Mittelalterhemd XXL

Guck: Vor einer halben Stunde ist das Mittelalter-Hemd angekommen. Es ist die Lieferung der Bestellung 2.0 sozusagen, denn die Größe „L” des vorgestern gelieferten war tatsächlich eine chinesische Größenangabe und entsprach eher dem europäischen „XS”. Das jetzige Hemd trägt ein „XXL” auf dem Etikett und ist meines Erachtens gerade mal ein echtes „L”. Für kräftige oder breitschultrige und muskulöse Männer oder für Brunhildes des eher „germanischen Bio-Styls” mit ordentlich Holz vor der Hütte wäre diese nunmehr größte lieferbare Größe des Herstellers immer noch deutlich zu klein bzw. zu eng. Allerdings für Hänflinge wie mich mit einem noch gerade so vertretbaren Bauch (ist grenzwertig, ich weiß) oder für Leute eines eher asiatischen Phänotyps, also feingliedrige bis zerbrechlich wirkende Zeitgenossen, ist dieses dünne grobgewebte Sommerhemd natürlich großartig.

Es war ja für unter 20 Euro erhältlich; ich denke, für die Mehrzahl der angebotenen Hemden dieser Art mit normalen Preisen ab 25/30 Euro bekommt man auch zutreffendere Größen. Und ich? Klick aufs Foto, Glück gehabt, würde ich sagen.

Schokoladenmischung – Gelungenes Finale

Sensationell lecker! Blockschokolade mit löslichem Kaffee und alten Rosinen in leichte Form gebracht. An was es liegt, dass die Schokolade nach dem Aushärten solch ein wunderbares Camouflage-Muster bekommen hat, weiß ich nicht. Vielleicht durch die Grissel des Instant-Kaffees? Die Oberfläche ist nicht rau, sondern spiegelglatt, deshalb mal ein paar mehr Fotos (bis auf Fingerabdrücke natürlich) in der Hoffnung, dass es erkennbar wird. Demnach können es eigentlich auch keine Lufteinschlüsse oder ähnliches sein. Klick auf ein Bild = 1.200 Pixel-Auflösung. [Edit: Nachträgliche Erklärung]

Wer, wie ich, Rosinen mag, kann hier nicht widerstehen, denn – tja, herrlichen Geschmack mit Worten zu beschreiben, also eine Mischung aus süßer Schokolade (wiederum eine Mischung aus zartbitter und Vollmilchschokolade), herben Kaffee und weichen Rosinen, naja, zumindest ich vermag so etwas nicht in Worte zu kleiden. Es ist ein „haptisches” Erlebnis (durch die Rosinen, die nicht gänzlich trocken sind) wie auch ein geschmackliches, das die gesamte Zunge und anschließend den Mundraum ausfüllt und dabei leicht variiert. Also kein neuer Geschmack als Einheit, viel eher ein Schokoladengeschmack mit vielen überraschenden Nuancen. Es wird Zeit fürs Geschmacks-Internet 🙂

1. Versuch – fertig

14:30 Uhr. Guck, fertig 🙂 Die weißen Grissel bin ich selber Schuld, da ich dachte, pinsele mal ein bisschen Rama auf die Form, dann löst sie sich vielleicht besser. War überflüssig, denn auch ohne Fett löst sich die Form perfekt.

Gleich schmelze ich die nächsten Täfelchen. Habe extra vorhin Alufolie gekauft, um sie anschießend schön (falls ich mich anstrenge) zu verpacken.

Im Kühlschrank ins Gefrierfach gelegt. Die nächsten werde ich bei Raumtemperatur aushärten lassen.

Hammer-Kommentar zur Wahl

Aus der Seele gesprochen. Über die gestrige Wahl brauche ich gar nichts zu schreiben, denn Julian Reichelt macht es für die meisten Leute im Land und für mich ebenso. Jeder Satz von ihm ein Hammerschlag der Realität.

