30-Grad-Marke erreicht

Apropos schönes Wetter, Garten und so: Am frühen Morgen gegen 4 Uhr, als ich zu Bett ging, hatte ich die Rollos vor den drei großen geschlossenen Fenstern im Küchenerker hochgezogen, so wie ich’s im Winterhalbjahr zu machen pflege, damit nicht den ganzen Morgen und Vormittag lang der Eindruck von Kriegszeiten mit allgemeiner Pflicht zur Verdunkelung entsteht. Seit ein paar Tagen nun trübt nicht ein Wölkchen den blauen Himmel und die Sonne strahlt von morgens bis spät abends in den Erker. An sich eine wunderbare Sache das. Ab heute besitzt die Sonne aber wieder eine solche sommerliche Kraft, dass im Küchenerker rasch ein Wüstenklima entsteht. Das analoge sowie das digitale Thermometer zeigten vorhin (gegen 13 Uhr) erstmalig in diesem Jahr 30 Grad im Schatten an. Klar, kurz die Fenster auf Durchzug geöffnet und anschließend auf Kipp gestellt, schon verschwindet die Hitze wieder, herrschen draußen doch gerade mal 15 Grad im Schatten bei recht kühlem Nordwind. Aber du siehst: Die drei Doppelfenster im Küchenerker wirken wie ein Gewächshaus.

Die Verunreinigung am Rand des Thermometers sind alte Klebereste von meinen ungeschickten Fingern, die seinerzeit beim Ankleben mit Sekundenkleber, ein Teufelszeug, an den Küchenschrank entstanden sind. Sie stören mich nicht die Bohne, und sie fallen eh nur auf dem Foto auf, vor Ort sieht man sie gar nicht. Wollt‘ ich nur mal kurz gesagt haben 🙂

Wirrwarr

Bei „Google Earth” werden bekanntlich nicht geklärte Ländergrenzen durch grau gestrichelte Linien angezeigt. Das ist natürlich nett gemeint von Google, damit wollen sie niemandem auf die Füße treten, weil wir haben uns ja alle lieb. Somit werden aber die Karten dermaßen unübersichtlich und verwirrend, dass zumindest ich doch kleinere Probleme mit der virtuellen Orientierung bekomme.

Wenn du dir diese Grenzen mal mit Verstand anschaust, siehst du, dass es ein eindeutiges politisches Ungleichgewicht in der geographischen Ausrichtung gibt. Während im Westen überwiegend anerkannte Grenzen bestehen (ununterbrochene graue Linien), ist fast der gesamte Osten ein einziges Strichel-Meer. Ganz Asien ist sich demnach uneins, wo die Länder eigentlich genau liegen, und selbst die Beschriftung z.B. die Landesbezeichnung für Russland ist von Moskau weit in den Osten gerutscht („Rette sich wer kann! Die Hunnen kommen!“), wodurch Russland nun ein recht kleines Land am äußersten östlichen Rand Asiens geworden ist (klick aufs obere linke Bild). Andererseits sind die pakistanisch-indischen Grenzregionen seit Jahrzehnten umstritten, was ein alter Hut ist, doch je nachdem, von wo aus du auf der Google-Karte diese Region betrachtest, gehören umstrittene Gebiete entweder zu Indien oder zu Pakistan. Selbstredend ist China dort auch nicht klar als China definiert. Das sind nur ein paar kleine Beispiele, du findest viel mehr solche verrückten Sachen auf den Karten. Weiterlesen

Interessehalber die Xte

Nur der Vollständigkeit halber, interessiert sowieso kein Schwein …

Inneres Ich: „Schwein? Also bitte, Herr Kollege. Dein Niveau sinkt täglich rapide.”

Wieso? „Schweine im Weltall”, das hat mittlerweile Kultstatus.

Also: Die WLAN-Uhr im Bad sowie die große in der Diele neben der Eingangstür verbinden sich nachts mit der alten Fritzbox im Schlafzimmer auf dem Schrank, die als Repeater fungiert, die kleine CD-Uhr, ebenfalls in der Diele aber einen Meter näher und um 90 Grad gedreht in Richtung Router gelegen, verbindet sich mit eben diesem Fritzbox-Router im Wohnzimmer. Falls du es nicht weißt, normale Funkuhren bekommen in der fensterlosen Diele und im ebenso fensterlosen Mini-Bad kein Funksignal, deshalb habe ich dort WLAN-Uhren aufgehängt.

