Aus alt mach neu

Ha! Jetzt guck dir diesen tollen Toaster mal genau an. Klick aufs Foto = größer. Knapp anderthalb Stunden lang habe ich den gewischt, geschrubbt und mit Zahnbürste und Q-Tipps bis in die kleinsten Ecken von seinen Gebrauchsspuren befreit. Fast wie neu, würde ich sagen 🙂

Nächste Woche kommt nämlich eine Heißluftfritteuse, die den Platz des Tosasters einnehmen wird. Der wiederum wird etwas vorgezogen und erhält dadurch eine exponiertere Stelle in der Miniküche des Küchenerkers. Leben ohne Toaster geht gar nicht, da bin ich zu 100 % britisch.

Der Toaster war mein erstes eigenes und damals hochmodernes Küchengerät (erstmalig mit Röhren ohne Heizdraht), dass ich nach meiner Scheidung um 1995 für mich und meine Wohnung angeschafft hatte. Neben der Funk-Küchenuhr, ebenfalls von ’95, sind mir diese beiden Geräte regelrecht ans Herz gewachsen. Beide funktionieren durchgehend seit 1995 tadellos. Damals zog ich also endlich alleine in eine Wohnung nur für mich. Keine WG mehr, keine Zimmer, keine Wohnung mit der Liebsten, nein, von A bis Z nur die eigenen heiligen Hallen; eine Offenbarung! Seit dem begleitet mich also dieser Toaster. Obwohl ich ihn zwischenzeitlich mehrmals gesäubert hatte, so sammelten sich doch vor allen Dingen in den Ritzen und Spalten sowie auf dem Edelstahl immer mehr extrem hartnäckiger Schmutz an. Ein Vorher-Nachher-Foto wäre aus jetziger Sicht schon klasse, doch dieses wunderbare Ergebnis hatte ich vorher gar nicht für möglich gehalten und folglich daran nicht mal gedacht. Übrigens auch mit Hilfe der Wunder- und Allzweckwaffe einer stark Chlor-haltigen Lauge erreicht.

Abflusssieb für Küche und Bad

Wie immer: klick aufs Bild = Großansicht und lesbar.

Nachtrag: Nagut, mir wurde gesagt, es sei unkomfortabel, in einem Blog erst auf ein Bild klicken zu müssen, um lesen zu können, was da steht. Deshalb auch hier:

„Nachdem mir doch um ein Haar die NFC (Never Forget Cup) A des Mini-Dvarws (16 mm Verdampfer) während der Reinigung in den Abfluss der Spüle gefallen wäre – was das komplette Auseinandernehmen des Siphons zur Folge gehabt hätte – habe ich bei Rossmann dieses praktische Sieb gefunden. Es verhindert nicht nur groben Schmutz, der irgendwann zur Verstopfung führt, nein, es sieht auch noch bei einer gebrauchten Spüle hervorragend aus. Zum Reinigen nimmt man es einfach heraus. Es besteht aus Edelstahl und liegt passgenau ohne erkennbaren Überstand stabil in der Öffnung.”

 

Normalisierte Sitzhöhe am Tisch

Guck, jetzt mit wieder normalisierter Sitzhöhe. Die alten Bodengleiter waren total verschlissen, für 5 Euro 20 neue aus Gummi gekauft, altes weißes Isolierband drumrum geklebt (weil Lack würde auf Gummi abplatzen und in Weiß gibt’s die nicht), etwas längere Schrauben aus dem Sortiment gewählt (so etwas sollte grundsätzlich in keinem Haushalt fehlen) und voilá!

Klick aufs Foto = größere Ansicht.


Nachtrag: Prinzipiell ja eine gute Sache, wenn, ja, wenn da nicht ein winziges Qualitätsproblem bestünde …

Küchentisch mit Rollen

13:15 Uhr. Ha! Ich kann’s einfach nicht lassen 🙂 Wie angekündigt, schon fertig, die braunen Rollen sind montiert. Natürlich mit der obligatorischen kleinen Verletzung (ratsch, sagte der Schraubendreher, siehe Daumen), das war vorher schon klar. Basteln ohne geht bei mir nicht.

