Heute erst mal ein 3-Punkte-Tag

1. Wie nicht anders zu erwarten war, das Immunsystem funktioniert ohne äußere Einflüsse oder Manipulationen noch einwandfrei. Nach unbegrenztem Schlaf (mir kommt da immerzu der Begriff „freier Schlaf” in den Sinn) und nach einem Tag Schonung zeigt sich der Körper meistens am darauffolgenden zweiten Tag fit und agil, als habe es die leichte Wohlfühldelle in Richtung der unteren X-Achse des biologischen Koordinatensystems nicht gegeben. Erhöhte Temperatur weg, Rauschen im Kopf weg, Kopf- und Gliederschmerzen weg und die die Sinne trübende Wattierung ist ooch wech. Stattdessen drängt sich seit dem frühen Morgen eine kaum zu bändigende Lust auf körperliche Bewegung in den nun freigewordenen Platz des Gehirns, bei der ich alle Mühe habe, ihr trotzdem nicht nachzugeben, denn andernfalls, das weiß ich ganz genau, würde an meinen völlig untrainierten Muskeln, Sehnen oder Knochen urplötzlich ein echtes Wehwehchen entstehen, dem ich dann tagelang missgelaunt ausgeliefert wäre. Jaja, ist klar, ich brauche dringend regelmäßig mehr Bewegung oder Gymnastik, die so etwas verhindern hilft. Aber sage das mal einem lebenslang dem ökonomischen Minimalprinzip folgenden Gehirn. Das findet nämlich tagtäglich intelligentere Ausreden, selbst die geringste sportliche Aktivität hinauszuschieben oder gar in verschwörungstechnischer Manier den Bewegungsdrang als eine bewusst herbeigeführte Strategie der medizintechnischen Ersatzteilhersteller zu verunglimpfen. Tja, wie du siehst: nobody is perfect.

2. Die Schokoladen-Formen wurden endlich geliefert. Zwar will nicht schon wieder meckern, aber sie sind eher Spielförmchen für Kinder im Sandkasten. Nichtsdestotrotz beginne ich gleich mit meinem Schmelz- und Gießvorhaben und zeige dir im Laufe des Tages auch das hoffentlich akzeptable Ergebnis. Nur ein klein wenig Geduld, alles steht schon bereit, denn heute ist der süße Tag der weichen Wahrheit sozusagen.

3. In der Zwischenzeit möchte ich dir eine unterhaltsame, nach wenigen ernsten Anfangsminuten sogar ziemlich humoristische Diskussionsrunde empfehlen. Eine Runde, wie man sie vor 20 Jahren noch aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen her kannte, bei der allein die Auswahl der schillernden Gäste Spannendes verspricht und das Versprechen auch erfüllt: Waldi Hartmann, Peter Hahne, Thilo Sarrazin (endlich mal kaum stotternd) und die unvergleichliche Antje Hermenau, die als Politikerin für unser Land so unendlich gut wäre (was kann man nur tun, sie zu überzeugen, wieder in die Bundespolitik einzusteigen?). Der Moderator, Sebastian Vorbach, lässt genügend Spielraum, die erwachsenen Menschen ausreden zu lassen und erfüllt seine Aufgabe als ein kluger Wegweiser der munteren Gesprächsrunde mit Bravour. Unbedingt sehenswert:

Gesundheitsschlaf | Vogelschutz

Nachdem ich gestern bis 16 Uhr durchgemacht hatte, fiel ich sozusagen rund um die Uhr ins Schlafkoma und erwachte vorhin um 4 Uhr; echte 12 Stunden Schlaf, unterbrochen von einer Pinkelpause, an die ich mich nur äußerst wage erinnern kann. In den letzten Tagen hatte ich kaum ausreichend schlafen können, irgendwann gleicht der Körper sein Defizit halt vollautomatisch aus.

Nun kommt noch hinzu, dass ich mich leicht kränkelnd fühle. Allein in der letzten Woche waren etliche Kollegen, mit denen ich mehr oder weniger näheren Umgang pflegte, krankheitsbedingt ausgefallen, andere waren angeschlagen zum Dienst erschienen. Ob es damit zu tun hat, weiß ich natürlich nicht; es gibt aber so etwas wie eine empirische Ursachenforschung im eigenen sozialen Umfeld, eine gewisse Art persönlicher Logik. Naja, schaun wir mal, als Ungeimpfter brauche ich mir jedenfalls keine Gedanken über merkwürdige oder schwerer als gewöhnlich verlaufende Infekte zu machen, von denen zwei Kollegen nämlich berichten.

