Neuer Boiler ist angeschlossen

Blick unter die Spüle (klick auf ein Bild = größer). 3 Tage lang sagte Amazon, am Donnerstag werde der Boiler geliefert. Heute klingelte es, und der neue Boiler ist schon da. Das hat mich natürlich sehr gefreut.

Wie lange dauerte der Anschluss? Ungelogen, nach dem Entpacken aus dem Karton vielleicht 3 Minuten. Es war ja alles vorbereitet, sogar schon der neue Schalter in der Mitte des Küchenbildes. „Spüle” steht jetzt darauf und er ist auf der Arbeitsplatte wie rechts die anderen festgeklettet. Wenn ich heute schlafen gehe oder morgen zur Arbeit, drücke ich ganz komfortabel auf ihn, dann ist der Boiler aus.

Ich hab’s mal ausgerechnet: Selbst im theoretischen Fall, dass man den Boiler nicht benutzt, verbraucht er zwischen 0,2 und 0,27 Kilowattstunden innerhalb von 24 Stunden. Nehmen wir einen Mittelwert von 0,23 kw/h mal 365 = 83,95 kw/h pro Jahr nur für den Komfort, nicht aufs sofortige heiße Wasser verzichten zu wollen und keine 5 Minuten warten zu können. Wenn man grob von 50 Cent pro Kilowattstunde ausgeht (ist noch nicht so weit, aber wer weiß, wann), dann kostet nur die Bereitstellung des Wassers knapp 42 Euro im Jahr.

Da ist ein Durchlauferhitzer natürlich wesentlich energiesparender, da er nur Strom verbraucht, wenn er auch benutzt wird. Dafür verbraucht er dann aber fürs Erhitzen mehr Strom. Ob sich am Ende zwischen beiden Systemen ein großer Unterschied auftut?

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Nachtrag: Achja, die Kosten.
Boiler 68,99 €, Armatur 28,54 €, Schalter 9,60 € = total: 107,13 €

Nacht der Entdeckungen

Eine Nacht der Entdeckungen liegt hinter mir. Eine der besten TV-Serien*, die ich je gesehen habe, ist „From the Earth to the Moon”. Das war meine allererste Serie, die ich in einer DVD-Box sogar gekauft hatte. Diese Box nahm ich sogar beim Wohnungsumzug, bei dem ich „alle” DVDs (Hunderte) zurückgelassen hatte, als einzige noch mit in die neue Wohnung. Sie steht im Schrank. Weil mir diese ersten DVDs ans Herz gewachsen sind. Ist so’n emotionales Ding. Benutzt habe ich sie seit Jahren nicht mehr, da die Serie längst als Dateien zur Verfügung steht.

* Nicht abschrecken lassen, denn die Episode 2 von 12 ist für am Thema eher uninteressierte Zeitgenossen grotten langweilig, da sehr textlastig. Das ist aber wirklich nur bei dieser Episode der Fall, alle anderen sind auch für „Normalmenschen” interessant und hochspannend.


Einzig schade fand ich immer an dieser Serie ihr Bildformat: Sie wurde in 4-zu-3-Bildern gedreht, so auch als DVD verkauft und bisher gesendet, weil dies 1998 zur Entstehungszeit leider noch TV-Standard war. Doch dann kam die Nacht der Entdeckungen 😉

Letzte Nacht also wollte ich sie mal wieder anschauen. Ja, diese Serie kann man x-mal ansehen, ohne dass auch nur eine Sekunde Langeweile entsteht*. Ich öffnete die Filmdatei und begann zu schauen. Noch zu Beginn lauschten meine Ohren wieder der tollen Filmmusik und ich wollte den Komponisten mal eben schnell bei Wikipedia nachschlagen. Da las ich dann ganz nebenbei, dass es heute TV-Ausstrahlungen der Serie im 16-zu-9-Format gebe. Das war mir 1. neu und 2. vermutete ich natürlich ein fieses Abschneiden oder Verzerren der Ränder, wie man es von manch anderen Formatanpassungen der Filme kennt. Denn auch bei Wiki ist zu lesen, dass die Serie original im 4-zu-3-Format gedreht worden ist. Wie soll das vernünftig auf 16-zu-9 angepasst werden?