Die Höhe des Tischs ist noch akzeptabel, da vorher, was mir nicht mehr in Erinnerung war, gleich zwei Filznoppen übereinander aufgenagelt waren, so dass nach deren Entfernung nun insgesamt eine Erhöhung von drei bis maximal vier Zentimetern zu verzeichnen ist. Ich meine, dafür vier mal sägen, das tu ich mir nicht an. Es ist schon okay so. Die Rollen selber könnte ich noch verblenden. Ihnen irgendwie champagnerfarbene Socken anziehen oder so etwas, doch auch das muss nicht sein, denn der Blick fällt nicht automatisch sofort auf die Tischfüße, sie sind allgemein doch ziemlich unauffällig.

Aber rollen kann der Tisch jetzt leicht und wunderbar. Es genügt, eine Rolle mit der Bremse zu betätigen, dann bleibt er gut stehen. Wie immer: auf ein Bild klicken = Großansicht.

Konsum

Für die nächste kleine Bastelarbeit habe ich mir gerade 4 Rollen bestellt, die ich am kommenden Montag unter die 4 Beine des Küchentischs im Erker schrauben werde. Es sind die kleinsten, die es bei Amazon gibt, ich meine, sie müssen ja am unteren Ende der schmalen Tischbeine ohne Überstand passen. Dann werden sie in 4 vorgegebene Löcher pro Rolle mit kleinen Schrauben fixiert. Es gibt auch jene Rollen, die seitlich angeschraubt werden, allerdings wirkt bei einem Tisch für die Standfestigkeit ja die Schwerkraft senkrecht am tragfähigsten, würde ich meinen. Jetzt kann es sein, dass ich die 4 Füße noch ein kleines Stück absägen muss. Das wird sich aber erst noch zeigen, denn insgesamt erhöht sich der Tisch durch die Rollen um fast 4 Zentimeter. Kann aber auch sein, dass sich dies noch im Rahmen allgemeiner Toleranz bewegt. Mal schauen.

Warum mache ich das überhaupt?

Wenn bei wärmeren Wetter die großen Fenster geöffnet werden, steht schlicht der Tisch im Weg, da die Fenster ja sehr tief reichen. Mit nur einem Tritt außen sowie innen aufgestellt könnte ich die Riesenfenster sogar bequem als Tür in den Park benutzen, was 5 Nachbarn (ältere Frauen übrigens) der baugleichen Wohnungen im Parterre allesamt tatsächlich genau so gemacht haben. Aber auch allein zum Fensterputzen (da Doppelfenster = 6 große Scheiben = 12 Flächen) stört der Küchentisch enorm; mit den Rollen ließe er sich leicht einfach beiseite schieben rollen. Die Rollen haben Bremsen, im Normalgebrauch steht der Tisch also stabil und fest. Wie gesagt, bis auf die noch ungeklärte Frage der Höhe.

Nächster Konsumeintrag:

Vanille-Eis esse ich gerne direkt aus der Dose. Jaja, ein Liter Eis setzt ganz schön an, doch beim Film- und Serien-Bingen gibt’s nichts besseres. Dazu benutzte ich bisher einen Eislöffel mit langem Stiel. Der ist beim Umzug allerdings verschwunden. Ich habe alles auf den Kopf gestellt, weiß der Geier, wo er gelandet ist. Nun ja, versuche mal einen einzelnen Langstiellöffel zu kaufen. Unmöglich. Online gibt es sie nur im Set, meist zu 6, 12 oder mehr Exemplaren. Vor Ort gibt es keine Geschäfte, die solche Löffel im Sortiment haben. Der nächste Laden wäre im 8 Kilometer entfernten Kleve – wobei Karstadt oder die Kaufhäuser ja längst pleite gemacht haben und in einem Spezialgeschäft ein einzelner Löffel sicher nicht unter 10 Euro zu haben ist. Ein Set von 6 Löffeln kostet bei Amazon aber 7 bis 20 Euro. Also habe ich das einzige Set von 4 Löffeln für 5 Euro gemeinsam mit den Rollen bestellt. Insgesamt 15 Euro Konsumausgabe. Das ist doch trotzdem recht günstig für das Mehr an dadurch gewonnenen Komfort, finde ich.

