Statler-&-Waldorfartige Kurznachlese

Die Leute wollen konservative Politik aber wählen grün. Jeder, der die CDU wählt, weiß doch, dass er grün-links bekommt. Und trotzdem wählen sie die CDU. Die Wahlanalyse sagt, dass hauptsächlich alte Leute die CDU gewählt haben. Ist es das Geld, die Sattheit, die verantwortlich für die geistige Inflexibilität sind? Oder waren die Leute schon immer so? Naja, auch falls sie es als Denkzettel für die Merz-CDU gemeint haben sollten, war es eine dumme Wahlentscheidung. Als Demokrat respektiere ich sie natürlich. Nun kriegt Baden-Württemberg genau das, was die Leute bestellt haben. Storno gibt’s nicht. Ist kein Amazon, ist echtes Leben und Verantwortung.

Kleiner Nachtrag zu gestern: Dafür soll jemand dann sein Leben opfern? Für diese baden-württembergischen „Werte”? Für die Clowns aus der Manege des Zirkus‘ „unsere Demokratie”? Mein Gott, stünde wirklich morgen der Russe am Rhein, wär’s die zweite Befreiung Deutschlands innerhalb kürzester Zeit *fiesgrins*.

Gleich 2 Uhr, ich geh dann mal ins Bettchen. War ein spannender Wahlabend trotz allem. Und eine lustige Show. Fandste nicht auch?

Wehrpflicht? Nein, danke – Berufsarmee? Ja, bitte

Endlich bin ich mal in einer Sache ganz anderer Meinung als Rika 🙂 Ja, es geht ums leidige Thema der Wehrpflicht bzw. allgemein um die Wehrhaftigkeit bei einer Bedrohung. Dazu möchte ich heute doch leidenschaftlich – und ja, auch polemisch – gegenrufen.

Jeder einzelne muss sich am Ende des Tages die Frage stellen, wofür er bereit ist, im Äußersten zu gehen. Also wenn sein Leben, sein Besitz, die Freiheit, die Freunde, die Gesellschaft oder das Land bedroht werden. Natürlich wäre auch ich als Pazifist bereit, mich zu wehren, wenn mir jemand persönlich an die Wäsche will. Und auch meine Familie und Freunde würde ich selbstredend verteidigen, gar keine Frage. Lebte ich in Israel, würde ich widerspruchslos meinen Wehrdienst abhalten – doch für den deutschen Staat, in dem ich lebe, oder für die EU, die ganz ohne Krieg den Menschen Freiheit, Geld und Wohlstand raubt – also für Friedrich Merz, von der Leyen und für diese durch und durch korrupten Gestalten? Niemals!

Wir reden in der Öffentlichkeit doch ständig darüber, in Deutschland eine Gewaltenteilung zu haben. Sogar zur Selbstverteidigung darf man sich persönlich nicht bewaffnen, da das Gewaltmonopol einzig und alleine beim Staat liegt. Die Polizei ist für unseren Schutz im Inneren zuständig. Und genauso sollte es auch im Äußeren sein. Polizei im Inneren, eine Berufsarmee im Äußeren für den Verteidigungsfall. Ist meine persönliche Verteidigung (oder die meiner Familie) weniger wert, als die der Politiker? Warum müssen für deren Verteidigung alle kämpfen und selbst ich darf dann sogar die schlimmsten Waffen benutzen? Warum dürfen allein sie, die kompetenten Hansel im Parlament, einen Krieg ausrufen, nicht aber das Volk per Volksentscheid? Irgendwie stimmt da etwas mit der Logik nicht so ganz. Naja, ich höre schon, parlamentarische Demokratie und so weiter. Geschenkt. Nächster Punkt:

Absurd sind auch jene Gedankenspiele, die mir zum Beispiel die Kommission der Bundeswehr bereits als ein 17-jähriger Schnösel dargeboten hatte, nämlich was ich denn tun würde, wenn jemand meine Freundin vergewaltigen würde und ich in meinen Händen eine Waffe hielte. Wer damals der Benutzung der Waffe zur Verteidigung der Freundin zugestimmt hatte („den mach ich alle!), dem wurde sofort die Verweigerung des Wehrdienstes aus Gewissensgründen aberkannt, da ja grundsätzlich die Bereitschaft für eine gewalttätige Verteidigung vorhanden sei. Das ist ein altbekanntes Problem mit der Scheinlogik: Der persönlichen Wehrhaftigkeit wird mit schrägen Beispielen eine abstrakte gegenübergestellt.