Sorry, das musste heute zwischen Tür und Angel einfach sein. Derweil mache ich mich fertig zur Nachtschicht. Nun aber wirklich bis Dienstag 🙂

Gute Nachrichten aus Israel

Vier seit dem 7. Oktober letzten Jahres verschleppte Geiseln wurden von den israelischen Streitkräften befreit. Und zwar in einer gemeinsamen Operation vom israelischen Geheimdienst, der Polizei und der Armee. Durchgeführt wurde sie gleich an zwei verschiedenen Orten. Eine logistische Glanzleistung. Einzelheiten der Befreiungsaktion sind naturgemäß bisher nicht bekannt, da noch weitere 120 Geiseln von der Hamas festgehalten werden. Hier zum ausführlichen Bericht bei „Tichys”.

Es wäre eine gute Idee, unsere Sicherheitsbehörden durch die Israelis ausbilden oder fortbilden zu lassen, denn deren Kompetenz und Erfahrung, gerade in dicht besiedelten Gebieten effektiv vorzugehen und während höchster Terrorgefahr unter größtmöglicher Vermeidung ziviler Opfer den Bürgern Schutz zu gewähren, ist wahrscheinlich einmalig auf der Welt. Deutschland wäre doch dumm, wenn es von dem israelischen Erfahrungsschatz nicht profitieren wollte, denn dass die Terrorgefahr auch hierzulande stetig wächst, steht nun mal außer Frage.

Jedenfalls ist heute ein Tag der Freude über die Geiselbefreiung. Hoffentlich werden die Vier ihre traumatischen Erlebnisse einigermaßen überwinden können, wenngleich klar ist, dass sie davon sicher psychisch fürs Leben gezeichnet sind. Ich wünsche ihnen alles erdenkliche Gute.

Ein 3 + 1 Tag :-)

Die „CDU” hängt Wahlplakate in arabischer Sprache auf. Ganz gleich, was darauf geschrieben steht; wie kann man einerseits die „Arabisierung” ganzer Stadtviertel lauthals beklagen aber andererseits arabischsprachige Wahlplakate aufhängen?

Der Chef der Diakonie, Rüdiger Schuch, will allen Menschen kündigen, die sich für die AfD einsetzen, die sie also wählen. Richtig gelesen: nicht den Mitgliedern der AfD, sondern bereits den Wählern. Natürlich ist so etwas bei geheimen Wahlen nicht möglich, doch darum geht des dem Herrn gar nicht, denn er will Angst erzeugen, einschüchtern und mundtot machen. Er mischt sich in die Wahlen ein und wäre damit eigentlich ein Fall für den Verfassungsschutz, wenn denn der Verfassungsschutz noch seine ursprünglichen Aufgaben wahrnehmen würde. Außerdem ist so etwas sowieso strohdumm, da es sich ins Gegenteil verwandelt und als beste Wahlkampfhilfe für die AfD herausstellt. Schon mal so weit gedacht, Herr Schuch?

Dass ist ähnlich paradox wie mit der geheuchelten Empörung gegen Maximilian Krah, dessen Mitarbeiter über Monate vom Verfassungsschutz beobachtet wurde und kurz vor den Wahlen als Spion verhaftet worden ist. Dass dieser Chinese jahrelang SPD-Mitglied war, ist natürlich etwas völlig anderes, wie unser Callcenter-Boy Kühnert erklärt, denn der Spion besaß in dieser Zeit keine „Geheim-Informationen”. Woher Kühnert aber zu wissen glaubt, dass ein Mitarbeiter der Partei AfD, die sowieso von allen wichtigen Dingen ausgeschlossen ist, solche Geheiminformationen besessen haben soll, das bleibt dann allein Kühnerts Geheimnis. [Nachtrag] Die Geschichte ist sogar noch nicht am Ende, denn der Chinese soll mit dem sächsischen Verfassungsschutz zu tun gehabt haben, und vieles sieht danach aus, dass die Spionage-Bombe etwas zu früh geplatzt ist und erst unmittelbar vor der EU-Wahl gezündet werden sollte. Die nächsten Wochen werden hier sicher Aufklärung liefern. Sind wir mal gespannt 🙂

Zu viel Politik hier im Tagebuch?

