Prozentuales

Wenn ich das in Prozenten ausdrücken soll, und der Zustand „glücklich und zufrieden” bei 100 Prozent liegt, dann ist der Stift mit einer Gummispitze zu 95 % wirklich toll aber der mit einer Spitze aus Fleece-Stoff zu 105 %. Er macht nicht nur glücklich und zufrieden, nein, er verwandelt die Wischerei auf meinem Smartphone “Mata Hari” geradezu in einen seligmachenden Zustand.

Für mich. Das heißt aber nicht unbedingt etwas.

Denn letzte Nacht hatte ich beide Stifte mit zur Arbeit genommen und sie einem Kollegen ausprobieren lassen. Er allerdings empfand den Stift mit Gummispitze angenehmer. Da siehste mal wieder, wie ungeheuer individuell doch Schreibgeräte sind.

Ansonsten bin ich gerade sehr mit Kopierarbeiten beschäftigt. Wenn das nicht meine 100-prozentige Aufmerksamkeit erhält, passiert nämlich genau jenes, das mir vorhin geschah: ich löschte endgültig mal eben aus Versehen 20 Gigabyte an Daten. Weil ich gedacht hatte, sie bereits kopiert zu haben, was aber gar nicht der Fall war. Ich könnt’ mich in den Hintern beißen! Sagt man das so? Nicht treten? Jedenfalls selber verdiente Schmerzen zufügen, auf dass sie in ewiger Erinnerung bleiben und bei künftigen ähnlichen Ereignissen das Hirn gewissermaßen vorschalten.

Also bis später. Bleibe auch du heute bei der Sache, egal, welche es auch sein mag, andernfalls müsstest du dir auch selber weh tun. Und wer will das schon 🙂

USB-Hub und Magnetstecker

Kurze Auflösung: Nein, USB-Hubs kann man leider nicht per Magnetverbindung ans Smartphone anschließen, nur per richtigem Stecker bzw. USB3-Adapter. Das ist aber auch nicht wichtig, da Mata Hari sowieso im heimischen Netzwerk eingebunden ist. Es war halt nur ein Ding meines Interesses. Andererseits lässt sich per Magnetstecker eine normale Verbindung zu einem anderen Rechner automatisch herstellen und so per Dateiexplorer beispielsweise vom Windowsrechner alle Daten einfach hin- und herschieben – das funktioniert komischerweise. Auch habe ich noch nicht probiert, einen Hub mit eigener Stromversorgung an den Magnetstecker anzuschließen. Um das auszuprobieren, müsste ich aber einen bestehenden abbauen, wozu ich mangels ausreichender Neugier und der Aussicht auf ein für mich eher sinnlos ausfallendes Ergebnis einfach zu faul bin.

Inneres Ich: „Aha, Umweltsau und faule Sau. Na, das passt ja.”

Es ist in Wahrheit gar keine Faulheit, sondern Teil der ökonomischen Prinzipien: einen optimalen Zustand mit so wenig wie möglichen Mitteln zu erzielen. Was jetzt geht, ginge vielleicht auch mit Mehraufwand, doch wozu dann der Mehraufwand?

Man kann sich die eigene Faulheit wunderbar schönreden, nicht wahr?

Finger

Und das kam so … Vorletzte Nacht surfte ich, wie schon erwähnt, mit Mata Hari im Internet und sah im eigenen Tagebuch einen Fehler im aktuellen Eintrag. Es stand dort: „da kann es regen, was das Zeug hält” – es fehlte bei „regen” das N. Das ist ja praktisch, dachte ich, weil ich jetzt mit Mata Hari quasi blitzschnell das fehlende N einfach hinzutippen kann. Man ist ja pingelig bei solchen Sachen, gell?

Kurzerhand meldete ich mich in der Verwaltung des Tagebuchs an, wählte den Eintrag aus – und dann ging’s los: Wie triffst du mit solchen ungeschickten Fingern wie meinen diese winzige Lücke im angezeigten winzigen Text? Also über die Zeile getippt, darunter getippt, daneben, die grüne Textmarkierung wer weiß wohin verschoben und plötzlich kam ich auch noch mit dem Ringfinger an ein Formatierungssymbol. Der Text wurde zentriert, danach seltsam verschoben, am Ende war der gesamte Eintrag zerschossen. Eine volle Stunde verbrachte ich mit Geschicklichkeitsübungen für meine Finger, bis dass schlussendlich das N eingetippt war. Zwischenzeitlich versuchte ich im Dashboard, der Steuerzentrale des Tagebuchs, irgendwie die fehlerhaften Versuche rückgängig zu machen. Das einzige, das mir gelang: ich zerschoss ebenso sämtliche individuellen eingerichteten Einstellungen im Dashboard. Das sieht man aber wenigstens nicht öffentlich und ich korrigierte es nach der Arbeit zu Hause am Desktop-Rechner. Jaja, genau so war’s.

