht, ob ich in diesem Zusammenhang deinen Vornamen öffentlich schreiben darf), eine E-Mail folgt morgen und eine Überraschung die Tage ebenfalls. Sowieso und überhaupt, ich lass mich doch nicht ungefragt einfach so beschenken, nene, das hat Konsequenzen, dat sach ich dir! 😉

Dampfen mit AA-Akkus

Es ist faszinierend, denn mein ganzes Dampferwissen wird dieser Tage über den Haufen geworfen. Um zu verstehen, wie ich das meine, muss ich ein klein wenig erklärend ausholen und zwar in einer Sprache, die jeder versteht aber bei der sich Elektrotechniker wohl die Haare raufen. So ist es halt mit allen Fachsprachen, man muss sie in Alltagssprache übersetzen, damit sie auch von Menschen ohne spezielle Ausbildung verstanden werden. Menschen wie mich, der ich über das E-Dampfen hinaus von Elektronik bzw. deren Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten eher eine wabernde Ahnung als ein fundiertes Fachwissen habe.

Beim E-Dampfen wird mit Strom eine Metallwendel erhitzt, die durchzogen oder ummantelt von mit Flüssigkeit getränkter Watte ebendiese Flüssigkeit, das sogenannte Liquid, verdampft. Auch das ist nicht korrekt ausgedrückt, denn es handelt sich hierbei um eine Vernebelung, nicht um ein Verdampfen, etwa das dem kochenden Wasser entspräche. Der Begriff Dampf im Zusammenhang mit Hitze ist aber einleuchtender als Nebel.

Bestimmte Metalllegierungen der Wendel können hierbei bestimmte elektrische Ströme besser oder schlechter umsetzen. Ziel beim E-Dampfen ist eine möglichst effiziente und stromsparende Kombination von eingesetzter Energie und deren Heizwirkung. Je nach Beschaffenheit der Wendel und je nach beabsichtigter Wirkung existiert hier ein Blumenstrauß mannigfaltiger Möglichkeiten und Kombinationen. Somit ist das Folgende nur eine Variante von vielen.

Vorweg ein wenig Interessantes für Nichtdampfer (kein Gendersternchen, es sind auch Frauen und Diverse gemeint *lach*). Das Dampfen begann als Simulation des Tabakrauchs bereits um 1963. Herbert A. Gilbert reichte das erste Patent zur E-Zigarette ein und mehrere ihrer Zeit vorauseilende kluge Köpfe ersannen Weiterentwicklungen seines Patents, doch schlussendlich wurde diese zukunftsweisende Technik in einer Zeit, in der das Tabakrauchen seine Hochkonjunktur erlebte, von den Menschen belächelt, erst recht, da noch keine kleinen Stromspeicher zur Verfügung standen. Die Entwicklung der modernen Akku-Technologie begann erst in den 1980er Jahren mit Verbreitung erster mobilen Kommunikationsgeräte. Die Technik wurde kleiner und effizienter, was neue Akkus erforderte. Erst 2003 griff Hong Lik die Ideen der 60er Jahre wieder auf. Er wollte eine Alternative für seinen kranken exorbitant Tabak rauchenden Vater finden, um dessen Leben zu verlängern, und er erschuf auf diesem Weg den Prototypen des modernen E-Dampfens. 2003 war die Akkutechnologie schon weit fortgeschritten und Lithium-Ionen-Akkus in unterschiedlichen Bauformen boten passende, kleine und leichte Energiespeicher. Von Anfang an wurde beim Dampfen auf die hohe Energiedichte der Lithium-Ionen-Chemie gesetzt.

