Wenn eine eine Reise tut …

Erkennst du auf dem Foto (eventuell draufklicken = größer), was in meinen heiligen Hallen angesagt ist? Dat Carolin nimmt uns, die Reisegruppe Yuyunskaya, wieder in den kommenden 5 Wochen täglich im Livestream in ihren Jahresurlaub nach Rumänien mit. Seit 2019 verfolge ich die Reisen virtuell. Heute gibt’s nur Autobahn zu sehen mit allgemeiner Erzählerei (man kann live mit ihr chatten), die Anfahrt halt mit Zwischenstopp in Tschechien, danach geht’s weiter. Wenn sie in Rumänien angekommen sein wird, gibt’s eine Rundreise durchs Land mit langen (4 bis 12 Stunden) Besichtigungstouren der unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten. Die Videos laufen bei mir immer mit einen Tag Verzögerung quasi als Konserve, was mich aber überhaupt nicht stört (das verhindert ein Ruckeln bei den Aussetzern wegen Funklöchern). Es läuft täglich quasi im Hintergrund oder nebenher und erinnert mich nach wie vor an die 90er Jahre, als die ARD nach Sendeschluss nachts die Bahnfahrten aus dem Führerstand abspielte. So etwas finde ich ungemein beruhigend und entspannend. Heute „nur” 4 Stunden lang 🙂

Entdeckung: Lauren Angela

Guck mal, ich habe zufällig eine neue Vloggerin gefunden, deren Kurzvideos ich ziemlich spannend finde. Keine Politik! Klick aufs Foto = ebenfalls ein Link zu YouTube.

Es ist eine Amerikanerin, die vor Jahren „einfach so” als Au-pair nach Deutschland reiste, kein Wort die deutsche Sprache konnte aber dennoch hiergeblieben ist. Gerade lebt sie für ein paar Jahre in Asien (wegen der Arbeit ihres Mannes, den sie in Deutschland kennengelernt hatte), aber in diesem Jahr wird die Familie wieder zurück nach Deutschland ziehen. Noch etwas Verrücktes: sie bekam in den letzten Jahren gleich zwei Paar Zwillinge. Du erkennst an diesen wenigen Infos vielleicht schon, dass Lauren, so ihr Name, eine Menge interessanter Dinge zu erzählen hat. Und genau das tut sie: sie besitzt ein Talent, interessant zu erzählen. Ich habe mittlerweile sämtliche Videos durch und kann Neues kaum erwarten. Sie ist m.E. ein gutes Beispiel dafür, dass nicht alles auf YouTube oder in den sozialen Netzwerken nur Trash ist; man kann auch echte Perlen gelungener Unterhaltung darunter finden.

Das Ende ist nah

Kam heute mal wieder zu nichts. Fast nichts, denn diese kleine virtuelle Bastelei musste ich einfach kreieren (klick aufs Bild = groß). Das ist ein Formular für die nächtlichen Berichte. Es wird in der Firma und beim Kunden abgeheftet, ist normalerweise hoch seriös, so dass man schon einen Anschiss bekommt, wenn man nur zu flapsig schreibt. Und wehe, es stimmt etwas an den Zeiten nicht, dann haste die Firma aber direkt autoritär am Sprechen. Nun denn, der kommende Sonntag ist mein letzter Arbeitstag, da ist mir sowieso alles egal. Außerdem habe ich’s ja nicht übertrieben mit albernen Bildchen und so. Musste mich sogar arg zusammenreißen, denn es hätte auch ganz anders aussehen können 🙂

Die Schere fürs virtuelle Papier

Leider wurde mein Kommentar bei „Achgut” über Boris Reitschusters Buch „Meine Vertreibung” oder vielmehr zu den gehässigen Kommentaren, die er sogar aus der „alternativen Medienszene” dafür bekommt, einfach abgeschnitten und zusammengestrichen. Abschneiden und zusammenstreichen sind aber auch eine Art der Zensur, meine lieben Verantwortlichen bei „Achgut”.

Daher folgt zur Dokumentation jetzt der vollständige Kommentar – und eines ist gewiss, ich werde nie mehr bei “Achgut” kommentieren:

Auch hier in den Kommentaren liest man einige Nachtreter, findet sich Häme und wird Boris Reitschuster wegen seiner persönlichen Meinung, die reichweitenstark nicht zwingend dem „hiesigen Mainstream” entspricht, kritisiert. Und das obwohl sein Bericht der Verbannung überhaupt nichts damit zu tun hat. Auch ihm wird vollumfängliche Solidarität verweigert oder seiner inneren Empörung angesichts der grotesken Erlebnisse, die seit Jahren schon aus jeder zweiten Zeile seiner Artikel dringt, nur mit angezogener Handbremse zugestimmt.