Damit wollte ich mich aber nicht abfinden. Da ich weiß, wie solch ein Tablet- oder Smartphone-Display arbeitet, suchte ich anschließend bei Amazon dieses Gadget (Foto oben, drauf klicken = groß), den Eingabestift (3 Stück mit ein paar Ersatzgummis), der frappierend an einen Bleistift mit aufgesetztem Radiergummi erinnert. Soeben eingetroffen, ausprobiert und für exzellent befunden. Jawohl, damit wird mir so etwas kein zweites Mal passieren.

Morgennachmittag geht’s weiter mit Adapter-Übungen. Bis dahin, Fingere dich geduldig durch den Tag.

Höcksken, Stöcksken und so weiter

Das wird nur ein Versuch. Versuch macht kluch. Schau dir das kurze Video am Ende dieses Eintrags Absatzes an, was es alles für unterschiedliche Möglichkeiten der Direktverbindung von externen Geräten zum Smartphone gibt. So weit, so gut, das kannte ich prinzipiell schon von meinem 2011er Tablet, das ich seinerzeit geschrottet hatte (nicht wirklich, aber nichts geht mehr so richtig an dem Teil, es bräuchte mal meine innige Aufmerksamkeit, die ich aber nicht bereit bin, ihm zu gewähren – was will man mit einem uralten Tablet anfangen?*). Nun denn, der Versuch, den ich morgen oder übermorgen unternehme ist etwas anders, nämlich inwieweit sich ein Hub, an dem gleich mehrere Geräte angeschlossen sind, an den Megnetadapter des Smartphones anschließen lässt. Dazu benötige ich eine Kupplung von USB-Buchse auf USB-Buchse oder zumindest von USB-Buchse auf den richtigen Mini-USB-Stecker für den Hub. Stecker-Adapter habe ich reichlich in meiner Kramkiste gefunden, doch Buchsen-Adapter leider nicht. Somit muss ich jetzt erst auf ein Sortiment unterschiedlicher Adapter warten, das von Amazon morgen und übermorgen geliefert wird.

Zu uninteressant für dich? ‘s Gibt nix anderes heute. Man nimmt, was man kriegt 🙂


* Ich hatte das Tablet mal eine Zeitlang an die Wand gehängt und dann von „Wetter Online” die lokale Wetterkarte mitsamt des Regenradars im Browser aufgerufen und so belassen. Dergestalt war es eine kleine Wetterstation. Grundsätzlich fand ich das gar nicht schlecht (es ginge übrigens immer noch, so arg zerschossen ist das Tablet gar nicht), doch es benötigt dann natürlich auch durchgehend Strom und WLAN. Da ich das Wetter aber an den Desktoprechnern eh nachschaue oder gegenüber aus dem Fenster sehe, und da draußen sowieso ein Thermometer hängt, kam ich mir nach kurzer Zeit doch ziemlich schräg vor, wenn ich beispielsweise wissen wollte, wie kalt oder warm es draußen ist, oder ob’s regnet, schneit oder die Sonne scheint.

Zumindest für mich macht eine Wetterstation, die nur mit dem Internet verbunden ist, keinen Sinn. Etwas anderes wäre eine Station, die von einigen draußen vor Ort aufgestellten Messgeräten die Werte innen auf dem Tablet anzeigen würde.

Als ich noch vermehrt Baustellenbewachungen durchgeführt hatte oder in diversen Firmen temporär herumlümmelte, war das Tablet auch oft sehr praktisch, da ich auf einem USB-Stick Filme mitnehmen konnte, die ich mir dort ansah. Ein Laptop hätte zu viel Kabelgedöns benötigt. Das hatte ich zwar auch gemacht, also per Laptop, aber nur wenn ich zeitweilig ein Büro mit eigenem Schrank benutzen konnte, in dem der ganze Kram tagsüber aufbewahrt werden konnte. Überwiegend allerdings saß ich bei meiner Tätigkeit im eigenen Auto oder hielt mich in Fabrikhallen auf, und dafür war das Tablet geradezu ideal.