Trotzdem bemühte ich die weltweite Datenbank. Ich war neugierig geworden. Wobei dies eigentlich aussichtslos ist, da man zwar im englischen Original quasi alles finden kann, nicht aber die deutsch synchronisierte Fassung. Lange Rede, kurzer Sinn: Einmalig war die Serie in deutsch und in einem neueren Upload (2020) vorhanden. Ich lud sie herunter und als die erste Episode begann, traute ich meinen Augen nicht: Wie wunder-wunderbar! 1. ist sie in einer sehr guten 720-Pixel-Qualität, 2. ist die Tonspur besser als auf der alten Kauf-DVD und 3. ist die Serie bildfüllend im 16-zu-9-Format ohne irgendeine Verzerrung oder einen auffallenden Bildabschnitt. Es ist ein ganz neues herrliches Seh-Erlebnis.

Und dann kam der Oberhammer: Ich wunderte mich, dass nicht nur kaum etwas am Bild abgeschnitten wurde, sondern ich gewann den Eindruck, dass in dieser breiteren Fassung sogar mehr zu sehen ist als zuvor. Also habe ich mehrere Szenen verglichen und es ist tatsächlich so, dass die breitere bildfüllende Version auch breiter das Geschehen zeigt und man Gegenstände sieht, die rechts und links im 4-zu-3-Format nicht zu sehen sind, da sie anscheinend dort abgeschnitten wurden. Das kann aber nicht sein, wenn eine Umwandlung von 4:3 nach 16:9 stattfand. Es riecht also förmlich danach, dass es trotz aller gegenteiligen Infos im Netz dennoch eine andere, eine etwas breitere Ur-Version gegeben haben muss.

Hier mal (unten) eine Vergleichsszene, willkürlich ausgewählt. Es ist bei allen Szenen so, musst du mir einfach glauben. Eigentlich müsste das rechte 16:9-Bild nur oben und/oder unten abgeschnitten sein, doch beim 4:3-Bild fehlen rechts und links die Seitenränder.

Also wenn das nicht seltsam ist … Jedenfalls gibt’s 12 tolle Episoden von je rund 50 Minuten zu erleben. Erleben schreibe ich bewusst, denn es ist ein Erlebnis. Die Schauspieler wurden ähnlich dem Aussehen der echten Astronauten gewählt, sie spielen alle oscarpreiswürdig. Die Musik – Gänsehautfaktor. Und dann die Regie: Bei jeder Episode führt jemand anderes Regie; der Stil wechselt, wird teilweise künstlerisch, komödiantisch, dann wieder ernst – in einer Episode so modern, als sei es ein aktueller Kinofilm, der während der gesellschaftlichen Verwerfungen der USA spielt. Die sind eben keine neue Erscheinung, denn auch Mitte, Ende der 1960er Jahre befand sich die USA schon einmal kurz vor einem Bürgerkrieg. Gleich 3 politische Anführer wurden ermordet, Innenstädte brannten, Gewalt herrschte allüberall. Das spiegelt diese Episode eben so modern wider, dass du denkst, sie zeige ein Bild der Gegenwart. Andere Episoden legen ihren Fokus auf anderes. Und dann ist es auch keine reine Doku, sondern eigentlich 12 Spielfilme, die sich aber strikt an die Wirklichkeit halten. Dramaturgisch wird hier nichts hinzugedichtet, brauchte es ja auch nicht, da die geschilderte Zeit quasi im Original schon spannend und aufregend genug war.

Also wenn du irgendwann diese Serie sehen kannst, nimm sie auf und behalte sie. Sie lässt sich immer wieder mal anschauen. Da „rostet” nichts.

Beispielszene (klick drauf = größer): Auf die Millisekunde genau die identische Szene. Man sieht wie erwartbar im 16:9-Format deutlich einen unteren Bildabschnitt. Aber (!) wieso sind dort rechts und links Gegenstände vorhanden, die beim 4:3-Bild fehlen? Und irgendwie ist es nicht der exakt gleiche Blickwinkel der Kamera. Sieht es nicht so aus, als ob das rechte Bild von einer anderen, über die Kamera des ersten Bildes befindlichen Kamera aufgenommen ist? Oder wurde ins 4:3-Bild hereingezoomt? Oder hat sich die Perspektive durch die Anpassung ein wenig verändert? Aber wie können dann die beiden Seiten hinzugekommen sein, die im Original gar nicht vorhanden sind? Das grenzt ja schon an Zauberei.