Und falls du jetzt denkst, dieser Tagebucheintrag sei so belanglos wie eine Reklame-Hauswurfsendung und allein das Lesen würde dich umgerechnet mehr Zeit kosten als 15 Euronen, dann würde ich dir sogar bedingt zustimmen – aber ich glaube, wenn ich am Montagabend den Küchentisch leicht und lustig hin- und herrollen werde und anschließend im TV-Sessel einen spannenden Film verfolge, ohne die empfindlichen Fingerchen voller klebrigem Eis immerzu abschlecken zu müssen, dann relativiert sich – zumindest für meine Wenigkeit – der Begriff einer bedingten Zustimmung dahingehend, dass ich den heutigen „belanglosen” Eintrag sogar mit einem Foto-Eintrag ergänzen werde 🙂

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Nachtrag: Da isser nun mit Rollen.

Repeater

Da schau an, meine neuste Errungenschaft. Ein Repeater für WLAN. Kaum ist Lohn/Gehalt auf’m Konto, schon ist wieder ein Batzen weg. Warum habe ich denn einen Repeater gekauft?

Das Internetradio im Küchenerker zeigt zu bestimmten Zeiten nervige Aussetzer wegen Verbindungsabbrüchen. Das sogar innerhalb nur weniger Meter Entfernung von der Fritzbox entfernt – allerdings steht das Radio von zwei dicken Betonwänden eingemauert in einer Ecke. Da gab es auch schon mit dem Vorgänger-Radio nur schlechten DAB-Empfang und sogar der Bluetoth-Empfang ist an dieser Stelle der Wohnung merklich schlecht bis gar nicht möglich. Auch der normale UKW-Empfang führt dort zu bestimmten Zeiten zu enormen Störungen, die einem die Freude am Radiohören verleiden. Nachts ist der Empfang bei allen Funkarten ausgezeichnet, doch bereits in den frühen Morgenstunden beginnen die Probleme. Tagsüber geht es manchmal gut, ein andermal aber gar nicht. Ob das am Wetter liegt? Jedenfalls riecht es danach, dass andere unbekannte Funkquellen von außerhalb die Störungen verursachen. Vielleicht ja auch von einem Nachbarn; wie dem auch sei, ich kam nicht dahinter, um was genau es sich dabei handelt. Nun könnte ich das Radio einfach an einen anderen Ort in der Wohnung platzieren, aber das will ich nicht, denn es steht ausgezeichnet da, wo es steht.

Mit dem neuen Repeater ist die Signalstärke jetzt maximal gut. Auf halbem Weg zum Router steckt er einfach in einer freien Steckdose an der Außenwand Richtung Küche und Park. Man sieht ihn nicht und selbst wenn, es ist ein kleiner weißer Würfel ohne jegliche störende Kabel.

Aber schon lustig: das Radio kostet 75 Euro und der Repeater nun dasselbe. So wie es aussieht, hätte ich im kleinen Park hinter dem Küchenerker jetzt auch ausgezeichneten WLAN-Empfang. Vielleicht setze ich mich im Sommer ja mal mit dem Laptop auf eine der Parkbänke und füttere in einem Livestream die Enten. Jaja, Laptop ist gestrig, ich weiß, vielleicht dann eben mit Mata Hari übers eigene WLAN-Netz 🙂

Seltsame Geräusche

Ich hab’s gewuuhust, hab’s gewuuhust! Fall Nummer 2 im Video, seltsame Geräusche bei einem alten VW-Bus. Auto Nummer 1 ist auch interessant: Bremse schleift. Kommt öfter vor. Beim Bus allerdings hatte ich sofort auf ein Abdeck-Blech getippt, das irgendwo an ein bewegliches Teil schrammt. Finde ich prima, wenn ich mal was richtig tippe. Wie die beiden der Ursache auf den Grund kommen, ist lustig anzuschauen:

 

Ansonsten weiß ich noch nicht, wann ich heute zu Bett gehe und wieder aufstehe. Es treibt mich durch den Tag sozusagen wie ein Blatt im Wind. Hehe.

