Radio-Tipp: „Beatles and Friends Radio”

„You’r listening to Beatlers, Stones, Cream on one Stage? – it must be British invasion of ‘iHeart Radio’!” So lautet der längste Jingle zwischen zwei Songs auf „Beatles and Friends Radio”. „Commercial free twenty four/seven – iHeart Radio”; länger werden die Jingles in der Regel nicht.

Nach der Entdeckung von „Folkrider Radio”, was wunderbar für ruhige Abendstunden geeignet ist, liegt „Beatles and Friends” seit knapp einer Woche auf der Stationstaste Nummer 2 meines Internet-Radios. So wunderbar! 75 % Beatles pur, der Rest dazu passend aus den 60ern. Vornehmlich jene, bei denen die 4 Beatles ihre Finger im Spiel hatten aber eben auch andere, insgesamt ein stimmiger Mix, der nichts anderes als gute Laune zaubert. „American music in the sixty’s was never the same again since British invasion – iHeart Radio Station”, so lautet beispielsweise eine weitere lustige Ansage bzw. Jingle. Nach jeder Ansage spielen die Beatles – wenn ich dann zum Beispiel morgens bei einer Tasse Kaffee am Frühstückstisch sitze, bekomme ich den dringenden Impuls aufzuspringen, um zu tanzen, also richtig a la The 60’s mit jemandem zusammen – und das, obwohl ich gar nicht tanzen kann. Es geschieht dann im Kopf.

Der Mix im Laufe des Tages ist dabei dermaßen gelungen, dass du nicht im Geringsten bemerkst, ob und wann bzw. wie Wiederholungen einzelner Songs stattfinden. Etliche Beatles-Lieder habe ich gehört, die ich, ich gestehe!, noch gar nicht kannte, denn es gibt so viele, damit könntest du sogar nacheinander und nur einmalig wohl trotzdem mehrere Tage rund um die Uhr füllen.

„Beatles and Friends” ist anscheinend Teil des Radio-Netzwerks „iHeart Radio” und wird aus New York gesendet. Wie genau das alles verflochten ist, habe ich nicht herausgefunden, ist mir nämlich furchtbar egal, denn für mich zählt allein die gute Laune. Nichts Negatives wird gesendet, keine Nachrichten, keine Werbung, keine Meinungen oder Kommentare, keine versteckten Haltungen und so weiter, nur Beatles und Beat der 60’s. Den Live-Stream findest du übrigens hier. Aber Vorsicht, er macht schnell und definitiv unentrinnbar süchtig 😉 Gerade spielt Donovan mit “Try And Catch The Wind” – auch das passt da rein. Wunderschön.

Korrekturen | Licht & Lesen

Es ist ungemein erheiternd, zu sehen, wie „Correctiv” derzeit versucht, der gegen sie eingereichten Klage zuvorzukommen und ihren Gegenstand glaubt aus der Welt schaffen zu können, nämlich indem „Correctiv” seinen Namen alle Ehre macht und die eigenen verleumderischen Aussagen einfach schriftlich korrigiert. Eigentlich müssten sie wissen, dass so etwas in Zeiten des Internets nicht funktioniert. Sie werden also um eine Unterlassungserklärung nicht herum kommen oder riskieren eben eine Klage, deren Ausgang immer ungewiss ist. Es stellt sich ihnen somit die Frage, was günstiger für sie sein wird: Risiko oder die Flamme klein halten? Das finde ich ausgesprochen spannend.

Es wird eh höchste Zeit, dass es diesem seit Jahren für Facebook & Co. offiziell beauftragten Zensurverein endlich an den Kragen geht und die wahren Beweggründe bzw. Hintermänner (Gelder) ans Licht der Öffentlichkeit gelangen, denn dass „Correctiv” nichts anderes als eine von der Regierung outgesourcte Funktion grün-linker Politaktivisten darstellt, war Interessierten schon lange klar, dem Tagesschau-Gucker aber nicht. Tja, solch ein politischer Extremismus zerlegt sich immer irgendwann selber und meistens geht das viel schneller als man denkt. Nun, wir werden sehen, wie gesagt, als Normalbürger verfolge ich diese juristische Entwicklung jedenfalls mit allergrößter gespannter Heiterkeit.

