Endgültiges und Nettes quasi

10:15 Uhr: Seit wenigen Minuten bin ich mit den Boxen nun endgültig fertig. Es fehlte noch der graue „Elefantenfuß”, der vorhin angekommen ist. Er lässt sich gleich dreifach nutzen: 1. als normaler Hocker fürs An- und Auskleiden, 2. als Klamottenablage (nur über Nacht) neben dem Bett und 3. als Tritt, um die oberen Boxen (180 und 210 cm) zu erreichen. Außerdem sieht er besser aus als der klapprige Holzhocker vorher. Klick aufs Bild = größer (Breite und Höhe auf dem Foto täuschen allgemein, es wirkt alles schmaler und niedriger als in Wirklichkeit und bräuchte einen Menschen zum Größenvergleich).

Bin seit 8 Uhr erst zurück von der Nachtschicht. Das waren die vorletzten beiden Arbeitsnächte. Samstag und Sonntag werden die letzten sein. Aber das Thema hatten „wir” ja schon ausführlich vor einem halben Jahr. Nun ist’s halt endgültig.

Schreibfaul und übermüdet aber keinen Bock aufs Schlafengehen, das beschreibt meine derzeitige bio-geistige Verfassung. Ich lümmle dann mal so herum in meinen heiligen Hallen …

Es gibt noch eine kleine Bastelsache. Das ist mir gerade allerdings zu viel Erklärerei und ich habe dafür noch eine Idee, bei der ich erst mal gucken muss, ob sie verwirklicht werden kann bzw. ob das am Ende aussieht oder nicht. Falls ja, erscheint morgen ein Foto, falls nein, kann ich mich schon jetzt nicht mehr erinnern, irgendwas gesagt zu haben. Idee? Welche Idee? 🙂

Genieße den vorweihnachtlichen, wahrscheinlich ein wenig stressigen Tag, denn mit Vorfreude auf morgen macht eventuelle heutige Hektik durchaus Spaß. Finde ich jedenfalls. Am Tag vor Heiligabend sind die Menschen überall viel netter zueinander. Bis morgen also, gehab dich wohl.

Muskelkater und Christstollen

Boah, man glaubt es kaum, doch ich habe am gesamten Körper, von den Zehen über Beine, Rumpf, Arme, Nacken bis zu den Fingern, einen solch höllischen Muskelkater, als ob ich eine Woche im Steinbruch geschuftet hätte. Alt werden ist definitiv eine herzallerliebste Herausforderung. Und dann schwadronieren die jungen Damen und Herren Politiker sowie die ihnen hinterherlaufenden speichelleckenden Journalisten von der Verlängerung des Renteneintrittsalters. Wozu brauchen wir eigentlich Politiker? Das gesamte Land würde besser ohne sie funktionieren. Liebe Politiker, lasst die Menschen ihr Leben gestalten, wie sie es möchten. Sorgt für ihre Sicherheit und Bildung, bringt Gebäude und Straßen in Ordnung, mehr ist gar nicht zu tun. Das reicht für euch dann schon, um ordentlichen Muskelkater zu bekommen.

Apropos Muskelkater: Den scheint es sogar fürs Gehirn zu geben, oder wie will man die Hinwendung der CDU zum Sozialismus sonst erklären, in dem die Industrie zu einem Gegner auserkoren wird?

Na, jedenfalls sitze ich am heutigen Sonntag „früh morgens” gegen 11:30 Uhr am sonnigen Tisch im Küchenerker und mache mich bei einem lecker Tässchen Kaffee ein klein wenig über die Weihnachtstüte der Firma her. Mein Arbeitgeber zahlt kein 13. Monatsgehalt aber seit 30 Jahren bekommen wir Mitarbeiter eine Tüte mit allerhand Leckereien. Christstollen zum Frühstück sozusagen.

Einen schönen Sonntag wünsche ich dir, genieße den Tag.

Funktionaler Funk-Countdown

Bevor der Eindruck entsteht, du seist hier in einem Konsumblog gestrandet, möchte ich ihm disclaimer-mäßig energisch widersprechen. Jawohl.

Inneres Ich: „Na, dann sag schon, was haste wieder gekauft?”

Tu nicht so überheblich! Das, worüber ich nun erzähle, habe ich nicht des Kaufens wegen angeschafft, sondern nur aufgrund seiner Praktikabilität, wenn ich das mal so ausdrücken darf.

Inneres Ich: „Jaja, ist klar. Was ist denn so praktisch, hm?”

Also: Die Lichtleiste am Bett ist hervorragend, sie gefällt mir wirklich ausgesprochen gut. Nun besitzt die Fernbedienung aber keine Countdown-Funktion. Dennoch hätte ich gerne, dass sie nach dem Einschalten, während ich langsam im schönen Licht ins Reich der Träume gleite, nach einer bestimmten Zeit automatisch ausschaltet. Sagen wir nach einer Stunde.

Für meine USB-Ladestation in der Diele habe ich aus diesen Gründen einen rückläufigen Countdown-Schalter in die Steckdose vorgeschaltet, der nach XX Stunden (frei wählbar) ausschaltet. Dadurch wird zuverlässig eine Überladung der Akkus verhindert, denn nicht auf jedes elektronisches Gerät bzw. auf seine automatisch geregelte Abschaltung ist Verlass. Dazu muss ich ein Mal einen Knopf auf diesen Countdown-Schalter an der Steckdose drücken.

