Schalten und walten

Nachdem ich heute unter dem Schreibtisch eine LED-Lichtleiste angebracht habe (sie hatte ich geschenkt bekommen, also nichts dafür bezahlt, von wegen Haushaltssperre und so), die allerdings schon wieder mit einer chinatypischen Fernbedienung geschaltet wird, kam mir in den Sinn, dass man sich heutzutage ziemlich leicht durch die Menge immer gleich aussehender Fernbedienungen verwirren lassen kann. Bei mir sind sie deshalb meistens per Klettpunkte an die Wand geheftet. Das hält robust und sie sind dennoch z.B. für einen Batteriewechsel wieder leicht abzunehmen. Bis auf die Hauptlampe (sie macht taghelles Licht) sind es nur 0,5 bis 3 Watt Strom verbrauchende Lampen. Eher Stimmungslichter, weshalb ich von der indirekten Beleuchtung unterm Schreibtisch auch kein Foto machen kann. Das funktioniert einfach nicht.

Weil mir danach war, einfach so halt, habe ich mal alle Zusatzschalter fürs Licht fotografiert. 8 mal Fernbedienungen für LED-Lichter (ungefähr 20 Lampen; wenn alle gleichzeitig leuchten würden, was sie aber nicht tun, so entspräche es einem maximalen Stromverbrauch von ca. 25 Watt). Dann habe ich die Kabel-Fernbedienungen auch direkt mal mit fotografiert. Damit wird in der Küche jedes Gerät einzeln vor versehentlichem Einschalten bewahrt. Und meinen direkt beim Einzug als allerersten angebrachten Schalter, den Türklingelschalter. Bei diesem Foto habe ich aber betrogen, denn das Gerät für den Türsummer stammt noch von der Vormieterin, die Kettenraucherin war, und es ist entsprechend nikotin-gelb verunstaltet (ich warte nur auf ein neues Gerät. Das Nachbar-Mietshaus vom selben Vermieter hat vor ein paar Monaten nämlich eine komplett neue Klingelanlage bekommen). Also auf dem Bild habe ich die Farbe herausgenommen und den Gammawert total verändert.

Alle Schalter bis auf drei sind, wie gesagt, dort festgeklettet, wo sie sind. Du siehst im Einzelnen auf dem folgenden Foto (draufklicken = größer, nur ideal für den Desktop-Monitor):

1. Links = Fernbedienung fürs große taghelle Licht an der Decke. Rechts = Fernbedienung für mehrere Steckdosen-Funkschalter, an denen jeweils Stimmungslichter angeschlossen sind. Ein einziger Schaltvorgang und alle Lichter sind an bzw. aus. Wie in den Filmen und Serien aus den USA.

2. Nochmal der gleiche Schalter auf dem Schreibtisch liegend, damit ich nicht aufstehen brauche 🙂

3. Fernbedienung samt Zeitschalter an der Türzarge zum Schlafzimmer in Brusthöhe angeklettet (andernfalls hätte ich sie längst schon verlegt) für die Akku-Lampe, die über dem DIN-A1-Hinterglas-Bild das Foto der Elli überm Bett beleuchtet.

4. Fernbedienung und Zeitschalter der Akku-Lampe, die die Illusion der leuchtenden Steine in der Küchenspüle erzeugt.

5. und 6. Küchengeräte inklusive dem Untertischgerät (6.), damit ich es komfortabel und ohne unter die Spüle kriechen zu müssen ein- oder ausschalten kann.

7. Klingelschalter mit dem farblich gefakten Foto.

8. Deckenlicht im Küchenerker.

9. LED-Leiste unterm Schreibtisch.

10. Zeitschalter der LED Lichtleiste ums Bett herum.

11. Fußschalter für Backofen.

12. Schalter Toaster.

13. Mini-Wetterstation mit WLAN-Verbindung. Sie schalte ich nur nach Wunsch ein, damit sie nicht ständig eine Internetverbindung aufbaut.