Hast recht. Also werde ich in den nächsten Tagen wieder eine News-Pause einlegen, denn dieser Irrsinn im Lande geht eh nur an die seelische Substanz. Das eigene Leben will sich doch niemand demoralisieren lassen, es sei denn, man wäre ein Masochist.

Dieses eigene Wohlempfinden genieße ich nämlich gerade in vollen Zügen. Gestern durchgemacht bis 3 Uhr nachts (für dich 15 Uhr) und dann gegen Mitternacht (für dich Mittag) erst erst wieder aufgestanden, lange gefrühstückt wie in Frankreich, Kaffee, Tee, E-Dampfen, Käse, Toast, Apfel danach ein paar herzhaftere Happen, Radio gehört und viel Musik, und jetzt gegen 3 Uhr (15 Uhr bei mir) an den Rechner gesetzt, um diese Zeilen fürs Tagebuch zu verfassen. Das nenne ich nicht nur Luxus pur, es ist für mich ein Lebensgenuss, den ich kaum mit Worten beschreiben kann.

Ist schon klar, nicht jeder kann es so oder ähnlich machen. Die Arbeit, die Ernährung der Familie, diverse Termine und Verpflichtungen müssen erledigt werden. Genauso hält die von mir bei anderen Leuten oft beobachtete innere Unruhe viele davon ab, den Wagen im Leerlauf ausrollen zu lassen, bevor man ihm wieder einen neuen kurzen Schub verabreicht. Auch möchte ich ganz und gar nicht mein Dasein als erstrebenswertes Rezept verstehen wissen, da selbstredend alle Menschen unterschiedlich gestrickt sind (darf man „jedem das Seine” heute eigentlich noch sagen, ohne einen Nazi-Vorwurf zu riskieren?); doch hier in einem Tagebuch findet halt die Beschreibung meines individuellen Lebens statt. Also wertfrei sozusagen. Und da führt für mich die Zeiteinteilung nach dem persönlichen körperlichen und seelischen Zeitempfinden bzw. den automatischen Bedürfnissen (essen erst, wenn ich Hunger habe, Schlaf-Wach-Rhythmus überwiegend nach der inneren Uhr usw.) zu einem Genuss, der mit allem Geld der Welt nicht aufzuwiegen wäre.

Ein weites Feld, ich weiß. In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen nach deinen eigenen Wünschen gestalteten Feiertag. Genieße das für heute versprochene Frühlingswetter in vollen Zügen.

Zahnarzt

Mutti, Mutti! Er hat überhaupt nicht gebohrt!

Routinemäßige Kontrolle beim Zahnarzt: Fußweg zur Praxis = 10 Minuten; Untersuchung = 5 Minuten. Alles prima, Tschüss und fertig 🙂

Vom Hass der „Demokraten” | Neuer Radiosender

Noch hat kein Mensch das Interview von Tucker Carlson mit Putin gesehen, gelesen oder gehört (es erscheint erst heute um Mitternacht), doch den Mainstreammedien ist bereits klar, dass hier zwei Feinde der Demokratie russische Propaganda verbreiten und erkennen Carlson den Status eines Journalisten ab. Nichts anderes war zu erwarten. Was sich allerdings die „Frankfurter Rundschau” herausnimmt, grenzt an Julius Streichers „Stürmer”, indem sie ihm unmissverständlich die Menschlichkeit abspricht – natürlich indem sie zur Tarnung und scheinbaren Objektivität das Zitat eines ukrainischen Russlandhassers benutzt und titelt: „Erste Reaktionen auf Carlsons Aufenthalt in Moskau: ‘Feind der Menschheit'”. Es folgt ein Hetzartikel, dessen Schmutz ich aber nicht verlinken möchte, kannste leicht ergoogeln.

