Eine leichte Ahnung von Kritik am Mainstream

Mir geht die Freilassung der israelischen Geiseln und der ausschließlich von Donald Trump erreichte Frieden in Nahost auch heute nicht aus dem Sinn. Ich empfinde so eine große Freude. Gleichzeitig beobachte ich an mir, wie sehr meine Abscheu auf die deutsche Regierung, auf Friedrich Merz und aufs ZDF mit seiner unerträglichen Dunja Hayali, die Israel als gleich böse wie die Hamas darstellt (neben der dümmlich zustimmend nickenden Eva-Maria Lempke), beinahe stündlich anwächst. Deshalb kann ich jetzt gar nicht im Detail darauf eingehen oder erklären, was daran einfach nur falsch ist. Wenn noch dazu unser Großmaul davon spricht, immer und uneingeschränkt an der Seite Israels gestanden zu haben und wenn ausgerechnet die Baerbock erzählt, sie habe im Vorfeld über Jahre auf diesen Frieden hingearbeitet, dann bleibt mir angesichts deren Unverfrorenheit glatt die Spucke weg. Würde ich also schreiben, was ich von diesen Figuren halte, müsste ich mich selber gleich mehrerer übler Beleidigungen bezichtigen. Der einzige, der das öffentlich sagen kann, ist Donad Trump: Bei der Abschlussrede in Ägypten, als im Hintergrund sämtliche EU-Politiker, die ihm auf dem Weg zum Frieden Steine in den Weg gelegt hatten (inklusive Merz), aufgereiht auf der Bühne standen, sagte Trump, er wisse auch nicht, warum diese Leute hier überhaupt stehen. Mit anderen Worten, sie haben rein gar nichts mit seinem erreichten Frieden zu tun. „Aber morgen werden sie sehr berühmt sein”, so Trump.

Dummerweise sehen wir an der Kommunalwahl in NRW und wie durch ein Vergrößerungsglas besonders an dem Bürgerentscheid vom Wochenende in Hamburg, dass die Mehrheit der Deutschen genauso dumm und irre ist, wie unsere Politiker und Hauptmedien. Würde ich dazu dann auch noch meinen Senf geben, wäre „Stadler und Waldorf” die reinste Harmonieveranstaltung.

Quintessenz: Nach wie vor blende ich heute und wohl auch weiterhin in den nächsten Tagen die Politik in Deutschland komplett aus und freue mich einfach nur mit Israel.

Ein positives Treffen von Trump und Putin

Gewiss können Putin und Trump nicht einfach auf einen Knopf drücken und schon herrscht Frieden in der Ukraine, doch sie versicherten sich nach dem Ende ihres Treffens auf einer abschließenden gemeinsamen Pressekonferenz nachts gegen 1 Uhr MEZ neben der freundschaftlichen Gefühle füreinander auch der Wichtigkeit zukünftiger Zusammenarbeit beider Länder auf allen Gebieten. Dabei betonten beide die Fortschritte und die Übereinstimmung in fast allen Punkten für den nahen Frieden. Ein paar wenige Differenzen seien noch zu klären, doch beide seien zuversichtlich, diese binnen Kürze auch noch abzuarbeiten. Putin scherzte, das nächste Treffen werde dann in Moskau stattfinden.

Was genau im Wortlaut jeder sprach, das kannst du heute überall nachlesen. Insbesondere stellte Putin die Notwendigkeit für beide Nationen in den Vordergrund, wirtschaftlich und technologisch wieder zusammenzuarbeiten. Also das Ende sämtlicher Sanktionen gegen Russland befindet sich genauso in Sichtweite wie der tatsächliche Friede.

Jetzt ist es kurz vor 2 Uhr und ich stelle mir den heutigen Tag vor: Natürlich werden im Laufe des Tages in Deutschland und Europa die Skeptiker und Bedenkenträger alles mögliche in den Aussagen der beiden Männer zu lesen glauben. Vor allen Dingen die Kriegstreiber und Russlandhasser der deutschen Politik und unserer Mainstreammedien werden aus ihren Löchern kriechen und dieses Treffen schlechtreden und niederschreiben. Wer allerdings Geschäfte mit Russland macht oder wer künftig wirtschaftlich mit Russland zusammenarbeiten möchte, sollte ab heute seine Vorbereitungen treffen und damit beginnen, Gespräche zu führen, denn wir befinden uns tatsächlich gerade am Vorabend eines Friedens in Europa. Diese beiden starken Männer wollen ihn und sind in der Lage, allen Widerständen zu trotzen. Die Körpersprache sowie die gesamte Aura, die ihr Treffen umgab, lassen keinen Zweifel daran, dass beide fest entschlossen für den Frieden sind. Ein persönlicher Rat an den Außenpolitiker Merz: Ich würde mich ihnen dabei lieber nicht in den Weg stellen.