Wie dem auch sei, heute finde ich für das alte Tablet keine sinnvolle Verwendung mehr. Deshalb bleibt es im Kramkarton und wird nur alle paar Monate mal nachgeladen. Technisch ist es sowieso von Vorgestern – aber wegwerfen? Da sträubt sich sämtliche Messi-Gen-Behaarung. Und für ein paar wenige Euro würde ich’s auch nicht abgeben wollen.

Das übrigens hatte ich mit meiner Uralt-Nintendo-Spielkonsole getan. Da war ein Junge, der sie laut seiner Mutter gerne gehabt hätte (bei dem sich später herausstellte, dass die Mutter das aber nur glaubte). Es ist nun auch schon wieder über 10 Jahre her. Die Konsole lag seinerzeit schon 15 Jahre lang im Kramkarton. Also hatte ich sie ihm geschenkt. Keine Woche später erfuhr ich so nebenbei, dass er sie verkauft hatte und sich über den überraschend hohen Verkaufserlös wahnsinnig gefreut hatte. Da war ich regelrecht enttäuscht, denn diese Konsole samt ihrer locker 20 Spiele war mir ziemlich ans Herz gewachsen. So etwas mache ich nie wieder. Wenn, dann würde ich dem Jungen eher das Geld schenken oder die ex-eigene Konsole selber zurückkaufen. Oder vorher solche Dinge nur auf unbegrenzte Zeit verleihen mit dem ausdrücklichen Verbot des Weiterverkaufs. Deshalb macht es für mich keinen Sinn, das Tablet für ein paar Euro abzugeben – selbst dann nicht, wenn es ebenso sinnlos jahrelang in einer Kiste liegt. Messi halt. Wenn ich wüsste, dass jemand es für irgendwelche Zwecke auch benutzen würde, wäre es etwas anderes, dann würde ich es sogar sehr gerne verschenken.

Jetzt bin ich schon wieder schreibmäßig vonet Höcksken aufs Stöcksken gekommen. Lustig, was? Das hältst du aus. Viel lesen schärft die Sinne.

USB-C Magnetstecker

Wie du auf dem linken Bild siehst (draufklicken = größer), hatte ich mir schon mal magnetische USB-Stecker besorgt und zwar für die „F30-E-Pfeifen”. Das war vor sechs Jahren. Wenn man täglich die alten Mini-USB-Stecker in einen Plastikkörper steckt, meist mit zwei Versuchen wegen der längeren und der kürzeren Seite und weil das oft so nervig-gerne vertauscht wird, dann nudeln diese Anschlüsse im Gerät schnell aus. Ich möchte nicht wissen, wie viele diverse USB-Geräte deshalb vorzeitig auf dem Müll gelandet sind. Diese Magnetstecker waren also eine erste kleine Offenbarung, wenngleich man durch die längliche Form auch stets achtgeben musste, dass der Magnet richtig Kontakt bekam und nicht etwa quer daran haftete.

Wenig später kamen endlich die USB-C-Stecker vermehrt auf den Markt. Somit gab’s keine Fehlversuche des Falschherum-Reinsteckens mehr. Dennoch ist der mechanische Verschleiß bei einem täglichen Gebrauch auch mit USB-C enorm. Es kommt natürlich darauf an, ob ein Grobmotoriker oder ein sensibles Geschöpf damit zu Werke geht.

Heute gibt es das Beste beider Welten. Ein USB-C-Stecker mit einem runden Kopf und einem noch stärkeren Magneten. Das Kabel braucht bloß nah am Stecker gehalten zu werden und schwups*, zieht es sich sofort von ganz alleine auf den Sockel. Dabei kann es nicht mehr quer kontaktlos liegen, sondern findet automatisch immer den richtigen Kontakt. Das ist enorm durchdacht, da steckt richtig viel Knowhow hinter, Erfahrungswerte sozusagen. Noch dazu ist es mit einem minikleinen flexiblen Gelenk versehen, was die Steckverbindung als solche fast unsichtbar werden lässt und Kabelbrüche verhindert, die nicht selten durch Überdehnung beim Knicken entstehen. Wie auch beim alten Stecker, so bleibt er dauerhaft im Gerät. Durch seine runde Form sieht das auch noch interessant aus und steht nicht unansehnlich über.