Warum?

Darum: Wie kann ein Boris Reitschuster es wagen, zum Russland-Ukraine-Krieg eine eigenständige Meinung zu vertreten, die der Leserschaft auf „Achgut & Co.” überwiegend nicht in den Kram passt? Es ist dasselbe Verhalten der Ab- und Ausgrenzung des Mainstreams, das auch in den Kreisen der alternativen Medien stattfindet. Es scheint so, als würde heute tatsächlich kaum noch jemand wissen, was Demokratie bedeutet; viele Leute halten andere Meinungen einfach nicht mehr aus. Und dabei spielt das politische Lager überhaupt keine Rolle. Es gibt draußen in der rauen Welt nur noch ein Schwarz-Weiß-Denken, ein Freund-Oder-Feind-Schema.

Die Häme, der derzeit Alice Weidel in den Kommentaren des Mainstreams ausgesetzt ist, findet ihr Pendant im kleineren Ausmaß aber prinzipiell gleich im Umgang mit Boris Reitschuster in den alternativen Medien.

In diesem Umgang mit freien unabhängigen Geistern erkennt man den Entwicklungsstand einer Zivilisation. Was ich heute beobachte, das gleicht einer in Panik verfallenden Herde, die in ihrem Run auseinanderdriftet in mehrere Richtungen. Die Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit, dem wirtschaftlich persönlichen Ruin und das Erleben der Respektlosigkeit der Medien und der staatlichen Behörden gegenüber den Bürgern, die ihr Leben lang auf eigenen Füßen standen, nun aber gegängelt werden, für Nichtigkeiten bestraft, gecancelt und beschimpft werden, erzeugt seltsamerweise keine Solidarität unter den Gescholtenen, sondern lässt sie mit gleichen Mitteln und Methoden wild um sich schlagen.

Die ersten Opfer sind in der Folge immer die Freigeister, die keinem Club angehören, die Selbstdenker, die sich keiner Partei zugehörig fühlen. Jene Leute zwischen den Stühlen. Von daher ist Boris Reitschuster als Sündenbock bestens geeignet, was mir im Herzen weh tut, denn die Schreihälse („ich bin von Reitschuster zensiert worden”, „Reitschuster, der Putin-Verteufler” usw.) berauben sich nicht allein ihrer eigenen Zukunft – nein, da wir anderen im selben Boot sitzen, gleich unsere mit. Das Land ist nicht gespalten, wie es oft heißt, es ist zersplittert. Die demokratische Kultur des Miteinanders hat sich in eine hysterische Gesellschaft Keulen schwingender Neandertaler entwickelt: und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.

Genies leben unter uns

Es war vorgestern/gestern ein herrliches Filmerlebnis, eine „tolle Droge”. Die Geschichte fing mich ein und fesselte mich. Durch jede einzelne Pore meiner Haut sog ich das Gezeigte auf.

Wir alle finden irgendwann unser Ende, die Fantasie und die geniale filmische Erzählkunst des Autors Taylor Sheridans erschaffen dabei eine virtuelle Realität, der ich mich inklusive eben des eigenen möglichen Endes in ähnlicher Weise jederzeit anschließen würde, was natürlich nie mehr der Fall sein kann, da es kein gelobtes Land auf dieser Erde mehr gibt, was allerdings die Sehnsucht danach kein bisschen schmälert. Eine Reise als wunderbare Metapher des Lebens. Freiheit und Unabhängigkeit mitsamt des Preises, der dafür zu entrichten ist. Und doch, dafür lohnt es sich zu leben und zu sterben.

Etwas vollkommen anderes:

Per Zufall war ich gestern noch auf dieses (unten verlinkte) Video gestoßen, den Zusammenschnitt einer von Grund auf Restaurierung eines alten 89er Defenders. Ein Mann hat das hauptsächlich gemacht, ein weiteres Genie!