Warten auf den Frieden | Nazi-Adler

19 Uhr: Alle warten gespannt auf Trump und Putin, die sich in zweieinhalb Stunden treffen werden. Wir könnten uns gerade am Vorabend des Friedens in Europa befinden.

Bis dahin ist es schwer, den Verfassungsschutz Brandenburg und sein Hochstufungsverfahren der AfD als rechtsextreme Partei zu übersehen. Nein, sogar den Begriff einer Partei will man der AfD nicht mehr zugestehen, sie sei ein Fanclub oder etwas Ähnliches. Den Vogel abgeschossen im wortwörtlichen Sinne hat der Verfassungsschutz allerdings mit seiner Beobachtung, dass beim AfD-Politiker, Herrn Hohloch, auf dem Schreibtisch neben einem eingerahmten Foto seiner Frau auch ein Porzellan-Adler stehe, mit dessen Darstellungsweise der Politiker ikonografisch eine NS-Ästhetik vermittle und damit insgesamt die Nähe zum geschichtsrevisionistischem Milieu zeige. Hier nachzulesen.

Was sind das für Leute beim Verfassungsschutz? Ich meine, wer dermaßen intellektuell versagt, wird im Normalfall eigentlich stationär eingewiesen, sieht er doch überall um sich herum bedrohliche Nazi-Tiere wie Schäferhunde oder majestätisch wirkende Adler – nicht zuletzt in ikonischer Pracht und Größe an der Wand im Deutschen Bundestag (mit Dank für diesen Hinweis an einen unbekannten Kommentator bei „NiUS”).

Dass die Bevölkerung mittlerweile den Verfassungsschutz auslacht und ihn längst in seinem Tun als NGO-artige und weisungsgebundene Vorfeldorganisation der Linken versteht, ist das eine, das andere ist aber der Schaden, den diese Behörde dem Ansehen des Landes verursacht. Wurden die Mitarbeiter mittlerweile komplett durch picklige Gymnasiasten ausgetauscht, die ihre pubertären Fantasien fortan dort ausleben können? Es ist höchste Zeit, den Verfassungsschutz abzuschaffen.

So, das dazu. Und jetzt: Warten auf Trump und Putin …

Ernten, zubereiten und kochen in Harmonie

Heute und morgen finden meine letzten Arbeitsnächte statt. Um wieder in den Nachtmodus zu gelangen, habe ich genau was letzte Nacht gemacht?

Ich habe neue Doku-Soaps entdeckt. Aber ganz andere als bisher. Pro YouTube-Video dreieinhalb Stunden lang nur ernten, zubereiten, kochen, ernten zubereiten, kochen, ernten zubereiten, kochen, ernten zubereiten kochen – nix anneres 🙂 Im Hintergrund spielt Entspannungsmusik. Böse Zungen sprechen hierbei von kitschigem Geklimper, nein, dem widerspreche ich entschieden, denn kitschiges Geklimper halte ich keine 10 Minuten aus, mit den „Ernte-Zubereitungs- und Koch-Videos” habe ich aber 10 Stunden verbracht, und mir ging es seelisch richtig gut dabei. Obacht, Suchtfaktor 10.

Allerdings sind die Aufnahmen auch ohne jede erklärende Sprache; was da also geerntet, zubereitet und gekocht wird, das bleibt für die Zuschauer (für mich sowieso) größtenteils ein Buch mit sieben Siegeln.