Man sollte annehmen, vor diesen Scheinlogiken heute bewahrt zu sein, doch Pustekuchen: Schon wieder werden Beispiele herangezogen, die rein gar nichts mit den persönlichen Umständen zu tun haben. Diesmal ist es statt der Freundin, die Ukraine. Es wird gefragt, ob du dich dem Russen auslieferst, wenn er morgen kommt, ob du dich ihm bedingungslos unterwerfen würdest, wenn er deinen Besitz wegnimmt und allen Leuten die Freiheit raubt. Tja, der Überfall der Russen auf die Ukraine hatte aber eine Menge andere Gründe, denn zum Ausrauben braucht heute keiner mehr einen physischen Krieg, das geht viel eleganter. Ob die Ukrainer überhaupt wissen, dass fast der gesamte Landbesitz in der Ukraine mittlerweile in ausländischer Hand ist? Dass die Bodenschätze, die sich noch unerschlossen tief in der Erde befinden, längst verkauft wurden?

Viel eher, wenn wir schon unbedingt moralisch argumentieren müssen, würde der Ukraine-Krieg als Beispiel für eine Wehrhaftigkeit aus der umgekehrten Blickrichtung plausibel. „Der Russe” seinerseits fühlte und fühlt sich durch das Handeln der Ukraine (NATO-Osterweiterung) bedroht und sieht den Krieg eben als Verteidigung Russlands. Jaja, der eine sieht es so, der andere andersherum und wieder einem ist es eh egal, was außerhalb Deutschlands die Länder miteinander so treiben.

Wäre die Ukraine in der NATO gewesen, dann hätte die Bundeswehr in deren Krieg ziehen müssen. So dicht stehen wir vor der Teilnahme an einem Krieg, der uns nichts angeht. Weder wurde am Hindukusch unsere Demokratie verteidigt (Peter Struck, Gott hab ihn selig), noch in der Ukraine die Freiheit. Die NATO wird derzeit Land um Land erweitert, womit die Chance ins Unermessliche steigt, in einen fremden Konflikt hineingezogen zu werden. Glaubst du nicht? Ich übertreibe? Unsere „glorreiche” Marine übt bereits in der Straße von Taiwan, wie es sich so kämpft innerhalb der NATO. Was hat die NATO mit dem taiwanesisch-chinesischen Konflikt zu tun?, fragst du vielleicht. Kann ich dir auch nicht sagen, aber die Bundeswehr ist dagewesen und hat unter Führung der USA an einem NATO-Manöver teilgenommen. Was ist denn Sinn und Zweck von Kriegsübungen? Wie erklären wir denn das bitteschön dem 17-jährigen bei seiner Musterung? Vielleicht damit, dass er zukünftig eine asiatische Freundin haben wird, die jederzeit vergewaltigt werden könnte?

Bitte nicht missverstehen! Eine Bürgerwehr ist völlig in Ordnung. In Israel oder der Schweiz wissen die Leute, wofür sie ihren Wehrdienst ableisten und eventuell ihr Leben lassen. Wahrscheinlich ist das auch in anderen Ländern wie Ungarn, Polen etc. sehr ähnlich. Auch dort weiß man, dass die Eigenständigkeit verteidigt werden muss. Aber Deutschland? Ich bitte dich! Was, bis auf die deutsche Sprache, wäre am heutigen Deutschland überhaupt noch verteidigungswert? Und was dann so sehr, dass man sein eigenes und einziges von Gott geschenktes Leben dafür hergeben würde?

Neues deutsches Bildungsbürgertum?