In der EU werden indessen Ideen laut, Tucker Carlson zu sanktionieren. So lautet jedenfalls die Forderung von Guy Verhofstadt, des ehemaligen Premierministers Belgiens und nun EU-Abgeordneten, an den EU-Außenbeauftragten, Josep Borrell. Der ehemalige estnische Außenminister, Urmas Paet, fordert gar laut „Newsweek” für Tucker Carlson ein Einreiseverbot in die EU. Wie gesagt, all das, obwohl noch kein Mensch das Interview überhaupt kennt.

Alle Journalisten und Politiker, die in dieses Horn stoßen, betonen in ihrem Hass den Schutz der Demokratie. Damit dürfte wirklich auch dem letzten Schnarchhahn klar sein, welches Demokratieverständnis in deren Köpfen herumwabert: es ist dasselbe, mit dem die DDR-Führung ihre Diktatur aufrecht zu erhalten versuchte.

Ach, falls jemand anderer Meinung sein sollte als ich, soll ja vorkommen, dann ist auch das kein Problem, denn ich empfehle, sich einfach an Kati Schulze der Grünen zu halten. Sie fordert nämlich gleich: „Wir brauchen weitere konkrete Maßnahmen, wie zum Beispiel eine virtuelle Polizeiwache, sodass jede Bürgerin, jeder Bürger Hass, Hetze, Beleidigungen, Bedrohungen, Antisemitismus bequem und einfach von zu Hause aus vom Sofa aus anzeigen kann” [Link]. Die Gummiregulierung gegen die Delegitimierung des Staates und seiner Repräsentanten besteht ja bereits, so dass man mich als „Corona-Leugner” und „Putinversteher” ratzfatz zum Schweigen bringen kann. Im Namen der Demokratie.

Was anders.

Hocherfreut und überaus genüsslich höre ich derzeit einem weiteren gefundenen Internet-Radiosender zu, der doch tatsächlich rund um die Uhr klassische Filmmusik sendet. Halbstündlich gibt es einen kurzen Werbespot, das ist zu verkraften. Und es gibt noch weitere solcher Radiostationen. Noch habe ich nicht alle ausprobiert, aber dieser Sender ist schon richtig, richtig gut. Er befindet sich nun auf Platz Nr. 5 meiner 5 vorhandenen Stationstasten. Zur Zeit sind sie wie folgt belegt: 1. „CalmRadio – Bach”; 2. „Beatles And Friends”; 3. „Folkrider Radio”; 4. Bayern 1 Franken” (steht aber zur Disposition) und 5. eben die „Klassik Filmklassiker”. Wunderbar, je nach Gemütszustand lassen sie sich per Knopfdruck einschalten und man darf sich überraschen lassen. Was ist das für ein sagenhaftes Radioerlebnis. Ich glaube, dieses Radio ist das Beste, was ich seit Jahren gekauft habe. Übrigens höre ich ihm gerade am Rechner sitzend via dem mobilen Bluetooth-Lautsprecher zu, damit im Küchenerker das Radio nicht volle Lautstärke aufgedreht werden muss. Auch dieser Bluetooth-Sender war ein sehr guter Kauf. 11 Euro, nicht alles wird unverschämt teuer heutzutage.

Internet-Radio bedeutet Freiheit

Sensationell! Gestern Mittag kam schon das Internet-Radio bei mir an. Ausgepackt, ausprobiert, meine Augen und Ohren wurden größer – was hätte ich gerne weiter damit rumgespielt, musste aber los zur Arbeit.