Warum keine Quarzuhren und wofür überhaupt an jeder Ecke eine Uhr? Weil ich ein hartnäckig penetranter Zeitgenosse bin und es schlichtweg hasse, wenn Uhren ungenau gehen, dennoch überall die Uhrzeit sehen möchte und außerdem recht faul bin, was die Zeitumstellerei zwei Mal im Jahr betrifft. Es hat halt jeder so seine Macken oder jedem Tierchen sein Pläsierchen [Redensarten-Index].

Achso, wo ich schon mal dabei bin, von wegen interessehalber und so: Heute habe ich bei „Mata Hari” gesehen, dass hier im Blog selbst auf dem Mini-Displays der Smartphones die dämliche Cookie-Einblendung erscheint. Das ist ein Fehler des PlugIns „Complianz”. Bisher, so ist es auch in den Einstellungen festgelegt, erscheint das Banner eben nicht auf kleinen Displays. Seit dem letzten Update tut’s das aber. Ich warte einfach mal etwas Zeit ab, ob sich der Fehler wieder korrigiert. Ansonsten hat die EU eh für 2026 angekündigt, die Cookie-Banner in der jetzigen Form abzuschaffen und diese Aufgabe den Browsern zuzuweisen. Genau so, wie ich es im Anhang der Datenschutzerklärung bereits vor Jahr und Tag gefordert habe.

Die Cookieeinblendung haben wir übrigens dem massiven Betreiben der Grünen zu verdanken, wovon sie heute aber nichts mehr wissen wollen. Niemand (!) will damit mehr etwas zu tun gehabt haben. Kam ganz von allein. Naja, wer macht denn Politik in der EU? Vielleicht doch keine Menschen? Die KI? Die ist in Zukunft sowieso der perfekte Sündenbock: Für alles Gute zeigen die Politiker dann wie die Kinder auf, rufen wild: „Ich, ich, ich; ich war’s” und für alles Schlechte zeigen sie auf die KI: „Ich war das nicht, die KI ist Schuld” 🙂

Film- und Serientipps

In der Kürze liegt die Würze. Ein Filmtipp und 3 Serientipps. Gleich 2 aus Deutschland. Was ist bloß mit den Deutschen los?

Zweigstelle”, ein deutscher Spielfilm. O mein Gott – ja, das dachte ich auch zuerst, denn wenn Deutsche lustig sein wollen, wird’s meist albern; oder so ein schlimmer schenkelklopfender Humor macht sich breit wie früher die Manta-Filme, der Ohrhasen-Mist oder die Bully-Herbig-Filme. Das ist bei „Zweigstelle” aber nicht der Fall. Den Film fand ich wirklich lustig. Eine schöne Spielerei mit der Idee des Lebens nach dem Tod. Der „Münchner im Himmel” von Ludwig Thoma fiel mir dazu spontan ein. Ähnlicher Humor, klasse Film, 8 Bewertungspunkte.

Noch etwas Deutsches: Die Serie „Unfamiliar”, ein Thriller, der tatsächlich mit Hollywood-Produktionen mithalten kann. Spannend, schnell, intelligent inszeniert, super Schauspieler, alles stimmt bei dieser Serie. Ebenfalls 8 Bewertungspunkte.

Die britische komödiantische Thriller-Serie „How To Get To Heaven From Belfast” ist dann wirklich der humoristische Oberhammer. So fabelhaft gespielt, dass die erzählte Geschichte klar in den Hintergrund tritt und das Vergnügen über die Spielfreude der Hauptdarstellerinnen und die vielen Persiflagen von Genre-Klassikern in den Vordergrund. Glasklar 9 Bewertungspunkte.

Um wieder ernsthaft zu werden, zeigt uns die zwar erstklassig gelungene aber sehr dramatische polnische Serie „Die Bleikinder” ein bedrückendes Kapitel sozialistischer Realitäsverweigerung der 1970er Jahre, in dem wie so oft die schwächsten der Gesellschaft, die Kinder, zu Opfern von Ideologie und Korruption werden. Absolut sehenswert, 8 Bewertungspunkte.

Das war’s für heute, gehab dich derweil wohl 🙂

 

Thema Internetradio (o Gott, bloß weg hier!)