Und ja, früher haben alte Leute Heintje gehört und die Schwarzwaldklinik geschaut. Ich habe sie deswegen voller jugendlicher Arroganz ausgelacht. Deshalb macht es mir auch nichts aus, falls du mich wegen der „Ernte-Zubereitungs- und Kochvideos” auslachst. Ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie das zu werten ist 😉

Achja, nach den 10 Stunden habe ich noch nicht herausbekommen, aus welchem asiatischen Land die Doku-Soaps stammen. Ich verstehe die asiatische Sprache nicht, die im Hintergrund oder manchmal nebenher gesprochen wird. Wahrscheinlich ist es ebenfalls Vietnam, denn Google sagt, dass der Name „Lam Anh”, unter dem die Videos firmieren, ein vietnamesischer Name sei. Es könnte landschaftlich, kulturell und kulinarisch aber genauso gut China, Kambodscha, Laos oder Myanmar sein, denke ich, jedenfalls tropisch, bei dem, was da so alles wächst und gedeiht. Vielleicht ist in einem späteren Video irgendwo im Bild mal eine Flagge zu sehen, doch bisher fand die Handlung des Erntens, Zubereitens und Kochens fast ausschließlich in und um einem Haus herum statt.

Die Protagonistin ist ein Mädchen, das (für die Produktion zumindest) mit ihrem Vater und zwei kleinen Kindern sowie zwei Hundewelpen, die im Laufe der Episoden zu tollen Hunden heranwachsen, zusammenlebt und für die sie erntet, zubereitet und kocht. Es ist nur die Spur der Moderne zu erkennen; es gibt weder E-Herd, noch Smartphones, aber ein elektrischer Mixer ist als Zugeständnis an die technische Arbeitserleichterung vorhanden. Zwei stets ausgeschaltete Fernsehapparate aus den 1960er/1970er Jahren erinnern zudem an eine unselige Vergangenheit, in der das Flimmern dieser Geräte im Mittelpunkt des sozialen Gefüges stand. Die Produktion ist deutlich hochwertiger als bei den anderen Doku-Soaps, die ich verlinkt hatte. Perfekt ausgeleuchtet, auf jede Kleinigkeit wurde geachtet, eine ausgewogene Bildsprache ist zu sehen, die aufmerksame Regie verfolgt das Geschehen akribisch und ein gelungener Schnitt fügt alles zu ähnlich detailreichen Bildern zusammen, wie wir es oft auf den Gemälden der alten Meister bestaunen. Die große Überschrift oder die Klammer, die alle Videos umgibt, könnte Harmonie heißen.

So, 7 Uhr ist es, ich gehe jetzt ins Bettchen, damit ich für die vielleicht sogar letzten Dienstnächte meines Lebens fit sein werde. Wobei ich als Aushilfe wahrscheinlich bis ins hohe Rentenalter werde arbeiten müssen. Aber die Rentnerzeit ist noch nicht angebrochen, denn wir wurden ja alle betrogen, nicht wahr? Unser Leben lang hieß es „Rente mit 65”, oops, plötzlich sind daraus 67 Jahre geworden.

2-Punkte-Tag: 1. Frieden in Nahost | 2. Spinnen-Albtraum

1. Also Präsident Trump gehört definitiv der Friedensnobelpreis verliehen. Er wird ihn natürlich wohl nicht bekommen, und daran sieht man, wie viel dieser Preis seit Obama im Grunde Wert ist. Was den „Regime-Change” betrifft, so ist er auf den Weg gebracht und kann sowieso nur von innen kommen. 90 Millionen Iraner leben seit knapp zwei Wochen ohne Internet, TV oder Radio, sie sind noch völlig abgeschnitten von allen Informationen. Wir werden sehen, wie schnell sich eine Dynamik entwickeln wird, sobald der Informationsfluss wieder hergestellt ist. Die Führung der religiösen Fanatiker wurde zum großen Teil kopflos und ist stark geschwächt worden. In Wochen oder wenigen Monaten beginnt es in der iranischen Gesellschaft gewaltig zu rumoren; aber egal was folgt, es kann nur besser werden als jetzt.

2. Als ich gestern von der Arbeit zu Hause ankam und die Haustür aufgeschlossen hatte, huschte eine fette aber ungeheuer schnelle Kellerspinne mit in den Hausflur. Normalerweise trete ich sie sofort tot, denn Kellerspinnen können überall leben, nur nicht unter dem gemeinsamen Dach. Nunja, ich ließ sie trotzdem großmütig in Ruhe und betrat meine Wohnung. Die liegt im Erdgeschoss. Also sprühte ich in Bodenhöhe an der Türritze vorsorglich Insektenspray, falls das Vieh auf die Idee kommen sollte … Lange Rede, kurzer Sinn, später kam ein Albtraum:

Es fiel etwas auf meinen Kopf. Ich wischte es herunter. Das waren – wie ekelhaft! – drei oder vier Kellerspinnen. Sie blieben auch noch an der Hand kleben wie Kletten. Sie krallten sich um meine Finger und bissen sich wie Blutegel in meine Hand fest. Es tat zwar nicht weh, war aber schrecklich unangenehm. Fies. Ich musste sie einzeln mit der anderen Hand entfernen. War eine weg, war sie plötzlich wieder da. Langsam stieg Panik in mir auf. Dabei muss ich ziemlich robust in der Realität mit meinen Armen um mich geschlagen haben, denn genau das war der Grund für mein Aufwachen. Da siehste mal: So was kommt von so was her.

Lasst Bilder sprechen

Guten Morgen um 20:45 Uhr 🙂 Was liegt heute an? Soll ich beim Frühstück die News lesen oder doch lieber erst abwarten, um mich gegen Mittag den Ereignissen in der Welt zu stellen? Mittag bedeutet heute aber wieder die Datumsgrenze hier im Tagebuch. Na, schaun wir mal. Derweil vergnüge ich mich mit einem neuen dreieinhalbstündigen Video aus Vietnam „meine kleine Farm”. Gab’s da nicht mal eine uralte TV-Serie gleichnamigen Titels?

Inneres Ich: „Nee, die hieß unsere kleine Farm‘. Und was du meinst, heißt „My Peaceful Life – Daily Farm.”

Achso, irgendwie trotzdem dasselbe, nicht wahr?

Inneres Ich: „Fast. Heute ist’s ehrlicher, wird doch auf akustische Sprache weitgehend verzichtet.”

Stimmt. Lasst wieder Bilder sprechen! Den Rest denken wir uns schon dazu. Wäre das nicht ein prima Rezept für ARD und ZDF? Die Nachrichtensendungen allesamt auf Vietnamesisch ohne Untertitel?

Gefallene Engel

Cool! Absolut toll, wie schnell „Harlekin” reagiert. Kaum hat Bundeskanzler Scholz das halbe Land derb beleidigt, folgt per Newsletter-Versand prompt die ihm geistig haushoch überlegene und humorvolle Antwort intelligenter Designerinnen und Designer. Der „Harlekin” schrieb dazu:

 

 

„TACH AUCH!

OLAF WILL’S WISSEN!

Der deutsche SPD-Kanzler Scholz beleidigte am 18.08. Friedensaktivisten in München wie folgt:

‚Und die, die hier mit Friedenstauben rumlaufen, sind deshalb vielleicht gefallene Engel, die aus der Hölle kommen …‘

Soso.

‚Der Krieg darf kein Mittel der Politik sein. Es geht darum, die Kriege abzuschaffen, nicht nur sie zu begrenzen.‘ Sagte übrigens ein anderer Kanzler der SPD, Friedensnobelpreisträger Willy Brandt.

Und Helmut Schmidt, ebenfalls SPD-Bundeskanzler: ‚Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute schießen!‘

Vielleicht sollten wir Olaf, den besten Bundeskanzler, den Amerika je hatte, zukünftig überall mit seinem eigenen Zitat begrüßen?!”

 

Von einer bunten Welt

In der Medizin gibt es so ungeheure Fortschritte, die einen den Mund vor lauter Staunen offenstehen lässt. Seit ein paar Jahren arbeitet sie sich in den Nano-Bereich vor, der Fantasie sind hier keine Grenzen mehr gesetzt. Auch aus der genetischen Forschung sind bereits allerhand praktische Anwendungen hervor gegangen, die noch vor kurzer Zeit als Science Fiction bezeichnet worden wären. Die Menschheit kann mittlerweile an Viren basteln, sogar künstliche Viren bauen, obwohl sie kein Mensch je zu Gesicht bekommt.

Da all dies (und noch viel mehr jetzt ungenanntes) heute bereits möglich ist, frage ich mich, was uns als Menschheit eigentlich davon abhält, die Pigmente unserer Haut, der Augen und Haare gleichfalls zu verändern? Und zwar in alle gewünschten Farben.