Vergessen aber eigentlich nicht so recht ins Schema passend, die Fernbedienung fürs Internetradio. Sie liegt auf dem Küchentisch und ist eine ganz normale Fernbedienung, bei der keine Verwechslung entsteht. Und den programmierbaren rückwärtslaufenden Zeitschalter für die Akku-Ladestation habe ich auch vergessen. Naja, nobody is perfect.

Zwischen den Jahren 4 – Bügelmarathon

Die 1. Wachtuchtischdecke für den runden Tisch im Küchenerker, die dort seit September ’24 liegt, war mittlerweile wegen der Gebrauchsspuren schlimm unansehnlich geworden. Es handelte sich zwar um eine Wachtuchtischdecke, doch ihre Oberfläche war stoffartig, also nicht glänzend glatt, so wie es üblicherweise bei diesen Tischdecken der Fall ist. Wahrscheinlich war sie deswegen auch besonders anfällig für kleine Beschädigungen, die in ihrer Anzahl am Ende ein verschlissenes Gesamtbild abgaben. Es musste eine neue Tischdecke her.

Jetzt versuche einmal eine runde graue Tischdecke in Leinen-Optik und einem Durchmesser von mindestens 160 Zentimeter zu bekommen. Nirgendwo (!) gibt es sie, immer ist bei 140 Zentimetern Schluss bei der Auswahl. Erst nach tagelangem Suchen fand ich einen Restposten von einer einzigen noch verfügbaren grauen 160er Tischdecke. Ihr farbliches Aussehen ist identisch mit der alten Tischdecke, aber sie ist glatt und eben typisch etwas spiegelnd. Übrigens bei „Kaufland” gab es diesen Restposten.

Sie muss aber jahrelang dort gefaltet auf Lager gelegen haben, denn ihre Knicke waren wirklich hartnäckig. Sogar mit einem Fön bekam ich sie nicht raus. „Bügeleisen” heißt es überall im Internet dazu. Etliche YouTube-Videos zeigen, wie kinderleicht angeblich diese Knicke ausgebügelt werden können. Tja, im ganzen Leben habe ich noch nie ein Bügeleisen besessen. Wenn ich in den seltensten Fällen mal eines brauchte, lieh ich’s mir. Damit sollte aber auch irgendwann einmal Schluss sein, nicht wahr? Ein richtiger Mann besitzt auch ein Bügeleisen.

Konsumtechnisch befand ich mich auf den Stand der 1970er Jahre, was Bügeleisen betrifft, dachte daher, so ein Teil würde locker 50 Euro kosten. Überrascht haben mich dann die Preise heutzutage: Nur 8 bis 15 Euro für ein Dampfbügeleisen mit den besten Rezensionen bei Amazon. Wieder China-Technik sei Dank. Okay, seit gestern bin ich nun stolzer Besitzer eines Dampfbügeleisens.

In der letzten Nacht habe ich dann versucht die Knicke auszubügeln.

1. Alle Ratgeber stimmen nicht ganz, denn man soll das Eisen auf die minimalste Stufe einstellen und so die umgedrehte Decke glatt bügeln – umdrehen ist richtig, da sonst der Kunststoff schnell kaputt geht, das mit der Temperatur stimmt aber nicht. Nur warm tat sich bei mir nichts. Niente. Ob mit feuchtem Tuch oder ohne, die Knicke waren so hartnäckig, ich hätte sogar stundenlang das Bügeleisen auf einen Knick stehenlassen können, der Knick wäre umgehend wieder da gewesen.

2. Auf der höchsten Stufe allerdings, so heiß, dass man sich die Finger selbst bei einer sekundenkurzen Berührung am Eisen augenblicklich verbrannt hätte, zeigten die Knicke sehr langsam eine Veränderung. Fast zwei Stunden lang habe ich in Zeitlupe in dieser Art bügeln müssen, damit die Knicke jetzt zu 95 % entfernt sind. Jedes Mal, wenn der ausgebügelte Knick abkühlte, erschien er wieder. Zwar jedes Mal auch etwas weniger bzw. kleiner aber es hat etliche Male eine Bügelwiederholung bedurft. Der runterhängende Rand, den du auf dem Foto siehst (aufs Eingangsbild klicken = größer), setzt/legt sich noch mit der Zeit; das war bei der alten Tischdecke auch so. Also ganz so einfach, so fluffig leicht und locker von der Hand wie in den Videos, funktioniert das Knicke-Ausbügeln dann doch nicht. Aber mit Geduld und genug Zeit geht es.