Guckst du hier. Hoffentlich ist es gut zu erkennen. Die Blende habe ich mittlerweile entfernt. Der Stecker selbst dichtet ausreichend gegen Nässe ab (aufs Bild klicken = Großansicht):


* Zur Logik unserer Rechtschreibung: „Schwupp” wird laut Duden mit Doppel-P geschrieben, „schwups” hingegen mit einem P. Noch Fragen? 🙂

Stromausfall

Gestern haben sich zum ersten Mal die beiden USVs („Unterbrechungsfreien Strom-Versorgung”) so richtig bewährt. Es sind zwei eher kleine preisgünstige Geräte mit Blei-Akkus, die ich schon seit über 15 Jahren benutze. So alle 4 bis 6 Jahre werden die Akkus ausgetauscht. Angeschafft hatte ich sie wegen der vielen Stromausfälle, die uns bei fast jedem Unwetter trafen. Das war bis vor ca. 15 Jahren hier in der Gemeinde an der Tagesordnung. Es gab kilometerlange Überland-Leitungen. Da brauchte in etlichen Kilometern Entfernung nur mal der Blitz einschlagen und schon gab es für alle an die Leitung angeschlossenen Häuser einen meist kurzen Stromausfall.

Das ist allerdings längst nicht mehr so. Die Überland-Leitungen wurden Mitte bis Ende der nuller Jahre in den Boden verlegt. So etwas ist natürlich „schweineteuer” im Vergleich zu den schnell und günstig aufgebauten Holzmasten. Daran erkennt man im Übrigen auch sehr schön den Wohlstand einer Gesellschaft, bzw. was die Energieversorger bereit sind, für ihre Kunden zu investieren. Die USA zum Beispiel zeigen auf dem Land in kleineren Städten hier ein Bild der Entwicklungsländer, nur in den größeren Städten sieht’s ähnlich gut aus wie bei uns. Beim Telefon/Internet ist es aber auch hier noch vorsintflutlich: die Telefonleitung, an die nur unser Haus angeschlossen ist, zieht sich ca. 100 Meter entlang eines Kabels auf Masten, bevor sie erst an der Landstraße in den Boden verlegt ist. Da gab es demnach mehrfach Störungen, die die Telekom aber schnell durch vor Ort entsandte Mitarbeiter behoben hat. Wir als Haushalt sind der Telekom jedoch nicht geldwert genug, um auch die „letzte Meile” der Leitung ordentlich zu verlegen. Aber das ist ein anderes Thema, ich gerate erzähltechnisch schon wieder von et Höcksken aufs Stöcksken.

Also: Stromausfälle gibt es seit längerer Zeit bei uns keine mehr. Trotzdem habe ich die beiden USVs deshalb nicht entsorgt. Man weiß ja nie. Und gestern war es dann soweit: für ca. 5 Minuten fiel der Strom in der Gemeinde aus. Ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt waren bei mir 3 Rechner in Betrieb, und wie es der Zufall wollte, führte ich gerade eine Sicherungskopie des Webblogs aus. Die dauert nur wenige Minuten und war bereits zur Hälfte auf den Server bei Hamburg übertragen. Das geschah nun eben genau, als der Strom ausfiel. Per USV sind nur die Rechner (Tischrechner mit wenig Stromverbrauch), die Monitore (auch moderne mit geringem Strombedarf), der Router und zwei LED-Lampen mit nicht nennenswertem Verbrauch gesichert. Das große Licht im Raum erlosch also, es begann überall (Gefrierschrank, USV) zu piepen aber in aller Seelenruhe konnte ich die Datensicherung zu Ende führen und die Rechner manuell ordentlich herunterfahren. Klasse, nicht wahr? Das hat mich richtig gefreut. Da die Akkus schon wieder ziemlich alt sind, kann ich nicht sagen, wie lange sie ausreichend Strom geliefert hätten, 5 Minuten waren für sie aber kein Problem.

Das nur mal kurz heute erzählt. Was wünscht man da? Dir auch eine möglichst kurze Leitung? Gut Strom? Ein stromatisches Wochenende? Naja, sowas halt 🙂

Hilft gegen Paranoia

Wird von irgendwoher ein Kameraobjektiv auf mich gerichtet, fühle ich mich so unwohl wie im Fadenkreuz eines Gewehrs. Das war schon immer so. Und seit ich gelesen habe, dass Samsung kurze Zeit die Kameras ihrer Smart-TVs benutzt hatte, um das Verhalten der Kunden zu erforschen, war endgültig Schluss mit Beobachtungs-Kameras.