Etwas anderes:

Wer hätte es gedacht? Was?, fragt das Innere Ich. Bisher konnte ich auf Arbeit nie mehr als zwei oder drei Stündchen lesen, danach wurde ich stets zu müde, erst recht, da immerzu nur nächtliches schummriges Licht, da eben der Mond oder das Dunkel der Nacht meine direkten nächtlichen Begleiter waren. Das erleuchtete Display des E-Readers half zwar beim Erkennen der Buchstaben, doch leider fördert es auch die aufkommende Müdigkeit. Im neuen Job hingegen kann ich im Raum, in dem ich mich die ganze Nacht befinde, das Licht taghell einschalten und die Displaybeleuchtung komplett ausschalten. Tatsächlich lese ich damit ziemlich munter von knapp 9,5 Stunden 7 Stunden. Bisher in jeder Arbeitsnacht. Ich habe extra gewartet, ob es auch so bleibt, bevor ich das hier ins Tagebuch schreibe. Es ist zwar nach wie vor eine Herausforderung der besonderen Art, beinahe 9,5 Stunden an einem Tisch ohne jedes Multimedia mit absolutem Nichtstun verbringen zu müssen (selbst Bastelarbeiten etc, sind mir, ja, sogar Stricken wäre mir dienstlich streng untersagt – und vor allen Dingen merke ich die fehlende Bewegung sehr), aber wie schon vor Wochen geschrieben, so gestaltet der Arbeitsrhythmus diesen beruflichen Leerlauf ziemlich erträglich. Das lange Lesen nun verkürzt dabei die erlebte Zeit ungemein. Es ist wirklich fantastisch! Die letzten beiden Nächte vergingen wieder wie im Flug. Es waren jeweils die letzten beiden Stunden, in denen die Geschäftigkeit des Morgens langsam begann und ich zu lesen aufhörte, die mir viel länger im Erleben als die 7 Stunden zuvor erschienen. Das habe ich wirklich nicht erwartet. Es muss am hervorragenden Umgebungslicht liegen, eine andere Erklärung für meine fehlende Müdigkeit und das Ausbleiben einer gewissen Augenschwere finde ich nicht. Das ist doch toll, nicht wahr? Es gibt immer mal etwas Neues in the life. Man lernt einfach nie aus.

In diesem Sinne versuche doch auch du am heutigen Mittwoch ggf. dem Neuen aufgeschlossen und gemütstechnisch hell zuzuzwinkern. Wer weiß, vielleicht überrascht es dich ja ebenso.

Blödheit auf den Punkt

Ein den Bauern in Berlin applaudierender Feuerwehrmann wird für diesen Frevel auf beamtenrechtliche Konsequenzen überprüft, wobei Christian Lindner ohne Konsequenzen (die Verleihung des Vollpfosten des Monats wäre mindestens angebracht) auf der Kundgebung ins Mikro brüllt, er fühle sich als Bauer, weil seine Frau ein Pferd hat. Derweil kommt der Cannabis-Terrassen-Bauer, Cem Özdemir, mit einer grandiosen Idee daher, nämlich als Problemlösung fürs fehlende Elitengeld einen „Bauern-Soli” vorzuschlagen. Und da fragt noch jemand, warum die Mächtigen im Lande nicht mehr alle Latten am Zaun haben?

Zwei Tage Blogpause

23:30 Uhr am Donnerstag: Morgen gibt’s bis Sonntag eine kleine Blogpause, denn ich beginne die neue Arbeit mit zwei 10-Stunden-Nachtschichten. Gottlob nur zwei, der Kollege macht vier. Jedenfalls muss ich mich darauf konzentrieren. Der Schlendrian der letzten zwei Monate hat nun ein Ende. Und fast 10 Stunden sind auch schon eine Hausnummer.