Schnürsenkel für faule Leute

Rechtzeitig zum kalt gewordenen Wetter habe ich heute die immer noch neuen chinesischen Winterschuhe mit elastischen Schnürsenkeln sowie mit je einem Schnellverschluss versehen (siehe Foto am Ende). Nunja, sagen wir mal so:

Die elastischen Schnürsenkel sind wirklich klasse, die Schnellverschlüsse allerdings nur bedingt.

Denn erstens war es ziemlich tricky, die Schnürsenkel auf die passende Länge zu kürzen (ich habe sie zusätzlich mit je einem Knoten gesichert, über den der Schnellverschluss rutscht und der dort von innen am kleineren Austrittsloch quasi hängenbleibt), und zweitens ist es genauso „anstrengend” die beiden Hülsen zusammenzuschrauben wie ebkes schnell den Schuh normal zu binden. Also ich würde die Teile definitiv nicht nochmal kaufen.

Allerdings sind die elastischen Schnürsenkel, wie gesagt, richtig toll, denn mit ihnen braucht man die Schnürsenkel eigentlich gar nicht mehr zu öffnen und zu schließen. Im Normalfall macht man mit den Schuhen ja keine Bergtouren, bei denen es auf einen absolut festen Sitz des Schuhwerks ankommt, sondern für den Normalgebrauch oder fürs vergnügliche Wandern im Flachland reicht der durchaus ausreichend feste Sitz der elastischen Schnürsenkel vollkommen aus. Man kann dann in die Schuhe einfach so einsteigen ohne die Schnürsenkel überhaupt zu beachten. Diese Schnürsenkel würde ich somit immer wieder kaufen.

Nachtrag 1: Es gibt ein anderes System mit einer Art Zipper wie bei Rucksäcken, Jacken oder Mänteln. Dieses hier. Das ist für elastische und starre Schnürsenkel gleichermaßen geeignet. Nächste Woche werde ich es ausprobieren 😉

 

Nachtrag 2: Man erkennt nicht viel auf dem  2. Bild, es ist aber das andere System vom 1. Nachtrag. Viel besser! Jetzt kann ich die Riemen stramm ziehen oder nach Belieben locker lassen, ohne dafür wie blöd etwas schrauben zu müssen.

🙂 PERFEKT 🙂

1.

2.

Funktionsweise des drucklosen bzw. Niederdruck-Boilers

Mich ärgern die negativen und dämlichen Rezensionen bei Amazon über den Niederdruck-Boiler, den ich gekauft habe, weil sie falsch bzw. durch unsachgemäße Handhabung begründet sind. Man sollte die Technik eines Niederdruck-Boilers zuerst verstehen, bevor man irgendwelche Rezensionen von „geplatzten Boilern”, von „Explosionen” oder sogar von „Überflutungen der Küche mit 10.000 Euro Sachschaden” verfasst, die nämlich nicht dem Boiler gelten können, sondern zur eigenen Schande ausschließlich der eigenen Unkenntnis/Dummheit geschuldet sind.

Wie ich bereits die Tage schrieb, ist ein solches Niederdruck-Warmwasser-System vergleichbar mit einem Wasserkocher. Der Boiler ist oben offen. Immerzu. Steht also nicht unter Druck. Auch wenn der Hahn der Armatur geschlossen ist, so bleibt die Warmwasserleitung an der Armatur und am Boiler offen – wie die Schüttung eines Wasserkochers. Wird warmes Wasser entnommen, dann geschieht es indirekt, nämlich dadurch, dass eine zweite Kaltwasserleitung geöffnet wird, die kaltes Wasser in den Boiler strömen lässt, das wiederum das warme Wasser aus der oberen Öffnung wie aus einem Überlaufventil entweichen lässt. Wie bitte? Es ist Physik und eben der Clou eines solchen Systems. Das wissen Menschen schon seit tausenden Jahren – man fragt sich angesichts der Amazon-Rezensionen, was in der Schule eigentlich gelehrt wird. Jedenfalls entsteht dabei folglich keinerlei Druckaufbau wie etwa bei einem Kessel der Hochdrucksysteme.