Was ich noch erwähnt haben wollte: Ist es nicht interessant, dass sich stets alle drei Internetradios per Repeater in der Küche verbinden, selbst das weiße Radio, das nur 3 Meter Luftlinie und ohne Hindernisse vom Router entfernt steht? Es zieht die 8-Meter-Verbindung plus Wand bis zur Küche vor. Der Repeater hat zwar einen neuen Standort bekommen, er hängt nicht mehr hinterm Vorhang, ist aber jetzt sogar noch etwas weiter und höher entfernt. Ich finde das also trotzdem seltsam. Aber die Fritzbox sagt, alles sei okay, wie es ist. Intelligente Ressourcenverteilung (osä*) meint sie. Naja, man muss nicht immer alles verstehen, nicht wahr?

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* oder so ähnlich

Dramatische Szenerie im Küchenerker

Ein aufgeregtes Rufen ließ mich aus dem Fenster des Küchenerkers schauen. In den Hecken sind gleich mehrere große Spatzenfamilien zu Hause. Direkt am Fenster versteckte sich in der dichten Hecke ein Spatz. Um die Hecke herum sah ich den Habicht, der so nah war, dass ich ihn mit der Hand hätte greifen oder verjagen können und somit das folgende Drama beenden hätte können. Rein zufällig lag die Knipse auf dem Tisch. Was tat ich? Half ich dem um sein Leben flehenden Spatz? Nein, Natur ist Natur, und als ein sowieso sensationslüsterner „Paparazzi für Arme” hielt ich die kleine Kamera drauf und drückte den Auslöser ein ums andere Mal. Dann herrschte Stille, das Leben des Spatzes hatte sein jähes Ende gefunden (Bild oben links und unten rechts).

Der Habicht flog bei seiner Jagd zuerst heran, schaute sich ausführlich oben auf der Hecke stehend, dann vom Boden aus seine Beute genauer an, drang zum Schluss in einem kurzen Sturzflug von oben in die Hecke ein – und schnappte sich den armen Spatz. Das alles in nur wenigen Sekunden. Okay, man erkennt auf den vier Bildern nicht wirklich viel (draufklicken = Großansicht):

Geschwätziges

Hachja, wachwerden gegen 15 Uhr, meine Kern-Lebenszeit hat sich wieder eingestellt. Biologischer Rhythmus. War seit vielen Jahrzehnten so, schleicht sich selbst nach Angleichungen an die Tages-Lebenszeit immer automatisch heran und wird auch wohl so bleiben. Alles andere ist Ausnahme und macht auf Dauer sowieso nur depressiv und krank.

Die innere Uhr ist schon ein seltsames Ding, nicht wahr? Aber nicht man selber bzw. ich habe mich den Umständen anzupassen, sondern sie sollten sich meinem natürlichen Rhythmus fügen. Deshalb hatte ich über 30 Jahre lang auch gerne ausschließlich nachts gearbeitet. Und seit ich denken kann, spielte ich mit der Vorstellung, einmal nach Finnland oder Sibirien auszuwandern, den Ländern, in denen ein Tag-Nacht-Unterschied kaum vorhanden ist. Ein halbes Jahr nur Tag, ein halbes Jahr nur Nacht, da kommt es viel mehr auf die innere Uhr an als hierzulande. Aber die Fremde in Schrift und Sprache hielten mich stets davon ab, diese Fantasie Realität werden zu lassen.

Ich gerate wieder ins Plaudern, nein, ins Schwatzen. Damit will ich mal schnell aufhören. Oller Schwätzer und so. Sonst gibt’s heute jedenfalls nichts Neues, einen schönen Samstagabend wünsche ich dir, gehab dich wohl.

Sarah Maria Sander

Bei Rika gefunden: Sarah Maria Sander, welch eine furchtlose, geradlinige und kluge junge Frau, die als weiblicher Don Quijote den Windmühlen der links-woken Kulturszene in einem aussichtslosen Kampf entgegenreitet und ihn, unabhängig vom tatsächlichen Ausgang, bereits für sich, für ihre Selbstachtung und für ihre Freiheit gewonnen hat, auch wenn es sie sehr viel gekostet hat und noch mehr kosten wird. Sie zeigt, und man erkennt es deutlich in ihren klaren Augen, wie wichtig es ist, morgens noch in den Spiegel schauen zu können, weil man mit sich im Reinen ist, während ihre opportunistischen Kolleginnen und Kollegen der Filmbranche vor lauter schlechtem Gewissen und Selbsthass seelisch erkranken, verbittern und früh in Vergessenheit geraten. An Sarah Maria Sander wird man sich noch in Jahrzehnten voller Hochachtung erinnern. Bewundernswert!