Dies sei nicht möglich, so wird einem sofort geantwortet. Ja, klar, jetzt im Augenblick ist das nicht möglich. Es besteht schließlich kaum ein Interesse daran, auf diesem Gebiet großartig und teuer zu forschen. Graue Haare lassen sich mit geringem Aufwand färben, niemand würde daher eine Milliardenforschung auf diesem Gebiet finanzieren.

Wie viel gewönne aber eine globale Gesellschaft, wenn es keine Rassenprobleme aufgrund des Aussehens von Haut, Augen und Haaren mehr gäbe? Wenn jeder Mensch seine Farben individuell aussuchen könnte? Noch dazu wechseln könnte? Wie viel materieller Wohlstand würde dadurch geschaffen werden? Wenn sämtliche Destruktivität aufgrund von angeborenen Unterschieden nicht mehr vorhanden wäre und alle Kraft dem gemeinsamen Ziel einer prosperierenden Gesellschaft in individuellen Farben zur Verfügung stünde? Dann wäre sogar der wirtschaftliche materielle Gewinn kaum in Zahlen zu messen, so groß wäre er. Auf allen denkbaren Ebenen wäre diese neue bunte Welt der heutigen haushoch überlegen.

Genau das war mein Traum letzte Nacht. Zuerst schafften es die Mediziner, dunkle und helle Haut durch Gentechnik zu erzeugen, was im Traum bereits in der Vergangenheit lag und als medizinische Sensation gefeiert worden war. Danach setzten die logischen Schritte der Weiterentwicklungen ein und durch genetische Eingriffe ließen sich die Farben von Augen und Haut von dunkel nach hell und umgekehrt innerhalb eines Jahrzehnts verändern. Am Ende dieser Entwicklung war es dann möglich geworden, binnen Jahresfrist alle für uns sichtbaren Farben zu erzeugen.

Unter diesen Voraussetzungen kamen im Traum plötzlich ein Autor sowie ein Regisseur daher und fragten mich, ob ich vielleicht einen finanzkräftigen Produzenten kennen würde, denn sie hatten die Idee eines Films über Utopia, über die positive bunte Welt der Zukunft.

Während meiner Überlegungen, mangels finanzstarker Kontakte eventuell ein Darlehen aufzunehmen und selber zu einem solchen Produzenten zu werden, erwachte ich aus dem Traum. Der neue Tag begann – aber nicht wie üblich im Einheitsgrau, sondern überall entdeckte ich die Buntheit des Daseins. Ich sah aus dem Fenster den Buntspecht an der Fütterungsstation und im Garten auf der Wiese den Hund „Bo”, einen schwarzen Berner-Sennen-Mix mit vierfarbigen Beinen und bunten Streifen auf dem Rücken. Ich schaute hinüber zu den wild wuchernden Sträuchern, wie sie in allen bunten Farben im Wind wehten, sah gelbe und blaue Baustämme, deren grünes Laub wie prächtige Gewänder wirkten und nahm bunte Insekten wahr, die mich faszinierten. Auf dem Weg zum Haus fuhr gerade der Postbote mit seinem gelben Auto vor, ich winkte ihm zum Gruß und es stieg ein blauer Mann aus dem Wagen, der meiner Großnichte ein Päckchen überreichte, das ihr Gesicht in glitzernden „Klein-Mädchen-Prinzessinnenfarben” erstrahlen ließ. Die Welt war plötzlich bunt. Auch ohne LSD. Real.

Und nochmals erwachte ich aus dem Traum. Es war ein Traum im Traum. Da begriff ich, dass der beabsichtigte Film bereits im Archiv meines Kopfes vorhanden ist. Ich selber war dessen Autor, Regisseur und Produzent in einer Person. Man sieht, was man sehen will. So einfach ist das Leben in einer bunten Welt.

Na? Als kleine Anregung deiner Fantasie für heute okay? Bitteschön und immer wieder gerne.

Alina Lipp: „Donbass – Auf der Suche nach der Wahrheit”

Selber denken. Die Art und Weise, in der die Vloggerin Alina Lipp hierzulande diffamiert wird, kommentiere ich mit keinem Wort. Schon vor ungefähr zwei Jahren wollte ich darüber schreiben, da begann die Hetze gegen sie bereits. Ich habe es trotzdem sein lassen, da es nichts bringt. Alina Lipp wurde von YouTube und den sozialen Medien natürlich längst gecancelt und in den Mainstreammedien wird mittlerweile über sie gehetzt und gelogen, wie dies kaum über jemand anderen geschieht. Sie wurde zur Zielscheibe für all den Russen-Hass im Lande.