Winterbett

Fertig 🙂 Tja, der Farbunterschied rührt daher, dass von den glänzenden „Marmorsteinen” das rötliche Licht gespiegelt wird. Auch die Grautöne von Bettbezug, Laken und Spannbettbezug unterscheiden sich farblich in leichten Nuancen. Die neue Wintersteppdecke ist leicht aber erstaunlich dick, wenn sie erst mal aus ihrem gepressten Zustand der Plastikummantelung befreit wird. Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Achja, Bett ordentlich glattstreichen? Geh mir bloß wech 😉

Die alte Bettdecke steckt ebenfalls in einem neuen grauen Bezug und ist nun zur Hälfte ums Fußende des Bettes geschlagen. Ich weiß, viele Leute mögen so etwas nicht, fühlen sich dann eingeengt und so weiter, ich allerdings liebe das. Hat etwas von einem Schlafsack, ist vor allen Dingen aber toll, wenn man, wie ich, leicht kalte Füße bekommt.

Fototechnisch ist’s zwar nicht so der Hit, ich hab‘ einfach mal drauf gehalten inklusive der schon obligatorischen Staubfussel auf der Linse (klick = größer), aber in Echt ist es um so schöner und regelrecht einladend zu einem geruhsamen Nickerchen:

Zwischen- und Endstandsbericht

Bin gerade im Stress 😉 Deshalb nur mal schnell einen Blick auf die Eckleiste fürs Bett (klick auf ein Foto = größer). Schwarz auf schwarz – es ist natürlich wieder wunderbar zu erkennen. Halbtransparenz – auch sie lügt dermaßen durch das Blitzlicht, also in Echt erkennt man nicht die Dinge unterm Bett hinterm Vorhang, das sieht normal schon wie eine schwarze Wand aus. Faltenwurf – der ist fast weg, ich werde noch am mittleren Bettbein zwei Klettpunkte anbringen, damit alles superglatt und gerade aussieht.

Heute melde ich mich sicher nochmal, zuerst müssen nur noch ein paar Dinge erledigt werden. Achja, auch das letzte, das 2. und 3. Paar Winterschuhe der insgesamt 6 Paar Schuhe sind angekommen. Guck, noch in Jogginghose, ich ziehe mich gleich straßentauglich um.

Kurze Randbemerkung: Der Witz ist, dass der Spannbettbezug, der leicht rosa auf dem Foto erscheint, in Wahrheit mittel- bis dunkelbraun ist. Ich verstehe nicht, was die kleine Knipse da mit den Farben veranstaltet.

Coole Schuhe

4 Paar der 6 Paar Schuhe sind schon angekommen. 3 Paar Sommer- und 1 Paar Winterschuhe. Alle passen wie angegossen, obwohl ein Paar sogar eine kleinere Größe hat, also eines der drei gleichen Sommerschuhe. Trotz dieser unterschiedlichen Größenangabe kann ich keinen wirklichen Unterschied feststellen. Wie gesagt, alle passen hervorragend. Auch die Verarbeitung ist tadellos. 2 Paar Winterschuhe sind noch unterwegs aus China. Die „teuren” á ca. 15 Euro das Paar.

Für was bezahlt man allgemein hierzulande eigentlich bis zum 10-fachen des Preises? Ich hatte ein Paar bei Amazon rezensiert. Hätte ich den Link zur Rezension nicht per E-Mail von Amazon bekommen, so hätte ich diese Schuhe gar nicht wiedergefunden. Sie erscheinen einfach nicht mehr bei der normalen Suche, nicht mal, wenn man nach dem Preis aufsteigend sortiert sucht. Es werden nur die teureren aber baugleichen angezeigt und erst wenn ich den Link benutze, sehe ich den Schuh. Die identischen Schuhe mit 4 bis 6-fachem Preis erscheinen allerdings gleich mehrfach. Das sieht mir doch sehr nach erbitterten Preiskämpfen bei Amazon aus.