Was die Webcam kann (Bild links), muss auch für ein Smartphone möglich sein, dachte ich, und siehe da, es gibt winzige Schieberegler für die Rücksichtkamera des Smartphones. Scheinbar bin ich gar nicht so alleine mit der Paranoia.

Klick aufs Bild für eine Großansicht.

Schwesternuhr

Es ist ja lustig. Jetzt habe ich für die Nachtschichten extra eine Schwesternuhr gekauft. Die gibt es zuhauf ab 2 bis 4 Euro oder im 3er-Pack für +/- 12 Euro bei Amazon. Also mehr oder weniger am Ende ihrer Batterielaufzeit ein Wegwerfartikel (man kann versuchen, die Batterie zu wechseln, wahrscheinlich kostet eine Batterie dann aber fast mehr als eine solche Uhr). Doch warum habe ich so etwas gekauft?

Ganz früher: Armbanduhren (oder Bänder oder irgendwelchen Schmuck) mochte ich noch nie an meinem edlen Biogestell tragen. Trotzdem hatte ich mehrmals in my bitter life versucht, so etwas zu tun – nein, sie landeten immer irgendwann recht zügig in eine Kramschublade. Dann gab es für mich ab 1995 die Handys. Ab diesem Moment war eine extra Uhr nicht mehr nötig, ebkes in die Hosentasche gegriffen und das Handy fungierte als Taschenuhr. Nun bin ich aber ein Smartphone-Besitzer. Was passiert also?

Das Smartphone mit seinem schweren Akku trage ich in einer Rucksack-Tasche bei mir. Das ist gut und bequem. Um aber nur schnell die Zeit abzulesen, müsste ich den Reißverschluss öffnen und das Gerät herausnehmen. Im Regen unterwegs wäre das recht umständlich. Oder eine andere Situation wie gestern: ich fuhr nur eben schnell zu Edeka (neue Aufbackbrötchen kaufen, auf die ich seltsamerweise zur Zeit total abfahre). Dafür, für 40 Minuten, extra eine Tasche umzuhängen, das ist mir bei aller Liebe und Bequemlichkeit dann doch zu aufwendig. Andererseits fühle ich mich mittlerweile wie nackt, wenn ich ohne Handy das Haus verlasse. Versuche es mal, ich bin gespannt, wie du das empfindest. Also steckte ich einfach schnell das alte kleine Nur-Handy in die Hosentasche, in dem ja noch die Zweitkarte (Prepaid) von Vodafone verbaut ist. Auf nach Edeka in die analoge Welt mit Uhr (in diesem Fall zwar unwichtig) aber „bekleidet”. Nun, zur Arbeit möchte ich natürlich keine zwei Handys mitnehmen. Doch wie dort nur kurz die Zeit ablesen, was ich nämlich zigmal während meiner Tätigkeit mache? Vielleicht ist das (siehe Fotos, draufklicken = groß) eine praktikable Lösung. Ginge auch in die kleine rechte Tasche einer Jeans. Mal schauen, wie es am Besten sein wird.

Apropos Zeit: da wünsche ich dir, dass sie bei deiner Arbeit schnell vergehen möge und in deiner Freizeit möglichst in Zeitlupe verläuft. Mit anderen Worten wünsche ich dir am heutigen Mittwoch eine angenehme Zeit.

Smartphoneständer

Guck mal, habe ich gestern für 9 Euro gekauft: einen kleinen superstabilen Ständer fürs Smartphone zu Hause. Weitere Bildbeschreibung: Die Ladekontrolle ist fürs Smartphone und der Netzwerkschalter gehört zum großen Tischrechner. Der andere Tischrechner ist nicht im Bild, besitzt aber ebenfalls einen separaten Netzwerkschalter. Du weißt ja, die Paranoia ist mein und so 🙂 
Aufs Bild klicken = größer.