Im Schlafzimmer hingegen befindet sich eine 3er-Steckdose, an die die Lichtleiste angeschlossen ist, am Kopfende unter dem Bett. Die Steckdose der Wand liegt ebenfalls in niedriger Höhe unter dem Bett. Somit kommt die Lösung der Diele nicht in Betracht. Ansonsten benutze ich einige Funksteckdosen in der Wohnung, die aber alle keinen Countdown-Timer besitzen. Google mal danach: Du wirst entweder eine Menge Funkschalter ausschließlich fürs Ein- und Ausschalten finden oder etliche Timer-Steckdosen, deren Countdown mechanisch an der Dose eingeschaltet wird, aber es gibt kaum ein Produkt, das beides beinhaltet: Eine Funksteckdose, die gleichzeitig einen Contdownschalter besitzt.

Notabene: Ich beschreibe keine Zeitschaltuhr! In viel zu unregelmäßigen Zeiten gehe ich zu Bett. Außerdem: Selbst wenn es eine Funk-Zeitschaltuhr geben würde, habe ich natürlich keine Lust, jedes Mal vor dem Zubettgehen noch minutenlang etwas auf einem Mini-Display zu programmieren – oder gar mein Zubettgehen von einer eingestellten regelmäßigen Zeit vorschreiben zu lassen, was man ja bereits als eine Art Vorstufe künftiger Pflegeroboter verstehen könnte. Eine rückwärtslaufende Countdown-Uhr ist da etwas ganz anderes, denn ein Knopfdruck genügt, schon läuft eine gewisse Zeit ab.

Und nun komme ich zum Konsum-Tipp, denn ich fand als einziges Produkt bei Amazon, diese Countdown-Uhr eben MIT Fernbedienung. Ihre Steckdose verschwindet im 3er-Stecker unterm Bett und braucht fortan nicht mehr berührt zu werden, denn ohne Programmierung bietet die Fernbedienung eine Auswahl von einer oder vier Stunden eines Countdowns. Also ein Knopfdruck, dann schaltet die Lichtleiste nach einer Stunde aus. Genau so etwas suchte ich.

Inneres Ich: „Das ist ja praktisch!”

Sag ich ja. Also bist du hier nicht in einem Konsumblog gelandet, sondern bei den Tipps der praktischen Haushaltshelfer sozusagen 🙂

Noch besitze ich diese Countdown-Uhr gar nicht, sie ist bestellt und kommt am Donnerstag; ich habe sie nämlich gerade eben erst nach langer Suche gefunden.

Tag und Nacht

Herrlich so ein, zwei „Gammeltage” nach den Nachtschichten. Das absolute Nichtstun bei null Verpflichtungen. Keine Termine und „Mata Hari” auf Flugmodus. Derzeit haben ja Licht und Dunkelheit draußen kaum etwas mit dem tatsächlichen Tag und der Nacht zu tun, so dass die analogen Ziffernblätter der Uhren ziemlich nutzlos sind. Durch die Doppelverglasung der Zweifachfenster in der Wohnung lässt sich an der fehlenden Geräuschkulisse auch nicht der Morgen vom Abend unterscheiden. Also sagen wir mal, die Uhr zeigt 7:30 Uhr an, dann wäre ich entweder der erste Kunde bei Edeka, der noch vor dem Auffüllen vor leeren Regalen stünde, oder ich befände mich vor den geleerten Regalen kurz vor Schließung des Markts. In beiden Fällen eine suboptimale Zeit fürs Einkaufen. Noch schöner – eben herrlich, wie eingangs erwähnt – wenn alles Benötigte bereits zu Hause in den Schränken verstaut ist. So sitze ich tatsächlich immer öfter (winteroft) am runden Tisch im Küchenerker beim „lecker Tässchen Kaffee” in aller Ruhe noch ohne Radio, schaue in den dunklen Park und die einzige Bewegungsaktivität meiner erwachenden Gehirnzellen hinsichtlich dem Erkennen der Tages- bzw. Nachtzeit ist die Abwägung der Sinneseindrücke wie beispielsweise der auf der Terrasse tapsenden Vögel. Jaja, diese Momente besitzen einen Zauber, etwas Urwüchsiges bei gleichzeitiger leicht dementer Verwirrung, etwa vergleichbar mit einem Reset eines technischen Geräts.

In diesem Sinne: Guten Tag, guten Abend und gute Nacht erst mal 🙂

Fortsetzung E-Book ./. Papierbücher

Barbaras Kommentar inspiriert mich zu einer kleinen Ergänzung des gestrigen (kalendarisch sogar noch heutigen) E-Book-Eintrags. Barbara bringt das Smartphone und die KI ins Spiel, und daran hatte ich gestern nicht einmal gedacht! Es zeigt, wie komplex eigentlich dieses Thema ist und wie hinterwäldlerisch ich selber unterwegs bin.

Der langjährige Leser wird wissen, dass ich mein eigenes Smartphone, genannt „Mata Hari”, erst seit 2023 besitze und dass ich mir es nur deshalb zugelegt hatte, weil die Sparkasse ihr Onlinebanking umstellte, ich also ohne „Mata Hari” den Alltag nicht mehr erledigen konnte. Die Bank befindet sich in einem anderen Ort fast 100 Kilometer entfernt von meinem Wohnort. Wäre das Onlinebanking noch ohne Smartphone möglich, besäße ich nach wie vor keines. Deshalb benutze ich dieses Teil heute über das Banking hinaus auch für andere Dinge, doch vergleichsweise viel weniger als andere Leute. Auch wenn ich unterwegs bin, bleibt „Mata Hari” zu Hause liegen.