Seit drei Stunden experimentiere ich nun damit mit wachsender Begeisterung. Nicht allein, dass der Klang des Lautsprechers jetzt keine Zusatzlautsprecher mehr erfordert, da er (für ein Küchenradio) hervorragend ist, auch die Bedienung ist, nachdem ich sie einmal verstanden hatte, was sehr schnell geschah, logisch und kinderleicht. Die Bedienungsanleitung ist, was heutzutage eher selten vorkommt, in einem fehlerfreien, verständlichen und exzellenten Deutsch gehalten (besser als mein eigenes). Die Verarbeitung des Radios ist akkurat. Es ist bis auf die Vorderseite komplett in dunkles Holz gefasst, deren Ecken sogar wunderbar passgenau abgerundet sind. Das Radio ist klein wie eine Zigarrenkiste, dennoch deutlich schwerer als der Vorgänger, das unselige DAP+Radio. Überhaupt sind beide, trotz der gleichen Größe und des ziemlich gleichen Preises, so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Rund 25.000 Radiosender sollen sich nun störungsfrei empfangen lassen. Halleluja!

Sie kann man natürlich in keine Liste mehr fassen, weshalb die Bedienung dazu durch mehrere Untermenüs führt. Also entweder nach geografischen Orten sortiert (Kontinenten, Ländern, Regionen) oder nach Genres. Zusätzlich lassen sich Sender manuell finden; hier gibt es auch zwei Möglichkeiten: nach Sendername oder nach Streaming-URL. Die Netzwerkverbindung war binnen Sekunden hergestellt. Etliche weitere Möglichkeiten zur Kommunikation mit dem Router oder dem Netzwerk bestehen. Natürlich funktioniert es auch als simpler MP3-Player mit einem eingesteckten USB-Stick (oder Speicherkarte in einem USB-Adapter). Bedienen lässt es sich am Gerät selber, per Fernbedienung oder per App auf dem Smartphone. Das ist aber uninteressant für mich, da ich solche Geräte/Möglichkeiten schon besitze/kannte. Fünf Stationstasten sind zur Senderspeicherung zwar ein bisschen wenig – im Moment – da ich viel mit dem Teil spiele und immer mehr tolle Sender entdecke – später aber, wenn ich mich ans Radio gewöhnt habe und mich wieder in der normalen Tagesroutine befinde, reichen die fünf Stationtasten natürlich völlig aus. Zumal es nicht umständlich ist, einen Sender zu finden.

Tja, Times are changing. Die analoge Radiotechnik scheint wohl doch am Ende zu sein – gar nicht mal in erster Linie wegen der Technik, sondern wegen der unglaublichen Zunahme von Störungen durch irgendwelche funkenden Geräte heutzutage. Ich bin kein Experte, doch es sieht für mich danach aus, dass sie, obwohl sie auf anderen Frequenzen kommunizieren, dennoch für die Störungen verantwortlich sind. DAP+ war dann entgegen aller Reklameversprechen eben keine Alternative, da auch der DAP+Empfang (bei mir) nur äußerst bescheiden funktioniert und ich von den erzieherischen WDR-Sendern, die mittlerweile in allen Bereichen ihre politische Propaganda und ihre Haltungs-Trigger einschleusen (und nur der WDR war mit ca. 15 Sendern empfangbar), wirklich die Nase gestrichen voll habe.

Durch 25.000 Sender werde ich mich nie durchhören können, das ist klar, doch ich habe schon drei wunderbare Oldie-Sender aus USA, UK und Deutschland gefunden. Auch falls noch andere bisher unentdeckte auf mich warten, so macht mir bereits jetzt nach nur drei Stunden das Radiohören endlich wieder riesengroße Freude.

Das wollte ich nur mal ebkes schnell gesagt haben. Jetzt genieße ich weiter eine Radio-Entdeckungsreise und fahre den Rechner herunter. Radio war und ist etwas ganz Besonderes, wenn man denn die Freiheit der Wahl hat.

Achso, fast vergessen. Falls es dich interessiert. Es ist das Imperial i110” der Firma „Telestar”, das es bei Amazon für um die 75 Euro gibt.