Strom

Eine Nacht lang habe ich mit dem neuen Smartphone rumgespielt. War ja klar. Nicht die ganze Nacht, ich musste ja auch ‘n bisschen was arbeiten. Musikvideos abgespielt, die Bluetooth-Kopplung mit dem am Fahrradkorb fest installierten Lautsprecher ausführlich ausprobiert, den VLC-Player via LTE-Verbindung runtergeladen und installiert, eine neue Playliste begonnen (zu viel Musik ist auf der 512 GB Mini-SD-Karte, da ist meine komplette Bibliothek drauf), mehrere Schach-Apps habe ich runtergeladen, probiert und wieder rausgeschmissen (erst nach der 4. App war ich zufrieden, die Nummer 5 verlangt nämlich NULL Zugriff und sammelt folglich ebenso NULL Infos aber spielt viel besser als ich, was wichtig ist, da sonst jeder Reiz und Ehrgeiz für dieses Spiel fehlt), Dateien und Ordner mit einem neuen Dateimanager sortiert, diverse Einstellungen, deren Sinn und Zweck mir nicht ganz klar war, ausprobiert und ordentlich im Internet gesurft. Die Arbeitsnacht verflog wie im Flug.

Das Folgende musst du nicht lesen. Nur für Akku-Interessierte. Es ist nicht unterhaltsam. Ich will’s nur gesagt haben, habe dich also „vorgewarnt” 🙂

Als ich zum Dienst fuhr, war der Akku voll. Vorhin zeigte er 7 % Verlust an. Das ist natürlich gelogen. Als langjähriger E-Dampfer weiß man, wie die Hersteller der Chips für die Akkuträger arbeiten: ist der Akku voll, wird kaum Verbrauch angezeigt. „Voll” ist in deren Augen nämlich ein relativer Begriff. Üblicherweise liegt die Ladeschlussspannung bei 4,2 Volt. Ausgelegt ist ein Lithium-Ionen-Akku aber für 3,7 Volt, das heißt: auch bei 3,7 Volt zeigt er noch „voll” oder zumindest „fast voll” an. Danach, wenn der Akku weiter nachlässt, verringert sich die Füllstandsanzeige entsprechend rasant.

Jetzt weiß ich leider nicht, welcher Akku genau in dem Smartphone verbaut ist. Ein Lithium-Polymer-Akku aber von welchem Hersteller und mit welcher Leistung, diese Infos finde ich bisher in keinem Datenblatt. Es ist aber egal, ob ich von den Werten der E-Dampfakkus ausgehe (3,7 Volt) oder ob hier der Leistungsbereich ein anderer ist, das Grundprinzip ist bei diesen Akkus immer gleich: ausgelegt für x Volt („ausgelegt für” bedeutet, dass der Akku in diesem Bereich ziemlich lange eine gleichbleibende Leistung bietet) und der Ladeschlussspannung y, die deutlich höher liegt. Auch am Smartphone wird die volle Leistung über Gebühr als „voll” angezeigt, bevor die Anzeige dann realistisch, d.h. viel schneller abnimmt. Eigentlich müssten alle Füllstandsanzeigen ca. 120 % anzeigen, das wäre sehr viel genauer.

Also, der Akku war anfangs 100 % geladen und als ich ihn vorhin ans Ladegerät anschloss, lag er bei 93 %. Geht man von den 10.000 mA/h aus, sollten hier ca. 700 mA nachgeladen werden. Die Ladeschlussspannung ließ das Handy aber erst nach rund 1.000 mA abschalten, was rechnerisch bedeutet, so man der prozentualen Anzeige Glauben schenkt, dass der Akku 14.200 mA/h Kapazität hat, was natürlich nicht der Fall ist. Rechnet man demnach von den vom Hersteller genannten 10.000 mA/h 1.000 ab, so erreicht man wunderbar ausrechenbare 90 %. Oder anders ausgedrückt: die Füllstandsanzeige log um 3 %. Wie gesagt, das würde sie wieder wett machen im mittleren und unteren Bereich der Akkuladung, wenn sie für den beobachtenden Benutzer schneller absackt. Das ist wieder ein Indiz (@Dominik) für einen verbauten 10.000-mA-Akku. Exakt kann ich das nur nachmessen, wenn ich den Akku bis zu seiner Abschaltung leere und danach voll auflade. Dazu habe ich aber keine Lust, vielleicht ergibt es sich ja mal, dann schreibe ich das Ergebnis ins Tagebuch.