Wenn’s ums Lesen geht, dann glaube ich, dass man unterscheiden muss, was gelesen wird. Belletristik, Sach- und Fachbücher oder Zeitungsartikel. Einen 1.000-Seiten-Roman als Papierbuch wäre mir viel zu dick und schwer. Gerade auf Arbeit, bei der ich 10 Stunden lang lese, hätte ich längst eine Sehnenscheidenentzündung bekommen. Das Smartphone müsste zwischendurch ständig aufgeladen werden und sein Display wäre mir zu unkomfortabel, um Hunderte Seiten Text darauf zu lesen. Da ist der E-Reader einfach unschlagbar.

Ein Sachbuch lese ich aber nie auf dem E-Reader, das lese ich am Desktoprechner.

Zeitungsartikel lese ich auch nie mit dem E-Reader (weil eh offline), sondern mittlerweile immerzu auf dem Smartphone oder dem Desktoprechner.

Ein Roman ist Kunst, das Erzählen ist ein Kunsthandwerk. Der eine kann’s, der andere nicht. Man benötigt Talent und Können fürs Geschichten-Erzählen. Die Arbeit, einen guten Roman zu schreiben, ist groß. Entsprechend hat der Autor auch ein moralisches Recht, dafür entlohnt zu werden. Bei einem Fachbuch ist es ähnlich, es interessiert aber nur die Fachleute bzw. die am Fach, am Thema, interessierten Leute. Zum Schluss die Zeitungs- bzw. Zeitschriftenartikel, sie sind in erster Linie entweder allgemeine Verständlichmachung von Fachbüchern bzw. irgendwelchen Studien oder es sind politische Artikel. Und das wiederum bedeutet, dass 90 % der Artikel eigentlich nur Kommentare oder Agitationen von anderen Menschen sind. Wieso sollte ich jemanden für seinen Kommentar zu irgendetwas bezahlen?

Aufklärung über Missstände: Wichtig aber politisch motiviert. Meist Teil von Agitation. Auch hier sehe ich nicht ein, irgendjemandem Geld dafür zu bezahlen. Das Argument der sogenannten „4. Gewalt” als Kontrolle der Regierenden trifft längst nicht mehr zu, im Gegenteil, der ÖRR betreibt Regierungspropaganda. Dafür sollte niemand auch nur einen Cent bezahlen müssen.

Und jetzt kommt noch die KI als Autor ins Spiel. Auch hier habe ich keine Statistiken, doch ich gehe jede Wette ein, dass heute weit über die Hälfte aller Zeitungsartikel vollständig oder zu ihren größten Teilen von der KI verfasst werden. Wozu soll ein Leser diese Artikel dann bezahlen?

Bei der „taz” mit ihrer geringen Papierauflage zeigte es sich beispielhaft: Papierzeitung eingestellt, nur noch online verfügbar. Inhalt: Nur linke Politik, sie verlangen nicht einmal Geld dafür vom Leser, da sie selber wissen, dass kaum jemand es bezahlen würde. Bezahlartikel anderer Zeitungen: Sie werden entweder geleakt oder verschwinden einfach aus dem öffentlichen Diskurs, weil jemand anderes dieselbe Meinung frei zugänglich verbreitet. Kein Journalist ist in normalen Zeiten so wichtig, dass man ihm als Leser Geld bezahlen muss. Anders in Ausnahmezeiten: Boris Reitschuster zum Beispiel wurde während der Corona-Zeit groß und wichtig, sogar ich habe ihm jahrelang freiwillig ein Abo bezahlt. Seine Stimme der Freiheit war für mich als ein von anderen in Bedrängnis geratener Ungeimpfter geistig-seelisch überlebenswichtig. Daran sieht man deutlich, dass es die Menschen selber sind, die entscheiden, wem sie Geld wofür bezahlen, wer ihnen wichtig ist und wer nicht. Boris Reitschuster ist das genaue Gegenteil der „taz”: Während er groß wurde, darbte die „taz” bis dass sie schlussendlich starb. Übrig blieb von ihr ein Rauschen im Internet.

Inneres Ich: „Aber die Papierbücher und Zeitungen müssen doch bezahlt werden.”

Die Zeiten ändern sich. Heute braucht niemand mehr Papier. Wer es dennoch will, kann dafür ja auch bezahlen. Elektronischer Text kostet aber nichts bzw. wenige Cent. Ein Autor braucht heute keine Verlage als Agentur zur Vervielfältigung und Verbreitung seiner Werke. Ist die Geschichte interessant genug, verbreitet sie sich durchs Internet von ganz alleine; dasselbe gilt für das Thema eines Artikels. Die Internetportale können Geld mit Werbung verdienen. Übertreiben sie’s hiermit, verschwindet das Interesse der Leser. Sie müssen also Wege finden, die als Kompromisse angenommen werden. Jedoch Geld von den Lesern für Artikel zu verlangen, das wird dauerhaft nicht funktionieren.