Ein kurzer Einschub: Du kannst dir Akkus, die es in industrieller Produktion seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt, als zwei mit chemischen Substanzen gefüllte Behälter vorstellen, bei deren Zusammenführung Energie entsteht. Ähnlich wie beim Mixen eines exotischen Getränks zeigen die Reaktionen von zwei Flüssigkeiten, sobald sie gegenseitig in Kontakt geraten, mitunter erstaunliche Ergebnisse. Diese Flüssigkeiten wurden im Laufe der Zeit weiter zu gelartigen Substanzen entwickelt, was einen mobilen Umgang mit ihnen gefahrloser werden ließ, als mit giftigen oder ätzenden Flüssigkeiten zu hantieren. Danach wurde die beste reaktive Chemie gesucht und gefunden, um ein Optimum an Energieausbeute zu erzielen. Jede Batterie und jeder Akku besteht auch heute noch aus zwei Kammern, die mit diesen chemischen Substanzen gefüllt sind und durch ein ausgefeiltes empfindliches System miteinander reagieren, um somit Energie zu erzeugen. Batterie- und Akkutechnik sind in erster Linie mehr Chemie als alles andere.

 

Und nun kommt der eingangs erwähnte Unterschied von Verneblung und Verdampfung zum Tragen. Um eine Flüssigkeit tatsächlich zu verdampfen, bedarf es eines ungeheuren Energieaufwandes. Bis kurz vor dem Kochen steigt dieser Energieaufwand linear an, der Übersprung hingegen in einen neuen Zustand, also zum Beispiel Wasser zu Dampf, der beim Kochen entsteht, erfordert nochmal ein enormes Mehr an Energie, gewissermaßen einen Kick, um die Schwelle des flüssigen Zustandes zu einem dampfenden neuen Zustand zu überschreiten. Sieden geht leicht, kochen ist anstrengend. Das Problem Dampf vs. Energie musste also anders gelöst werden.

Aus diesem Grunde verwandte Hong Lik im Jahre 2003 jene unschädlichen Flüssigkeiten, die wir bis heute kennen und nutzen, nämlich eine Mischung aus Prophylenglycol und Glycerin, deren Eigenschaften energiefreundlicher zu einer Vernebelung führen als kochendes Wasser und die in der Folge eben als Liquid bezeichnet wurde. Unter Hinzugabe von Nikotin als 3. Bestandteil des Liquids konnte Herr Lik am Ende das schädliche Rauchen perfekt simulieren, ohne dass dabei die geringste Gefahr für die Gesundheit bestand – im Gegenteil, denn Raucher gesundeten fortan, da ihnen eine Alternative zum Rauch geboten wurde. Hong Lik gebührt ein Nobelpreis für sein Genie, denn durch ihn wurden Millionen Menschenleben gerettet und Abermillionen schlimme Krankheiten vermieden.

Wegen der hohen Energiedichte bei geringer Baugröße war für Hong Lik ein Lithium-Ionen-Akku die ideale Energiequelle. Es musste nur noch die richtige Steuerung dieser Energie gefunden werden. Dafür gibt es zwei Wege: Zum einen eine elektronische Steuerung und zum anderen eine mechanische. Bei letzterer wird die Wicklung aus einer bestimmten Legierung und in der Verarbeitung und Beschaffenheit so gewählt, dass ihr Widerstand von der 3,7 Volt Nennspannung eines Li-Io-Akkus das gewünschte Ergebnis erzielt. Bei diesem mechanischen Dampfen ist gewissermaßen die Wicklung auch gleich der Leistungsregler. Dafür wird mit Hilfe des Ohmschen Gesetzes das Zusammenspiel der entstehenden elektrischen Kräfte berechnet und geregelt, die dann zu einer passenden Kombination führt.

Bei der elektronischen Regelung übernehmen diese Aufgabe elektronische Bauteile, so dass hierbei das Material und die Beschaffenheit der Windung weit weniger wichtig sind; gesteuert wird die Energie durch einen Chip.

So, jetzt erst beginnt das eigentliche Thema.