Krieg? | Soundsystem

Unser Verteidigungsminister möchte Deutschland endlich kriegstauglich machen. Viele Politiker aller Parteien stimmen ihm bei seinen Aufrüstungsplänen zu. Ja, sogar innerhalb der AfD gibt es solche Krieger. Allen voran natürlich Die Grünen. Einmal abgesehen von dem fehlenden Geld (es würde zu immensen neuen Schulden, noch höheren Steuern und zu Kürzungen der Sozialausgaben führen), stellt sich mir die Frage, wer denn der Feind sein soll, gegen den dann eine kriegstaugliche deutsche Armee ins Feld zieht. Russland etwa? Da muss man ja schon lachen: schon wieder wollen Deutsche gegen dieses Riesenreich, gegen eine Atommacht, marschieren? Mit welchem Ergebnis denn? Ich meine, wer gegen ein anderes Land Krieg führt, muss es besiegen können. Glauben diese Damen und Herren Politiker tatsächlich, gegen Russland oder gegen China auch nur den Hauch einer Chance zu besitzen? Das wäre deutscher Größenwahn 2.0 – und Wahn ist eine psychische Krankheit, wie wir alle wissen. Also ich halte die meisten Politiker für gesund und intelligent genug, um zu wissen, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann. Wieso dann trotzdem diese immer lauter werdenden Forderungen nach Aufrüstung, nach einer schlagkräftigen Armee?

Eine Abschreckung kann es sicher nicht sein, denn dazu befinden sich genug US-Atomraketen und Soldaten bereits im Land.

Um durch Rüstung einen wirtschaftlichen Aufschwung zu erzeugen? Ziemlich einseitig und sicher nicht nachhaltig. Außerdem müssten die neu produzierten Waffen ja irgendwann eingesetzt werden, bevor sie wieder veralten. Für den Schrottplatz zu produzieren, so etwas führt schließlich geradeaus in den Ruin.

Also wenn nicht gegen Russland oder China, gegen wen sollte Deutschland dann sonst Krieg führen? Da wir leider noch Teil der NATO sind, existiert somit schon eine große Verteidigungsarmee. Warum dann noch eine weitere deutsche? Kolonien in Afrika erobern (das war ein Scherz)?

Oder dienen die immer lauter vorgebrachten Forderungen nach Aufrüstung lediglich der thematischen Ablenkung vom Niedergang der deutschen Wirtschaftsstärke? Das scheint mir doch der wahrscheinlichste Grund zu sein. Ob es wirklich so der Fall ist, werden wir alle leicht erkennen können, wenn demnächst sämtliche Hauptmedien neue Ängste vor imaginären Kriegsgegnern schüren sollten. Einen Vorteil hat die Medienkonzentration als Regierungspropaganda nämlich: man wird prima die Vorbereitungen erkennen können, das Volk zu manipulieren, um es gefügig und willig zu machen. Also Augen und Ohren aufhalten, ob, was, wie und von wem uns demnächst wieder neue Angst macht.

Ansonsten: Montag ist ein Schontag. Ich mach’s Internet wieder aus. Bin gerade wieder etwas am – na, wie sag ich’s am Besten? – am neu einrichten. Ich habe ja 5 Soundsysteme. Einfache, keine HighEnd-Systeme, doch gute von Logitech. 3 sind an den 3 Rechnern angeschlossen und 2 standen im Keller. Eines habe ich nun hinter den Vorhand des Wohnzimmers platziert, denn ich fand in einem Kabelkram-Karton auch meinen alten Bluetooth-Nur-Empfänger, der nicht über Akku, sondern über Netzstrom läuft. Den habe ich nun an die Soundanlage hinterm Vorhang angeschlossen und kann beides, die Logitech-Boxen und den neuen Bluetooth-Lautsprecher abwechselnd oder sogar gleichzeitig einschalten. Das hat etwas 🙂 Klar, hauptsächlich, um dem Sound des Internet-Radios außerhalb des Küchenerkers noch eine Schippe draufzulegen. Lässt sich allerdings nicht fotografieren, denn 1. ist es ja versteckt und 2. hört man nix auf einem Bild.

Also dann bis morgen, mach’s gut. Heute bin ich nur noch akustisch „unterwegs”.