Ein E-Book ist aber etwas anderes, da es sich um eine eigenständige Datei handelt, die nicht irgendwo als Text erscheint, sondern die man sich herunterlädt, um sie anschließend mit entsprechender Software zu lesen. E-Books sind heute deswegen unverhältnismäßig teuer, weil man mit ihrem Preis anteilsmäßig den Autor bezahlt, den Verlag, den Zwischenhändler, die GEMA und die Produktionskosten der Papierbücher. Natürlich haben solche Modelle keine Zukunft. „Google & Co.” scannen sämtliche Texte der Welt und stellen sie der Menschheit kostenlos zur Verfügung. Richtig so! Natürlich schimpfen alle, denen ihr Geld dadurch verloren geht. Keiner wird diese Entwicklungen aber aufhalten. Wären die Verlage klug, würden sie von der Musik-Industrie lernen; dort hat man längst Wege gefunden, trotz Internet zu überleben. Und es wird nicht weniger, sondern mehr denn je Musik im Internet verbreitet. Nach wie vor werden Interpreten Millionäre. Die Buchverlage schaffen seit Jahrzehnten einfach nicht diesen Turn, jammern über das große Sterben ihrer Branche und – tun nichts.

Also: Heute gibt es neben dem E-Reader eben auch das Smartphone als „Papierersatz”. Und ich möchte gar nicht wissen, wie es in 10 oder 20 Jahren aussehen wird. Man kann sich diesen Entwicklungen nicht entziehen, sondern nur anpassen, um erfolgreich zu bleiben. Tatsächlich entscheiden die Menschen, wie sie welches Medium in Zukunft nutzen. Gesetzliche Beschränkungen werden die Freiheit nicht dauerhaft einschränken können. Die EU wird trotz ihrer vielfältigen Bestrebungen das Internet niemals kontrollieren, eher wird die EU auseinanderbrechen. Aber das wäre wieder ein gesondertes Thema. Trotzdem hängt alles mit allem zusammen, das eine beeinflusst das andere, die Freiheit bricht sich bei all dem überall und immer Bahn. Nicht allein die politische Freiheit, auch die Freiheit von jenem Kommerz, der die Menschen auspresst. Gegen Kommerz habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden, nur an der Ausplünderung, an der Bereicherung der Grundbedürfnisse der Menschen. Aber das hatten wir ja schon, ich wiederhole mich 😉

E-Book ./. Papierbuch

Nachdem ich im Mai dieses Jahres schon einmal über Frau Dagens Ansichten zu E-Books unangenehm schlucken musste, setzt sie in ihrem Interview mit Herrn Schuler noch einen drauf, wie man so schön sagt. Und das drängt mich mittlerweile nun zu der Ansicht, sie habe die Technik der E-Books eben nicht nur nicht vollumfänglich verstanden, sondern sie betreibt ihre Desinformation über E-Books mit voller Absicht.

Naturgemäß wundert ein solches Verhalten bei einer Buchhändlerin kein Mensch, möchte sie doch hauptsächlich Papierbücher verkaufen, sie sind ihre große Leidenschaft. Von daher betrachte ich ihre Falschaussagen, E-Books gehörten nicht den Kunden, sondern sie seien nur ausgeliehen, mit einer gewissen verständlichen Nachsicht. Was mich an dem Interview mit dem ollen Schuler aber wirklich stört, ist seine zur Schau gestellte Unwissenheit über E-Books, mit der er sich in gewisser Weise der Frau Dagen anbiedert, indem er ebenfalls hanebüchene Dinge zu E-Books sagt, nämlich dass sie von außerhalb auf den E-Reader leicht manipuliert oder sonst wie im Nachhinein verändert werden können. Über seine halb verschluckten Bemerkungen, auch Eselsohren oder Anmerkungen könne man nicht bei E-Books machen, verliere ich kein weiteres Wort, denn beides geht natürlich genauso wie bei Papierbüchern. Was er nicht weiß, existiert halt für ihn auch nicht.

Wie bei vielen anderen moderneren Dingen (unter anderem bei einem neuen Auto) ist natürlich heutzutage vieles möglich, wenn der Kunde dies zulässt und es sogar so wünscht. Was alles möglich ist und was schlussendlich beim Kunden geschieht, bestimmt aber immer noch hauptsächlich der Kunde (auch wenn einiges und immer mehr bereits im Hintergrund ohne dessen Wissen geschieht – wir befinden uns hier innerhalb einer Entwicklung und schon morgen kann noch mehr geschehen, das gestern noch undenkbar war). Daher kann ich auch nur von mir sprechen, wenn ich jetzt imaginärerweise den beiden Gesprächspartnern deutlich widerspreche.

Seit über 20 Jahren lese ich E-Books, besitze heute meinen 3. E-Book-Reader. Nur für das erste Mal des Einschaltens ist man mit dem Internet einmalig verbunden, danach nie wieder, wenn man denn auf sowieso überflüssige Updates verzichtet. Hier gilt also ebenfalls der Wunsch des Kunden/Benutzers. Die WLAN-Tauglichkeit der Geräte ist bei mir komplett ausgeschaltet. Niemand kann von außen eine Verbindung mit dem E-Reader herstellen. Und ich stelle sie, wie gesagt, nicht her, da ich diese Funktion nicht benötige. In der Vergangenheit mochte ich keine Papierbücher ausleihen und leihe somit auch keine E-Books aus. Allerdings habe ich auch noch nie ein E-Book gekauft.