Wie seit beinahe 30 Jahren (mit nur wenigen Ausnahmen) werde ich bei der neuen Tätigkeit aber leider nicht alleine sein. Ob die Chemie mit den Kollegen stimmt oder nicht, das muss sich erst noch erweisen. Die Arbeit selbst interessiert mich nicht die Bohne – Arbeit und Privates stehen sich diametral gegenüber, was sie natürlich einerseits erleichtert, andererseits aber auch alles andere als Freude an der Arbeit bedeutet. Freude am Geld, das dann immerhin; es wird etwas mehr Verdienst als bisher werden. Ein nicht unerheblicher kleiner Trost angesichts der geleerten Jahresend-Kasse 😉

Also dann halte auch du die Ohren steif, man liest sich wahrscheinlich am Sonntag wieder.

Dies & Das

So, über was schreiben „wir” denn am heutigen 2. Weihnachtstag? Über meine lange Arbeitswoche, die ab heute Abend beginnt? Besser nicht, denn wenn du wüsstest, wie schluderig ich diese letzten Nächte der alten Arbeit verrichte, würdest du lachen. Abermals über Politik? Nö, es gibt eigentlich nichts, was nicht schon x-mal gesagt worden wäre. Außerdem erleben wir alle schließlich beinahe täglich das Versagen der Ampel am eigenen Leibe, da muss ja nicht die ganze Weihnacht damit ausgefüllt werden. Es gibt neue Bastelarbeiten, allein meine Wenigkeit ist zu faul zu fotografieren. Sind eh nur Kleinigkeiten. Dann habe ich mir ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk gegönnt. Sagenhafte 54 Euro hat’s gekostet, was für mich viel Geld ist. Eine neue E-Dampfe.

Inneres Ich: „Meine Güte, muss das denn sein? Du hast doch satt und genug Geräte!”

Das stimmt ~ teilweise. Doch sind in den letzten Jahren gleich zwei Tubes abgeraucht. Einfach so während ihrer akkulosen Lagerung; irgendwann holte ich sie aus der Schublade, Akku rein aber nichts ging mehr, mausetot. Für zu Hause schätze ich diese geregelten Tubes sehr, sie sind für mein geliebtes 6 bis max. 7 Watt Dampfen haptisch eine klasse Mischung aus Pfeife und Zigarre. Und da dachte ich mir also, bevor es bald gar keine mehr gibt (es gibt nämlich kaum noch vernünftige Hardware, fast nur noch den Podsystem-Müll), leiste dir doch mal schnell noch eine Tube. Kein Alu-Guss, kein Kunststoff, schöner Edelstahl. Sie kommt in den nächsten Tagen, dann mache ich sicher ein Foto davon.

Das Stromproblem mit dem Anbieter kommt auch langsam in Bewegung, allerdings nicht mit EON, sondern mit einem Mitbewerber zu denselben Konditionen. Kann ich aber auch noch nichts drüber schreiben, da die letztendliche schriftliche Bestätigung noch aussteht. Ich hatte den Netzbetreiber recherchiert und anschließend mit ihm geredet – es gab, wie ich anfangs schon vermutete, tatsächlich das Problem, dass der Anschluss der verstorbenen Vormieterin erst am 16.11. gekündigt wurde, mein EON-Vertrag aber ab dem 1.11. mit dem Einzug in die Wohnung begann – deshalb stornierte EON meinen Vertrag, beschimpfte mich und weigert sich bis heute zur Kenntnis zu nehmen, dass der Anschluss bereits seit dem 16.11. frei ist. Ich wette, ab nächster/übernächster Woche, wenn diese Info zu den übergeordneten Stellen durchgedrungen sein wird, hagelt ein Bombardement von telefonischen Vertrags-Drückern auf mich ein, die versuchen werden, mich dennoch als Kunden zu behalten. Nö, nach diesem Theater nicht mehr. Wer so offensichtlich nicht will, der hat schon reichlich und genug.