Man darf nicht inflationär mit diesem Begriff umgehen, mache ich auch nicht, doch hier trifft er zur Gänze zu. Fast zwei Stunden lang litt ich beim Anschauen seiner Arbeit unter Sauerstoffmangel, da die Restaurierung einfach nur atemberaubend ist. Mein Mund blieb quasi atemlos vor Staunen offen. Eigentlich kommentiere ich nie mit meinem Realnamen unter YouTube-Videos, hier musste eine Ausnahme gemacht werden. Was ich im eigenen Leben jemals geleistet habe, kommt nicht mal ansatzweise in die Nähe dieses genialen Mechanikers. Selber war ich bereits stolz nach dem Austausch zum Beispiel einer Wasserpumpe, einer Lichtmaschine, eines Kühlers bei meinen stets alten Autos, das höchste der Gefühle war 1979 der Ausbau meines alten VW-Bullis als wohnmobil-ähnliches Übernachtungs-Gefährt, doch das hier Gezeigte lehrt schlichtweg Demut. Es zeigt mir, wo im hinteren Feld oder eher als Schlusslicht der Karawane der Handwerker sich die eigenen Fähigkeiten befinden. So etwas wie in diesem Video (ohne gesprochene Worte) habe ich so noch niemals zuvor gesehen:

Bildangleichung

Uniformität oder einfach nur Design? Guck, ganz klein ganz links. Jaja, das Ahornblatt von Sonntag war schon klasse, die grünlichen Nord-Berge im Polarlicht passen aber auch. Meine Knipse kann Panoramabilder machen, erstellt aus 3D 2D, aus einem Eckschreibtisch einen langen sozusagen, aus einem Halbrund eine Gerade (klick aufs Bild = viel größer, wenn du genau hinsiehst, erkennst du die beiden Knicke im Bild), und ich versuche jetzt mal hier ein Kurzvideo einzubinden ohne YouTube. Nicht weil das so toll wäre, sondern nur, um mal zu probieren, ob und wie das im Blog funktioniert. Was real grün ist, erscheint im Video blau. Weißt du, woran das liegt? Ich gestehe, immer noch ein riesiger Foto-DAU zu sein (Dämlichster Anzunehmender User). Siehst du überhaupt etwas? Das ist ja die Frage 🙂

Hab’s gerade selber ausprobiert. Per Dektop-Rechner gings,
per Smartphone mit Firefox aber leider nicht.

Dann halt hier klicken.

Ein aufregendes virtuelles Abenteuer

Meine Güte, das darf ich gar nicht erzählen, da spottet Dominik gleich los, Wasser auf die Mühlen meiner liebgewonnenen Kritiker 🙂

Gestern hatte ich ein bisschen rumgehackt am Smartphone. Genau wie man das aus alten Zeiten von Windows noch kennt: wenn man überhaupt nicht weiß, was man tut, lässt sich dergestalt enorm viel Unheil anrichten (andererseits lernt man ohne auch nichts). So war es auch gestern. Wäre ich nicht so geschockt-aufgeregt gewesen, hätte ich wohl daran gedacht, ein Foto zu machen, denn es erschien am Ende ein lustiger knall-oranger Kreis, sonst nichts, der „atmend” ein wenig größer und kleiner wurde. Er war mit Warnhinweisen (dass es solche waren, war angesichts des Designs unmissverständlich) in chinesischen Schriftzeichen versehen. Nichts ging mehr, das Smartphone ließ sich nicht mehr einschalten, es bootete nicht, immer erschien dieser orange Warnkreis.

Es ist ja ein „Google-Stock-Handy”, ein nicht gerootetes Smartphone, dessen Android-Version von einer Google-Software gesteuert wird (soweit ich das verstehe, könnte auch sein, ich schreibe jetzt Quatsch). Mich störte aber die ungeheure Einmischung und Überwachung von Google in allem, was ich damit tat. Also wie ich in der Vergangenheit schon mit Firewalls diverse Windowsrechner demoliert hatte, so nun auch das Smartphone: ich benutzte den „NetGuard”, um Google auszuschalten. Und sagte ja jüngst, dass diese Firewall ein starkes geniales Instrument sei, mit dem man allerhand Unsinn treiben kann. Ende vom Lied: ich hatte es wirklich geschafft, Google abzuschalten – nur leider wollte das Smartphone nicht mehr angehen 🙂