Meine derzeitige Bibliothek besteht aus mehr als 25.000 E-Books, um darin zu stöbern. Klar, das zu lesen, schafft kein Mensch. Sie ist, um ein versehentliches Löschen zu vermeiden, auf mehreren Datenträgern gesichert und aus ihr werden regelmäßig für eine Auswahl temporär zu lesender Bücher stets ca. zwei Dutzend Werke auf den E-Reader kopiert. Ist ein Buch zu Ende gelesen, lösche ich es einfach auf dem Reader. Ist alles gelesen, wird er wieder aufgefüllt. Zudem stehen E-Books kostenlos milliardenfach im Internet zur Verfügung. Bei Bedarf wird eines auf den Desktoprechner in die Bibliothek heruntergeladen und anschließend per USB-Kabelverbindung auf den E-Reader übertragen. Dabei gibt es weder einen fremden Zugriff, noch eine Fernsteuerung von irgendwem.

Wie man nun an seine Bücher gelangt, da gibt es viele Wege. Frau Dagen hat recht, wenn es um den Verkauf der E-Books bei Amazon & Co. geht. Deren Bücher sind verschlüsselt und können nur von bestimmten E-Readern (ihren eigenen, die von ihnen vertriebenen „Kindls”) unter bestimmten einschränkenden Bedingungen gelesen werden. E-Reader anderer Hersteller können die verschlüsselten Bücher nicht lesen, doch es gibt eben legale Software zur schnellen und einfachen Entschlüsselung. Es ist ähnlich wie bei den Betriebssystemen Windows, Apple oder Linux. Der kluge Leser benutzt einen freien E-Reader und für zu Hause auf dem Laptop- oder Desktoprechner das Verwaltungsprogramm „Calibre”, mit dessen Hilfe unter anderem auch Verschlüsselungen aufgehoben werden können. Dazu benötigt man keinerlei technische Vorkenntnisse.

Entschlüsselte Bücher sind freie Bücher. Der Ursprung der E-Books liegt in den 1990er Jahren und war frei, danach kamen erst die Verschlüsselungstechniken des Kommerzes. Sie haben aber keine eigene Technik für die E-Books verwendet, sondern an der vorhandenen Technik einfach ein Schloss montiert. Die Technik bleibt also die alte und deshalb lassen sich E-Books auch beliebig oft kopieren, weiterverbreiten und heute selbst mit einem E-Reader von 1996 lesen wie ehedem.

Ist ein Buch einmal entschlüsselt, hat niemand je wieder von außerhalb irgendeinen Zugriff darauf. Es sei denn, du richtest eine Internetverbindung ein und ein Hacker dringt in deinen E-Reader und löscht z.B. alle Bücher. Das wäre vergleichbar mit dem Brandstifter, dem du deinen Hausschlüssel gegeben hast und der in deiner Abwesenheit die Bibliothek anzündet. Von daher ist es einfach unwahr und falsch den Eindruck zu vermitteln, E-Books seien alle grundsätzlich irgendwo eingeschränkt und stünden den Papierbüchern in etwas nach. Nur weil Amazon ein Bezahlsystem und eine Verschlüsselung erfunden hat, gelten diese Einschränkungen aber nicht für alle normalen, also unverschlüsselten, E-Books. Mit diesem Irrglauben verbreitet man höchstens die warmen Träume von Amazon. Ich habe keine Statistik zur Hand aber würde schätzen, dass weltweit über 99 % der E-Books freie Bücher sind, die natürlich in den Freundes- und Bekanntenkreisen der Leser durch legales Kopieren ihre massenhafte Verbreitung finden. Mit E-Books verdient demnach niemand großes Geld, sie sind aber eine Gefahr für den Buchhandel. Das wiederum ist die verständliche Erklärung, weshalb Buchhändler sie nicht mögen.

Auf die vielen, vielen anderen Vorteile der E-Books will ich jetzt gar nicht eingehen, das habe ich im Laufe der Jahre schon immer mal wieder getan. Schließlich möchte ich keine verkaufsfördernde Reklame für E-Books betreiben. Es muss jeder selber wissen, was er lieber liest, also ob auf Papier oder ob auf dem Reader. Nur soll man, wenn man das eine oder das andere schlechtredet, was man ja durchaus tun kann, einfach nicht lügen – auch nicht aus Unwissenheit Lügen weiterverbreiten. Denn das wäre schlicht ein Betrug am Leser.

Beim Lesen geht es neben anderen Dingen immer noch in erster Linie um den Inhalt, nicht ums Geld. Und wer heute behauptet, beim Schreiben, also als Autor, ginge es ihm ums Geld, der soll aufhören zu schreiben. Geschichten erzählt haben sich die Menschen schon vor tausenden von Jahren an den Lagerfeuern, das werden sie auch weiterhin tun – ob auf Papier oder auf elektronischem Wege.

Literatur stillt dasselbe Grundbedürfnis der Menschen wie die Musik. Kein Verlag und keine GEMA wird den Leuten jemals das Singen und Musizieren verbieten können. Allein schon die Idee, sich an einem Grundbedürfnis bereichern zu wollen, ist genauso pervers wie die Bemühungen der Lebensmittelkonzerne, Wasser als käufliches Gut zu vermarkten. Natürlich verdient der Interpret, der Autor, der Künstler seinen Obolus, das bestreite ich hier in keiner Weise, doch es ist etwas anderes, einen Künstler freiwillig, je nach subjektiv empfundenem Wert seines Vortrags, zu entlohnen und dem, was Google, Amazon und die GEMA betreiben. Das ist die pure Bereicherung.

Inneres Ich: „Und was hat das mit den E-Books zu tun?”