Jaja, ich höre schon die Rufe: „Kauft nicht in China! Ihr unterstützt menschenunwürdiges Arbeiten, der CO2-Fußabdruck ist viel zu hoch, es schadet der heimischen Wirtschaft”. 1. schadet die EU und die Energiewende der heimischen Wirtschaft, 2. werden die teuren Markenschuhe in China in denselben Fabriken hergestellt und von dort zu uns transportiert und 3. sind die Arbeiter in China über die Arbeit dankbar, da es dort keine „Grundsicherung” gibt und sie andernfalls gar kein Geld verdienen würden. Was menschenunwürdiges Arbeiten ist oder nicht, entscheiden die Menschen in China, es wird nicht auf evangelischen Kirchentagen in Deutschland festgelegt. Und last but not least: Wenn ich ein monatliches Gehalt eines ungelernten Schwurbel-Politikers bekäme, könnte ich mir die 6 Paar Schuhe auch für 500 Euro leisten. Gebt den Arbeitern hierzulande einfach allen das Geld der Politiker, dann verhalten sie sich auch „moralischer”. Obwohl – wenn dem so wäre, hätten die Chinesen wiederum keine Arbeit mehr, da dann niemand ihre billigen Schuhe kaufen würde. Wäre moralisch auch nicht so sexy, nicht wahr?

Netzwerkfehler gefunden und behoben :-)

Haha, große Freude! Es funktioniert alles wieder wie vorher. Allerdings muss ich zugeben, nicht wegen meiner Kompetenz, sondern wegen eines Zufalls und wegen ganz viel Glück. Das zu erklären, ist ein wenig schwierig. Ich versuch’s mal:

Vorgestern in den Kommentaren lautete meine letzte mögliche Annahme: Hardwarefehler. Weil ich nicht auf die Windows eigene Software vertraue, hatte ich ein kostenloses aber äußerst umfangreiches Analyse-Tool dafür heruntergeladen. Diese Software war gottlob so ausführlich, dass sie zusätzlich zu sich selber auch noch andere Dateien, die sie benötigte, mitinstalliert hatte. Um genau zu sein das „Microsoft Net.Framwork 4.8.1”. Die anschließende Analyse der Festplatte ergab keinen Fehler und keine Alterserscheinungen. Danach deinstallierte ich das Tool wieder, es war eh eine Trailversion, die später Geld kosten würde. Und außerdem ist das Ziel jeglicher externer Software das „Nach-Hause-Telefonieren”; es gibt daher keinen Grund, solche Programme auf dem Rechner zu sammeln. Falls nötig kann ich es jederzeit neu installieren. Aber egal, ich schweife schon so früh ab.

Die Aktualisierung meines vorhandenen Net.Framewoks 4.8.0 durch die Analyse-Software auf nunmehr 4.8.1 blieb natürlich erhalten. Das eigentliche Analyse-Tool wird zwar gelöscht, nicht aber die benötigte mitinstallierte Framework-Software. Also doppelklickte ich nach dem Löschen ohne jede Erwartung – einfach nur, da ich es nach jedem Schritt meiner Versuche so machte – auf einen Netzwerkrechner und siehe da, er zeigte sofort seine Dateistruktur an. Wie seit Jahren. Keine Fake-Passwortabfrage mehr.

Wie kann das sein?

Es gibt nur die eine logische Erklärung, dass nämlich die Kobo-Software entweder absichtlich oder durch eine fehlerhafte Installation der E-Reader-Software das Net.Framework beschädigt hatte oder es veränderte. Tatsächlich hatte ich bei der Neuinstallation des E-Readers zwei Versuche benötigt, da ich das alte Passwort meines „Rakuten-Kontos” vergessen hatte, was man aber für das Funktionieren des E-Readers einmalig benötigt, selbst wenn man das Konto in 15 Jahren kein einziges Mal benutzt. Ich hatte also mit einer Fantasie-E-Mail-Adresse (es gibt da keinerlei Verifizierung) ein zweites neues Konto erschaffen und die erste Installation folglich abgebrochen. Hier könnte ich mir einen Installationsfehler vorstellen. Andernfalls wäre die Veränderung meiner Rechner-Einstellungen via Framework Absicht von Kobo, was jedoch die KI, die ich heute danach befragt habe, kategorisch ausschließt. Kobo würde zwar das vorhandene Framework nutzen, ggf. eine Aktualisierung fordern, es aber keinesfalls verändern, so die KI.