Wetterwandel

Tschüssi Winter! Vorerst jedenfalls. Hier am Niederrhein steigen schon die Temperaturen. Es ist noch Nacht und wird wärmer und wärmer – und regnet. Heute Mittag werden schon 6 Grad erwartet, ab Dienstag soll es hier zweistellig plus werden. Frühling ist das allerdings noch nicht so ganz, denn „Wetter-Online” prognostiziert über eine Woche lang Regen fast ohne Unterlass bei Temperaturen von um die 10 Grad.

Mir ist aus den Fenstern im Küchenerker dieser Anblick des Elends der sterbenden Schneelandschaft zuwider, davon kriegt man höchstens Depressionen, also ziehe ich tagsüber maximal ein Rollo hoch wegen des Tageslichts.

Wobei mir gerade beim Schreiben des Begriffs „Wandel” und „Wetter” meine uralte Webseite „Wandelmond.de” in den Sinn kam. Habe sie mal eben eingetippt und sieh an – sie existiert tatsächlich immer noch. Seit nunmehr 25 Jahren besteht sie aus einem einzigen animierten Gif (Bild). Diese alte Webseite hatte ich komplett vergessen. Boah, daran sieht man, wie doch die Zeit voranschreitet.

Geh auch du heute bloß nicht unter. Es dauert aber wohl, eh der Regen übers ganze Land hinweg zieht. Schneebälle sind jedenfalls nicht mehr angesagt, das Nassmachen ist die neue Mode. Hoffentlich bist du nicht wie ich wasserscheu*, falls doch, verkrieche dich am Besten 24/7 ins Trockene.

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* Nur zur Info: Wasserscheu heiß nicht, dass ich nicht schwimmen könnte. Kann ich sogar gut 🙂 (Frei, Fahrten, Jugend, DLRG-Grundschein – war Schulunterricht im Sport, haben alle Mitschüler im Alter zwischen 12 und 14 Jahren trainiert und die Prüfungen erfolgreich abgelegt. Danach von Muttern die Abzeichen auf die Badehose nähen lassen und stolz wie Oskar ab in den Baggersee).

Väterchen Frost kommt auf Stippvisite

Boah, guck mal (aufs Bild klicken = lesbar): Das sind die Wetteraussichten von „Wetter online” für den Niederrhein in der kommenden Woche. Schnee und zweistellige Minusgrade. Wenigstens ein paar Tage lang. Also sollte ich bis dahin schauen, dass ich mich ab Mitte der Woche bis auf kürzere Schneespielchen und aufs Schnee-Bestaunen bloß nicht länger außerhalb der Hütte aufhalten muss. Und hoffen, dass Strom und Heizung nicht ausfallen werden – wobei ich bis aufs Bezahlen der Rechnungen selber nichts aktiv dafür tun kann. Es bleibt allein die Hoffnung, dass die Infrastruktur der Energieversorger des Landes funktioniert. Liebe Franzosen und liebe Holländer, lasst schon mal vorsorglich eure AKWs auf Hochtouren laufen, ’s verspricht viel Geld damit zu verdienen.

Schnellmeldung, Reality-TV

Eine Schnellmeldung quasi. Das Foto zeigt die widrige Wirklichkeit draußen um 15 Uhr am frühmorgendlichen Kaffeetisch, noch mit Schlaf in den Augen aber bereits mit dem ersten Schluck des genüsslichen „lecker Tässchen Kaffees” im Gaumen, der gerade justamente die Geschmacksknospen lieblich-zart öffnet. Das Foto digitalisiert ein verschwommenes Bild, es könnte regnen, meint man, doch es sind ziemlich dicke Schneeflocken. Eigentlich wollte ich in dieses Wetter hinaus, um zum Edeka-Markt 50 Meter um die Ecke zu gehen. Auf dem Stück des Zubringers zum Parkplatz, den ich ebenfalls aus dem Küchenerker sehen (aber nicht hören) kann, der auf dem Foto links außerhalb des Bildes und nur durch das erste der drei Erkerfenster sichtbar ist, bildet sich ein Rückstau der Autos, der mich auf einen massenhaften Publikumsverkehr im Aldi- sowie im Edeka-Markt schließen lässt. Soll ich mich dem ausliefern, und das dann in diesem Schmuddelwetter, noch dazu, wo doch alles Notwendige vorratsmäßig reichlich vorhanden ist? Eben nicht.