Heute las ich einen Leserbrief, also es war ein ernst gemeinter Kommentar in einer Online-Zeitung, der einem glatt die Schuhe auszieht. Sinngemäß schrieb jemand folgendes: „Wenn man mal in den Städten des Irans spazieren geht, was man per Google-Street-View problemlos machen kann und ich regelmäßig mache, dann erkennt man, dass ganz viele Frauen ohne Kopftuch herumlaufen“. Inhaltlich sagte der Kommentator weiterhin, es sei gar nicht so schlimm unter den Mullahs im Alltag.

Wirken lassen bitte.

Da fasst du dir doch einfach nur noch an den Kopf. Gleich auf mehreren Ebenen zeigt dieser Leserkommentar, wie infantil, unwissend – wie bescheuert – heute die „Social-Media-Menschen“ sind. Wozu Reisen, wozu Land und Leute kennenlernen, wenn doch Google die Welt ins Wohnzimmer bringt? Problematisch nur, wenn bei der Ermordung von ca. 40.000 unschuldiger Menschen allein im Januar keine Google-Kamera darauf gerichtet war. War also gar nicht so, denn „ich habe jedenfalls nichts vor Ort davon gesehen.“

Was tut man mit solchen Kommentatoren? Das muss ihnen doch selber wehtun. Ich meine, darf man ihnen sagen, wie abgrundtief dumm und dämlich sie sind? Oder kriegt man dann die Staatsanwaltschaft auf den Hals gehetzt, weil man deren Gefühle verletzt hat? Solche Leute dürfen wählen, das musst du dir mal vorstellen, sie bestimmen mit über unser aller Schicksal!

Es ist mir schon klar, dass unser KI-Fernsehen im Grunde nichts anderes macht. Aber wenn ich mit getürkten Bildern und Fakten betrüge, beinhaltet das immer noch eine gewisse Schlauheit. Bei aller Verwerflichkeit für ihr Tun, die Weltsicht-Bestätigungs-Medien sind nicht dumm – dieser Kommentator ist aber überzeugt davon, klug, gebildet und „weit gereist“ zu sein.

Was ist schlimmer? Grottenschwarze Idiotie oder politische Propaganda?

Jaja, auch Karl May war nie in den USA und hat trotzdem die wunderbarsten Indianer-Geschichten erzählt. Er war der Relotius Nummer Eins der jüngeren Vergangenheit – aber er schrieb Unterhaltungsromane.

Google Street-View-User – das neue deutsche Bildungsbürgertum? O mein Gott, ich habe fertig für heute.

„Merz an die Front!”

Na, wenn das nicht lustig ist: In der Hochzeit von „Fridays for Future” wurden das Schulschwänzen und die Demos medial noch als Verantwortungsbewusstsein der jungen Generation gefeiert. Die Politik freute sich, denn die jungen Leute unterstützten perfekt die Ziele des Umbaus der Gesellschaft hin zur grünen Wende auf gleich allen Politikfeldern. Wir erinnern uns noch gut daran, und nicht wenige applaudierten der FFF-Gemeinde.

Heute demonstrieren dieselben Leute desselben Milieus erneut, aber dieses Mal gegen die Wehrpflicht. Jetzt bekommen Politik und Medien förmlich Schnappatmung der Empörung. Verantwortungslos seien diese Demos. Es werden Konsequenzen fürs Schulschwänzen angedroht und statt Applaus, hagelt es medial nur so von schlimmen Vorwürfen.

Natürlich kann man zur Wehrpflicht, zur Bundeswehr allgemein oder zu Krieg und Frieden ganz unterschiedlicher Meinung sein, wie man übrigens auch zum Thema „Klima” unterschiedlicher Meinung sein kann, doch darum geht es jetzt nicht. Bemerkenswert ist heute allein die um 180 Grad gedrehte öffentliche Wahrnehmung derselben jungen links-grün-woken Leute: Wenn ihre Demos der Ideologie von Politik und Medien nutzen, werden sie moralisch überhöht und hofiert, wenn sie ihr aber widersprechen, sind sie schädlich und es wird geschimpft und draufgehauen.

So wie diese Doppelmoral nun öffentlich zutage tritt, also ′tschuldigung, da kann ich mir das Grinsen nicht verkneifen. Zumal Plakate mit der Aufschrift „Merz an die Front” absolut zutreffend sind, denn alle Trommler für „Darum auf! Zu den Waffen!” sollten gefälligst in der ersten Reihe marschieren.