Tatsache ist, dass mein vorhandenes Framework nach der Kobo-Installation nicht mehr richtig funktionierte, ob nun absichtlich oder unabsichtlich, was sich jedenfalls in den Netzwerkfehlern zeigte und erst durch die zufällige Neuinstallation des aktuellen Frameworks für die Analysesoftware dann überschrieben bzw. beseitigt wurde. Und genau das war eben mein Glück, denn ich wäre niemals – nie, nie, nie – auf diese Ursache gekommen.

Wieder was gelernt: Bei Fehlern des Netzwerks nach irgendwelchen Software-Installationen immer sicherheitshalber die eigene Frameworkinstallation erneuern. Das geschieht in Sekundenschnelle und ist kein Arbeitsaufwand. Ich hätte mir viele Stunden verzweifelter Suche damit erspart. Nun weiß ich das fürs nächste Mal. Und du weißt es auch, falls deinem Rechner mal Ähnliches widerfährt.

Eine leichte Ahnung von Kritik am Mainstream

Mir geht die Freilassung der israelischen Geiseln und der ausschließlich von Donald Trump erreichte Frieden in Nahost auch heute nicht aus dem Sinn. Ich empfinde so eine große Freude. Gleichzeitig beobachte ich an mir, wie sehr meine Abscheu auf die deutsche Regierung, auf Friedrich Merz und aufs ZDF mit seiner unerträglichen Dunja Hayali, die Israel als gleich böse wie die Hamas darstellt (neben der dümmlich zustimmend nickenden Eva-Maria Lempke), beinahe stündlich anwächst. Deshalb kann ich jetzt gar nicht im Detail darauf eingehen oder erklären, was daran einfach nur falsch ist. Wenn noch dazu unser Großmaul davon spricht, immer und uneingeschränkt an der Seite Israels gestanden zu haben und wenn ausgerechnet die Baerbock erzählt, sie habe im Vorfeld über Jahre auf diesen Frieden hingearbeitet, dann bleibt mir angesichts deren Unverfrorenheit glatt die Spucke weg. Würde ich also schreiben, was ich von diesen Figuren halte, müsste ich mich selber gleich mehrerer übler Beleidigungen bezichtigen. Der einzige, der das öffentlich sagen kann, ist Donad Trump: Bei der Abschlussrede in Ägypten, als im Hintergrund sämtliche EU-Politiker, die ihm auf dem Weg zum Frieden Steine in den Weg gelegt hatten (inklusive Merz), aufgereiht auf der Bühne standen, sagte Trump, er wisse auch nicht, warum diese Leute hier überhaupt stehen. Mit anderen Worten, sie haben rein gar nichts mit seinem erreichten Frieden zu tun. „Aber morgen werden sie sehr berühmt sein”, so Trump.

Dummerweise sehen wir an der Kommunalwahl in NRW und wie durch ein Vergrößerungsglas besonders an dem Bürgerentscheid vom Wochenende in Hamburg, dass die Mehrheit der Deutschen genauso dumm und irre ist, wie unsere Politiker und Hauptmedien. Würde ich dazu dann auch noch meinen Senf geben, wäre „Stadler und Waldorf” die reinste Harmonieveranstaltung.

Quintessenz: Nach wie vor blende ich heute und wohl auch weiterhin in den nächsten Tagen die Politik in Deutschland komplett aus und freue mich einfach nur mit Israel.

Früh morgens, wenn die Welt noch in Ordnung ist

Schlaf nachgeholt, 8 Stunden, da kann man ja nicht meckern, gelle? Vorhin am Ende dieser 8 Stunden fand ich mich also um 3:30 Uhr energiegeladen und topfit am Küchentisch sitzend wieder. Bäcker wäre just gerade der ideale Beruf für mich. Aber auch ohne frische Brötchen ist die Zeit, in der sich die Nacht so langsam verabschiedet und dem Morgen schon mal zur Begrüßung die Hand reicht, einfach nur zauberhaft. Es ist halt anders, diese Momente übermüdet als Abend zu erleben oder als Nachmittag, oder aber, wie eben jetzt, mit ihr erholt und ausgeschlafen die erste Tasse wohltuenden Kaffees zu teilen, die morgendliche Stille zu erleben, während sich gleichzeitig die eigenen Synapsen gut gelaunt recken und strecken, um für den kommenden Tag gerüstet zu sein. Diese Magie zwischen Nacht und Morgen spiegelt sich in der Seele wider, beruhigt das Gemüt und regt es an, sich in Gelassenheit und Freude zu entfalten.