Nun, sie sind, wie das Internet als solches, ein entscheidender Fortschritt, sich aus den Fängen des Kommerzes zu befreien. Der Kommerz hat es allerdings geschafft, mit dem Internet, also mit dem Werkzeug für die Befreiung vom Kommerz, einen ganz neuen Kommerz zu erschaffen. Seien wir doch nicht so blöd und nehmen den Buchhändlern nun dieselbe Strategie ab, die uns Geld abknöpfen will für eine seltsame Freiheit, die uns vom Kommerz der Konzerne befreien soll aber ihrerseits nichts anderes als eben der Kommerz ist. Deshalb werden E-Books von ihnen überall schlechtgeredet, und das kann ich einfach nicht ausstehen.

Inneres Ich: „Achso, ein kleiner Revoluzzer?”

Eigentlich nicht. Ich mag nur nicht hinter die Fichte geführt werden und auch nicht dabei zusehen, wie anderen das geschieht.

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Nachtrag: Fortsetzung des Geschwurbels 🙂

Coole Schuhe

4 Paar der 6 Paar Schuhe sind schon angekommen. 3 Paar Sommer- und 1 Paar Winterschuhe. Alle passen wie angegossen, obwohl ein Paar sogar eine kleinere Größe hat, also eines der drei gleichen Sommerschuhe. Trotz dieser unterschiedlichen Größenangabe kann ich keinen wirklichen Unterschied feststellen. Wie gesagt, alle passen hervorragend. Auch die Verarbeitung ist tadellos. 2 Paar Winterschuhe sind noch unterwegs aus China. Die „teuren” á ca. 15 Euro das Paar.

Für was bezahlt man allgemein hierzulande eigentlich bis zum 10-fachen des Preises? Ich hatte ein Paar bei Amazon rezensiert. Hätte ich den Link zur Rezension nicht per E-Mail von Amazon bekommen, so hätte ich diese Schuhe gar nicht wiedergefunden. Sie erscheinen einfach nicht mehr bei der normalen Suche, nicht mal, wenn man nach dem Preis aufsteigend sortiert sucht. Es werden nur die teureren aber baugleichen angezeigt und erst wenn ich den Link benutze, sehe ich den Schuh. Die identischen Schuhe mit 4 bis 6-fachem Preis erscheinen allerdings gleich mehrfach. Das sieht mir doch sehr nach erbitterten Preiskämpfen bei Amazon aus.

Jaja, ich höre schon die Rufe: „Kauft nicht in China! Ihr unterstützt menschenunwürdiges Arbeiten, der CO2-Fußabdruck ist viel zu hoch, es schadet der heimischen Wirtschaft”. 1. schadet die EU und die Energiewende der heimischen Wirtschaft, 2. werden die teuren Markenschuhe in China in denselben Fabriken hergestellt und von dort zu uns transportiert und 3. sind die Arbeiter in China über die Arbeit dankbar, da es dort keine „Grundsicherung” gibt und sie andernfalls gar kein Geld verdienen würden. Was menschenunwürdiges Arbeiten ist oder nicht, entscheiden die Menschen in China, es wird nicht auf evangelischen Kirchentagen in Deutschland festgelegt. Und last but not least: Wenn ich ein monatliches Gehalt eines ungelernten Schwurbel-Politikers bekäme, könnte ich mir die 6 Paar Schuhe auch für 500 Euro leisten. Gebt den Arbeitern hierzulande einfach allen das Geld der Politiker, dann verhalten sie sich auch „moralischer”. Obwohl – wenn dem so wäre, hätten die Chinesen wiederum keine Arbeit mehr, da dann niemand ihre billigen Schuhe kaufen würde. Wäre moralisch auch nicht so sexy, nicht wahr?

Bastelidee | China-Schuhe Fortsetzung

Die nächste Bastelidee steht an. Und zwar folgendes: Mein Eisenbett steht bekanntlich auf schmalen Beinen. Es ist perfekt, wie es ist, ungemein stabil aber gleichzeitig leicht zu verschieben. Noch nie besaß ich ein bequemeres Bett. Auch finde ich die Höhe klasse: 46 Zentimeter, darauf kommt dann die Matratze, so dass es um die 60 Zentimeter hoch ist. Ein toller Kompromiss zwischen einem Boxspringbett und einem niedrigen Bett. Platz unter dem Bett ist also reichlich vorhanden, um Dinge zu verstauen. Und der Platz ist offen, das wollte ich genau so haben, da ein geschlossener Kasten die Gefahr von Schimmelbildung birgt. Der Nachteil dieses offenen Raums liegt aber im Verstauben der Dinge unterm Bett und ein klein wenig bei der Optik. Und hier liegt die Bastelidee: Was könnte man als staubdichte sowie optische Blende um/an die Seiten machen, das gleichzeitig aber nicht fest verbaut wird, um weiterhin den einfachen Zugriff auf den Kram unterm Bett zu behalten?