Beim korrekten Anschluss kann der Plastikkanister/Boiler gar nicht platzen, reißen oder explodieren. Die benötigte Armatur besitzt 3 Anschlussleitungen: 2 mal Kaltwasser und 1 mal der Warmwasserabfluss. Eine der beiden Kaltwasserleitungen führt in den Boiler hinein und die 2. führt an den Boiler vorbei als Direktverbindung zur Wasserleitung der Wand. Die Warmwasser-Abflussleitung ohne Hahn, die also offen bleibt, führt aus dem Boiler über die Armatur widerstandslos heraus. Der Kaltwasserzulauf des Boilers, der die Abgabe des warmen Wassers steuert, mischt zudem nach Belieben dieses warme Wasser mit dem kalten aus der Direktverbindung der Wandwasserleitung innerhalb der Armatur.

Schließt man den Boiler aber falsch an, z.B. an eine ungeeignete Armatur, die die obere immer offenstehende Warmwasserabflussleitung des Boilers absperrt, dann baut sich natürlich Druck auf, der den Boiler zerstört (der, wie gesagt, eigentlich nur ein druckloser Plastikkanister ist).

Einschub nur der Vollständigkeit wegen. Eine Seltenheit (auf die aber ausdrücklich und mit zusätzlichen Warnsymbolen auch unübersehbar in der Bedienungsanleitung hingewiesen wird): Falls mit der richtigen Armatur der Wasserdruck aus der Wandleitung dennoch zu hoch sein sollte und mehr Wasser dem Boiler zugeführt wird als die obere Öffnung abführen kann, entsteht ebenso ein Druck, der zu Schäden am Kanister/Boiler führt. Dieser Fall wird allerdings durch die Wasserwerke in Deutschland meistens ausgeschlossen. Wer sich hier unsicher ist, misst die Zulaufmenge nach, indem an der Armatur das Kaltwasser aufgedreht wird und man schaut, wie viel Liter in einer Minute fließt. 5 Liter oder weniger sind normal, mehr muss heruntergeregelt werden. Das geschieht auf zweierlei möglichen Wegen. Entweder indem ein Mengenregler zwischengebaut wird oder aber indem einfach der Hahn der Wasserleitung der Wand entsprechend weit zugedreht wird. Man braucht fürs Messen nicht 5 Liter abzufüllen, es reicht 1 Liter völlig aus: 1 Liter abfüllen, die genaue Zeit stoppen und sie mal 5 hochrechnen, fertig.

Also nochmal: Mit dem roten Warmwasserhahn der Armatur wird nicht die Leitung des Warmwassers am Boiler abgesperrt, das ist das große Missverständnis, denn diese Leitung bleibt immer durchgehend offen, sondern der Warmwasserhahn regelt oder sperrt den Kaltwasserzulauf in den Boiler, der dann das warme Wasser hinausschiebt.

♦ Hahn offen und auf Blau = Wasser fließt am Boiler vorbei ohne Umweg von der Wasserleitung direkt aus dem Hahn;

♦ Hahn offen und auf Rot = kaltes Wasser läuft in den Boiler, drückt warmes Wasser oben heraus, das warme Wasser fließt aus dem Hahn;

♦ Hahn geschlossen (oder offen auf Blau) = kein Wasser fließt in den oder aus dem Boiler, es steht darin still.

Still ruht auch der See in sternklarer Nacht, doch bei Amazon hat’s schon so manchen um den Verstand gebracht.