Mündige Bürger?

Wie kann es nur sein, dass in den USA der Liter Benzin an den Tankstellen um die 60 Cent kostet und trotz der Iran-Luftschläge damit knapp 20 Cent billiger ist als noch im Jahr zuvor? Irgendetwas machen wir in Deutschland anscheinend nicht ganz so richtig. Jaja, ich hör’s schon: Wir haben doch kein eigenes Öl und auch kein eigenes Gas.

Tja, erstens hätten wir eigenes Gas, wenn denn das Fracking in Deutschland nicht verboten wäre. Zweitens hätten wir billiges Öl und Gas, wenn wir denn den Einkauf aus Russland nicht verbieten würden. Drittens könnten wir eine Menge Gas einsparen, wenn wir es nicht zur Stromerzeugung verbrennen würden, weil wir die Kernkraftwerke lieber in die Lust gesprengt haben und auch keine neuen bauen wollen. Und viertens sitzen wir auf einem gigantischen Vorrat an Kohle, doch haben die modernsten und saubersten Kohlekraftwerke, die es gibt, abgerissen und ebenfalls verboten.

Zusammenfassend kann man also klar sagen: Bezahlbare Energie haben wir uns selber verboten.

Wenn die Weltrettungs-Attitüden und die Moral von „wir sind die einzigen Guten auf der Welt” für uns (als Mehrheit bei den Wahlen, auch bei der kommenden Wahl in BW) nach wie vor am Wichtigsten sind, dann kann man sich über teure Energie ja nicht beschweren. Ich kann schließlich nicht über Dinge, die ich selber so gewollt habe, hinterher meckern, wenn ich doch weiterhin genau diese Politik wähle, von der ich will, dass sie tut, was sie bisher tat. Ich meine, das wäre dann offensichtlich dermaßen krank, dass ich mir selber die Mündigkeit absprechen müsste, weiterhin an die Wahlurne zu treten, um meine Stimme abzugeben.

Also entweder meckern, dann aber eine Alternative wählen, die diese Teuer-Energiepolitik abschafft, oder eben nicht meckern und ein Weiter-So wählen. Andersherum – siehste selber, nicht wahr?

Italien möchte den CO2-Handel verlassen – ein paar Gedanken zur EU

Na endlich! Victor Orban hatte bereits vor mehreren Jahren gesagt, dass für eine Reform der EU weder das kleine Ungarn, noch ein anderes neues Mitgliedsland in der Lage sei, sondern dass der Anstoß für Reformen von den Gründungsländern Deutschland, Frankreich oder Italien ausgehen müsse, um nachhaltigen Erfolg zu erreichen. Nun fordert Italien den Ausstieg aus dem CO2-Emissionshandel, worüber bei „Tichys” ausführlich informiert wird.

Die italienische Meloni-Regierung erkennt damit innerhalb der Kern-EU als erste bedeutende Regierung die Zeichen der Zeit und gesellt sich an die Seite der USA, die den CO2-Ablasshandel bekanntlich seit Trumps Präsidentschaft offen als Betrug bezeichnet. Abgesehen davon lachen sowieso die restlichen Länder der Erde, bei denen solcherlei Wirtschaftshemmnisse nie bestanden, die EU wegen ihrer angezogenen Handbremse aus.

Die CO2-Bepreisung steigt bis 2027 sprunghaft an, darüber wird schon seit geraumer Zeit berichtet. Frankreich zum Beispiel wird definitiv nicht in der Lage sein, mit ausreichend Subventionen die heimische Industrie in den kommenden Jahren zu unterstützen, ist das Land doch heute bereits faktisch pleite und überlebt nur wegen der Zuwendungen von der EU. Beide, also Frankreich sowie die EU, agieren vor allen Dingen wegen des deutschen Geldes bzw. der deutschen Bürgschaften, die die ständig fortschreitende Verschuldung der EU überhaupt erst ermöglichen. Es ist ein Rattenschwanz: Die EU kann sich nach der Griechenland-Rettung kein weiteres Pleiteland mehr leisten, erst recht kein großes, da ansonsten das gesamte Konstrukt mit in den Abgrund gerissen würde.

