Mir ist schon klar, dass du, liebe Leserin, lieber Leser, mich nun für total durchgeknallt halten wirst. Ist mir aber egal 🙂
Inneres Ich: „Ich auch. Du bis durchgeknallt.”
Darf ich mich vielleicht aber vorher mal erklären?
Inneres Ich: „Gähn. Na, dann mach mal.”
Insgesamt habe ich für das neue Bettradio 3 verschiedene Modelle ausprobiert. Eines zurückgeschickt, eines behalten, weil die Verpackung weg war (verkaufe ich für 15 Euro auf dem Trödelmarkt) und danach schlussendlich – wie ausführlich berichtet – kaufte und behielt ich ein zweites baugleiches Küchenradio.
Durch die nicht beabsichtige „Radio-Rumhackerei” von letzter Woche lernte ich das Radio noch viel besser kennen als vorher und benutze jetzt bei beiden sogar Funktionen, die zwei Jahre lang beim Küchenradio ungenutzt blieben. Zwar bin ich kein Internetradio-Experte, doch halte ich dieses Gerät, das „Imperial i100”, nach allem, was ich gelernt habe, für das Beste, was man für rund 100 Euro bekommen kann. Natürlich gibt es Geräte von „Teufel” & Co., für die je mehrere Hundert Euro auf den Tisch gelegt werden muss und die höchstwahrscheinlich mein Bett- und Küchenradio klanglich in die Ecke stellen, doch die Funktionen des Bett- und Küchenradios und ihr Klang sind für mich hervorragend.
Und wie ich ebenfalls bereits schrieb, ist dieses „Imperial i110” leider ein Auslaufmodell bzw. seine Herstellung wurde längst beendet; man kann nur noch Restbestände kaufen. Deshalb hatte ich das Bettradio auch nur mit einem weiß lackierten Holzgehäuse gefunden. Schwarz und Holzfarben, die früher mal verfügbar waren, sind komplett ausverkauft. In Weiß passte es mir optisch am Bett aber nicht wirklich gut. Zwar bin ich mit dem weißen Radio absolut zufrieden (99,9 %), dennoch hielt ich nur interessehalber (ich betone das, denn es steckte wirklich keine echte Kaufabsicht dahinter) locker Ausschau, ob nicht irgendwo vielleicht noch eines in Schwarz angeboten wird. Wenn du danach googelst, findest du zuerst einige; schaust du aber näher hin (bestellen bis kurz vor dem Kaufabschluss), heißt es immer „Versand sobald verfügbar”. Oder es kostet plötzlich 150 Euro. Es gibt dieses Modell in schwarz einfach nicht mehr.
Dann kam mir „ebay” in den Sinn. Tatsächlich kann man da meist so zwei oder drei schwarze Radios „Imperial i110” finden, allerdings sind sie dermaßen voller Gebrauchsspuren, also nein, solch eine DNA-Schleuder möchte ich nicht am Bett direkt neben meinem Kopf stehen haben. Auch die Preise bei „ebay” sind unverschämt; dort kostet das Radio sogar gebraucht teilweise mehr als es neu gekostet hatte. Jaja, Angebot und Nachfrage, schon klar. Und da ich das Radio mittlerweile in und auswendig kenne, entdeckte ich bei „ebay” auch noch etliche Betrüger, die definitiv ein anderes Radio beschrieben als sie abgebildet hatten und umgekehrt. Sowieso war ich nie ein wirklicher Freund von „ebay”. „Ebay“ kann gut sein, ist aber nicht selten das genaue Gegenteil.
Wie dem auch sei, vorgestern kam mir dann die Idee, mal bei den Rückläufen von Amazon anzufragen. Mittlerweile ist es ja schon beinahe in Mode, sich Dinge zuschicken zu lassen, sie nur einmal anzuschauen und als „gefällt mir nicht” wieder kostenlos und bequem zurückzusenden. Das sind dann zwar gebrauchte Sachen, die aber nie wirklich benutzt wurden. Und sie gehen noch dazu für einen Bruchteil des ursprünglichen Preises über die Ladentheke. Und siehe da, das Glück war mir hold: Amazon verkaufte für die Hälfte des Neupreises (Jürgen Trittin würde sagen, für ein paar Kugeln Eis) ein garantiert technisch fehlerloses schwarzes „i110”.
Es kam heute ohne Originalverpackung in einem kleinen Amazon-Karton liegend bei mir an. Lose dabei lagen Fernbedienung und Netzteil. Zuerst befürchtete ich deswegen Übles, doch nach dem Auspacken stellte ich freudig überrascht fest, dass nicht die geringsten sichtbaren Gebrauchsspuren, ja, nicht einmal Fingerabdrücke auf dem Display vorhanden waren. Ebenso die Fernbedienung sieht aus wie fabrikneu. Technisch war sowieso alles auf Null gestellt. Ich hab’s fast auswendig eingerichtet (bis auf die Stream-URLs, die kann man nicht auswendig lernen) und alles funktioniert hervorragend.
Das Weiße steht jetzt direkt hinter dem Monitor und spielt seit Stunden „Beatles & Friends”. Ich möchte nie mehr ein anderes Radio haben, das „Imperial i110” ist (wenn man es denn einmal kennt) mit das Beste, was es je gegeben hat. Es lassen sich übrigens sogar Aktiv-Lautsprecher anschließen. Mal gucken, es müssten noch welche im Keller stehen, wäre vielleicht etwas für das weiße. Ich mein‘ ja nur. Interessehalber 🙂