Warum das so ist, ist mir nicht ganz klar. Liegt es vielleicht daran, dass sie eine telegene, sich eloquent ausdrückende junge Frau ist? Frauen, die gut aussehen und klüger sind als viele andere Menschen, die sich noch dazu mit Politik beschäftigen, galten seit jeher als Hassobjekte – seltsamerweise bei Männern und Frauen gleichermaßen. Man denke nur an die Hexenverbrennungen vergangener finsterer Zeiten. Man könnte hier aber auch Alice Schwarzer nennen, ebenso über Jahrzehnte ein Hassobjekt breiter Bevölkerungsschichten (erinnert sich noch jemand an ihren Auftritt mit Verena Pooth im Jahre 2001 bei Kerner, als es eben statt um Inhalte ums Aussehen ging?). Oder liegt es daran, dass Alina Lipp für jeden ersichtlich authentische Reportagen von den Menschen vor Ort anfertigt, in denen das Gezeigte der Wahrheit bedrohlich nahe kommt? Bedrohlich deshalb, da sie durch ihr Tun das Feindbild des bösen Russen zum Einsturz bringt. Oder liegt es einfach daran, dass sie als eine Nicht-Journalistin dennoch eine solch qualitativ hochwertige Arbeit abliefert, dass so mancher Journalist schlichtweg vor Neid erblasst?

Um sich ein objektives Bild zu machen – egal wovon – muss man immer alle Seiten anhören. Wer nur die Propaganda der einen oder der anderen Seite nachplappert, macht sich zum nützlichen Idioten der Hintermänner, die es in jedem Krieg gibt. Deshalb verlinke ich heute Alina Lipps Dokumentation über den Donbass. Sie ist in drei Teile von je ca. 45 Minuten Länge aufgeteilt. Und sie ist NICHT verboten:

Krieg

Zuvor ein Disclaimer, so etwas muss man ja heutzutage bei jeder Gelegenheit einfügen: Also nein, ich mache mich nicht über den Krieg lustig. Krieg ist furchtbar, unnötig und beinhaltet neben dem Tod nur noch die Kapitulation der Diplomatie. Die zivilen Opfer sterben ohne jeden Sinn für Dinge, die in ihren Leben bedeutungslos gewesen wären. 1.000 Jahre später und keiner weiß mehr, wofür es diesen Krieg überhaupt gegeben hat; 500 Jahre später und man macht sich auf Mittelalter-Festen einen Spaß aus den damaligen Schlachten; 100 Jahre später und kaum ein Mensch versteht z.B. die Gesellschaft des Kaiserreichs mehr.

Zeitlos bleibt aber der sarkastische Humor etwa von Jaroslav Hašek, der seine Romanfigur, den braven Soldaten Schwejk sagen lässt, dass er nun mal keine große Lust verspüre, für den Herrn Kaiser und seine Familie in die Schlacht zu ziehen. Wer so etwas vor 120 Jahren sagte, galt als Vaterlandsverräter, wurde gecancelt und bestraft und landete nicht selten dafür im Gefängnis. Heute gehören die Schwejk-Episoden zur Weltliteratur.

Bei all dem Leid kann ich deshalb auch den sarkastischen Humor russischer Soldaten gut verstehen, wenn sie ein ums andere Mal die Panzer aus westlicher Produktion stilllegen. „Und hier ist der gelobte ‚Leopard‘ […] So furchteinflößend ist diese Technik auch wieder nicht […] Das sind jetzt unsere Trophäen” (zum Videoausschnitt).

US-Bradleys und deutsche Leoparden fallen derzeit reihenweise in die Hände der russischen Soldaten. Entweder werden sie zerstört oder deren Besatzungen verlassen panikartig die rollenden Festungen und lassen sie sogar mit laufenden Motoren zurück. Ein einziger Leopard kostet, je nach Modell und Ausführung, zwischen 3 und 7 Millionen Euro. Was könnte man mit den Hunderten Milliarden Euro für enorme humanitäre Hilfe leisten! Stattdessen werden die Kassen der Kriegsgewinnler gut gefüllt und den normalen Menschen bleibt wie immer nur das Sterben in all dem Dreck und Elend.

