Staubmonster

Boah, der Staub inner Hütte – wie sagt man so schön? – bringt mich noch Mal ins Grab. Wo, um alles in der Welt, kommt der immer wieder her? Es ist ja nicht so, als ob ich ein Reinlichkeitsfanatiker wäre, schließlich teile ich die das Heim weder mit Hund noch Katze, nein, es ist einfach eine Frage des Lichts bzw. des Winkels, in dem es durch die Fenster einfällt. Das frühjahrs-schräg-scheinende Sonnenlicht ist dabei der Oberhammer: Jeder noch so winzige Krümel auf dem Boden baut sich schattenseitig als Staubmonster auf, vereinigt sich mit seinen Kollegen zur Armee einer entschlossenen kriegerischen Kameradschaft, die von unten her dräut, schnell die Hausschlappen anzuziehen, bevor die Socken krümelig zu piken beginnen.

Und erst die paar von Natur aus pechschwarzen Möbel! Sie verwandeln sich in grau-gescheckte neue Designerstücke, deren Avantgardismus jedem Möbelhaus zu radikal erschiene und die aus berechtigter Sorge, Otto und Lisa Normalverbraucher seien noch nicht bereit dafür, erst gar nicht in den Verkaufsbestand aufgenommen würden.

Als mentale Motivationshilfe fürs unausweichliche händische putzen, saugen und wischen empfehle ich das Aufdrehen der Soundanlage mit beispielsweise Suzi Quatros „48 Crash” oder „Can The Can”. Aber Vorsicht bei deinem virtuellen Mixtape: Sollte im Anschluss etwa ein Stehblues erklingen, beispielsweise „The Moody Blues”, dann war es definitiv das falsche Mixtape, denn schlagartig ist’s vorbei mit der Fleiß-Motivation.

Von 2 auf 4 Lautsprechern

Von der kaputten Soundanlage aus dem letzten Jahr – du erinnerst dich? – hatte ich die beiden guten Satelliten-Lautsprecher behalten. Der Rest wurde entsorgt. Ja, wirklich, er liegt nirgendwo mehr versteckt herum, ist definitiv auf dem Müll gelandet. Und was könnte ich nu‘ mit diesen beiden Lautsprechern anstellen? Das war die Frage.

Warum statt 2 Lautsprechern an der aktuellen Logitech-Soundanlage nicht 4 Lautsprecher? Klanglich bringt das zwar keine Verbesserung, doch der Klang von 4 im Raum verteilten Boxen hört sich eindeutig gleichmäßiger an als von 2.

Nun ist es so: Die beiden Lautsprecher der Logitech-Anlage besitzen 4 Ohm Widerstand. In Ohm wird also der elektrische Widerstand gemessen, der im Audiobereich auch als „Impedanz” bezeichnet wird. Je geringer dieser Widerstand ist, desto höher wird die Leistung des Verstärkers. Alles unter einem Ohm kann man schon als Kurzschluss bezeichnen. E-Dampfer würden hier natürlich vehement widersprechen, doch das ist eine andere Geschichte. Moderne Verstärker funktionieren im Bereich von 4 bis 16 Ohm. Alte Röhren- oder Transitor-Verstärker aber nicht. Auch günstige Soundanlagen, die mit ihren eigenen Lautsprechern betrieben werden, verzichten auf diese Möglichkeit eines variabel nutzbaren Widerstandes.

Schließt man pro Ausgang zusätzlich zum eigenen 4 Ohm-Lautsprecher mittels einer üblichen Parallelschaltung (z.B. mit einem Y-Adapter) einen zweiten 4-Ohm-Lautsprecher an (die beiden alten Satelliten-Boxen besitzen je 4 Ohm), dann – und Obacht! – verdoppelt sich der Widerstand nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, sondern er halbiert sich auf nunmehr nur noch 2 Ohm. Das würde dem Verstärker schaden, wenn nicht sogar ihn augenblicklich zerstören. In Allegorie mit dem E-Dampfen könnte man so etwas dann als „Kurzschluss-Hören” bezeichnen 🙂

Schließt man hingegen die zusätzliche 4-Ohm-Box in einer Reihenschaltung an, so verdoppelt sich der Widerstand und aus 4 Ohm werden 8 Ohm. Merke: Parallelschaltung = halbiert; Reihen- bzw. Serienschaltung = verdoppelt.