Neuer Boiler ist angeschlossen

Blick unter die Spüle (klick auf ein Bild = größer). 3 Tage lang sagte Amazon, am Donnerstag werde der Boiler geliefert. Heute klingelte es, und der neue Boiler ist schon da. Das hat mich natürlich sehr gefreut.

Wie lange dauerte der Anschluss? Ungelogen, nach dem Entpacken aus dem Karton vielleicht 3 Minuten. Es war ja alles vorbereitet, sogar schon der neue Schalter in der Mitte des Küchenbildes. „Spüle” steht jetzt darauf und er ist auf der Arbeitsplatte wie rechts die anderen festgeklettet. Wenn ich heute schlafen gehe oder morgen zur Arbeit, drücke ich ganz komfortabel auf ihn, dann ist der Boiler aus.

Ich hab’s mal ausgerechnet: Selbst im theoretischen Fall, dass man den Boiler nicht benutzt, verbraucht er zwischen 0,2 und 0,27 Kilowattstunden innerhalb von 24 Stunden. Nehmen wir einen Mittelwert von 0,23 kw/h mal 365 = 83,95 kw/h pro Jahr nur für den Komfort, nicht aufs sofortige heiße Wasser verzichten zu wollen und keine 5 Minuten warten zu können. Wenn man grob von 50 Cent pro Kilowattstunde ausgeht (ist noch nicht so weit, aber wer weiß, wann), dann kostet nur die Bereitstellung des Wassers knapp 42 Euro im Jahr.

Da ist ein Durchlauferhitzer natürlich wesentlich energiesparender, da er nur Strom verbraucht, wenn er auch benutzt wird. Dafür verbraucht er dann aber fürs Erhitzen mehr Strom. Ob sich am Ende zwischen beiden Systemen ein großer Unterschied auftut?

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Nachtrag: Achja, die Kosten.
Boiler 68,99 €, Armatur 28,54 €, Schalter 9,60 € = total: 107,13 €

Zeitlich Analoges (Wiederholung)

Bin erst vorhin um 7 Uhr aufgestanden. 19 Uhr 😉 Deshalb rückt die Datumsgrenze minütlich bedrohlich nah ans Tagebuch heran, aber ich bin noch gar nicht richtig wach. Das Heute wird erst nach dem gemütlichen, in die Länge gezogenen und genüsslichen Frühstück im Küchenerker beginnen. Somit wirst du einen Mittwoch-Eintrag (einen mit Inhalt *hüstel*) datumsmäßig mal wieder am Donnerstag (oben links bei der Dektopansicht) sehen. Am Donnerstagmittag endet dann mein Mittwoch.

Das Thema hatten wir ja schon so oft, ist aber für „Neuleser” manchmal als Erklärung nötig, weil ich ja verspreche, täglich mindestens einen Eintrag zu hinterlassen. Ausnahmen bestätigen die Regel, arbeitstechnisch gibt’s zur Zeit bekanntlich einen Tag Pause alle 6 Tage. Ohne KI oder zeitlich programmierte Einträge geht’s halt nicht anders – so etwas hasse ich selber aber wie die Pest! Wenn du dich auf eines verlassen kannst, dann darauf, dass ich das garantiert nie tun werde, eher würde ich den Header und das „täglich” darin verändern.