Falls Italien aus dem CO2-Handel und in der Folge natürlich aus der gesamten Klimapolitik des „Green Deals” der EU aussteigen sollte (was durch viel Geld von der EU für Italien nochmals aufgeschoben werden könnte), wird trotzdem langsam aber sicher die Frage gestellt, was in einer ausweglosen Situation der Verschuldung am Ende weiterhilft. Krieg oder Reform?

Das BIP der EU beträgt rund 18 Billionen Euro, sie ist mit rund 80 % davon verschuldet = ungefähr 15 Billionen Euro. Das kann man googeln. Und alles noch ohne die „Sondervermögen” (mehrere Billionen Euro Extra-Schulden obendrauf). Solche Summen kann sich keiner mehr vorstellen. Und: Es hört ja nicht auf. Es geht von Jahr zu Jahr munter weiter mit dem Schuldenmachen. Dass es jemals zu einer Rückzahlung kommen wird, ist ebenso unvorstellbar.

Schon vor über 10 Jahren fragte ich hier im Tagebuch, weshalb eigentlich niemand auf die Idee kommt, eine alternative EU zu gründen. Wer weiß, welche Länder da heute längst Mitglieder wären. Aber die EU blieb ohne jede Konkurrenz, obwohl sie nicht die geringste militärische Macht als mögliches Druckmittel besitzt. Es ist also diese unvorstellbare Menge Geld, die sie unter den führenden Politikern, den Parteien, NGOs, den Lobby-Gruppen, der Industrie und den Ländern aufteilt, um deren Zustimmung für ihre Ideen und Vorhaben zu erhalten. Dazu brauchst du käufliche Politiker der Nationalstaaten und eine dumme Bevölkerung, die nicht nachfragt, wo das viele Geld abgeblieben ist. Die Briten hatten es getan, kluge Menschen, und jetzt beginnen anscheinend die Italiener ebenso mit einer solch lästigen Nachfragerei.

Es kann nicht gut für die EU enden. Was allerdings mit den Schulden geschehen wird, wer für sie, selbst im theoretischen Fall einer Auflösung der EU, Verträge der Haftung unterzeichnet hat – niemand kennt hier eine verbindliche Antwort. Die EU scheint beinahe wie eine gigantische Maschinerie zu funktionieren, in der Menschen als willenlose Sklaven schuften. Deren Arbeit dient der Aufrechterhaltung einer automatisierten Funktion der Selbsterhaltung. Das ist der alleinige Zweck oder die Daseinsberechtigung der EU. Sie mag von manchen Zeitgenossen als eine Schönheit der Versuchung wahrgenommen werden, für die meisten anderen steht sie als ein Monster der Unterwerfung.

Klatsche für die Bundes-CDU?

In vielen Medien und in meinem persönlichen Umfeld wird derzeit gerätselt, wie es denn sein könne, dass die Grünen zwar bundesweit eine absteigende Partei ist, sich in Baden-Württemberg aber auf dem Weg zur Regierungspartei befindet. Erklärungen dafür müssen herhalten von einem genialen Wahlkampf Özdemirs bis hin zu einer vermeintlichen Bevölkerungsstruktur als ein vermehrt von „grünen Spinnern” bewohntes Bundesland. Natürlich ist meines Erachtens beides als Hauptgrund für den grünen Erfolg ziemlich konstruiert. Keiner kommt dabei aufs Naheliegendste: Und zwar eine Klatsche für die Bundes-CDU.

Was soll man als Wähler, um Friedrich Merz und die CDU für ihr offenkundiges Versagen abzuwatschen, denn anderes wählen? Die AfD? Jeder Realist weiß, dass die AfD niemals in Baden-Württemberg die Wahl gewinnen kann. Dasselbe gilt für die einstellige SPD. Damit wäre die eigene Stimme eine verlorene Stimme und die CDU würde erst recht gewinnen. Es bleiben also nur die Grünen übrig – und ob das Ergebnis Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz sein wird, ändert rein gar nichts an der bisherigen und an einer kommenden Regierungspolitik, aber mit der CDU als „Juniorpartner”, das wäre ein ordentliches Zeichen für die Bundes-CDU. Genau das wäre nicht zu übersehen. In diese Richtung weist, so glaube ich, die Erklärung der erstaunlichen Wahlprognosen für die Grünen.