Was anderes: Nachdem es in der letzten Woche am großen Erkerfenster „Plock” gemacht hatte, weil ein kleiner Vogel das Fenster nicht als Glasscheibe erkannte (die Fenster sind super geputzt!), kam gestern per Amazon Abhilfe dagegen. Guck mal, ich bin gespannt, ob die Silhouetten taugen. Sie werden übrigens nicht geklebt, sind also wieder leicht entfernbar, sondern sie haften von alleine, da sie nur aus hauchdünnen Kunststofffolien bestehen. Schau, ist schwer zu erkennen, auch wenn du aufs Bild = größer klickst. Ich muss mal demnächst sehen, ob das nicht besser zu fotografieren ist:

Nachtrag, 13 Uhr: Warten auf die Schokoförmchen. Habe mal von draußen ein Foto probiert. Geht genauso schlecht. Hätte erkennungstechnisch die Rollos alle vorher runterziehen sollen. Jetzt regnet’s aber wieder, durchweg seit dem frühen Morgen. Da will ich nicht nochmal raus. Man kann diese Fenstervögel auch in Weiß kaufen, wäre vielleicht auch eine Idee. Was bzw. wie sehen Vögel denn eigentlich?

Mal wieder ein schneller 3-Punkte-Tag

1. Inneres Ich: „Wo bleibt das Ergebnis von der versprochenen Schokoladengießerei, hmm?”

Kommt! Amazon und ich mal wieder. Die Silikonform wurde Samstag geliefert. Aber! Es war nur eine einzige in der Größe etwa eines Din-A-4-Blattes. Gelesen hatte ich „für 6 verschiedene Gussformen”. Gesehen hatte ich ein Produktbild mit 6 unterschiedlichen Formen. Verstanden hatte ich ein Set. – Es stand dort aber nicht das Wort „Set”, das wurde eigentlich nur suggeriert. Also kam auch nur eine einzige labbrige Silikonform im Herstellungspreis von wenigen Cent für sage und schreibe 6 Euronen an. Das muss man erst mal verdauen. Für eine Form fange ich doch das Gießen gar nicht erst an. Morgen wird ein Set geliefert, also tatsächlich mehrere gleichgroße Formen zum fast identischen Preis. Das heißt: Vor Dienstag oder Mittwoch, je nach Liefer-Uhrzeit, gieße ich die Schokolade noch nicht. Hachja, es ist ein Kreuz, ich weiß. Man muss bei solchen Massen-Billigprodukten wirklich höllisch aufpassen, was genau zu liefern versprochen wird und was eben nicht.

2. Die letzten beiden Nächte habe ich woanders gearbeitet. Leider darf ich im Tagebuch nicht näher auf die Dienste eingehen, ist aber auch egal (dann schwurble ich wenigsten nicht wieder ellenlang), denn es war wider Erwarten gut. Auf engstem Raum verbrachte ich die Nächte mit drei jüngeren Männern; wir alle gingen respektvoll miteinander um, alles war freundlich, klug und geschmeidig. Oh, ich liebe meinen (manchmal) abwechslungsreichen Job. Er führte tatsächlich dazu, dass vorhin nach dem Ausziehen vor dem Badezimmerspiegel sogar beim Anblick meines Spiegelbildes, das mich für gewöhnlich vor lauter Schrecken augenblicklich abwenden lässt, mir tatsächlich fröhlich pfeifend ein Liedchen zwischen den Lippen entfleuchte.

3. Inneres Ich: „Heute keine Politik?”
Nö. Vorerst nicht.
Inneres Ich: „Fußball?”
Nö, au’nich.
Inneres Ich: „Na, was denn dann?”
Soll ich jetzt rufen: MAOAM? 🙂

Putz- und Wickelsachen

So (klick aufs Bild = groß) sieht es aus, wenn ich nachmittags – 3 Uhr 🙂 – im schönen Küchenerker am runden Tisch gleich fünf Verdampfer wickeln muss. Zwei liegen gegenüber auf der Spüle in einer Schale Heißwasser und sind am „einweichen”; einer ist schon fertig.