Noch’n lecker Tässchen Kaffee? Biddeschön …

Tag und Nacht

Herrlich so ein, zwei „Gammeltage” nach den Nachtschichten. Das absolute Nichtstun bei null Verpflichtungen. Keine Termine und „Mata Hari” auf Flugmodus. Derzeit haben ja Licht und Dunkelheit draußen kaum etwas mit dem tatsächlichen Tag und der Nacht zu tun, so dass die analogen Ziffernblätter der Uhren ziemlich nutzlos sind. Durch die Doppelverglasung der Zweifachfenster in der Wohnung lässt sich an der fehlenden Geräuschkulisse auch nicht der Morgen vom Abend unterscheiden. Also sagen wir mal, die Uhr zeigt 7:30 Uhr an, dann wäre ich entweder der erste Kunde bei Edeka, der noch vor dem Auffüllen vor leeren Regalen stünde, oder ich befände mich vor den geleerten Regalen kurz vor Schließung des Markts. In beiden Fällen eine suboptimale Zeit fürs Einkaufen. Noch schöner – eben herrlich, wie eingangs erwähnt – wenn alles Benötigte bereits zu Hause in den Schränken verstaut ist. So sitze ich tatsächlich immer öfter (winteroft) am runden Tisch im Küchenerker beim „lecker Tässchen Kaffee” in aller Ruhe noch ohne Radio, schaue in den dunklen Park und die einzige Bewegungsaktivität meiner erwachenden Gehirnzellen hinsichtlich dem Erkennen der Tages- bzw. Nachtzeit ist die Abwägung der Sinneseindrücke wie beispielsweise der auf der Terrasse tapsenden Vögel. Jaja, diese Momente besitzen einen Zauber, etwas Urwüchsiges bei gleichzeitiger leicht dementer Verwirrung, etwa vergleichbar mit einem Reset eines technischen Geräts.

In diesem Sinne: Guten Tag, guten Abend und gute Nacht erst mal 🙂

Bastelidee | China-Schuhe Fortsetzung

Die nächste Bastelidee steht an. Und zwar folgendes: Mein Eisenbett steht bekanntlich auf schmalen Beinen. Es ist perfekt, wie es ist, ungemein stabil aber gleichzeitig leicht zu verschieben. Noch nie besaß ich ein bequemeres Bett. Auch finde ich die Höhe klasse: 46 Zentimeter, darauf kommt dann die Matratze, so dass es um die 60 Zentimeter hoch ist. Ein toller Kompromiss zwischen einem Boxspringbett und einem niedrigen Bett. Platz unter dem Bett ist also reichlich vorhanden, um Dinge zu verstauen. Und der Platz ist offen, das wollte ich genau so haben, da ein geschlossener Kasten die Gefahr von Schimmelbildung birgt. Der Nachteil dieses offenen Raums liegt aber im Verstauben der Dinge unterm Bett und ein klein wenig bei der Optik. Und hier liegt die Bastelidee: Was könnte man als staubdichte sowie optische Blende um/an die Seiten machen, das gleichzeitig aber nicht fest verbaut wird, um weiterhin den einfachen Zugriff auf den Kram unterm Bett zu behalten?

Also kein Holz oder Metall, eine solche Konstruktion wäre viel zu aufwendig und letztlich zu schwer. Ebenfalls keinen Stoff, wie etwa bei Bühnen-Verblendungen, denn dahinter wäre wie bei Holz oder Metall die Lüftung beeinträchtigt. Also kam mir die Idee, es mit schwarzem Fliegengitter zu versuchen. Unter Umständen doppellagig, was dann immer noch genug Luft durchließe, optisch aber sehr wahrscheinlich komplett blickdicht werden würde. Befestigt wird es am Rahmen einfach mit Klettband. Wenn man es ordentlich mit einem zusätzlichen 2 Millimeter dickem Ausgleichs-Klebeband zurechtschneidet und verlegt (die Beine stehen bis etwa 2 Millimeter versetzt vor dem Bettrahmen), sollte das Gitter ohne den geringsten Faltenwurf wie eine schwarz-anthrazitfarbene Blende aussehen. Montag kommen die Materialien hier an, dann kann ich am Mittwoch nach den Nachtschichten ans Werk gehen. Fotos werden folgen – wenn’s mir gelingt wie beabsichtigt. Falls nicht, wirst du nie mehr ein Wort davon lesen, dann wird die Idee komplett totgeschwiegen 😉

Heute kamen die ersten China-Schuhe schon an. 2 Paar; die von links oben auf dem Foto. Sie passen perfekt, sind federleicht und elastisch. Als Frühjahr- und Sommerschuhe oder als Büroschuhe geradezu ideal. Die Schnürsenkel haben im Grunde keine Funktion, denn die Schuhe lassen sich wie Slipper oder Mokkassins einfach überziehen. Barfuß fühlen sie sich herrlich an. Obwohl ich eigentlich immer Socken trage, könnte mich dieses wunderbare Tragegefühl tatsächlich sogar zum Barfußgehen verlocken.