Tja, was könnte ich neben Weihnachtsgrüßen und guten Wünschen für 2024 denn weiterhin schreiben? Angeschaute Serien? Das habe ich für die nächsten Tage in die Kiste der Vorsätze gepackt. Du weiß ja sicher selber, wie das mit den Vorsätzen so ist, nicht wahr? 😉

Na, dann lass dir heute das zweite Festtagsessen gut schmecken und dich nicht von der Verwandtschaft aus der Ruhe bringen. Man liest sich wieder zwischen den Jahren. Bis dahin, gehab dich wohl.

Vorweihnachtliche Bastelnacht

Eigentlich waren die Bastelstunden für die heilige Nacht vorgesehen, doch die 10-Meter-Rolle Fensterleiste wurde überraschenderweise statt Freitag schon gestern geliefert. Und da konnte ich einfach nicht widerstehen. Wie unter den drei Fotos schon erwähnt: es sieht farblich vor Ort bedeutend harmonischer aus als auf den Bildern. Was weiß ich als Foto-DAU schon über den richtigen Weißabgleich? Knipse – draufhalten – Blitz – und fertig 🙂

Aufs Bild klicken = größer. Alle drei Erkerfenster haben diese Schienen bekommen. Hat mehrere Stunden nette Bastelei gebraucht. 6 mal 1,45 Meter = 8,70 Meter – hat also perfekt mit der Rolle hingehauen. Die Schienen (es sind jetzt Schienen, eigentlich ist’s ja eine 10-Meter-Verblendungsleiste) sind mit 1,5 mm recht dick, war schwierig sie mit der normalen Bastelschere zu schneiden, ging aber. Die Breite beträgt 7 cm. Sie kleben mit zwei Streifen vorgefertigten Klebebandes, die nur auf dem ersten Drittel der Breite angelegt sind. Also wiederum perfekt, so kann nichts an den Rollos klebenbleiben und sie beim Rollen verziehen. Das hier sind sie (Amazon-Link, knapp 30 Euro, es ist ein wirklich gutes Produkt).

Die Alternative wären drei neue Rollos gewesen, denn mit den Spalten rechts und links wollte ich nicht dauerhaft leben. Nein, es hätte keiner dadurch gelugt, aber es wäre theoretisch möglich gewesen. Nachts, wenn drinnen Licht an ist, habe ich mich als eingefleischter Höhlenmensch also immer ein klein wenig beobachtet gefühlt. Auch wenn das Quatsch ist – Gefühl ist nun mal Gefühl. Übertrieben, das weiß ich ja. Trotzdem ist’s so nun zu 100 Prozent Blickdicht. Von außen sieht man nichts, nur schwarz (hab’s getestet). Die Rollos besitzen nämlich eine Silberschicht auf der Außenseite, durch die absolut kein Licht dringt.

Nur mal ebkes schnell …

Achherrje, beim Blick zur Uhr war es ja schon 23:30 Uhr. Ich will ja nun nicht schludern mit dem Tagebuch, nicht wahr? Wenigstens ein paar Zeilen hinterlassen.

Schnellzusammenfassung des heutigen Tags:

– Um 6 ins Bettchen und gegen 12 schon wieder aufgestanden. Frühstück, anschließend ein Klönchen mit dem Nachbarn gehalten.

– Zur alten Wohnung gefahren und ein paar Kleinigkeiten geholt, u.a. 3 von 4 antiken Telefonen, die ich zu verkaufen beabsichtige. Und die klapprige nicht besonders schöne grüne Tiffany-Lampe, die ich eigentlich gar nicht mitnehmen wollte mitsamt einer künstlichen Pflanze fürs Bad, die ich großkotzend auch nie mitnehmen wollte Gerade eben schnell mit der Knipse ohne Stativ mal draufgehalten, weil gleich ja schon Mitternacht ist.