Entgegen vieler anderer E-Dampfer empfinde ich das Wickeln nicht als Entspannung, im Gegenteil, ich mag es überhaupt nicht und betrachte es als notwendiges Übel, das ich somit gerne bis zur letztmöglichen Benutzbarkeit der Wicklung hinausschiebe. Müsste nach dem Geschmack zu urteilen nach zwei oder drei Wochen die Wicklung ersetzt werden, dauert der Termin zum Wechsel bei meiner Wenigkeit noch weitere zwei Wochen. Erst wenn ein Hauch „Kokelgeschmack” im Hintergrund wahrnehmbar ist, war’s das dann mit der Wicklung. Man kann grob sagen, ein Mal im Monat. Deshalb ist die Reinigung mit einer Finger- oder Nagelbürste (wie heißen diese Bürsten eigentlich?) unumgänglich. Das bei den Dvarw-Verdampfern. Bei den Fertig-Coilern für draußen, den Cubis-Pro-Verdampfern, hält ein Coil tatsächlich ein knappes halbes Jahr. Sie werden nämlich bei meiner Art zu dampfen nur mit 15 Watt befeuert. Bei ihnen ist keine Reinigung nötig, da quasi die gesamte Verdampferkammer inklusive der Wicklung ausgewechselt wird. Die manuell gewickelten Dvarws für innen befeuere ich sogar nur mit 6,5 bis ca. 12 Watt. Deshalb halten sie auch so lange durch.

Das auf dem Bild sind zum einen zwei kleine „geheime” Arbeitsdampfen (ist dort verboten), die fast nur mit PG befüllt sind (erzeugt kaum sichtbaren Dampf) und mit einer hohen Nikotindosis gedampft werden (hemmt den Wunsch, z.B. beim Lesen dauernd dampfen zu wollen). Sie sind so wunderbar klein, das kriegt niemand mit, sie sind also fast unsichtbar und verschwinden bei Bedarf einfach komplett in der Faust. Aber es sind dennoch vollwertige Selbstwickel-Verdampfer (Dvarw 16 mm), die mit ca. 9-12 Watt betrieben werden (die exakte Leistung ist nicht ermittelbar und auch nicht messbar, da es keine genauen Herstellerangaben für die winzigen “Amnis-Akkuträger” gibt).

Die anderen „6,5 Watt Dvarws” (Dvarw 2.0) für zu Hause (auf Pfeifen, Tubes und Boxen) dampfen mit ca. 6 mg/ml Nikotin in einer 50/50 PG/VG-Mischung. Alles Liquid ist mit Kaffee-Aroma veredelt. Da ich zu Hause aber rund 10 Dvarws auf verschiedenen Akkuträgern einsatzbereit habe und sie abwechselnd benutze, verlängert sich das Wechselintervall für die Wicklungen entsprechend. Wenn es dann allerdings an der Zeit dafür ist, sind eben direkt vier oder sechs an der Reihe.

Einzelheiten der Wicklungen habe ich schon 1.000 Mal beschrieben, so was turnt die nicht e-dampfenden Zeitgenossen eh nur ab.

So, und falls dich meine Miniatur-Putzerei ebenso wenig interessiert, keimt nun Hoffnung auf, denn die große Maximal-Putzerei als Noppenbesen-Test und als Schaumstoff-Wisch-Test dürfte morgen oder übermorgen an der Reihe sein. Noch Fragen? Nein? Gut, weitermachen 🙂

Dies und das

Die AfD bekommt’s derzeit mächtig auf die Hucke (für die Jüngeren unter uns: woher stammt dieses seltsame Wort?), was der Instinktlosigkeit des Maximilian Krahs geschuldet ist. An der Richtigkeit seiner Aussage, nicht alle seien automatisch Verbrecher gewesen, ändert dies inhaltlich zwar nichts, denn auch ein Günter Grass war schließlich trotz Mitglied in der Waffen-SS kein Verbrecher, doch dass solche vorgebrachten Ansichten heutzutage an eine Relativierung Nazi-Deutschlands erinnern, hätte der gute Herr Krah wissen müssen. Wahrscheinlich hielt er sich nach dem erfolgreichen Bestehen in der Kausa „chinesischer Spion” für unangreifbar. Anders ist für mich nicht erklärbar, wie er munter naiv in die ihm gestellte politische Falle getappt war. So sieht die Überheblichkeit aus, die besonders erfolgreiche Menschen vermeiden sollten (je erfolgreicher du bist, desto bedachter solltest du reden), denn der unausweichliche Fall erfolgt ansonsten stehenden Fußes.