Durch den kleinen Verdampfer “Dvarw” mit seinen nur 16 Millimeter Durchmesser gelang ich spielerisch zu immer kleineren Wicklungen, die entsprechend mit weniger Energie befeuert werden können. Beim mechanischen Dampfen ist das nicht möglich, da, wie vorher erwähnt, die Wicklung für die Energiezufuhr sorgt. Würde man eine Mini-Wicklung von 1,5 Millimetern Durchmesser aus Edelstahldraht verwenden, die einen Widerstand von 0,35 Ohm besitzt, so wäre augenblicklich beim Feuern selbst klitschnasse Watte durchgebrannt, da eine solche Wicklung schlagartig den Strom aus dem Akku auf rund 30 Watt Leistung bei 8 Ampere Stärke anfordert. Mechanisch müssen also andere Wicklungen erstellt werden, um ein gutes Dampfen zu ermöglichen. Dafür ging man aber immer von den 3,7 Volt der Nennspannung aus, was zu einigen Möglichkeiten der Wicklung führt aber nicht für die von mir persönlich favorisierte winzige Edelstahlwicklung passt. Beim geregelten elektronischen Dampfen geht das allerdings schon. Die winzige Wicklung im “Dvarw” entfaltet am Besten das Aroma des Liquids und erzeugt eine ideale Menge Dampf bei 5 bis 6 Watt Leistung. So niedrig lassen sich aber leider nicht alle Akkuträger einstellen, so dass die Wahl eines anderen Metalls notwendig wird. Eine Wicklung mit einem ähnlichen Ergebnis wäre zum Beispiel jene aus Kanthaldraht bei 1,4 Ohm Widerstand und 7 Watt Leistung. Die Stromstärke beträgt dann lediglich um 2 Ampere. Das ist mechanisch wie auch elektronisch möglich. Andere geregelte Akkuträger hingegen können prima mit der winzigen Edelstahlwicklung umgehen. Das wiederum bedeutet dann bei ca. 6 Watt und 4 Ampere eine Stromspannung von nur noch ca. 1,5 Volt.

1,5 Volt? Da war doch was …

Herkömmliche Batterien und heute übliche Nickel-Metallhydrd-Akkus (NiMH) in der Baugröße AA besitzen eine Nennspannung von 1,3 Volt. Das ist näher dran an die benötigten 1,5 Volt als die 3,7 Volt der Lithium-Ionen-Akkus. Werden zwei NiMH-Akkus in Reihe geschaltet, liegt man bei 2,6 Volt Nennspannung, was sogar noch Luft nach unten bietet. Warum also nicht mit NiMH-Akkus dampfen? Weil es weltweit keine Akkuträger für deren AA-Baugröße gibt, man hat die Elektronik quasi auf jene 3,7 Volt Spannung in den unterschiedlichen Baugrößen der Lithium-Ionen-Akkus “informell” genormt. Bis – ja, bis Techniker der Firma Joyetech vor wenigen Jahren wohl genau diesen Gedanken hatten und einen Akkuträger namens “BatPack” auf den Mark brachten, der bis jetzt weltweit einzigartig mit normalen AA-Batterien oder NiMH-Akkus betrieben werden kann. Leider wählten sie dafür den schlechtesten aller vorstellbaren Verdampfer aus, der auf dem Stand von vielleicht 2012 nur ein unbefriedigendes Dampferlebnis bietet, ums höflich auszudrücken. Wahrscheinlich deshalb wurde ihr System von den Dampfern nicht angenommen und die Produktion dieses wunderbaren Geräts dann doch wieder eingestellt. Aber die Idee dahinter erkenne ich heute als genial. In Verbindung mit dem Mini-Dvarw-Verdampfer führt der “BatPack” zu einem bisher nicht gekannten Dampferlebnis: 5 oder 6 Watt mit einem auf 1,5 mm sechsmal gewickelten Edelstahldraht von 0,35 Millimetern Stärke bei (die Zahl ist jetzt Zufall) ebenfalls 0,35 aber Ohm, also Widerstand, und einer benötigten Spannung von nur 1,5 Volt führen zum Optimum eines perfekten Geschmacks und zu reichlich Dampf (50/50 Liquid-Mischung) bei einem raschen Ansprechen der Wicklung. Die Akku-Laufzeit ist vergleichbar mit den bekannten 18350er Lithium-Ionen-Akkus, bei guten AA-Akkus sogar deutlich länger. 4 Ampere stellt für AA-Akkus kein Problem dar.