– Der Nachbar hat mir ein altes Sideboard geschenkt, dass genau unter ein Erkerfenster passt und nun mehr Stauraum für Kram bietet (ich beginne schon wieder zu verkramen *lach*).

– Über 4 Stunden am defekten Thunderbird, dem Mailprogramm, gesessen. Alle Mailkonten (7 an der Zahl) manuell neu angelegt, dabei versehentlich sämtliche persönlichen Ordner des Archivs gelöscht. Naja, E-Mails stehen heute, was die Wichtigkeit angeht, sowieso in der 2. Reihe.

– Im Schlafzimmer etwas mit dem Räumen begonnen, im Wohnzimmer „umdekoriert”, versehentlich den Holzbilderrahmen (auf dem Foto) samt darunter hängendem kleinen Glasrahmen mit Krach von der Wand befördert. Ein Stück Holz ist dabei abgesprungen, hatte aber Holzleim in der Bastelschublade, jetzt hat er halt antike Narben bekommen.

– Eben schnell zum Kühlschrank nach Edeka gelaufen (Käse und Pizza Funghi) und schon beginnt in ein paar Minuten der neue Tag.

Hoffentlich hattest du ein wenig mehr Ruhe heute. Die nächsten Nächte bin ich wieder arbeiten. Die letzten 3 Wochen brechen an, bevor damit ganz Schluss sein wird.

Alles Käse

Dasselbe wie gestern: guten Morgen um halb 6 Uhr. Frühaufsteher. Gleich ist’s schon halb 7, Frühstück liegt auch hinter mir, und vor 10 Minuten war ich ebkes schnell an meinem neuen Kühlschrank bei Edeka und holte noch eine Käseecke, denn die gestrige werde ich im Laufe der Nacht verputzen. Im Moment befinde ich mich echt auf einem Gouda-Trip. Täglich (auf den Tag verteilt) 450 Gramm. Das sind aber „nur” 1.620 Kilokalorien. Naja, Brötchen oder Toastbrot dazu, dann gelangt man schnell zum Optimum, zu welchem die EU ihren Bürgern rät, von 2.000 Kilokalorien pro Tag. Mir ist das allerdings genauso wumpe wie augenscheinlich auch Ricarda Lang. Und ich „darf” das sowieso, da in der kommenden Nacht wieder zwischen 25 und 30 Kilometer Wegstrecke auf mich warten.

Um 7 Uhr (19 Uhr) kommt kurz noch Besuch, somit ist justamente keine Zeit für weitere Ernährungs-Weisheiten in der Vorweihnachtszeit. Wiederum: Gehab dich wohl und bis morgen in diesem Theater.

Ruhe und Ordnung

Von wegen 3.000 mAh, Guillaume hat einen austauschbaren Akku mit „sagenhaften” 2.350 mAh, ein Kinderspielzeug, eine Smartwatch im Grunde genommen. Die chinesische Firma „Cubot” stellt tatsächlich auch Smartwatches her. Es ist das „J20” übrigens. Der Mini-Akku ist für meine Zwecke natürlich völlig ausreichend, für 56 Euro kann man sowieso nicht mehr erwarten.

Um Guillaume nun aber einzurichten, benötige ich noch ein paar Tage (was ja glücklicherweise nun kein Problem mehr darstellt), denn wenn du mich hier und jetzt sehen könntest, würdest du verstehen, weshalb da momentan nichts geht: ich sitze in einem Raum an einem kleinen Tisch. Der große Übereck-Schreibtisch ist schon abgebaut und steht zur Hälfte in der neuen Wohnung. Der Tisch vor mir ist vollgepackt mit Schreibtisch-Kram, 2 Monitoren und einem Tischrechner, diverse USB-Kabel, E-Dampfen, ein Ein-Schacht-Ladegerät für 2 Wechselakkus und ringsherum ist alles leer bzw. der Boden liegt voller „Kram-Müll”, der nicht weiter in meinem Dasein mitgeschleppt wird. Auch die Mini-SD-Karten sind nicht mehr hier, Guillaume hat nämlich 3 Steckplätze: 2 SIM-Karten und 1 SD-Kartenslot für maximal 128 GB. Letztere möchte ich erst einstecken, bevor die Einrichtung beginnt.