Allerdings habe ich ansonsten jetzt am „frühen Morgen” nichts von Gewicht und Bedeutung zu sagen. Kein weiteres Mitteilungsbedürfnis meinerseits. Also hoffe ich, dass es dir ähnlich gut am zweiten Tag des neuen Jahres geht, damit wir gemütlich ein halbes Stündchen lang die Hektik der Leute und das (vielleicht auch bei dir) schneetreibende Winterwetter schön im Warmen sitzend aus den Fenstern wie im TV beobachten können.

Zwischen den Jahren 1

Heute (jetzt gleich) findet meine letzte Arbeitsnacht statt. Die letzten 12 Stunden. Da ich alleine bin, werde ich gemeinsam mit dem Inneren Ich feiern.

Inneres Ich: „Feiern? Bist du denn nicht traurig oder so?”

Nicht die Bohne! Ich hab’s wirklich so satt. Bevor es aber in Rente geht (von der ich zwar nicht leben kann, die mir aber Ruhe und unbehelligt von Staat und Behörden andere Möglichkeiten des zusätzlichen Geldverdienens bietet), muss ich noch knapp 2 Jahre lang ALG beziehen. Das wird dann noch eine kleine Herausforderung.

Inneres Ich: „Hast du denn keine Zukunftsangst?”

Nicht mehr, das war früher so, ist merkwürdigerweise komlplett verschwunden, denn wir alle sind in Gottes Hand. Die planbare Zukunft ist in Wahrheit eine Illusion, der man den größten Teil seines Lebens hinterherhinkt, doch am Ende kommt meistens alles anders, als man denkt. Also: Lebe den Tag (oder so). Jetzt stehen erst mal die letzten Stunden im Job an, liebes Innere Ich, und danach schaun wir weiter.

Bis morgen. Justamente ein Eilgruß – ich möchte nicht zu spät zum Dienst erscheinen, weil die Kollegin, die ich dort ablösen werde, sie soll ja nicht unter meinem Fatalismus leiden (ja? Nennt man das so? Auch wenn es so bezeichnet wird, glaube ich eher weniger, dass dieser Begriff ausdrückt, was ich empfinde). Na denn, das war jedenfalls „Zwischen den Jahren, Teil1”.

Schlafloses Gesabbel

Kann mal wieder nicht schlafen. Hab’s versucht, eine Stunde wach im Bett gelegen, ging aber nicht. Also probiere ich’s mal am frühen Abend. Derweil schaue ich u.a. ein Reisegruppen-Yuyunskaya-Video von vorgestern. Dat Carolin fuhr gerade am Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitschneidplatz vorbei – alles voller Merkelpoller. Und Baustellen auf den Straßen, an denen sich im 10-Meter-Abstand ein Stau an den anderen reiht. Parken, sagt Carolin, kostet im Zentrum mittlerweile 18/20 Euro pro Tag. Kein Wunder, dass die Stadt wie sonst noch was verkommt und sich im Zentrum nur noch Gesocks rumtreibt: Eine hässlichere Gegend kannst du dir gar nicht vorstellen. Alles versaut mit Müll, Schmierereien, aufgerissenen Wegen und überall halt Baustellen, die wie die Straßen genauso die Gehwege fast unpassierbar machen.

Seit nunmehr 36 Stunden ist der Boiler ausgeschaltet. Erstaunlich finde ich, dass sein ehemals heißes Wasser immer noch handwarm ist. Also ziemlich gut isoliert. Als Schutz vor der Wohlfühltemperatur der Legionellen habe ich das Wasser aber jetzt durchlaufen lassen; nu‘ ist’s eiskalt. Diese Viren sind hier zwar nicht, doch falls sie in den hiesigen dörflichen  Leitungen den Leuten mal guten Tag sagen möchten, sollte man auf den Eco-Modus bei der Bevorratung von Warmwasser verzichten. Entweder heiß, dann bringt man sie um, oder kalt, da woll’n sie gar nicht hin. Es wird aber immer mehr lauwarmes Wasser bevorratet wegen der vielen Solaranlagen und Wärmepumpen. Es würde mich nicht wundern, wenn die Biester irgendwann sprunghaft in ihrer Population ansteigen.

Wie oft ich denn Geschirr spüle, möchtest du wissen? Na, zur Zeit vielleicht alle zwei, drei Wochen. Türmt sich bis dahin nichts auf? Nein, die Spüle ist immer komplett leer bis auf meinen Edelstahl-Teebecher, der jeden Tag mit Kaltwasser gespült wird. Und das Essen? Pappteller 🙂