Warum habe ich dazu jetzt aber keine Lust? Weil es mir zu lange dauern würde, bis dass der Akku wieder aufgeladen ist. Es gibt zwar die Möglichkeit einer Schnellladung, die dann mit 2 Ampere den Akku recht zügig auflädt, doch diese Art der Ladung fördert enorm den Akkuverschleiß. Geht man für die Lebensdauer von 700 bis 1.500 Ladezyklen aus, liegst du mit ständigem schnellen 2-A-Laden irgendwo im unteren Bereich, d.h. nach 2 bis 3 Jahren wäre der Akku hinüber. Lädt man den Akku aber schonend „nur” mit einem Ampere, verlängert sich seine Lebensdauer entsprechend. Für nicht wenige Leute ist das egal, da sie sowieso alle 2 bis 3 Jahre ein neues Handy kaufen, meine Wenigkeit hat das aber nicht vor. Ich betreibe sogar noch 10 Jahre alte E-Dampfakkus, die immer nur mit 500 Milliampere geladen wurden und die „gefühlt” noch wie neu sind. Beim Akku meines E-Readers war es andersherum der Fall. Er stammt aus 2012, da wusste ich noch kaum etwas über Lithium-Ionen-Akkus und lud ihn mit dem empfohlenen Netzteil mit 2 Ampere. Heute ist er um, besitzt eine Selbstentladung im ausgeschalteten Zustand des Readers, die fast noch schneller ist als während meiner Lektüre auf dem dem Gerät. Sein verbauter Akku wird schon lange nicht mehr hergestellt, man kann ihn also nicht mehr tauschen. Sogar wenn man noch einen im Internet finden sollte, so lag der dann irgendwo 10 Jahre in einer Kramkiste herum oder wo auch immer. Ich persönlich kann mir mit einer kleinen Powerbank helfen, die ich meist beim Lesen an den Reader angeschlossen habe, und die nicht störend ist. Das geht sogar prima, finde ich.

Warum erwähne ich das mit dem Reader? Weil man nicht genau sagen kann, wie weit die Lebenserwartung eines Akkus schrumpft bei Ladungen mit 2 Ampere, 1 Ampere oder mit 500 Milliampere. Es werden überall nur Schätzwerte genannt. Das ist so ähnlich wie bei der LED-Beleuchtung, deren Leuchtdauer oft in Stunden angegeben wird, die aber nie jemand tatsächlich 50.000 Stunden unter Beobachtung leuchten ließ. Eine solche exakte Untersuchung bei einem Akku würde schließlich 2 bis 3 Jahre dauern, das macht keiner, zumal Akkus immer billiger werden. Nicht zuletzt spricht der Nachhaltigkeitsgedanke auch für eine schonende Ladung statt für eine schnelle.

Falls du, liebe Leserin und lieber Leser, es nun bis hierher lesetechnisch geschafft haben solltest, so wünsche ich dir einen netten erfrischenden Samstag im – wie das ZDF neulich meinte: „Juli wohl heißester Monat seit Jahrtausenden” (sie hatten einfach vergessen, mal vor die Tür nach draußen zu gehen. Was unterscheidet diese Meldung, also den „Journalismus” beim ZDF, eigentlich noch von Relotius?). Für die Seele erfrischend und gut tuend sind dann schlussendlich diese beiden lesenswerten Artikel jeweils als Replik zum Thema: hier und hier.

Bis morgen dann – wie draußen zu bestaunen: in alter Juli-Frische.

Identitätsprüfung online

Seit zwei Tagen versuchte ich vergeblich, eine nötige Video-Identifikation durchzuführen. Das kennst du sicher längst. So mit Perso in die Kamera halten, ein paar Faxen machen, TAN-Nummer eingeben usw.. Das hatte seinerzeit für meine Zweitkarte bei Vodafone nicht funktioniert, da mein Gegenüber den Perso auf dem Bild nicht erkannte und sich ratzfaz ohne Tschüss zu sagen abmeldete. Es war eine genervt erscheinende Frau mit osteuropäischem Akzent. Aber wenigstens hatte die Videoverbindung innerhalb des Browsers funktioniert. Wie ebenfalls bei „qTox” oder Skype.

Bei der aktuellen Verbindung funktionierte aber die Kamera nur auf dieser Webseite nicht. Ich habe wirklich alles ausprobiert: Anti-Virenprogramm ausgeschaltet (die Windows-Firewall sowieso), die aktuellste Browserversion geladen, natürlich die Kamera hardwaremäßig ordentlich ins System eingebunden, auch die richtige Kamera ausgewählt (es gibt ja noch jene des tollen Endoskops). Und selbstverständlich die richtigen Einstellungen getroffen. Im Browser und bei den Kameraeinstellungen. Es funktionierte auch überall, nur bei der ganz bestimmten Verifizierungsseite eben nicht. Ja, auch andere aktuelle Browser habe ich versucht, derzeit sind 6 Browser auf 4 verschiedenen System-Plattformen installiert. Wie gesagt, überall funktioniert die Kamera tadellos, nur auf dieser einen Internetseite nicht.

