Mitternachtsrundgang mit der Reisegruppe Yuyunskaya

Im vergangenen Sommer fiel leider die Sommer-Tour von Carolin wegen des kaputten Autos ins Wasser. Dafür kann die virtuelle „Reisegruppe Yuyunskaya” jetzt eine kurze und überraschende Frühlings-Tour unternehmen. Sie begann letzte Nacht live mit einem Mitternachts-Spaziergang in Brașov, Rumänien. Du siehst ein knappes Stündchen lang schön erleuchtete historische Gebäude in den noch menschenleeren Straßen und Gassen dieser wunderbaren alten Stadt. Im Sommer ist dort natürlich alles überlaufen, doch nun im März – und nachts ja sowieso – hat man quasi die ganze Stadt für sich alleine:

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Wenn eine eine Reise tut …

Erkennst du auf dem Foto (eventuell draufklicken = größer), was in meinen heiligen Hallen angesagt ist? Dat Carolin nimmt uns, die Reisegruppe Yuyunskaya, wieder in den kommenden 5 Wochen täglich im Livestream in ihren Jahresurlaub nach Rumänien mit. Seit 2019 verfolge ich die Reisen virtuell. Heute gibt’s nur Autobahn zu sehen mit allgemeiner Erzählerei (man kann live mit ihr chatten), die Anfahrt halt mit Zwischenstopp in Tschechien, danach geht’s weiter. Wenn sie in Rumänien angekommen sein wird, gibt’s eine Rundreise durchs Land mit langen (4 bis 12 Stunden) Besichtigungstouren der unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten. Die Videos laufen bei mir immer mit einen Tag Verzögerung quasi als Konserve, was mich aber überhaupt nicht stört (das verhindert ein Ruckeln bei den Aussetzern wegen Funklöchern). Es läuft täglich im Hintergrund oder nebenher und erinnert mich nach wie vor an die 90er Jahre, als die ARD nach Sendeschluss nachts die Bahnfahrten aus dem Führerstand abspielte. So etwas finde ich ungemein beruhigend und entspannend. Heute „nur” 4 Stunden lang 🙂

Genies leben unter uns

Es war vorgestern/gestern ein herrliches Filmerlebnis, eine „tolle Droge”. Die Geschichte fing mich ein und fesselte mich. Durch jede einzelne Pore meiner Haut sog ich das Gezeigte auf.

Wir alle finden irgendwann unser Ende, die Fantasie und die geniale filmische Erzählkunst des Autors Taylor Sheridans erschaffen dabei eine virtuelle Realität, der ich mich inklusive eben des eigenen möglichen Endes in ähnlicher Weise jederzeit anschließen würde, was natürlich nie mehr der Fall sein kann, da es kein gelobtes Land auf dieser Erde mehr gibt, was allerdings die Sehnsucht danach kein bisschen schmälert. Eine Reise als wunderbare Metapher des Lebens. Freiheit und Unabhängigkeit mitsamt des Preises, der dafür zu entrichten ist. Und doch, dafür lohnt es sich zu leben und zu sterben.

Etwas vollkommen anderes:

Per Zufall war ich gestern noch auf dieses (unten verlinkte) Video gestoßen, den Zusammenschnitt einer von Grund auf Restaurierung eines alten 89er Defenders. Ein Mann hat das hauptsächlich gemacht, ein weiteres Genie!

Man darf nicht inflationär mit diesem Begriff umgehen, mache ich auch nicht, doch hier trifft er zur Gänze zu. Fast zwei Stunden lang litt ich beim Anschauen seiner Arbeit unter Sauerstoffmangel, da die Restaurierung einfach nur atemberaubend ist. Mein Mund blieb quasi atemlos vor Staunen offen. Eigentlich kommentiere ich nie mit meinem Realnamen unter YouTube-Videos, hier musste eine Ausnahme gemacht werden. Was ich im eigenen Leben jemals geleistet habe, kommt nicht mal ansatzweise in die Nähe dieses genialen Mechanikers. Selber war ich bereits stolz nach dem Austausch zum Beispiel einer Wasserpumpe, einer Lichtmaschine, eines Kühlers bei meinen stets alten Autos, das höchste der Gefühle war 1979 der Ausbau meines alten VW-Bullis als wohnmobil-ähnliches Übernachtungs-Gefährt, doch das hier Gezeigte lehrt schlichtweg Demut. Es zeigt mir, wo im hinteren Feld oder eher als Schlusslicht der Karawane der Handwerker sich die eigenen Fähigkeiten befinden. So etwas wie in diesem Video (ohne gesprochene Worte) habe ich so noch niemals zuvor gesehen:

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