Allerdings lassen sich die AA-Akkus nicht so belasten wie Lithium-Ionen-Akkus, weshalb die elektronische Regelung des “BatPack” auch kaum Alternativen bietet. Irgendwo zwischen 0,5 und 1 Ohm liegt die Grenze, über die hinaus der Akkuträger nicht mehr arbeitet. Er hat ja nur 2,6 Volt zur Verfügung und das Ohmsche Gesetz öffnet da lediglich ein kleines aber feines Fenster an Möglichkeiten. Ich habe die/den “BatPack” mit diversen Wicklungen getestet und dabei trat Erstaunliches zum Vorschein:

Alles jetzt bezogen auf die schon beschriebene winzige Edelstahlwicklung von 1,5 Millimetern Durchmesser. Nimmt man dickeren (0,4 mm) oder dünneren (0,3 mm) Draht leidet das Dampferlebnis. Entweder wird es zu scharf (0,3 mm) oder zu flau (0,4 mm). Bei der letzteren Wicklung regelt der Akkuträger den Strom herunter, so dass die Wicklung kaum noch anspricht, was auch logisch ist, denn das Mehr an Material muss aufheizen, was viel zu viel Energie von den zwei AA-Akkus erfordert. Aber auch bei 0,35 Millimeter dickem Edelstahldraht bestehen zwei Grenzen. Ein nur um 0,05 Ohm höherer oder niedrigerer Widerstand führt stante pede zu einem unbefriedigenden Dampferlebnis, was zu den 0,35 Ohm Widerstand einen Unterschied wie zwischen Tag und Nacht ausmacht. Ausprobiert an drei Modellen. Gestern schrieb ich ja schon, dass ich die Logik dieser elektronischen Regelung nicht vollends verstehe; es wird wahrscheinlich an einer definierten Grenze liegen, die, warum auch immer sie nun genau dort liegt, zum Schutz der Akkus und des Akkuträgers getroffen wurde. Und da sind die 0,35 Ohm das kleine Fenster, das ein Dampfen wie mit großen Wicklungen und Lithium-Ionen-Akkus ermöglicht. Man kann das Teil bei 5 bis 6 Watt* hervorragend restriktiv DL dampfen; MTL sowieso. Es handelt sich bei der “BatPack” um eine der besten E-Dampfen, die ich je in Händen hielt – wie gesagt für mich persönlich bei meiner bevorzugten Art des Dampfens.

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* Es ist ein Schätzwert, da das Gerät nichts anzeigt. Geschätzt, indem ich den Verdampfer auf eine normale E-Dampfe schraubte und das Dampferlebnis verglich. Ausrechnen anhand des Ohmschen Gesetzes lässt sich das leider auch nicht, da niemand weiß, wie die elektronische Regelung programmiert wurde. Die einzige bekannte Leistungsangabe im Handbuch ist die der Ausgangsleistung von 1 bis 8 Watt. 7 oder 8 Watt sind es aber definitiv nicht, da kokeltꞌs schon bei mehreren Vergleichs-Dampfen. Es sind daher 5 oder 6 Watt, die von der Elektronik ausgegeben werden, wahrscheinlich etwas dazwischen. Und das ist bei allen drei Geräten absolut identisch. Ich hatte bisher nicht geglaubt, dass man in diesem niedrigen Leistungsbereich so ein fabelhaftes Dampferlebnis erzeugen kann. 

Frei nach Galileo: Und sie dampft doch

Dank Günter, der den entscheidenden Gedanken hatte, ist das Problem mit der mysteriösen Erkennung des Verdampfers gelöst. Im Bild unter diesem Eintrag zu sehen. Mein laienhafter Erklärungsversuch mit der Umpolung ist mir im Nachhinein ziemlich peinlich. Am liebsten würde ich den löschen, doch nein, auch bekloppte Gedanken waren Teil des Ganzen.

