Genies leben unter uns

Es war vorgestern/gestern ein herrliches Filmerlebnis, eine „tolle Droge”. Die Geschichte fing mich ein und fesselte mich. Durch jede einzelne Pore meiner Haut sog ich das Gezeigte auf.

Wir alle finden irgendwann unser Ende, die Fantasie und die geniale filmische Erzählkunst des Autors Taylor Sheridans erschaffen dabei eine virtuelle Realität, der ich mich inklusive eben des eigenen möglichen Endes in ähnlicher Weise jederzeit anschließen würde, was natürlich nie mehr der Fall sein kann, da es kein gelobtes Land auf dieser Erde mehr gibt, was allerdings die Sehnsucht danach kein bisschen schmälert. Eine Reise als wunderbare Metapher des Lebens. Freiheit und Unabhängigkeit mitsamt des Preises, der dafür zu entrichten ist. Und doch, dafür lohnt es sich zu leben und zu sterben.

Etwas vollkommen anderes:

Per Zufall war ich gestern noch auf dieses (unten verlinkte) Video gestoßen, den Zusammenschnitt einer von Grund auf Restaurierung eines alten 89er Defenders. Ein Mann hat das hauptsächlich gemacht, ein weiteres Genie!

Man darf nicht inflationär mit diesem Begriff umgehen, mache ich auch nicht, doch hier trifft er zur Gänze zu. Fast zwei Stunden lang litt ich beim Anschauen seiner Arbeit unter Sauerstoffmangel, da die Restaurierung einfach nur atemberaubend ist. Mein Mund blieb quasi atemlos vor Staunen offen. Eigentlich kommentiere ich nie mit meinem Realnamen unter YouTube-Videos, hier musste eine Ausnahme gemacht werden. Was ich im eigenen Leben jemals geleistet habe, kommt nicht mal ansatzweise in die Nähe dieses genialen Mechanikers. Selber war ich bereits stolz nach dem Austausch zum Beispiel einer Wasserpumpe, einer Lichtmaschine, eines Kühlers bei meinen stets alten Autos, das höchste der Gefühle war 1979 der Ausbau meines alten VW-Bullis als wohnmobil-ähnliches Übernachtungs-Gefährt, doch das hier Gezeigte lehrt schlichtweg Demut. Es zeigt mir, wo im hinteren Feld oder eher als Schlusslicht der Karawane der Handwerker sich die eigenen Fähigkeiten befinden. So etwas wie in diesem Video (ohne gesprochene Worte) habe ich so noch niemals zuvor gesehen:

Star Trek als Musical

Sensationell! Es ist so, so, so klasse, es ist genial, es ist etwas noch nie Dagewesenes! Ich will singen vor Vergnügen! La lala la la …

Inneres Ich: „O mein Gott, was ist mit dir?”

In vielen Hundert Geschichten „Star Trek” – rechnen wir die Romane dazu, könnte man von Tausenden reden – ist, so sollte man denken, doch annähernd alles erzählt worden, was es zu erzählen gibt. Es kann gar nichts Neues mehr geben, nicht wahr? Ich meine, etwas wirklich Neues.

Inneres Ich: „Da würde ich zustimmen.”

Und dennoch, die Episode Nummer 9, „Subspace Rhapsody” (warum klingt mir jetzt der Beatles-Song „Revolution 9” im Hinterkopf?), bietet einzigartiges Neues: Star Trek als Musical.

Inneres Ich: „Als was? Als Musical? Ist nicht dein Ernst!”

Es zeigen alle Darsteller, was sie können. Eine gute Schauspielausbildung beinhaltet auch das Beherrschen des Grundgerüsts von Musicals, was die Darsteller samt und sonders super präsentieren. Sie singen und tanzen! Sogar die Brückenbesatzung eines klingonischen Schlachtkreuzers singt! 🙂

Musik, Tanz und Gesang, leidenschaftlich, berührend, aufwühlend, positiv emotional. Es wird eine gesungene Zusammenfassung entscheidender Momente aus den Episoden zuvor dargeboten, die mir die Gänsehaut vor Verzückung über den Körper laufen ließ. So etwas hat es in fast 60 Jahren Star-Trek-Geschichte noch nie, nie, nie gegeben. Es ist ein Feuerwerk der Kreativität und Spielfreude – ach, mir fallen nicht im Entferntesten dafür die richtigen Worte ein: genial von der ersten bis zur letzten Sekunde dieser einstündigen Episode.

Da denkst du, als alter Trekkie könne dich nichts mehr überraschen und dann haut’s dich glatt aus den Schuhen.