@Barbara hat mich aufgeklärt: ich wusste nicht, dass Bank-Apps mit dem Gerät verknüpft sind. Sicherheitsgedanken hin oder her, so etwas finde ich widersinnig, denn das Onlinebanking, das ich seit 1998 betreibe, hatte ja gerade deshalb seinen Sinn – und wurde anfangs auch genauso beworben – dass man flexibel sei und von jedem Rechner mit Internetzugang sein Banking betreiben könne. Die Sicherheit boten die Zugangsdaten, nicht aber eine IP-Adresse oder gar eine individuelle Gerätekennung. Naja, egal, wieder was im Alter gelernt.

Google sagt, die Sparkassen-App erlaube 2 Geräte, wobei das zweite per Briefpost registriert werden müsse. Für mein zweites, jetzt aber eigentlich überflüssig gewordenes Konto bei der DKB ist es nicht so einfach. Dort soll man zwar wohl ebenfalls ein Zweitgerät anmelden können, doch es funktioniere dann immer nur eines mit der App. Will man wechseln, habe man das vorher in den Einstellungen festzulegen. Nur denen des Hauptgeräts oder auch des Zweitgeräts? Das konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Mal schauen, ob und wenn, wie ich das einrichten werde. Kann auch sein, dass ich dieses Konto in Kürze wieder auflöse. Aber wie gesagt, dafür brauche ich Ruhe und wenigstens ein Minimum an Aufgeräumtheit und Ordnung. Zwar bin ich genetisch gegen Staub immun, doch Unordnung lässt mich verzweifeln: alles muss seinen einigermaßen festen Platz haben.

Inneres Ich: „Das sagt derjenige, der ein halbes Jahr lang seine kleine externe Festplatte in den heiligen Hallen erfolglos gesucht hatte.”

Jajaja, dann sagen wir so: alle Dinge des täglichen Gebrauchs müssen ordentlich verfügbar sein, nicht unbedingt „archivierte” Dinge, da vergesse ich tatsächlich, wohin ich sie gekramt habe. Der Wechseldatenträger lag beim Vorrat der Rosinen unter (!) den 500-Gramm-Päckchen, was ich erst bemerkte, als ich mal wieder Lust aufs Rosinenpicken bekam und ein neues Päckchen aus den Schrank genommen hatte. Ich meine, wer kommt denn darauf?

So, ich packe heute Nacht noch ein wenig weiter, wie gesagt, alles sehr geschmeidig. Das Film- und Serienarchiv ist auch nicht mehr hier, was ein bisschen schade ist. Aber ein kleiner externer DVD-Brenner liegt noch griffbereit in einem Karton (ja, den nehme ich mit, denn einen großen Player habe ich dann nicht mehr). Mal sehen, vielleicht schaue ich nachher damit eine DVD. Die bleiben hier in der alten Wohnung zurück. Ich betone, kein Mensch will DVDs aus der Sammlung haben, nicht einmal geschenkt (!). Irgendwie für mich immer noch unfassbar, denn ihr Zurücklassen als „Müll” kostet mich nach wie vor kolossale Überwindung. Tja, „The Times They Are Changin’”.