Auf andere Wahlen hat diese Besonderheit in Baden-Württemberg keinen Einfluss. Im Osten wird von der ebenfalls zu erwartenden Klatsche für die CDU die AfD profitieren, bundesweit, wenn es denn Wahlen geben würde, wäre es die SPD. Noch sind wir in Deutschland von einem wirklichen Wechselwillen in der Bevölkerung zu weit entfernt. Die meisten Leute wollen nach wie vor, dass alles bleibt, wie’s ist. Das wird sich bestimmt bald ändern, denn die Leute im jüngeren Osten sind jenen im überalterten und übersättigten, der Bonner Republik nachtrauernden Westen schon lange weit voraus. Bisher besitzen Viele im Westen genug persönliche Reserven, um den wirtschaftlichen Niedergang abzufedern. Irgendwann sind die Vermögen aber aufgebraucht, dann wird sich auch der Westen verändern. Allerdings ist das nun wieder eine ganz andere Prognose und hat mit der Wahl am kommenden Sonntag nichts oder nur wenig zu tun. Sonntag droht erst einmal der CDU eine wuchtige Klatsche. Ich bin gespannt.

Öl- und Energiekrise? Selber mitverschuldet.

Was haben wir seit knapp 20 Jahren doch für kluge Politiker. Wir sprengen eines nach dem anderen der Kernkraftwerke in die Luft, bepflastern das Land mit gigantischen Propellern für Flatterstrom, beklatschen um die mittlerweile 20 Sanktionen gegen unseren großen Gaslieferanten, Russland, bauen sämtliche Öl- und Gasvorräte ab, um billig und billiger mit „Just In Time” diese Energie zu verwalten, aber heulen nun über steigende Preise wegen der kommenden Öl- und Energiekrise. Als ob das nicht absehbar gewesen wäre! Doch 20 Jahre lang hat die Mehrheit im Lande sämtliche Mahner ausgelacht und ihre Warnungen als Schwurbleien und böswillige Verschwörungstheorien in den Wind geschlagen. In die Propeller, bin ich ja versucht zu sagen, um die Warnungen zu zerschreddern.

Heute lacht Russland über die Sanktionen und beobachtet amüsiert, wie wir uns mit ihnen ins eigene Knie geschossen haben. Und obwohl ich, wie wir alle, natürlich von einer sich abzeichnenden Energiekrise selber betroffen sein werde, kann ich Russlands Heiterkeit gut verstehen. Russland, die USA, China oder Indien – keines dieser großen wirtschaftlichen Länder wird unter einer Ölkrise besonders leiden, da sie alle vorgesorgt haben – allein die dumme EU, allen voran Deutschland, wird bezahlen.

Wir als Volk – also die Mehrheit im Lande – haben bzw. hat diese überschlaue Politik seit Merkel gewollt und gewählt. Ich empfehle daher, nicht weiterhin die Schuld bei irgendeinem anderen zu suchen (der USA), sondern einsichtig zu werden und die eigenen deutschen Positionen zu hinterfragen und zu verändern. An erster Stelle müssen sofort die Sanktionen gegen Russland beendet werden. Sie wirken gegen uns, nicht gegen Russland. So schwer sollte diese Erkenntnis eigentlich nicht sein.

Ab ins Kinderzimmer

Noch ganz schnell habe ich gestern die letzten 4 Episoden des spannenden und bis gerade eben noch ziemlich aktuellen Spionage-Thrillers „Teheran” gesehen (9 Punkte), bevor auch in meinem Kopf endgültig angekommen war, dass es nun ja mit aller Aktualität der Serie definitiv vorbei ist. Das fand ich (im Sinne der Komik) dann richtig lustig 🙂