Nun zur Lösung:

Der Akkuträger, die “Batpack”-Dampfe, erkennt einen passenden Verdampfer anhand seines Widerstands. Zwar hatte ich vergeblich Verdampfer von 0,5 bis 1,5 Ohm ausprobiert, doch da sie schon länger ungenutzt in der Schublade lagen und ehemals häufig gedampft wurden, ist es möglich, dass der Widerstand derjenigen von 0,5 Ohm zumindest am Beginn deutlich höher ausfällt. 0,5 ist nämlich die Lösung. Nach Günters Tipp versuchte ich nur spaßeshalber zwei Verdampfer mit 0,3-Ohm-Fertigköpfen aus und siehe da, keine Fehlermeldung am Akkuträger. Gedampft hatten sie natürlich nicht, denn ihre Coils sind für 40 bzw. 60 Watt ausgelegt. Aber die LED blinkte nicht.

Also wickelte ich den Mini-Dvarw auf ungefähr 0,3 Ohm, blieb aber bei meiner winzigen Wicklung, nahm halt nur dicken Edelstahl. Das funktionierte auf Anhieb. Und was soll ich sagen?, auch Geschmack und Dampfverhalten entsprechen tatsächlich exakt der vorherigen Kanthaldrahtwicklung von 1,4 Ohm. Das überrascht mich schon sehr, hätte ich so nie für möglich gehalten.

Ergebnis: Der “BatPack” dampft mit dem Mini-Dvarw genau wie anfangs erhofft. Nur halt, statt mit den neuen Akkus, mit zwei gewöhnlichen AA-Eneloop-Akkus. Es ist ein Winzling, was gar nicht so richtig auf dem Foto rüber kommt. Vergleichbar am Besten mit dem “Amnis 2”, rechts auf dem Bild. Links nur als Größenbeispiel die schwere “eVic-VTC Mini”. Der “Amnis 2” hingegen hat einen fest verbauten Akku, den man nach seinem natürlichen Ende mitsamt dem Akkuträger entsorgen muss (den “Amnis 2” bekommt man nur schwer geöffnet und wieder zusammengebaut, die “Dampf-Diane” hatte das mal in einem Video gezeigt, geschweige, dass man einen günstigen passenden Akku findet, und vom Einlöten will ich gar nicht erst reden, das funktionierte ja nicht mal bei der größeren Pfeife “F30” seinerzeit). Mit dem “BatPack” hat man dieses Problem nicht. Ideal ist diese Kombination übrigens auch zur Notversorgung, da herkömmliche AA-Batterien auch wunderbar in dem Gerät funktionieren.

Jetzt werde ich erst mal die Kapazität der schon etwas älteren Akkus testen. Dazu kann ich noch nichts sagen. Aber ist das nicht wunderbar! Ich freue mich riesig und sage Günter nochmals ein ganz herzliches Dankeschön.

Wie immer klick aufs Bild = Großansicht:

Mini-Dvarw aufbohren

Wer etwas weniger Zugwiderstand beim Mini-Dvarw haben möchte, kann ihn leicht aufbohren. Praktisch ist dafür ein kleiner Schraubstock und natürlich, wie könnte es anders sein *lach*, ein Dremel. Mit ihm hat man beim Bohren mehr Gefühl (ich habe nur einen einzigen 1-Millimeter-Bohrer da, den ich, in einer schweren Bohrmaschine eingespannt, garantiert zerschossen hätte). Klick aufs Bild = noch größer.

Einfache Bewattung des Dvarws

So, hier mal die beste Art der Bewattung des kleinen 16-Millimeter-Dvarws. Das funktioniert so ebenfalls beim “V2”. Erst der “V3” besitzt zu große Löcher, so dass bei ihm die Modellierung der Watte von innen vor den Löchern notwendig wird. Es sei denn, man dampft den “V3” mit mächtigeren Wicklungen, für die mehr Watte benötigt wird, dann funktioniert auch wieder diese Art der Bewattung – die sich jetzt anhand der Bilder hoffentlich nachvollziehen lässt (wie immer, aufs Bild klicken = Großansicht):