Zwischen-Tag

Habe gerade rund um die Uhr geschlafen. Traumlos, tief und fest. Der Körper holt sich halt schon beizeiten das zurück, was er haben möchte, ganz egal, was das dumme Gehirn dazu sagt. Ansonsten ist nichts geschehen heute. Ob irgendwo anders? Keine Ahnung, ich habe noch keine News gelesen. Es gibt aber eine kleine Anekdote von letzter Nacht – ist mir ein bisschen peinlich, ein Missgeschick während des Sturms. Mal gucken, schreibe ich vielleicht im Laufe der nächsten Stunden auf. Heute ist nämlich arbeitsfrei und ich rüsele und packe die halbe Nacht hier vor mich hin. In aller Ruhe ohne Hektik und Stress aber mit Muskelkater ohne Ende 🙂

Mister 50 Prozent

Boah, was bin ich körperlich am Ende! Von Anfang an totale Selbstüberschätzung – oder besser gesagt ging ich von meiner früheren normalen Leistungsfähigkeit aus, von der heute nur noch die Hälfte vorhanden zu sein scheint. Nein, nicht scheint, sondern ist. Mister 50 Prozent eben. Und ich rede hier nur vom Packen. Dazwischen immer wieder Nächte im Regen auf Arbeit verbringen, nur zwei bis vier Stunden anschließend Schlaf finden, dann wieder Termine wahrnehmen und weiter mit dem Aussortieren und Packen. Das seit knapp anderthalb Wochen. Nur einen Film zur Entspannung vorgestern. Hinzu gesellt sich die Aufregung und der Horror, das alles irgendwann wieder auspacken zu müssen. Aufbauen, einrichten, Löcher bohren, Halterungen anbringen, Vorhangstangen an die Wände schrauben, zuerst natürlich wieder auf der Leiter stehen und Löcher bohren. LKW mieten, Hilfe organisieren (mein unendlich großer Dank gilt jedem, der mitschleppen wird!). Das alles schlaucht ganz schön. In etwas über einer Woche wird nun so viel erledigt, für das ich mir anfangs zwei Monate Zeit eingeplant hatte. Es kam halt alles anders als gedacht.

Ja natürlich, die Freude lugt auch ständig im Hintergrund zwischen den Kartons hervor. Und bisher klappt alles ohne große Fehler (sieht man vom Pishing-Reinfall gestern einmal ab). Was mir aber fehlt, ist die emotionale Leichtigkeit, die ich von früheren Umzügen kenne. Zum ersten Mal organisiere ich alles ganz alleine, keine Partnerin wirbelt nebenher durchs Bild. Und ich bin alt geworden, oh, wie ich das dieser Tage merke! Trotz des enormen Abspeckens der Dinge, ist die Menge auch heute noch erstaunlich groß, real viel mehr als im Kopf gedacht (allein die Schreibtische werden ungeahnten Raum im kleinen LKW in Beschlag nehmen, ich weiß nicht, wie oft wir dieser Tage hin- und herfahren müssen). Mir tut der eigentlich regenerierte Fuß wieder weh, ach, überhaupt alle Knochen schmerzen.

Noch zwei Tage derart weiter, dann sind ein paar Tage Ruhe angesagt. Lampen von den Decken abschrauben, das sind erholsame Tätigkeiten im Vergleich. Den letzten Rest zusammenpacken. Mein Blechnapf mit Essgeschirr und mein Zudeckchen fürs Bett bildlich gesprochen. Das aber erst nächste Woche. Am letzten Tag dann der Hauptrechner. Mit ihm muss ich bis dahin noch einiges für die Firma arbeiten.

Jaja, du bemerkst sicher am Grundton des heutigen Eintrags, dass ich doch ziemlich erledigt bin. Gleich steht der nächste Termin an, dabei könnte ich umfallen wie ein abgeschlagener Baum und schlafen, da würde selbst Dornröschen vor Neid erblassen. Auch ich beneide die Menschen, diejenigen, die tagein, tagaus mit federnder Leichtigkeit durchs Leben gehen. Welch ein wunderbares Geschenk! Meinereiner quält sich wie ein Wurm in der Erde durch die kommenden Tage. Und dann dieses miserable nasskalte Wetter immerzu. Habe neulich irgendwo gelesen, der Oktober sei zu warm und zu nass. Zu warm? Ich kann die Klimaapostel einfach nicht mehr ernst nehmen.

Trotz allem wünsche ich dir warmen Herzens einen angenehmen Novemberstart. Liest sich kitschig, ist aber ernst gemeint.