Die Weltsicht-Bestätigungs-Sender des ÖRR betreiben derweil munter weiter ihre Anti-Trump-und Anti-Israel-Agitation. Wie bereits im Gaza-Krieg, als sie ohne Überprüfung die Propaganda der Hamas-Medien weiterverbreiteten, werden abermals ungeprüft iranische Fake-Quellen zitiert/bebildert und ohne Fakten über Gebühr sensationalisiert (Mädchen-Schule). Und es werden deutsche „Experten” interviewt, die uns absurderweise weismachen wollen, das iranische Volk wäre gegen die Einmischung der USA, da es selber das Mullah-Regime stürzen wolle. 30.000 Opfer durch die Niederschlagung des jüngsten Aufstands sprechen zwar eine andere Sprache, doch was ein deutscher „Experte” so sagt, glaubt und meint, das wird an prominenter Stelle fürs uninformierte dumme deutsche Volk gesendet. Wir alle müssen diesen ÖRR-Quatsch auch noch bezahlen – das ist etwas, dieser Zahl-Zwang, das mich wirklich wütend macht.

Die interessante Frage stellt sich mir hingegen, die vom ÖRR bis jetzt noch unbeantwortet bleibt: Wird der ÖRR schon wieder dazu trommeln, dass Deutschland zum Land wird, das alle zukünftig aus dem Iran fliehenden Regime-Unterstützer ins Asyl aufzunehmen hat? Wieder fremde Konflikte ins Land holen?

Anders empfinde ich bei den deutschen Politikern; ihre Reaktionen regen mich schon seit Jahren nicht mehr auf, denn es ist ähnlich wie bei kleinen Kindern: Man hört, was sie sagen, und sollten sie die Islamisten ins Land holen wollen, dann nimmt die Bevölkerung diese Hanseln – abwahltechnisch-allegorisch betrachtet – bei den Schultern, dreht sie um und schickt sie zurück ins Kinderzimmer: „Jaja, Fritze und Annalena, geht weiter spielen”. Kein vernünftiger Mensch auf der Welt nimmt deutsche Politiker, deutsche Moralisten und deutsche Zeigefinger mehr ernst. Und das ist auch gut so.

In den nächsten Tagen werden wir alle in unseren persönlichen Umfeldern erleben, wie viele bzw. von wem USA- und Israel-Hass geäußert wird. Ja, das dürfen sie, ich verteidige, dass sie ihre schrägen Ansichten in die Welt posaunen können, Meinungsfreiheit, doch ich entscheide eben auch, mit wem ich in meinem Umfeld etwas zu tun haben möchte und mit wem nicht. Ich bin zu alt, um immer wieder dieselben fruchtlosen Diskussionen mit Trump- und Israel-Hassern zu führen. Wie heißt es doch so schön: „Erzähl’s deinem Frisör.”

Was jetzt im Iran geschieht, ist die Macht des Faktischen. Sie freut nicht nur mich ungemein, sondern die Schwarmintelligenz der Menschheit stimmt zu, wenn das Mullah-Regime endlich, endlich aus dem Dorf gejagt wird. Da mögen die links-woken Baerbocks dieser Welt noch so sehr in ihrem kindlichen Furor schäumen und mit den Füßen stampfen; geht woanders spielen.

Krieg im Iran

8 Uhr: Fox News berichtet seit dem frühen Morgen live über die erwarteten und nun begonnenen Militärschläge gegen den Iran. Israel und die USA bombardieren gerade den Iran. Jedenfalls wird das für die nächsten Tage die Berichterstattung in den Medien bestimmen und den Ukraine-Krieg in den Hintergrund drängen. So sind die Medien halt, das muss man wissen, die Sensationen und Diskussionen von heute lassen blitzschnell alle Sensationen und Diskussionen von gestern vergessen. Wer also den Medien folgt und sich von ihnen im Alltag anstecken lässt, verliert vor lauter Aufregung leicht die Übersicht oder die Orientierung und sein Leben gerät in Gefahr, aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Nichtsdestotrotz kann man nur hoffen, dass ab heute das Mullah-Regime endlich am Ende ist.