Heute Morgen wollte ich um 8 Uhr die Stunde Live-TV von „NiUS Live” gucken, bevor ich ins Bettchen gefallen wäre. Nichts, der Äther blieb stumm, der Monitor sozusagen schwarz. Leider gab es auf der Webseite von „NiUS” keinerlei Infos, die den Ausfall hätten erklären können. Nach ausführlichem Suchen fand ich aber bei YouTube einen kleinen Hinweis der Entschuldigung für den Sendeausfall, nämlich dass in der Nacht zuvor in die Radaktion eingebrochen worden sei und die Polizei mit der Spurensicherung beschäftigt war, wodurch ein Senden im Studio verhindert wurde. Mehr Infos sind gegenwärtig (Stand: 17:15 Uhr) nicht zu bekommen. Morgen um 8 Uhr soll der Sendebetrieb wieder aufgenommen werden. Vielleicht erfährt man ja dann Näheres dazu.

Jedenfalls war ich deshalb eine halbe Stunde früher zu Bett gegangen. Daraus folgte eine halbe Stunde eher mein fröhliches Erwachen, das mir nach der ausführlichen Morgenroutine nun eine halbe Stunde mehr Zeit schenkte, diesen Eintrag in Ruhe zu verfassen, um mich anschließend für die Arbeit fertigzumachen (übrigens ist es nach wie vor für mich ein Buch mit 7 Siegeln, wann z.B. „fertigzumachen” getrennt oder auseinander geschrieben wird – das wollte nie so richtig in meinen Kopf). Also bis Freitag bin ich mal wieder abgetaucht. Bis dahin, gehab dich wohl, man liest sich.

Mit Ansage: Kriegserklärung und Überfall auf Israel

In dieser Nacht (es ist gerade 1:30 Uhr) sollten wir alle, je nach Gusto, beten oder hoffen, dass durch den Raketenbeschuss des Irans auf Israel in der Bevölkerung keine Opfer zu beklagen sein werden. Es könnte gut ausgehen, da für die militärische Abwehr genügend Zeit vorhanden war. Es könnte aber auch übel enden, da niemand mit Sicherheit weiß, mit was genau der Iran seine Raketen und Drohnen bestückt hat.

In jedem Fall wird der Angriff für die Regierung des Irans enorme Konsequenzen haben, wahrscheinlich wird er sogar zum Ende des Mullah-Regimes führen. Was kurzfristig natürlich zu einer Instabilität der Machtverhältnisse in der Region führt, mittel- und langfristig aber endlich eine konkrete Chance zur Befriedung des Nahen Ostens böte.

Die Zukunft ist allerdings ein unentdecktes Land und sie steht jetzt hinten an, denn zuerst gilt für Israel die nächsten Tage zu überstehen. Daumen drücken ist angesagt. Ich sitze mit fest gedrückten Daumen gebannt vor den News-Tickern.

Morgendliches Geschwurbel und ein Serientipp

Guten Morgen um 15:45 Uhr. Seit einer dreiviertel Stunde frühstücke ich gemütlich nach wiederum knapp 9 Stunden erholsamen Schlaf = nachher pilgere ich lockeren Fußes und frohen Gemüts zur nächtlichen Arbeit und zu neuerlichen literarischen Abenteuern in Colorado, mittlerweile im Jahre 1905 angelangt.

Muss ich heute noch die News lesen? Nö, lieber ungebildet und frei in den Tag hinaus als gefangen von den Absurditäten spätrömischer Dekadenz der Politik- und Mediendarsteller.