Gegen 4:30 Uhr zog ich die Fensterrollos im Küchenerker hoch. So schaute ich ins Schwarz der endenden Nacht, erkannte in den nächsten Minuten die paar wenigen schattenhaften Gestalten, gebeugt mit Rucksäcken auf ihre Rücken geschnallt oder Taschen umgehängt, wie sie zum nahegelegenen dörflich-kleinen Busbahnhof eilten, sah die ältere Frau im Park, die ihren kleinen Hund zum Toilettengang animierte, der wiederum völlig gleichgültig ob der Ermahnungen seines Frauchens ihre Geduld so weit wie möglich ausdehnte, indem er hier schnupperte und dort mit seiner Nase in der Hundezeitung roch, um gezielt seinen eigenen Leserbrief als Frühkommentar zu hinterlassen. Ganz ähnlich übrigens wie ich hier und jetzt im Tagebuch ja auch.

Und jeden Morgen zwischen 4 und 6 Uhr stakst ein sehr alter dünner Mann mit seinen beiden Langlauf-Stöcken durch den Park, dem ich von der Nachtschicht kommend schon öfter einen guten Morgen gewünscht habe. Ja, wie du siehst, im Dorf ist früh morgens die heile Welt noch in Ordnung.

Abends ist das natürlich auch hier nicht mehr der Fall. Dann lungern auf und um den paar Bänken dunkle Gestalten, um die herum die normale Bevölkerung in weiten Umwegen einen Bogen zieht und deren Hinterlassenschaft in Form von unfassbar viel Müll die Umgebung säumt. Doch bereits in Kürze werden die orangefarbenen Männer zu sehen sein, die im Park wieder klar Schiff machen; die Gemeindeverwaltung erübrigt dafür nach wie vor die erforderlichen Mittel, das Dorf „Schneppenabum” funktioniert noch. Und ich darf diesen morgendlichen Anblick des erwachenden Dorfs wie vor einem Monitor durchs Fenster erleben. Morgens ist hier die Zeit stehengeblieben wie vor 50 Jahren; das ist keine Rückständigkeit, es ist ein erstrebenswertes Glück sondergleichen.

Küchenuhr repariert

Nicht dass du denkst, der Alte hat sie nicht mehr alle, hat der schon wieder eine neue Uhr? NEIN! Dem ist nicht so.

Vor 2 Wochen hatte ich bekanntlich ein paar neue Funk-Uhrwerke gekauft (sind in China im Sammelpack halt günstiger als einzeln). Damit hatte ich dann die beiden LP-Uhren und die CD-Uhren gebastelt. Nur in der Diele und im Bad hängen jetzt WLAN-Uhren, da dort kein Funkempfang besteht.

Vor allen Dingen hatte ich die Uhren aber deswegen gebastelt, weil ich so etwas noch nie getan hatte. Um Übung damit zu bekommen. Denn am Abend bis in die Nacht hinein (letzte Nacht für dich, wenn du das hier liest) habe ich mich endlich auseinanderbau-technisch an meine allererste Funkuhr gewagt, die Küchenuhr von 1985.

Vor Jahren schrieb ich mal, die Uhr sei Baujahr 1995, doch das stimmte gar nicht, denn ich habe mein Leben neben der Uhr Revue passieren lassen; es war eine der ersten Funkuhren aus Massenproduktion überhaupt. Teuer. Sie stammt aus der Zeit, als die Braun-Wecker angesagt waren. Auch ich hatte mir seinerzeit parallel zur Küchenuhr einen solchen Quartz-Wecker zugelegt. Der Wecker AB1 soll von Ende der 80er Jahre stammen, so wird überall im Internet voneinander abgeschrieben inklusive der KI, das stimmt aber nicht, denn ich hatte ihn als AB3 (Wipp-Schalter oben) bereits 1985 in Geldern gekauft. Kurz danach die Küchen-Funkuhr. Die Braun-Uhr war relativ schnell dahin, die Küchenuhr aber eben nicht.

Jedenfalls wurde jetzt das Herz der Küchenuhr gewissermaßen transplantiert.