Netzwerkfehler gefunden und behoben :-)

Haha, große Freude! Es funktioniert alles wieder wie vorher. Allerdings muss ich zugeben, nicht wegen meiner Kompetenz, sondern wegen eines Zufalls und wegen ganz viel Glück. Das zu erklären, ist ein wenig schwierig. Ich versuch’s mal:

Vorgestern in den Kommentaren lautete meine letzte mögliche Annahme: Hardwarefehler. Weil ich nicht auf die Windows eigene Software vertraue, hatte ich ein kostenloses aber äußerst umfangreiches Analyse-Tool dafür heruntergeladen. Diese Software war gottlob so ausführlich, dass sie zusätzlich zu sich selber auch noch andere Dateien, die sie benötigte, mitinstalliert hatte. Um genau zu sein das „Microsoft Net.Framwork 4.8.1”. Die anschließende Analyse der Festplatte ergab keinen Fehler und keine Alterserscheinungen. Danach deinstallierte ich das Tool wieder, es war eh eine Trailversion, die später Geld kosten würde. Und außerdem ist das Ziel jeglicher externer Software das „Nach-Hause-Telefonieren”; es gibt daher keinen Grund, solche Programme auf dem Rechner zu sammeln. Falls nötig kann ich es jederzeit neu installieren. Aber egal, ich schweife schon so früh ab.

Die Aktualisierung meines vorhandenen Net.Framewoks 4.8.0 durch die Analyse-Software auf nunmehr 4.8.1 blieb natürlich erhalten. Das eigentliche Analyse-Tool wird zwar gelöscht, nicht aber die benötigte mitinstallierte Framework-Software. Also doppelklickte ich nach dem Löschen ohne jede Erwartung – einfach nur, da ich es nach jedem Schritt meiner Versuche so machte – auf einen Netzwerkrechner und siehe da, er zeigte sofort seine Dateistruktur an. Wie seit Jahren. Keine Fake-Passwortabfrage mehr.

Wie kann das sein?

Es gibt nur die eine logische Erklärung, dass nämlich die Kobo-Software entweder absichtlich oder durch eine fehlerhafte Installation der E-Reader-Software das Net.Framework beschädigt hatte oder es veränderte. Tatsächlich hatte ich bei der Neuinstallation des E-Readers zwei Versuche benötigt, da ich das alte Passwort meines „Rakuten-Kontos” vergessen hatte, was man aber für das Funktionieren des E-Readers einmalig benötigt, selbst wenn man das Konto in 15 Jahren kein einziges Mal benutzt. Ich hatte also mit einer Fantasie-E-Mail-Adresse (es gibt da keinerlei Verifizierung) ein zweites neues Konto erschaffen und die erste Installation folglich abgebrochen. Hier könnte ich mir einen Installationsfehler vorstellen. Andernfalls wäre die Veränderung meiner Rechner-Einstellungen via Framework Absicht von Kobo, was jedoch die KI, die ich heute danach befragt habe, kategorisch ausschließt. Kobo würde zwar das vorhandene Framework nutzen, ggf. eine Aktualisierung fordern, es aber keinesfalls verändern, so die KI.

Tatsache ist, dass mein vorhandenes Framework nach der Kobo-Installation nicht mehr richtig funktionierte, ob nun absichtlich oder unabsichtlich, was sich jedenfalls in den Netzwerkfehlern zeigte und erst durch die zufällige Neuinstallation des aktuellen Frameworks für die Analysesoftware dann überschrieben bzw. beseitigt wurde. Und genau das war eben mein Glück, denn ich wäre niemals – nie, nie, nie – auf diese Ursache gekommen.

Wieder was gelernt: Bei Fehlern des Netzwerks nach irgendwelchen Software-Installationen immer sicherheitshalber die eigene Frameworkinstallation erneuern. Das geschieht in Sekundenschnelle und ist kein Arbeitsaufwand. Ich hätte mir viele Stunden verzweifelter Suche damit erspart. Nun weiß ich das fürs nächste Mal. Und du weißt es auch, falls deinem Rechner mal Ähnliches widerfährt.