Letzte Nacht habe ich mir zwei Staffeln einer britischen Miniserie reingezogen. Immerhin je zweimal einen 4-Stunden-Film sozusagen. „Time”, so heißt diese Serie. Es geht um Gefängnisse bzw. deren Insassen und um Wärter sowie den dort arbeitenden Mitarbeitern im Sozialdienst – natürlich exemplarisch jeweils an einer Person festgemacht. Was aber ist das Besondere dieser Serie, zumal Gefängnisserien momentan wie Pilze aus dem Boden sprießen?

Sie ist anders als die Hollywood-Filme (unschuldig Inhaftierte, Abenteuer hinter Gittern, Alibi für eine Brutalinski-Show usw.), zeigt sie doch eine möglichst realistische Sicht der Dinge. Dramaturgisch alles mögliche in einem Handlungsstrang komprimiert – also keine Doku. Die erste Staffel spielt in einem Männergefängnis, die zweite in einem Frauenknast. Die Ungleichheit zu sehen, ist dabei sehr spannend. Den ewigen Gleichmachern der Geschlechter wird der Unterschied zwischen Männer und Frauen klar vor Augen geführt. Verraten möchte ich aber nichts, deshalb (und da ich eh gerade viel zu faul dazu bin) gibt’s hier auch keine Nacherzählung. Nur so viel: Beide Staffeln bekommen 9 Georgpunkte. Die Serie wurde archiviert.

Ansonsten bis Samstag irgendwann im Laufe des Tages. Du schaffst die letzten beiden Tage dieser Woche auch noch locker, bevor es dann in dein wohlverdientes Wochenende geht.

Film, Ausflug, Alarm

So, letzte Nacht folgten dann noch „Butchers Crossing”, „Catch The Killer”, „Daliland” und „Harold Freys Pilgerreise”. Allesamt im qualitativen Mittelfeld, würde ich sagen, kann man gut einmalig zur Unterhaltung anschauen, sie eignen sich aber weniger fürs Archiv. Da würden sie wahrscheinlich digital verstauben 🙂

Müll, Bank, Post, Edeka – das waren bis vorhin meine Ausflugsziele nach dem Frühstück gegen 14 Uhr. Wat’n Leben, nicht wahr? Zwar in Euro-Armut, so doch mental königlich und reichhaltig, denn ich konnte eine Stunde lang aus dem Küchenerker in völliger Ruhe und Gelassenheit das Treiben im angrenzenden kleinen Park beobachten. Von Menschen und Vögelchen sozusagen. Zur Arbeit muss ich erst wieder ab Donnerstag.

Übrigens piepte bei mir die Diebstahlvorrichtung an der Edeka-Kasse und blinkte hektisch rot. Im Rucksack befand sich aber nur ein Amazon-Paket, das ich vorher bei der Post abgeholt hatte (dorthin wird meist geliefert, damit die Boten mich nicht wachklingeln). Sendet das irgendetwas, ohne dass man etwas davon weiß? Sehr merkwürdig. „Ich hab nix geklaut”, lachte ich zur Kassiererin, die bei meinem Anblick dann den Alarm schlicht ignorierte. Also mache ich wohl doch einen seriösen Eindruck. Wobei ich mich frage, ob ich überhaupt seriös wirken möchte? Nunja, hier war es ganz praktisch.

Sonst nichts Neues, die News lese ich heute nicht. Bis morgen in diesem Theater.

Schlaflos im Küchenerker

Es ist ja schon verrückt: obwohl ich hundemüde nach der letzten Nachtschicht zu Hause ankam, dann noch bis 12 Uhr wach blieb, trotz dass die Augen schon brannten, begab ich mich zu Bett aber konnte partout nicht einschlafen. Über eine Stunde quälte ich mich vergebens, ins Traumreich einzutauchen. Dann erst kam mir der Gedanke, „Georg, du bist doch bescheuert, hast die nächsten Tage frei und niemand ist hinter dir kleinen Mafiosi her, was veranstaltest du also für einen Unsinn auf der Matratze?” Ich stand wieder auf, kleidete mich ins Homedress und startete einen Spielfilm. Der war allerdings so schlecht, ein B-Western („A Tale of Two Guns”), dass ich dessen zweite Hälfte im Fernsehsessel glatt verschlief. Nun habe ich knapp 40 Minuten Schlaf abbekommen, vorhin ein lecker Tässchen Kaffee getrunken, justamente steht ein Teechen „Griechische Aprikose” neben mir, und überlege, was als heutiger Eintrag denn so dahin fabuliert werden könnte.