Ein höherer Widerstand schadet wiederum dem Verstärker ganz und gar nicht, im Gegenteil, er schont ihn sogar. Allerdings verringert sich durch den höheren Widerstand die Leistung, die dann per Lautstärkeregler ausgeglichen werden muss. Sie halbiert sich aber nicht, sondern sie verringert sich nur mehr oder weniger geringfügig. Also sagen wir zum Beispiel: Wenn vorher Stufe 2 Zimmerlautstärke bedeutet hat, so ist es mit dem Zusatzlautsprecher Stufe 3. So ungefähr. Nur dass du eine bildliche Vorstellung davon hast.

Da ich weder Lust verspürte, für die Serienschaltung die vorhandenen Stecker der Lautsprecher abzuschneiden, weil sie ja für eine normale Parallelverbindung belegt sind, noch da mir nach Kabelgefriemel bzw. Frickeleien der Sinn stand, sondern ich die Anschlüsse richtig professionell gestalten wollte, kaufte ich diese Handvoll Stecker (für wenige Cent), die mir im Übrigen auch ein Verlöten ersparten. Ich hätte mir aufgrund meiner Ungeschicklichkeit eh hundertmal die Finger dabei verbrannt. Außerdem lag im Keller noch eine ungenutzte, original verpackte 20-Meter-Rolle Lautsprecherkabel, von der ich mich bedienen konnte, die ich vor 15 Jahren für etwas glaubte zu benötigen, das dann aber ohne dieses Kabel realisiert worden war.

Wie dem auch sei, die Heimwerkerei wurde erfolgreich erledigt. An beiden Ausgängen befindet sich nun je eine ordentlich mit Steckern verbundene Serienschaltung der Lautsprecher. Es war ein bisschen tricky, denn man kann wegen der Stecker und dem nur zweifarbigen Kabel leicht Fehler machen und schnell komplett die Übersicht verlieren; 8 Stecker/Buchsen richtig verkabeln. Den Erfolg werte ich jetzt einfach mal dreist als einen immerhin noch gut bestandenen Alters-Intelligenztest 🙂

Jedenfalls gibt es keinerlei Einbußen des durch den Equalizer erzeugten hervorragenden Klangs, ich kann den Lautstärkeregler nach wie vor nicht über ca. ein Drittel aufdrehen, ohne dass meine Ohren zu wackeln beginnen, und das Hörerlebnis im gesamten Raum ist – wie soll ich’s beschreiben, wenn nichts besser oder schlechter ist, aber es sich insgesamt doch „schöner” anhört? – sagen wir mal: Schön im Raum verteilt.

„Interessehalber”

Ha! 🙂 Wusste ich’s doch, im Keller stand noch eine alte Soundanlage herum. Sie ist bestimmt 10 Jahre alt, hat zwei im Vergleich zu heute recht große Zweiwege-Boxen, einen Bass, den ich höchstens zu 5 % aufdrehen kann und eine Lautstärke, bei der man bei einer viertel Drehung des separaten Reglers (jener mit der grünen Kontrollleuchte) das eigene Wort nicht mehr versteht. Dennoch bleibt der Klang verzerrungsfrei und glasklar. „Logitech”, mehr steht nicht auf dem Gerät, denn das Firmenschild ist längst ab. Das Radio steht auf der Bassbox, da ich nicht wüsste, wohin sonst mit der Box.

Edit: Habe gegoogelt, es ist das Z333 von Logitech, Baujahr 2015. Dank „meiner Bestellungen” bei Amazon konnte ich sehen, dass ich es 2016 gekauft hatte und dass es, wie ich jetzt auch sah, bis zu 80 Watt Nennleistung bringt, was selbst bei 30 oder 40 Watt Musikleistung innerhalb eines normalen Raums kaum auszuhalten ist. Kein Wunder, dass ich es nur so wenig aufdrehen kann. Ich dachte schon, ich sei „hör-senil” geworden 😉


Naja, das Radio wäre auch ohne Verstärker okay, aber der muss ja nicht weitere 10 Jahre im Keller vergammeln, nicht wahr? Und die Steigerung des Klangerlebnisses ist damit natürlich enorm.