Soundbox (inkl. zwei Nachträge)

Schon Fettfinger drauf vom Ausprobieren. Sehr klein mit starkem Sound. Reichlich Bass, den ich sogar zurückgestellt habe. Raumfüllend? Von der Lautstärke her betrachtet, sicher. Der Klang ist auch überraschend klar. Doch irgendwie fehlt mir ewiger Nörgler doch etwas eine gewisse Raumfülle. Also die Soundsysteme an den Rechnern sind in dieser Hinsicht definitiv besser. Und waren seinerzeit günstiger sogar. Allerdings punktet die Soundbox durch ihre ungeheure Flexibilität. Per Bluetooth kann ich sie kabellos überall in die Wohnung stellen. Ob ins Bad (ist wasserdicht), ins Schlafzimmer oder (theoretisch) zum Nachbarn mitnehmen (per Handy geht’s natürlich überall). Ob der Keller mit Funk in die Wohnung funktioniert, bezweifle ich zwar, habe es aber noch nicht ausprobiert. Jedenfalls ist damit jetzt die Lücke geschlossen, wenn ich die Rechner ausgeschaltet habe und außerhalb des Küchenerkers Internetradio hören möchte. Das funktioniert perfekt.

Kostenpunkt: 60 Euro (es gibt auch jene von Anker für 30 und 40 Euro, die gleich aussehen). Ein vergleichbarer Bluetooth-Lautsprecher von Bose kostet 150 Euro, hat aber dieselben guten und schlechten Bewertungen wie die Anker-Box. 2 lautet meine Bewertung als Schulnote. Die biointernen Faulheitsgene meinerseits ließen mich früher in der Schule immer froh und zufrieden über eine 3 sein – also von daher wirklich gut 🙂

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Nachtrag: Nun brate mir doch jemand einen Storch! Wie kann das Folgende sein?

Die Soundbox war via eines Bluetooth-Senders mit dem Audioausgang des Internetradios verbunden. Ergebnis: guter Klang aber eben „irgendwie” fehlte etwas Raumfülle. So weit, so gut. Jetzt kam mir der Gedanke, den Sender statt mit dem Audioausgang, mit dem Kopfhörerausgang zu verbinden. Beide Ausgänge liegen an der Rückseite des Internetradios nebeneinander. Ergebnis: Raumfülle, wie ich sie ursprünglich erhofft hatte. Gleicher klarer Klang aber sogar ohne Bassboost exakt „bassig” auf den Punkt. Ein absolut genialer Sound. Dafür gibt’s die Schulnote 1. Aber wieso ist das so? Was macht da den Unterschied?

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Nachtrag 2: Auf der Ursache nach dem unterschiedlichen Verhalten habe ich heute einen weiteren Test unternommen. Und zwar kaufte ich einen anderen Bluetooth-Sender. Etwas teurer für 12, statt wie der alte für 5 Euro (sie bekommt man von 5 bis 50 Euro). Siehe da, mit dem „teureren” Teil gibt es keinen Unterschied mehr zwischen den beiden Audioausgängen. 1A Sond, beide Ausgänge identisch. Das ist ja jetzt schon mal eine halbe Erklärung, nämlich ein Qualitätsunterschied der Sender. Was genau sich da allerdings qualitativ unterscheidet, weiß ich immer noch nicht.

Den alten Sender benutze ich jetzt, um im Küchenerker YouTube-Podcasts zu hören, dafür reicht er. Den stecke ich einfach an den Kopfhöreranschluss des auf dem Schreibtisch befindlichen Lautsprecherreglers der beiden Soundsysteme und höre die gesprochenen Texte mit einem älteren kleinen Bluetoothlautsprecher in der Küche. Es ist nämlich so, dass der im Film-Rechner eingebaute Bluetooth-Sender bereits 15 Jahre alt ist und somit eine Reichweite nicht mal durch eine Wand bis in die Küche hat und der Linux-Netzwerkrechner sowie der Hauptrechner überhaupt kein Blutooth besitzen, da müsste ich einen Bluetooth-Stick anstecken, was der kleine nun ausgemusterte Transmitter im Bereich Audio dem Wesen nach ja ist. Bluetooth 5.3, mit ihm stimmt die Reichweite.