Es gäbe eine Menge über die News der beiden letzten Tage zu sagen, doch dann würde ich mich nur aufregen, wonach mir ganz und gar nicht der Sinn steht. Dafür ist in den nächsten Tagen bestimmt noch genug Zeit. Erlebt habe ich seit Sonntag auch nichts. Das innere Emotions-Meter verzeichnete eine gerade Linie irgendwo bei uninteressanten 50 Prozent, auch das körperliche Befinden plätscherte so dahin, ich nahm es nicht einmal wahr. Tja, ein meldetechnisches Dilemma.

Vorhin ging ich kurz zu meinem Kühlschrank, den bei Edeka, 80 Meter von meiner Wohnung entfernt, was an sich ja ebenfalls nicht erwähnenswert wäre, wenn nicht der Ständer mit diversen Lesebrillen für 12 Euro pro Stück dort wieder aufgebaut ständ. Ich nahm eine davon mit. Nunja, ‘s geht so, die Minischriften, zum Beispiel die Zutaten auf Zahnpastatuben, lassen sich damit tatsächlich wieder entziffern, obwohl das schon arg umständlich ist: normale Brille ab, Lesebrille auf. Außerdem sind die Zutaten sowieso uninteressant, finde ich. Außer beim Mundwasser: ich habe letztens nämlich ein neues entdeckt (empfohlen bekommen), und zwar die Hausmarke von Edeka. Das kostet im Gegensatz zu meinem bisherigen statt mittlerweile satte 4 Euro (600 ml) nur 89 Cent (500 ml) und scheint genauso gut zu sein, sagen jedenfalls die vielen Tests, die man online lesen kann. Zudem ohne Alkohol. Das ist mir zwar recht egal, doch – und jetzt komme ich zum eigentlichen Thema – bis auf viel zu viel Wasser und das Fehlen von Nikotin finden sich dieselben Zutaten wie bei meinem selber angemischten Liquid fürs E-Dampfen. Wäre es nicht zu wässrig, könnte ich das tatsächlich dampfen. Wobei ich auf den Umkehrschluss hinaus möchte. Demnach ist das E-Dampfen so gut für die Mundhygiene wie Mundwasser. Welch eine interessante Neuigkeit, nicht wahr?

Naja, gleich werde ich ein, zwei, drei weitere Spielfilme anschauen. Noch weiß ich zwar nicht welche aber gute nicht zum Einschlafen geeignete werden es sein, da sie aus dem hauseigenen Archiv entnommen werden und mich dann wohl irgendwann früh abends endgültig ins Bettchen treiben. Bis dahin, Ahoi! Capitaine, mon capitaine.

Allerlei

Bin ich schluderig mit täglichen Einträgen hier im Weblog? Tja, ja und nein, würde ich sagen. Zum Beispiel war ich gestern nur mit privaten Dingen beschäftigt und unterwegs, die nicht in die Öffentlichkeit gehören, da mit ihnen andere Personen zu tun hatten, die sich verständlicherweise hier nicht erwähnt sehen wollen. Andererseits hatte ich gestern nach der Arbeit wieder bis abends durchgemacht und war in dieser Nacht zu heute gegen 3 Uhr aufgestanden. Mein Frühstück am Donnerstag begann also erst am Freitagmorgen. Das kennst du aber ja bereits. Wieder andererseits möchte ich auch nicht jeden Tag Dinge tun, wie über die Politik oder die Zustände in einer zerbrechenden und sich immer aggressiver gebenden Gesellschaft zu schimpfen.