Sogar für keine Star-Trek-Fans oder für jene, die diese neue Serie „Strange New World” noch nicht kennen, ist es möglich, die Nummer 9 separat zu sehen. Dann fehlen zwar ein paar wenige Zusammenhänge, doch die meisten ergeben sich auch so bereits in der Episode. Wunderbar ist auch, dass alles Erzählte sich perfekt in den ursprünglichen Kanon des Star-Trek-Universums einfügt, also selbst mit dem Wissen beispielsweise von nur der Original-Serie aus den 1960er Jahren ist die Handlung stringent.

Wenn du die Möglichkeit besitzt, diese 9. Folge der 2. Staffel zu sehen, dann kann ich sie dir nur allerwärmstens ans Herz legen. Du erlebst ein Star Trek, das noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

The same procedure as …

„The same procedure as yesterday, Miss Sophie?” „The same procedure as every summer, James.”

Noch Fragen? Nein? Gut. Weitermachen!

Wieder 2 Uhr: Tolle Verbindungsqualität auf dem Rundgang im unfassbar schönen Alba Iulia. Kaum Wackelbilder dank des Gimbals (siehe Foto), nur keine HD-Auflösung, weil YouTube sie nicht zulässt. Trotzdem sehr gute Aufnahmen in der 720 Pixel-Auflösung. Noch dazu Tag 3 im warmen Abendsonnenlicht. Und Tag 4 beginnt jetzt gleich.

„Muss” danach diese Nacht noch zwei Spielfilme „abarbeiten”. „Barbie”, der aktuelle Kinofilm (ob das was ist?) und „Rosie and Frank”, über den ich nur Gutes gelesen habe. Frische Brötchen sind fertig, ein neues Glas Nutella geöffnet, da brauche ich heute keinen Fuß vor die Tür zu setzen und kann mich trotzdem vor spannenden und wunderbaren Sehenswürdigkeiten kaum retten. Diese Virtualität hat schon was.

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PS: Ein Reim mit ach.
Nachtrag nach der Nacht vollbracht: ach, beide Filme weggemacht.

Virtuelle Reise – Smartphone – kein Wetter

Gleich ist’s 2:00 Uhr. Quizfrage: Rate, was ich in dieser arbeitsfreien Nacht mache? 🙂 Ich bin virtuell noch im Gestern unterwegs, habe Tschechien im reparierten Traktor (der Partikelfilter musste gereinigt werden) durchquert, danach die Slowakei und befinde mich justamente in Ungarn auf dem Weg nach Arad in Rumänien [Link] inklusive eines Geisterfahrers auf der Autobanh [Timecode: 7:54:40].

Nebenher habe ich das Smartphone aufgeräumt und nach meinen Wünschen komplett neu geordnet, diverse für mich überflüssige Apps gelöscht bzw. deaktiviert und mich zum ersten Mal überhaupt bei „WhatsApp” als „Monomond” angemeldet. Ja, was tut man nicht alles, um den Satz „Georg, du bist so, so, so rückständig, nicht mal per WhatsApp bist du erreichbar” zu vermeiden. Ein zweites Mal überprüfte ich den superschweren Lithium-Polymer-Akku: von ca. 70 % Füllstand bis 100 % wurden rund 3.200 mA geladen. Rechne das um, am Besten mit dem Kettensatz, und du erhältst 10.666 mA/h Kapazität. Wegen des schweren Akkus ist das Smartphone nicht für die Jacken- oder Hosentasche geeignet (ich finde diese eckig ausbeulenden Hosentaschen, die man immer öfter sehen kann, sowieso schlimm), aber für die Handtasche oder meinen eingurtigen kleinen „Männer-Rucksack” passt es in seiner aufklappbaren extra angeschafften Lederhülle perfekt neben die ebenso in Leder gehüllten anderen Utensilien, als da wären: der analoge A6-Schreibblock, der E-Reader und die E-Pfeife. Es geht auch noch bequem eine 6.000 mA/h kleine Powerbank (mit zwei austauschbaren 18650er Akkus) in die Tasche, dann ist sie aber voll. Zu schwer? Nicht im Geringsten.

Was politisch im Lande gerade geschieht? Keine Ahnung, ist eh Sommerloch. Mehr Loch als Sommer, nicht wahr? Da wären wir allerdings bei einem anderen Thema, auf das einzugehen, mir nur die gute Laune verderben würde.

Einen angenehmen Start ins Wochenende wünsche ich dir. Mach einfach etwas Virtuelles, dann wirste auch nicht nass im Lande der Dürre (ich kann’s ja nicht seinlassen mit den kleinen Sticheleien gegen die grünen Klima-Hysteriker).