Jetzt wusste ich, dass es bei Geräten ohne Tastatur- oder Maussteuerung immer Klick-Kombinationen der mechanischen Schalter gibt, um irgendwie etwas zu unternehmen. Eine Stunde lang habe ich munter drauflosgeklickt, immer erschien der orangene Kreis mit den fremdartigen Schriftzeichen. Aber einmal, ich weiß leider nicht mehr, was genau ich gemacht hatte, verschwand der Kreis, das Handy bootete und etwas, das mich an den abgesicherten Modus eines Windowsrechners erinnerte, erschien. Die SD-Karte, auf der das halbe Android-Betriebssystem ausgelagert liegt (diese Option bekommt man seitens des Herstellers, nachdem eine SD-Karte eingesteckt wird, um damit noch mehr Speicherplatz auf dem fest eingebauten Speicher zu erzeugen), war weg bzw. eine Meldung verkündete, dass die SD-Karte unauffindbar sei. Locker die Hälfte der App-Shortcuts (der Widgets), die auf den einzelnen Startbildschirmen abgelegt sind, war ausgegraut und nicht mehr antippbar. Auch die Firewall „NetGuard” funktionierte nicht. ABER in der normalen App-Verwaltung des Handys ließ sich Google tatsächlich deaktivieren, was vorher nie möglich gewesen war. Ich meine nicht den Launcher und die anderen Google-Dienste, sondern nur den unter „Google” aufgeführten Hauptdienst. Danach ein Neustart und das Smartphone startete anstandslos und schnell inklusive der SD-Karte und wie am ersten Tag. Schwein gehabt, nicht wahr?

Besonders gefällt mir daran, dass ich anschließend ohne Konsequenzen diesen nun nicht mehr aktivierten Google-Dienst auch noch per Firewall zur quasi doppelten Untätigkeit verdammen konnte, denn ich habe Google dort nun alles verboten, was man verbieten kann. Sämtliche anderen Google-Dienste funktionieren nach wie vor reibungslos, sie werden schließlich benötigt (telefonieren Dank der Firewall aber “fast alle” nicht mehr nach Hause). Mata Hari lebt also noch, allerdings steht sie nun unter strengem Hausarrest, und ich bin während der Benutzung nicht mehr ständig mit meinem Konto bei Google angemeldet, was mir außerordentlich gut gefällt.

Tja, da ich nicht genau weiß, was ich veranstaltet hatte, lässt es sich auch nicht reproduzieren. Dabei hätte ich den orangen Kreis mit der chinesischen Warnung gerne fotografiert. Dass ich in eine Art „Factory-Mode” geraten war, weiß ich mittlerweile, aber weshalb sich Google dann anstandslos deaktivieren ließ, was vorher zig Mal vergeblich versucht wurde, das weiß ich nicht.

Oben das Bild ist ein Versuch, aus der Erinnerung zu zeigen, wie der Kreis ausgesehen hatte. Musst du dir wabernd in leichter Bewegung vorstellen. Ob – und das finde ich jetzt lustig – die Schrift weiß oder schwarz war, daran kann ich mich partout nicht mehr erinnern. Polizei-zeugenaussagen-mäßig: „Da war ein rotes Auto”, dabei war’s blau.

Inneres Ich: “Was hast du denn in deinen Kreis der Erinnerung eingetragen?”

„Warnung! Achtung, Achtung! / Ich weiß nicht, was hier geschrieben steht, aber es sah so aus”.

The same procedure as …

„The same procedure as yesterday, Miss Sophie?” „The same procedure as every summer, James.”

Noch Fragen? Nein? Gut. Weitermachen!

Wieder 2 Uhr: Tolle Verbindungsqualität auf dem Rundgang im unfassbar schönen Alba Iulia. Kaum Wackelbilder dank des Gimbals (siehe Foto), nur keine HD-Auflösung, weil YouTube sie nicht zulässt. Trotzdem sehr gute Aufnahmen in der 720 Pixel-Auflösung. Noch dazu Tag 3 im warmen Abendsonnenlicht. Und Tag 4 beginnt jetzt gleich.

„Muss” danach diese Nacht noch zwei Spielfilme „abarbeiten”. „Barbie”, der aktuelle Kinofilm (ob das was ist?) und „Rosie and Frank”, über den ich nur Gutes gelesen habe. Frische Brötchen sind fertig, ein neues Glas Nutella geöffnet, da brauche ich heute keinen Fuß vor die Tür zu setzen und kann mich trotzdem vor spannenden und wunderbaren Sehenswürdigkeiten kaum retten. Diese Virtualität hat schon was.

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PS: Ein Reim mit ach.
Nachtrag nach der Nacht vollbracht: ach, beide Filme weggemacht.