Internet-Radio bedeutet Freiheit

Sensationell! Gestern Mittag kam schon das Internet-Radio bei mir an. Ausgepackt, ausprobiert, meine Augen und Ohren wurden größer – was hätte ich gerne weiter damit rumgespielt, musste aber los zur Arbeit.

Seit drei Stunden experimentiere ich nun damit mit wachsender Begeisterung. Nicht allein, dass der Klang des Lautsprechers jetzt keine Zusatzlautsprecher mehr erfordert, da er (für ein Küchenradio) hervorragend ist, auch die Bedienung ist, nachdem ich sie einmal verstanden hatte, was sehr schnell geschah, logisch und kinderleicht. Die Bedienungsanleitung ist, was heutzutage eher selten vorkommt, in einem fehlerfreien, verständlichen und exzellenten Deutsch gehalten (besser als mein eigenes). Die Verarbeitung des Radios ist akkurat. Es ist bis auf die Vorderseite komplett in dunkles Holz gefasst, deren Ecken sogar wunderbar passgenau abgerundet sind. Das Radio ist klein wie eine Zigarrenkiste, dennoch deutlich schwerer als der Vorgänger, das unselige DAP+Radio. Überhaupt sind beide, trotz der gleichen Größe und des ziemlich gleichen Preises, so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Rund 25.000 Radiosender sollen sich nun störungsfrei empfangen lassen. Halleluja!

Sie kann man natürlich in keine Liste mehr fassen, weshalb die Bedienung dazu durch mehrere Untermenüs führt. Also entweder nach geografischen Orten sortiert (Kontinenten, Ländern, Regionen) oder nach Genres. Zusätzlich lassen sich Sender manuell finden; hier gibt es auch zwei Möglichkeiten: nach Sendername oder nach Streaming-URL. Die Netzwerkverbindung war binnen Sekunden hergestellt. Etliche weitere Möglichkeiten zur Kommunikation mit dem Router oder dem Netzwerk bestehen. Natürlich funktioniert es auch als simpler MP3-Player mit einem eingesteckten USB-Stick (oder Speicherkarte in einem USB-Adapter). Bedienen lässt es sich am Gerät selber, per Fernbedienung oder per App auf dem Smartphone. Das ist aber uninteressant für mich, da ich solche Geräte/Möglichkeiten schon besitze/kannte. Fünf Stationstasten sind zur Senderspeicherung zwar ein bisschen wenig – im Moment – da ich viel mit dem Teil spiele und immer mehr tolle Sender entdecke – später aber, wenn ich mich ans Radio gewöhnt habe und mich wieder in der normalen Tagesroutine befinde, reichen die fünf Stationtasten natürlich völlig aus. Zumal es nicht umständlich ist, einen Sender zu finden.

Tja, Times are changing. Die analoge Radiotechnik scheint wohl doch am Ende zu sein – gar nicht mal in erster Linie wegen der Technik, sondern wegen der unglaublichen Zunahme von Störungen durch irgendwelche funkenden Geräte heutzutage. Ich bin kein Experte, doch es sieht für mich danach aus, dass sie, obwohl sie auf anderen Frequenzen kommunizieren, dennoch für die Störungen verantwortlich sind. DAP+ war dann entgegen aller Reklameversprechen eben keine Alternative, da auch der DAP+Empfang (bei mir) nur äußerst bescheiden funktioniert und ich von den erzieherischen WDR-Sendern, die mittlerweile in allen Bereichen ihre politische Propaganda und ihre Haltungs-Trigger einschleusen (und nur der WDR war mit ca. 15 Sendern empfangbar), wirklich die Nase gestrichen voll habe.

Durch 25.000 Sender werde ich mich nie durchhören können, das ist klar, doch ich habe schon drei wunderbare Oldie-Sender aus USA, UK und Deutschland gefunden. Auch falls noch andere bisher unentdeckte auf mich warten, so macht mir bereits jetzt nach nur drei Stunden das Radiohören endlich wieder riesengroße Freude.

Das wollte ich nur mal ebkes schnell gesagt haben. Jetzt genieße ich weiter eine Radio-Entdeckungsreise und fahre den Rechner herunter. Radio war und ist etwas ganz Besonderes, wenn man denn die Freiheit der Wahl hat.