  • Die Israelfeindlichkeit und die deutsche Kriegslust gegen Russland reichen aus, meinen Tag zu versauen, doch will ich eben nicht jeden Tag aufs Neue darüber wütend sein.
  • Diskussionen: Keine Lust darauf.
  • Die Absurditäten deutscher Politik haben zudem die Reizschwelle des eigenen Aufregens enorm nach oben getrieben, so dass ich die ganzen Albernheiten z.B. rund um die Klimareligion gar nicht mehr wahrnehme. Wer so blöd ist, auf sie hereinzufallen, der muss am Ende halt sein Tellerchen selber auslöffeln. Nicht missverstehen, denn ich sage nicht, dass diese Dinge unwichtig seien (wie jeder andere werde auch ich die Konsequenzen mitbezahlen müssen), aber ich muss mich schon arg zurückhalten, um nicht unbeabsichtigt die Rolle von Statler & Waldorf der Muppet-Show einzunehmen.
  • Filme und Serien: Dort findet sich zur Zeit hauptsächlich Mittelmaß, jedenfalls nichts, was mich zu Einträgen begeistern würde.
  • Radio: Höre ich täglich stundenlang. Dank des Web-Radios endlich wieder!
  • Bücher: So schnell lese ich nicht, da Michener von mir nicht überflogen, sondern Zeile für Zeile und Wort für Wort genossen wird – aber extra ja nur auf der Arbeit.
  • Die neue Wohnung (huch, ist auch schon ein halbes Jahr her – der Umzug scheint mir erst gestern gewesen zu sein). Hier könnte ich mich nur täglich wiederholen, denn ich fühle mich derart geborgen und wohnumfeld-mäßig wohl wie nie zuvor.
  • E-Dampfen: Alles funktioniert geschmeidig, insgesamt 9 Geräte im Einsatz (Pfeifen, Tubes, Boxen und Mini-Dvarws fürs versteckte Dampfen; 7 Selbstwickler, 2 Fertigcoiler), Genuss pur ohne Komplikationen aber ohne Neues darüber berichten zu können.
  • Basteleien: Ja, gerade gestern zusammen mit dem Nachbarn. Eine Kleinigkeit, die ich faszinierend finde eben der originellen Einfachheit wegen. Bei Gelegenheit frage ich ihn mal, ob ich davon ein Foto veröffentlichen darf.

So sieht’s also zur Zeit aus. Einen ebenso geschmeidigen Start ins Wochenende wünsche ich dir.

Regen

Jetzt gerade im Moment ist es noch Montag, der 26. Februar. Eigentlich gehört dieser Eintrag – für mich – noch zum Montag, mein Frühstück ist vielleicht eine halbe Stunde erst her. Am gestrigen späten Abend (also heute Mittag gegen 14 Uhr) hatte ich keine Zeit, da ich den angenehmen Besuch in meinem Küchenerker genoss. Die Aussicht im Erdgeschoss ist bekanntlich toll, darüber habe ich ja schon genug geschrieben, doch heute gab es nur den kompletten Tag lang ohne Unterbrechung das Platschen der Regentropfen in die großflächigen Pfützen zu bestaunen. Wer kann, bleibt drinnen. In der übrigen Zeit, da ich alleine war, hatte ich die drei Rollos die meiste Zeit zugezogen: durchgehender Regen ist kein beschaulicher Anblick. Es gab auch kaum Betrieb unter den gefiederten Gesellen. Sie kamen zwar, aßen schnell und flogen wieder davon, doch wahrscheinlich kauerten sie mit in den Federn versenkten Köpfen in irgendwelchen regengeschützten Ecken und harrten auf das Ende der sintflutartigen Gottesbestrafung und auf Noah, der ihnen ein trockenes Plätzchen im Bauch seines Rettungsschiffes zuweisen würde. Nun, die Arche kam nicht, der Regen hörte dann abends auf, doch da war es schon wieder dunkel und die Vogel-Schlafenszeit hatte begonnen.

Ein Tag zum Abstreichen auf dem Kalender, der überflüssig war wie ein Kropf und hoffentlich in Vergessenheit gerät. Bemerken Fische eigentlich den Regen? Und falls ja, was halten sie davon? Würde solch ein Dauerregen ihre Evolutions-Gene triggern und sie in Versuchung geraten, kurze Landausflüge zu unternehmen? Der neue Mensch und so.

Den prasselnden Regen über Stunden hinweg zu beobachten, das fördert allerhand philosophische Gedanken vom Sinn und Sein, das muss man diesem Wetter ja lassen. Es gibt sogar Sender fürs Internetradio, die ohne Unterbrechung rund um die Uhr das Geräusch von Regen zur Entspannung senden. Jajaja, ‘s gibt schon komische Menschen, wat 🙂