Plattentektonik

Guck (auf ein Bild klicken = größer), fertig isses 🙂 Es war wirklich kinderleicht, innerhalb von nur Minuten an die Wand geklebt und es sieht genauso aus, wie ich’s mir vorgestellt hatte. Nur dummerweise hätte ich den Staub auf der Linse der kleinen Knipse vorher abwischen sollen – aber so what, als schneller Eindruck reicht das. Also die Platten sind absolut zu empfehlen. Pro Platte braucht es allerdings knapp eine Kartusche Kleber, das sollte man beachten:

Neue Küchenwaage

Diese Waage ist die Standardwaage auf asiatischen Märkten. Allerdings dort in Grün und nicht so schön glänzend. Ich war es einfach leid, wenn ich etwas wiegen möchte, ständig die doofe elektronische Waage aus dem Schrank nehmen zu müssen und dann die elende Klickerei, bis dass ich im winzigen Display etwas erkennen konnte – falls ich etwas sehe und nicht schon wieder die Batterien wechseln muss. Auch die dämlichen Plastikwaagen mit mehr oder weniger Schätzanzeigen des Gewichts kommen mir nicht ins Haus. Aber siehe da, es gibt Alltagsgegenstände, da sind uns die Asiaten weit voraus, denn diese Waage ist robust, wiegt haargenau und ist überdies ein Blickfang in meinem Küchenerker (klick aufs Bild = groß):

Glück aus der Waschküche

Gestern hatte ich Wäsche in der Maschine schwarz gefärbt. Zwei Jogginghosen, zwei T-Shirts und meine geliebte „MilTech”-Anglerweste mit den vielen Taschen. Die Jogginghosen hatte ich in der Vergangenheit beim Putzen mit Chlorreiniger getragen. Jeder Spritzer Putzwasser führte zu roten (ausgewaschenen) Sprenkeln. Die T-Shirts waren einfach nur alt und ausgewaschen und die Weste war ebenfalls altersbedingt mehr grau als schwarz.

Bei Rossmann kostet schwarzes Färbemittel rund 4 Euro für 300 Gramm Wäsche. Mal 3 = 12 Euro. Plus Fixierer für knapp 5 Euro = 17 Euro total.

Das Ergebnis war leider ziemlich enttäuschend. Bei den Hosen hat es fast gar nichts gebracht, die roten Flecken sind jetzt hellgrau. Bei den verwaschenen T-Shirts ist es ebenfalls unbefriedigend, die werden nun ausgemustert. Nur die Weste wurde wieder tief schwarz, da ist das Färben sogar sehr gelungen. Wahrscheinlich liegt’s am Mischgewebe der Hosen und der T-Shirts – wobei das aber auch nicht sein kann, da die Weste zu 80 % aus Polyester und nur zu 20 % aus Baumwolle besteht.

Lohnt sich das Färben allein der Weste wegen?

30 Euro kostet eine neue Weste, umgerechnet 9 bis 12 Euro ihr einmaliges Färben. Also lautet die rationale Antwort „Jain”. Wenn ich aber die Zeit berücksichtige, die ich die Weste beinahe täglich außer Haus getragen habe – ich besitze mehrere solcher Westen in verschiedenen Größen, je nachdem, was ich darunter trage (Winter, Sommer usw.) – dann komme ich auf knapp 15 Jahre. Nichts an ihr ist kaputt, sie ist nicht verschlissen, die Gebrauchsspuren sind durchs Färben jetzt völlig verschwunden – also unter diesem Aspekt betrachtet, lohnt sich ganz klar das Färben. Und wenn ich dann auch noch die Emotionen mit ins Spiel bringe (eine alte Jacke wird zu einer zweiten Haut, es täte mir in der Seele weh, sie wegzuwerfen), dann betrachte ich das gestrige Färben sogar als einen absoluten Glücksfall.