Und was macht die Religion? Das Christentum? Es schüttet Öl ins Feuer und fordert noch mehr noch schlimmere Waffen. Wir erlebten gerade erst auf dem evangelischen Kirchentag die Bankrotterklärung der Christen, den Abgesang des Neuen Testaments, den Jubel der Massen beim neuerlichen Ans-Kreuz-Nageln von Jesus Christus.

Humor ist das einzige, was einen vor der schieren Verzweiflung bewahrt. Ob Schwejk oder M*A*S*H. Wie hieß es noch vor wenigen Monaten in den heimischen Medien? Den Russen fehle es für ihre Militärtechnologie, ja sogar für ihre Waschmaschinen an westlichen Computer-Chips; heute können sie jene aus den Leoparden nehmen und sie in ihre Waschmaschinen einbauen.

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Nachtrag: Achtung, Humor!

Er hat mit dem Frieden gedroht

Ex-Präsident Trump sagt, er wolle den 3. Weltkrieg verhindern und werde als zukünftiger Präsident sofort den Ukraine-Krieg beenden. Was schreiben deutsche Leitmedien dazu? Ich war bass erstaunt, denn so etwas hätte es bis vor Kurzem wirklich nicht gegeben. Das „Handelsblatt” titelt zum Beispiel, so man denn die Intention des längeren Titels zusammenfasst (in einem Bezahlartikel, in dem eh nur gegen Trump gegiftet wird und den man sich folglich sparen kann): Trump droht mit Frieden.

Unfassbar, wie sich die mediale Welt in wenigen Monaten um 180 Grad gedreht hat.

1984: Krieg ist Frieden. Man hat George Orwell bislang belächelt als einen dystopischen Science-Fiction-Autor. Manche haben vielleicht gewarnt, dass es mal so weit kommen könne, aber dass wir uns bereits mittendrin in der „Orwellschen Umkehrung” der Begrifflichkeiten und des Denkens befinden – und dass es keinen Aufschrei deswegen gibt, das ist erschreckend.

Ich lass die News deshalb für heute lieber links liegen und widme mich einer neuen Serie: „Kindred*, ein 8-Teiler mit einer vielversprechenden Geschichte. Ein bisschen Mysik, etwas Historie, ein Krimi – von allem etwas, für jeden etwas. Mal gucken, ob auch etwas dran ist. Ich werde dann wohl morgen berichten.

Bis dahin, gehab dich wohl.

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* Nachtrag: O mein Gott! „Kindred” ist eine B-Produktion, etwas, mit dem man Menschen foltern kann. Serien-Beschreibungen hören sich mitunter ja ganz interessant an, die 1. Episode war auch gut anzusehen, doch ab der 4. war Schluss, denn eine solche billig produzierte Serie nach Art südamerikanischer Telenovelas tut einfach nur weh. Also vergiss diesen TV-Tipp. Beim nächsten Tipp gucke ich mir mindestens die Hälfte erst mal selber an.

Frieden geht nur übers Portemonnaie

Erster Eindruck: Nunja, dass die regierungsfreundlichen links-grünen Medien aus den 50.000 Teilnehmern der Demo 13.000 machen, wundert mich seit den „Corona-Demos” nicht mehr. Es ist fast wie in der Endphase der damaligen DDR: man konnte den öffentlichen Verlautbarungen über die Zahlen an den Montags-Demos getrost ¾ hinzuzählen und kam dann der Wirklichkeit näher. Trotzdem: auch 50.000 Menschen, die zwar sehr viele sind, sind keine 500.000 wie im Bonner Hofgarten. Dazu dann die repräsentative Umfrage von Boris Reitschuster bei INSA, und es wird schnell klar, dass eine Mehrheit nach wie vor nach Krieg brüllt (den aber bitte andere für sie auszufechten haben).

Wenn ich etwas Positives daran erkenne, dann ist es der Unterschied zur Zeit vor dem 1. Weltkrieg, als locker 95 % der Bevölkerung nach Krieg geschrien hatte. Etwas weniger als die Hälfte der Leute will ihn eben nicht – und das ist schon eine gewichtige Menge. Sie wird ganz sicher in den nächsten Jahren noch kräftig ansteigen, nämlich dann, wenn sich die Gemengelage in Asien zuspitzt und die Auswirkungen der Sanktionspolitik für jeden deutlich spürbar werden. Frieden geht halt auch nur übers Portemonnaie.