Entspannung

Wieder ein Tag im Tagebuch verschütt gegangen. Es kommt gerade einfach zu viel spontan dazwischen. Könnte ich jetzt alles aufzählen, ist aber zu uninteressant. Wahrscheinlich hast du selber genug Stress mit diesem zeitfressenden kleinen Monster – nein, kein Monster, Pac-Man ist viel treffender 😉

In den nächsten Tagen habe ich ein paar Stunden eine Einweisung in die neue Arbeit. Die wird mir aller Voraussicht nach nicht gefallen. Ganz und gar nicht! Aber mal sehen, wenn ich die Arbeitszeit auf nur 70 bis 75 Stunden im Monat runterschrauben kann, sollte ich auch ein paar wenige Nächte einen ungeliebten Job hinbekommen. Etwas weniger Geld im Monat zur Verfügung, naja, ab wann kriegt man eigentlich Wohngeld? Könnte ich ja mal versuchen, ich meine, es gibt mittlerweile ganze Familien-Clans, die von öffentlichen Geldern leben, da sollten mit 60+ auch ein paar Euro Wohngeld abfallen, oder? Wahrscheinlich werde ich das aber doch nicht machen, ist mir irgendwie zuwider.

Die letzte Nacht war kalt, nass und windig. Daher verlasse ich heute die schöne Wohnung nicht einen Schritt. Als ich vorhin nach Hause kam, mich umgezogen hatte, das Wohnzimmer betrat und die Rechner hochfuhr, schaltete ich mit nur einem Knopfdruck all die verteilten Lichter an (10 Stück an der Zahl mit hauptsächlich 0,5-Watt-Birnen, das sage ich nur wegen möglich hier mitlesender „Bedenkenträger”), also in dem Moment breitete ich mit einem, ich glaube sogar gesprochenen freudigen Seufzer „oh, wie ist es schön!” meine Arme aus. Ich bin so überglücklich hier, fühle mich wohl wie schon sehr lange nicht mehr.

Im Küchenerker habe ich gestern Abend auf das Bord über der Spüle mein uraltes kleines Radio gestellt. Natürlich hätte ich am Rechner einen 100mal besseren Klang, doch jetzt, da das Radio leise aber in der Stille deutlich hörbar klingt, versetzt mich der typische einfache Sound tatsächlich zurück in meine Jugend als es noch nichts anderes als Kassettenrekorder, Kompaktplattenspieler und Transistorradios gab. Wie urgemütlich das doch ist! Die immerwährende Jagd nach dem perfekten Sound, nach mehr und mehr Multimedia und Gezappel macht einen auf Dauer verrückt, mach kirre im Kopf, dabei liegt die Magie des Radios in ganz schlichten relativ leisen Mono-Geräten. Es kommt, so glaube ich, auf die Umgebung an (ich feiere schließlich keine Party, bin alleine und verspüre keine Lust zu tanzen – ich entspanne). Die Stille durch die Doppelfenster mit Doppelverglasung, der frühe Freitagmorgen, der anschließende freie Tag, der alte wunderbare runde Küchentisch, irgendwelche klassische Musik aus dem Radio im Hintergrund, das E-Pfeifchen in der Hand, Tässchen Tee auf dem Tisch, all das zusammen ist einfach nur so herrlich, ist der pure Genuss. Aber leider mit Worten nur unzureichend beschreibbar.

In diesem Sinne wünsche ich dir ebenfalls einen gemütlichen Herbst-Freitag.

Nachher mache ich noch ein, zwei Fotos, muss dafür allerdings noch einen Nagel in die Wand schlagen, was ich natürlich nicht um diese Uhrzeit tun werde. Denn mit Hammerschlägen geweckt zu werden, wäre für die Nachbarn das genaue Gegenteil von besinnlicher Entspannung.