Frieden in Europa

Seit der europäische Kontinent besiedelt ist, streiten sich die Völker und Länder. Unterschiedliche Interessen ringen seit Jahrhunderten, nein, in gewisser Weise kann man das sogar als seit Jahrtausenden betrachten, um die Macht. Gemessen an der gesamten Geschichte Europas entstanden kurze Perioden des Friedens nur dann, wenn ein Machthaber bzw. ein Land oder eine Allianz, eine Union oder als was auch immer man diese Zusammenarbeit bezeichnen mag, für eine gewisse Zeit militärisch deutlich die Oberhand besaß. An diesem kriegerischen Zustand Europas hat sich bis heute nichts geändert. Muss das denn wirklich so bleiben?

Frieden in Europa wurde und wird nicht mit Geld erreicht, sondern in letzter und entscheidender Konsequenz allein durch militärische Stärke. Es stimmt eben nicht, dass Geld automatisch militärische Stärke bedeutet (siehe EU). Auch nicht die Vernunft einigt Europa, sondern die Autorität des Faktischen. Diese Stärke wird seit Ende des WK 2 durch die USA und Russland erreicht, die allerdings Europa auch nicht als Ganzes einen konnten, sondern den Kontinent „vorübergehend” in zwei Machtsphären geteilt hatten.

Du und ich – wir – sollten daher nicht in die Falle tappen und argumentativ auf das Klein-Klein der verschiedenen Interessen innerhalb Europas eingehen, um moralische Rechtfertigungen für oder gegen Ausgrenzung oder Krieg zu suchen, denn dann machen wir uns zu einem Spielball jener Interessen, die weder deine, noch meine sind. Wir würden uns höchstens für fremde Interessen gegenseitig die Köpfe einschlagen, sinnloser könnte ja kein Leben verlaufen. Frieden wird nur im Kompromiss erreicht, nur wenn Russland und die USA sich gemeinsam über die Zukunft Europas einig sind. Es gibt keine stärkeren militärischen Mächte auf der Welt als diese beiden, und das Gute daran ist, dass wir uns am Vorabend einer Einigung der beiden befinden.

Diese Einigung ist durch Präsident Trump erstmalig in greifbare Nähe gerückt – auch wenn Einigkeit vielleicht besser als ein Burgfriede bezeichnet werden kann. Wie man das genau verstehen möchte, liegt im Auge des Betrachters, aber dem Frieden ist es letztendlich egal, weshalb er da ist, entscheidend ist, dass er da ist. Alles andere, soziale und wirtschaftliche Prosperität, kommt danach.

So ziemlich der einzige Regierungschef in Europa, der genau das erkannt hat, ist Victor Orban in Ungarn. Er versucht den Ausgleich mit beiden Mächten und schafft sich damit natürlich innerhalb der EU eine Menge Feinde, die ihn gegenwärtig im Pipeline-Streit gemeinsam mit der korrupt-mafiösen Ukraine erpressen. Da die EU kurz vor der Pleite steht und sowieso keine militärische Macht ist, wird sie am Ende gottlob auf die USA hören (müssen). Somit könnte Orbans strategisches und politisch kluges Vorgehen gelingen und Ungarn daraus als Beispiel für eine kommende neue Ordnung (einer neuen EU) hervorgehen.

Falls nichts Unerwartetes dazwischenkommt. Klar, das ist immer so. Unerwartetes würde Erwartetes verschieben, vielleicht sogar sehr lange, aber es dennoch nicht verhindern.

Du und ich, wir können die Weltpolitik nicht bestimmen, wir können sie nur anschauen und alle vier Jahre durch Wahlen dabei mithelfen, dass unsere nationale Regierung sich endlich ändert und, falls das eine Mehrheit in den EU-Ländern ebenso macht, dass dadurch im letzten Kettenglied viel später auch die EU verändert wird. Wir können also höchstens – aber immerhin – die USA dahingehend unterstützen, die uns ausplündernde friedens- und freiheitsfeindliche EU abzuschaffen und durch eine neue demokratische EU zu ersetzen. Dann leben wir auf einem Kontinent, der nicht mehr wie im Kalten Krieg geteilt ist, sondern auf dem der Wettbewerb der Ideen ohne Waffen gemeinsam zu Wohlstand und Entwicklung führt. Nur mit Russland und den USA zusammen kann Europa die Herausforderungen der Welt bestehen. Wieso ist das für so viele Zeitgenossen so schwer zu verstehen?