Achso, fast vergessen. Falls es dich interessiert. Es ist das Imperial i110” der Firma „Telestar”, das es bei Amazon für um die 75 Euro gibt.

Windows 10: Zustand der Unruhe / Wichtig auch der Nachtrag

Jetzt versuche doch mal, meinen Gedankengang nachzuvollziehen: Von den 3 Rechnern in meinem Netzwerk, die rund um die Uhr eingeschaltet sind aber natürlich bei Nichtgebrauch im Energiesparmodus schlafen, wacht nur der Windows10-Rechner alle paar Stunden selbstständig auf. Die anderen beiden schlafenden Gesellen sind ein Lunux- sowie ein Windows7-Rechner. Es wird über den Weckvorgang des an der Unruhe leidenden Patienten aber nichts in der Verwaltung, den Ereignisprotokollen usw. erwähnt. Alles Mögliche habe ich bereits ausprobiert – wobei ich auf das Naheliegendste eigentlich erst spät gekommen war. Denn ich ging stets davon aus, dass ein Dienst, eine Aufgabe oder ein Prozess dafür verantwortlich sei. Was aber, wenn das Wecken, also die Kommunikation, von außen beauftragt wird?

Dabei ist es so einfach, dies auszuprobieren, denn bei allen 3 Rechnern habe ich seit 10 Jahren bereits kleine Netzwerkschalter zwischengebaut, die nicht nur eine software-gesteuerte Trennung vom Router herbeiführen, sondern bequem dasselbe machen, als zöge man das Netzwerkkabel aus seinen Anschluss. Ein Tastendruck des auf dem Schreibtisch stehenden kleinen Kästchens genügt, und die Verbindung ist getrennt; ein weiterer Tastendruck, und sie wird wieder hergestellt. Äußerst praktisch. Es handelt sich dabei um keinen elektronischen Schalter, sondern einen echten mechanischen.

Wenn ich nun den Energiesparmodus einschalte und der Rechner nickt ein, anschließend ihn vom Netzwerk trenne, also den Schalter betätige, dann schläft er 24 Stunden und länger; er wacht eben nicht mehr urplötzlich auf, das Problem der Unruhe ist somit beseitigt. Aber warum besteht es?

Deshalb nun mein Gedankengang, bei dem ich unsicher bin, ob er richtig ist. Wenn es so ist, wie es ist, beweist das doch, dass das Wecken nicht vom Rechner ausgeht, sondern über das Netzwerk betrieben wird, oder? Andernfalls müsste der Rechner ja ebenfalls im getrennten Zustand aufwachen. Ob es nun am neuen Router liegt oder ob von weiter außerhalb ein Kommunikationsversuch stattfindet wie bei den Smartphones, das kann ich nicht sagen, denn in den Routereinstellungen finde ich jedenfalls nichts dazu, ebenso nicht in den Einstellungen der Firewall – was aber nicht unbedingt etwas heißen muss, da ich deren kryptische Detailansicht nicht vollumfänglich verstehe. Ein bekannter Virus ist definitiv auszuschließen. Was bleibt da noch übrig? Hast du vielleicht eine Idee?

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Nachtrag: Der Gedankengang war schon mal falsch, denn der Rechner wacht trotzdem auf. Zuerst hielt er knapp 2 Tage und Nächte schlafend durch, dann benutzte ich ihn, ließ ihn danach wieder ruhen aber weitere 12 Stunden später wachte er erneut von alleine auf. Kein Hinweis in der Computerverwaltung. Es gesellt sich noch eine Möglichkeit zum ersten falschen Gedanken hinzu, nämlich die Frage, ob es sein kann, dass sein Aufwecken vom BIOS gesteuert wird? Bei modernen Rechnern ist das klassische BIOS ja verschwunden und der Nachfolger fungiert quasi als ein eigenständiges Mini-System. Bestimmte Hardwarekomponenten können so losgelöst vom eigentlichen Betriebssystem mit den Herstellern (oder wem auch immer) kommunizieren – könnte das fürs Aufwecken ursächlich sein? Somit muss ich weiter forschen. Dem auf die Spur zu kommen, dauert nur schrecklich lange, da bei jedem Eingriff bzw. jeder Veränderung meinerseits stets mindestens ein, zwei Tage Beobachtungszeit liegt.