Also kein Holz oder Metall, eine solche Konstruktion wäre viel zu aufwendig und letztlich zu schwer. Ebenfalls keinen Stoff, wie etwa bei Bühnen-Verblendungen, denn dahinter wäre wie bei Holz oder Metall die Lüftung beeinträchtigt. Also kam mir die Idee, es mit schwarzem Fliegengitter zu versuchen. Unter Umständen doppellagig, was dann immer noch genug Luft durchließe, optisch aber sehr wahrscheinlich komplett blickdicht werden würde. Befestigt wird es am Rahmen einfach mit Klettband. Wenn man es ordentlich mit einem zusätzlichen 2 Millimeter dickem Ausgleichs-Klebeband zurechtschneidet und verlegt (die Beine stehen bis etwa 2 Millimeter versetzt vor dem Bettrahmen), sollte das Gitter ohne den geringsten Faltenwurf wie eine schwarz-anthrazitfarbene Blende aussehen. Montag kommen die Materialien hier an, dann kann ich am Mittwoch nach den Nachtschichten ans Werk gehen. Fotos werden folgen – wenn’s mir gelingt wie beabsichtigt. Falls nicht, wirst du nie mehr ein Wort davon lesen, dann wird die Idee komplett totgeschwiegen 😉

Heute kamen die ersten China-Schuhe schon an. 2 Paar; die von links oben auf dem Foto. Sie passen perfekt, sind federleicht und elastisch. Als Frühjahr- und Sommerschuhe oder als Büroschuhe geradezu ideal. Die Schnürsenkel haben im Grunde keine Funktion, denn die Schuhe lassen sich wie Slipper oder Mokkassins einfach überziehen. Barfuß fühlen sie sich herrlich an. Obwohl ich eigentlich immer Socken trage, könnte mich dieses wunderbare Tragegefühl tatsächlich sogar zum Barfußgehen verlocken.

Vom Höcksken aufs Stöcksken

Gleich muss ich raus in die fiese regnerische und kalt-windige Welt. Der Kühlschrank ist fast leer (ich übertreibe). Den hatte ich gestern am heiligen Sonntag übrigens wiedermal abgetaut. Das war, wie mein Erfahrungswert gezeigt hat, diesmal auch wieder mit Föhn in 5 Minuten erledigt. Du hältst den Föhn nur Sekunden auf die dicken Eisschichten des Gefrierfaches, schon lösen sich riesige Brocken. Drei-, viermal, und das Eis liegt in der Schüssel. Danach schnell noch auswaschen und fertig.

Das ist sehr schön, denn dann bleibt einem mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens. Als da zum Beispiel das „Favicon” wäre. Das Miniaturbildchen, welches du im Reiter deines Webbrowsers links neben dem Namen siehst. Das war bisher eine Blume, nu‘ isses ein Herzilein mit Karomuster 🙂

Okay, man ist für diese Mini-Bilder ziemlich eingeschränkt, denn bei der Verkleinerung geht das meiste verloren. Es können eigentlich nur eindeutige Symbole ohne Schnörkel und ohne dünne Zeichenlinien verwendet werden. Bei Text kein Wort, sondern maximal zwei Buchstaben und so weiter. Und du siehst dieses Favicon nicht am Smartphone, nur an Browsern der Notebook- oder Desktoprechner. Noch dazu ist es kompliziert, bei den Favoriten ein einmal gespeichertes altes Favicon durch das aktuelle angezeigt zu bekommen. Beispielsweise geht das mit dem Firefox 144 problemlos, mit dem Firefox 115 (Extended Release) aber nur mittels eines enormen Klickaufwands. Irgendwann aktualisieren sich die Favicons wohl auch automatisch. Habe ich zumindest gelesen, weiß aber nicht, ob es stimmt.

Nachrichten schaue ich vielleicht heute Abend, denn ich muss schon sagen, so ganz ohne News lebt es sich bedeutend unaufgeregter und harmonischer. Morgen folgen übrigens meine letzten beiden Nachtschichten der dreimonatigen Arbeitsverlängerung. Ich müsste traurig sein, denn das bedeutet deutlich weniger Geld – trotzdem bin ich bestens gelaunt. Ohne Auto (Kosten), ohne Schulden und wenn man gelernt hat, mit sehr wenig Geld auszukommen, gibt es auch weniger bis kaum Existenzängste. Ich muss nicht in den Urlaub reisen, denn wenn ich tagsüber oder nachts frei entscheiden kann, was ich tu und mache (zum Beispiel einen Spaziergang unternehmen ohne auf irgendwelche Zeiten für die Arbeit achten zu müssen), dann wird das Leben zu einem Urlaub.

Natürlich gilt das nur für mich als ein Alleinstehender, der momentan nicht mal für einen Hund oder eine Katze sorgen muss, das ist schon klar. Ich behaupte ja nicht, dass diese Art zu leben für jeden gut ist. Wenn nur die Hälfte der Chinaschuhe passen wird, laufe ich die nächsten 5 Jahre in ihnen herum und brauche mir keine Gedanken mehr ums Schuhwerk zu machen. Das ist sicher nicht jedermanns Sache. Gleiches gilt für die Kleidung. Wer, wie ich, schwarze Kleidung liebt, hat’s ziemlich leicht: Militär-Style in Schwarz war und ist seit jeher „modisch” und sieht für alle Gelegenheiten passend neutral aus. Und wenn man auch noch keine teuren Drogen benötigt aber für den Genuss des E-Dampfens erstens vorgesorgt und zweitens Do-It-Yourself gelernt hat, kommt man prima mit ganz wenig Geld aus. Wenn man sich an Kleinigkeiten erfreuen kann, dann kippt es (der berühmte Kipppunkt), und der Genuss der Freiheit – besser der Unabhängigkeit als Freiheit – zaubert dir ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.