Wieder online

Tada (Tusch, Fanfare)! Seit wenigen Minuten bin ich wieder online. Der Techniker hat 10 Minuten benötigt, wovon 5 Minuten nur das Warten auf die Anzeige seiner Geräte für die Überprüfung der eigenen Arbeit in Anspruch nahm. Also für eine effektive Tätigkeit von 5 Minuten musste ich 15 Tage warten, unendlich viele Telefonate mit Bots und Menschen führen und mich sehr in Geduld üben. Dabei hatte ich freundliche Service-Mitarbeiter angetroffen und unverschämte, wurde zuletzt von einer besonders geschulten Mitarbeiterin „für schwierige (Charakter-) Fälle” betreut. Wer sich also heutzutage über etwas ärgert oder sich aufregt (wohlgemerkt stets in einem sachlichen und nicht beleidigenden Ton meinerseits), wird in eine solche Schublade gesteckt und darf andererseits dann von Seiten einer Service-Mitarbeiterin, die auch noch für die Terminvergabe zuständig war, pampig und ihrerseits beleidigend behandelt werden. Mit dem Service der Telekom bin ich definitiv durch, wie es so schön heißt.

Naja, Schwamm drüber, jetzt, da alles läuft, bleibt die Freude, in der neuen Neandertal-Höhle ein funktionierendes Kabel in die virtuelle Welt vorzufinden. Übrigens hatte die Telekom ihren Fehler später ja durch Geschenke aller Art indirekt eingestanden und wiedergutzumachen versucht, wobei auch die Dezember-Rechnung Berücksichtigung fand: statt rund 55 Euro Forderung bekam ich eine Gutschrift von 15 Euro. Das finde ich korrekt – im Sinne von selbstverständlich, keinesfalls aber kulant, wie solche Dinge von einigen Zeitgenossen immer häufiger genannt werden. Wobei ich allerdings glaube, dass diese Leute eher unabsichtlich von Kulanz sprechen, da immer weniger Menschen heute wissen, was dieser Begriff eigentlich bedeutet.

Wie dem auch sei. 250 Mbit/s Download (laut Fritzbox sogar aktuell 264) und momentan 44,8 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit. Das ist natürlich für eine Person phänomenal! Real gewordene Science Fiction in der virtuellen Welt. Bisher war ich ja mit den 56 Mbit vollends zufrieden. Jetzt werde ich gleich mal ausprobieren, wie lange der Download eines Spielfilms in heutiger Standardgröße von 4 bis 6 k dauert. Gleich werde ich’s in einem Nachtrag hier anfügen.

So, bei aller Aufregung (positive Aufregung) muss ich dennoch ins Bettchen. Guck mal, diesen schwarzen Klingelschalter unten rechts habe ich noch gestern erst installiert (klick aufs Bild = größer). Die Vormieterin war eine Kettenraucherin, was man dem Türöffner prima ansieht. Mal schauen, ob ich das Teil bei Gelegenheit neu lackieren werde – oder vielleicht die Plastikabdeckung eine Nacht in eine Chlor-Lösung lege. Könnte aber auch sein, dass mir das egal ist und ich den Türöffner als abschreckendes visuelles Beispiel dafür belasse, wie Raucher innerlich komplett aussehen. Faulheit findet immer seine moralische Rechtfertigung. Da bin ich Spezialist. Bei Gelegenheit muss ich die kleine Diele auch noch streichen, obwohl man wegen der Bilder und dem gelblichen Licht real eigentlich kaum etwas sieht – auf dem Foto aber schon 🙂 Der Rest der Wohnung wurde bereits vom Sohn der Vormieterin gestrichen.

Also bis später, gehab dich wohl.

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Nachtrag, 11 Uhr: Das ist interessant, denn die benutzte (ältere) Download-Software kann nicht über ca. 120 Mbit/s laden. Die neuere Software gar nur 56 Mbit/s. Die alte ist damit doppelt so schnell wie vorher aber nur halb so schnell wie technisch möglich. Darum werde ich mich die Tage mal kümmern. Vielleicht ist es nur eine Einstellungssache. Könnte aber auch an den Servern liegen. Egal, denn selbst 120 Mbit/s bedeutet 1 Gigabyte in unter einer Minute Download-Zeit. Das ist satt und genug Geschwindigkeit.