Hier das versprochene Foto. Klick drauf = größer. Blitzlicht usw., ich habe den Versuch aufgegeben, die Wirklichkeit im Bild einzufangen. Aber es ist schon interessant, wie unterschiedlich von der Wahl berichtet wird. Noch ist’s gerade mal 2:15 Uhr, zu früh für „Tichys” und „Nius”. Die großen Newssender der USA berichten wie gewöhnlich. Langweilig bis schrecklich. Wie kann ich das „schrecklich” beschreiben?
Es ist eine Art überparteiliche Political Correctness, die wir seit zig Jahren beobachten: War es eigentlich jemals anders? Alle sind gleich angezogen, Frauen in typischen Kostümen, Männer stecken in Anzügen. Alle erzählen sie in einer Art und Weise, die es jedem recht machen soll. Ich kann diese ständig gleich frisierten, im Kostümchen auf Stöckelschühchen zwischen ihren gebleichten Zahnreihen daherplappernden mittelalten Frauen kaum noch ertragen. Sie kommen mir vor wie penetrante Lehrerinnen, vor denen man sein ganzes Leben Reisaus nehmen wollte. Es ist (für mich) das definitiv größte Anti-Frauenbild, das sie darstellen – und natürlich entsprechend genauso bei den Männern.
Bei der alternativen Berichterstattung sieht das alles ganz anders aus. Normale Menschen streamen alleine oder in kleinen Gruppen, erzählen dummes und kluges Zeug gleichermaßen, sehen aus wie der Nachbar von nebenan. Kein Wunder, dass die großen Medienhäuser mehr und mehr Publikum ans Internet verlieren. Aber das ist bekanntlich ein weites Feld. Es findet heute jeder seine eigene Wahlsendung.
Seit ein paar Stunden bin ich bei Dave Rubin und seinem „Rubin Report” gelandet. Natürlich, sympathisch und mit einer Unmenge Humor.
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Nachtrag, 8:30 Uhr: Wir brauchen in Deutschland auch einen Donald J. Trump! 😉
Kamala Harris hat ihr Versprechen, bis zuletzt bei ihren Unterstützern und Wahlhelfern zu bleiben, bereits gegen 6 Uhr gebrochen und ist frustriert nach Hause gefahren. Enttäuschte Gesichter auf müden Körpern schlurften daraufhin aus der Wahlveranstaltung; die Party war vorbei, sie wurden alleingelassen. Besser als Kamala kann man die Missachtung der eigenen Bürger gar nicht unter Beweis stellen.
Die Strategie der Linken, jeden als Nazi abzustempeln, der nicht ihrer Meinung ist, ist krachend gescheitert. Etwas, das wir in Deutschland mit zeitlicher Verzögerung auch erleben werden. Aus dem Ballon „Der Kampf gegen Rechts” ist die Luft raus. Die Linken haben in den USA genauso wie bei uns einfach ihren Irrsinn übertrieben. Der Normalmensch lässt eine ganze Menge mit sich machen, ist unendlich geduldig, aber es gibt einen Punkt, da platzt ihm der Kragen. „Es reicht! Genug ist genug!”, sagt er dann. Der grün-linke Wokeismus und die Hypermoral sind nun vorbei; die infantilen Gestalten, die übrig bleiben, müssen erwachsen werden.
Trump steht gerade kurz vor seiner Rede. Die höre und schaue ich mir noch an, dann geht’s ins Bettchen. Heute Abend warten nämlich die Nachtschichten wieder auf mich. Also bis Freitag. Lass uns die Freude über Trumps Wahlsieg genießen, ist noch nicht offiziell – aber nicht mehr fälschbar.