Also habe ich heute die Kamera abgesteckt und sie mit dem zweiten Rechner daneben verbunden. Dieselben Einstellungen hardwareseitig und im Browser getroffen – und es funktionierte auf Anhieb. Das erkläre mir jemand mal bitteschön, ich meine, auf eine solche Erklärung wäre ich wirklich gespannt. Ich finde nämlich keine. Dass der Zweitrechner ein Windows10-Betriebssystem hat und der Hauptrechner ein Windows7-System kann (eigentlich) nicht der Grund sein, da die Kamera ja auch überall, bis eben auf dieser Webseite, am Win7-Hauptrechner wunderbar funktioniert.

Seltsamerweise hatte der Mitarbeiter der Verifizierungsstelle überhaupt kein Problem, den vorgehaltenen Pass zu erkennen. Die Kameraauflösung beträgt 720 Pixel. Ich möchte ja positiv denken und das damalige Versagen bei Vodafone meiner Inkompetenz zuordnen, doch in meinem Hinterkopf spielt das unfreundliche Verhalten (nein, unfreundlich war es eigentlich nicht, eher absolut lustlos, das trifft’s besser) der Mitarbeiterin bis heute in Dauerschleife. Komisch, das vergisst man nicht. Naja, damals unternahm ich dann eine Identifikation per Post-ID, ist mir grundsätzlich sowieso lieber. Auch für die heutige Identifizierung hatte ich bereits die nötigen Papiere ausgedruckt und wollte sie Dienstag zur Post bringen.

Es ist aber einfach viel bequemer online. Hier im Dorf gibt es nur einen Zeitschriften- und Tabakladen mit, wie’s mir scheint, zwei Hausfrauen, die nebenher die Postfiliale in dem Geschäft betreuen und von denen mich eine schon mal mit einem Paket per Fahrrad zurück nach Hause geschickt hatte, um dort die Marken auszudrucken, die sie nicht mehr vorrätig gehabt hatte. Wenn man also in dieser Filiale etwas zu tun hat, was über die zeitliche Bearbeitung des Abholens eines Einschreibe-Briefs hinausreicht, dann dauert es ziemlich lange. Dafü habe ich sogar vollstes Verständnis. Hier stehen aber mittlerweile diverse Leute durchgehend in einer Schlange, die irgendwelche Geldüberweisungen von und in ihre Heimatländer tätigen, was einen Besuch im Laden nicht selten in einen abenteuerlichen langen Studienaufenthalt fremder Kulturen verwandelt. Jedenfalls nichts, um eben mal kurz in den Laden „reinzuspringen”. Von daher bin ich heilfroh, dass es heute mit der ID-Prüfung online doch funktioniert hat.

Positives

Schon fertig. Hermes schwebte göttergleich in einem sauberen und nagelneuen Transporter ein, der von einem agilen jungen Mann gesteuert wurde. Die Ersatzteile passen prima, der Sattel sitzt fest (ich hoffe mal, dass es auch so bleibt) und das ziemlich alte Zweitrad kann nächste Nacht zeigen, zu was es noch taugt. Da bin ich guter Dinge, denn alt aber gewartet, so etwas bedeutet beim Fahrrad eher bewiesene Qualität. Anders als beim Menschen. Die eigene Bio-Sattelstütze lässt sich nicht so problemlos via Hermes austauschen. Mein Lob gilt ebenfalls den Leuten vom „Zweiradshop Krefeld”, die sich extra beeilt hatten, sogar die kleine Bestellung von der Nacht zum Freitag noch am selben Tag vormittags abzusenden, damit sie rechtzeitig hier ankommt.

PS: Die Sattelstütze davor war zu kurz. Das ist nicht so schlimm. Doch sie war auch zu dünn, so dass ein unbekannter Mechaniker für einen scheinbar ausreichenden Halt zwei Metallmuffen (keine Ahnung, wie diese Blechteile fachsprachig genannt werden) übereinander geschoben hatte, die er noch dazu mit „mehreren Kilo” Panzerklebeband umwickeln musste. Dass so etwas natürlich keinen dauerhaften Halt bietet … Naja.