Über die tolle Uhr schrieb ich schon vor 25 Jahren in diesem Tagebuch und dann alle 5 bis 8 Jahre wieder, wenn sie mal eine einzige AA-Batterie spendiert bekam. Sie war nämlich dermaßen genügsam mit dem Strom, dass man nicht genau einschätzen konnte, ob eine verbrauchte Batterie nun wegen der Uhr oder ihrer Selbstentladung am Ende war. Die Uhr hat mein Leben in den letzten 40 Jahren begleitet. Sie lebte mit mir in Geldern, Mönchengladbach, Köln, Düsseldorf, Kleve und Bedburg-Hau. Sie ist der letzte Gegenstand, der mich durch die unterschiedlichsten Lebenssituationen begleitet hat. Deshalb – ob ich es will oder nicht – vermenschliche ich diese Uhr. Auch im Wissen, dass so etwas natürlich Quatsch ist; ich glaube, das geschieht jedem Menschen so oder so ähnlich und man kann sich gar nicht dagegen wehren.

So eine alte Uhr animiert zu Erzählungen, nicht wahr? Das musste aber sein, denn es dient als Erklärung, weshalb ich zuerst ein Training brauchte, bevor ich die Operation in Angriff nahm. Die Uhr einfach wegzuwerfen, das kam und kommt nie und nimmer infrage. Definitiv kaputt, sodass sie stehengeblieben wäre, war sie noch nicht, doch in den letzten zwei Jahren wurde ihr Ticken immer lauter. Vor kurzem hatte ich sie mir genauer angesehen: Im Uhrwerk scheppert es regelrecht. Es hört sich an, als ob die Zahnrädchen lose wären und nur noch vom Plastikgehäuse einigermaßen gehalten werden. Aber den einzigen Verschleiß, den ich als Laie feststellen konnte, sieht man auf dem zweiten Foto des rechten Bildes. Da wurde regelrecht eine Schicht Kunststoff durch Reibung abgetragen. Nunja, 40 Jahre ununterbrochen getickt, das sind (ohne Schaltjahre)

60 x 60 x 24 x 365 x 40 = 1.261.440.000

Bewegungen des Sekunden-Zahnrads oder über eine Billion. Eine Zahl, über die sich Friedrich Merz und seine Schulden-Union sicher freuen würden. Wie dem auch sei, das laute und merklich stets lauter werdende Ticken begann mich zu stören.

Die Uhr hat trotz Funktechnik wenig Ähnlichkeit mit den heutigen. Sie ist hochkomplex zusammengesetzt, besitzt echtes (empfindliches) Glas und hat mit etlichen Mini-Schrauben eine Menge Metall verbaut (Aufhängungen für das gewölbte Glas und Ringe, die scheinbar dem Funkempfang dienten). Trotzdem hatte mein Training genutzt, ich habe nichts kaputt gemacht. Das soll schon was heißen. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Herztransplantation ist voll und ganz gelungen. Nun wird die Uhr durch ein chinesisches Uhrwerk angetrieben und ist wieder genauso still wie ein Mäuschen auf gefährlicher Erkundungstour nachts in einer fremden Küche.

Gute Nachricht

Na, es muss von Zeit zu Zeit auch mal Erfreuliches geben, nicht wahr? Im Briefkasten lag ein Schreiben vom Vermieter. Briefe sind heutzutage ja eigentlich nur noch Rechnungen, Unangenehmes oder Werbung. Selbst Postkarten (für die Jüngeren unter uns: Das sind meist fröhliche oder erbauliche Gifs mit einer umseitigen SMS, die der Postbote bringt) sind mittlerweile unbekannt. Naja, wozu auch, wenn mit dem Smartphone die tollsten Filme und Fotos quasi live vom Urlaub versendet werden können. Habe den Brief dann im Gehen aufgerissen, las im ersten Moment nur den Begriff „jährliche Nebenkostenabrechnung” und schaute ein klein wenig ängstlich genauer hin: 261 Euro – Erstattung. Juchhe!

Darum gehe ich heute Abend frohgemut zur Arbeit. Habe eine ganze Nacht Zeit, zu überlegen, wie ich die 261 Euronen am Besten auf’m Kopp haue 🙂

Gehab dich wohl, man liest sich irgendwann am Freitag wieder.