Jaja, ich höre schon die vielen Einwände. Es stimmt natürlich, das alles ist doch arg relativ zu sehen. Kommt einem beispielsweise eine Krankheit in die Quere, ist ein gutes Leben vorbei und das Elend tauscht seinen Platz mit dem Glück. Wie gesagt, es ist ja kein Universalrezept für ein zufriedenes Leben, was ich hier und heute schreibe, es soll nur verdeutlichen, dass ich anders als früher keinerlei Zukunftsangst mehr habe, denn am Ende befinden wir uns alle in Gottes Hand (oder Schicksal oder als was auch immer man das bezeichnen kann).

Jedenfalls sind morgen die letzten beiden beruflichen Nachtschichten angesagt und ich saufe schreibe mir mein Leben schön 😉

Und das glaubst du jetzt nicht, doch ich schwöre bei allem, was mir heilig ist, dass gerade jetzt um 14:13 Uhr, als ich diesen Tagebucheintrag in die Eingabemaske des Weblogs gab, die AOL-Stimme erklang, die mir mit „Sie haben Post” den Empfang einer E-Mail der Firma ankündigte: „Der Dienst geht erst mal weiter, eure Arbeitsverträge werden angepasst.” Das Getriebe dreht sich weiter. Zu früh „gefreut” … 

Glück aus der Waschküche

Gestern hatte ich Wäsche in der Maschine schwarz gefärbt. Zwei Jogginghosen, zwei T-Shirts und meine geliebte „MilTech”-Anglerweste mit den vielen Taschen. Die Jogginghosen hatte ich in der Vergangenheit beim Putzen mit Chlorreiniger getragen. Jeder Spritzer Putzwasser führte zu roten (ausgewaschenen) Sprenkeln. Die T-Shirts waren einfach nur alt und ausgewaschen und die Weste war ebenfalls altersbedingt mehr grau als schwarz.

Bei Rossmann kostet schwarzes Färbemittel rund 4 Euro für 300 Gramm Wäsche. Mal 3 = 12 Euro. Plus Fixierer für knapp 5 Euro = 17 Euro total.

Das Ergebnis war leider ziemlich enttäuschend. Bei den Hosen hat es fast gar nichts gebracht, die roten Flecken sind jetzt hellgrau. Bei den verwaschenen T-Shirts ist es ebenfalls unbefriedigend, die werden nun ausgemustert. Nur die Weste wurde wieder tief schwarz, da ist das Färben sogar sehr gelungen. Wahrscheinlich liegt’s am Mischgewebe der Hosen und der T-Shirts – wobei das aber auch nicht sein kann, da die Weste zu 80 % aus Polyester und nur zu 20 % aus Baumwolle besteht.

Lohnt sich das Färben allein der Weste wegen?

30 Euro kostet eine neue Weste, umgerechnet 9 bis 12 Euro ihr einmaliges Färben. Also lautet die rationale Antwort „Jain”. Wenn ich aber die Zeit berücksichtige, die ich die Weste beinahe täglich außer Haus getragen habe – ich besitze mehrere solcher Westen in verschiedenen Größen, je nachdem, was ich darunter trage (Winter, Sommer usw.) – dann komme ich auf knapp 15 Jahre. Nichts an ihr ist kaputt, sie ist nicht verschlissen, die Gebrauchsspuren sind durchs Färben jetzt völlig verschwunden – also unter diesem Aspekt betrachtet, lohnt sich ganz klar das Färben. Und wenn ich dann auch noch die Emotionen mit ins Spiel bringe (eine alte Jacke wird zu einer zweiten Haut, es täte mir in der Seele weh, sie wegzuwerfen), dann betrachte ich das gestrige Färben sogar als einen absoluten Glücksfall.

Superwichtige, sensationelle Erkenntnis zum Thema Schlaf

Letzte Nacht war ich zu spät ins Bettchen gegangen und heute zu früh aufgestanden. Ich hatte etwas für meinen Nachbarn getan und war (das erste Mal in diesem Jahr überhaupt) tatsächlich vom Wecker wachgeklingelt worden. Jetzt gegen 17 Uhr hänge ich wie ein gebrauchter Waschlappen vor den Monitoren herum und es ist absolut nichts mit mir anzufangen.

Kennst du folgende Super-Erkenntnis auch? Bei mir kommt es gar nicht auf die Stundenzahl an, die ich geschlafen habe, um ausgeruht und regeneriert voller Tatendrang in einen neuen Tag zu starten. Das können mal nur 4 Stunden sein, ein andermal vielleicht 8 Stunden, oder es ist sogar trotz einer Nacht ganz ohne Schlaf möglich – ABER – sobald mein Schlaf von einem Wecker unterbrochen wird, auch wieder egal, ob nach 4, 6 oder 8 Stunden, dann ist der Folgetag komplett am Arsch (ja, das sagt man so, weil es genau so ist). Demnach ist die Phase des letzten Drittels Schlaf (oder Viertels, ich hab’s noch nie messen können. Wie denn auch?) allein für die Regeneration entscheidend, also ob der Körper das letzte Stück dieser Phase selbstständig bis zu Ende durchschläft oder ob er vorher brutal geweckt wird.

Schlaf nachholen? Naja, schon morgen beginnen eh die beiden 12-Stunden-Nachtschichten wieder, da gucke ich heute besser mal, so gegen 3 Uhr ins Bett zu kommen und morgen auszuschlafen, damit ich dann fit für die kommende Nacht sein werde. Schlaf nachholen klappt zwar, vorschlafen hat bei mir aber noch nie funktioniert. Und wenn ich mich jetzt hinlege, weiß ich nicht so recht, ob der Körper dies als nachholen oder vorschlafen versteht.