Ob blond, ob schwarz, ob braun, ich liebe alle …

Mir ist schon klar, dass du, liebe Leserin, lieber Leser, mich nun für total durchgeknallt halten wirst. Ist mir aber egal 🙂

Inneres Ich: „Ich auch. Du bis durchgeknallt.”

Darf ich mich vielleicht aber vorher mal erklären?

Inneres Ich: „Gähn. Na, dann mach mal.”

Insgesamt habe ich für das neue Bettradio 3 verschiedene Modelle ausprobiert. Eines zurückgeschickt, eines behalten, weil die Verpackung weg war (verkaufe ich für 15 Euro auf dem Trödelmarkt) und danach schlussendlich – wie ausführlich berichtet – kaufte und behielt ich ein zweites baugleiches Küchenradio.

Durch die nicht beabsichtige „Radio-Rumhackerei” von letzter Woche lernte ich das Radio noch viel besser kennen als vorher und benutze jetzt bei beiden sogar Funktionen, die zwei Jahre lang beim Küchenradio ungenutzt blieben. Zwar bin ich kein Internetradio-Experte, doch halte ich dieses Gerät, das „Imperial i100”, nach allem, was ich gelernt habe, für das Beste, was man für rund 100 Euro bekommen kann. Natürlich gibt es Geräte von „Teufel” & Co., für die je mehrere Hundert Euro auf den Tisch gelegt werden muss und die höchstwahrscheinlich mein Bett- und Küchenradio klanglich in die Ecke stellen, doch die Funktionen des Bett- und Küchenradios und ihr Klang sind für mich hervorragend.

Und wie ich ebenfalls bereits schrieb, ist dieses „Imperial i110” leider ein Auslaufmodell bzw. seine Herstellung wurde längst beendet; man kann nur noch Restbestände kaufen. Deshalb hatte ich das Bettradio auch nur mit einem weiß lackierten Holzgehäuse gefunden. Schwarz und Holzfarben, die früher mal verfügbar waren, sind komplett ausverkauft. In Weiß passte es mir optisch am Bett aber nicht wirklich gut. Zwar bin ich mit dem weißen Radio absolut zufrieden (99,9 %), dennoch hielt ich nur interessehalber (ich betone das, denn es steckte wirklich keine echte Kaufabsicht dahinter) locker Ausschau, ob nicht irgendwo vielleicht noch eines in Schwarz angeboten wird. Wenn du danach googelst, findest du zuerst einige; schaust du aber näher hin (bestellen bis kurz vor dem Kaufabschluss), heißt es immer „Versand sobald verfügbar”. Oder es kostet plötzlich 150 Euro. Es gibt dieses Modell in schwarz einfach nicht mehr.

Dann kam mir „ebay” in den Sinn. Tatsächlich kann man da meist so zwei oder drei schwarze Radios „Imperial i110” finden, allerdings sind sie dermaßen voller Gebrauchsspuren, also nein, solch eine DNA-Schleuder möchte ich nicht am Bett direkt neben meinem Kopf stehen haben. Auch die Preise bei „ebay” sind unverschämt; dort kostet das Radio sogar gebraucht teilweise mehr als es neu gekostet hatte. Jaja, Angebot und Nachfrage, schon klar. Und da ich das Radio mittlerweile in und auswendig kenne, entdeckte ich bei „ebay” auch noch etliche Betrüger, die definitiv ein anderes Radio beschrieben als sie abgebildet hatten und umgekehrt. Sowieso war ich nie ein wirklicher Freund von „ebay”. „Ebay“ kann gut sein, ist aber nicht selten das genaue Gegenteil.

Wie dem auch sei, vorgestern kam mir dann die Idee, mal bei den Rückläufen von Amazon anzufragen. Mittlerweile ist es ja schon beinahe in Mode, sich Dinge zuschicken zu lassen, sie nur einmal anzuschauen und als „gefällt mir nicht” wieder kostenlos und bequem zurückzusenden. Das sind dann zwar gebrauchte Sachen, die aber nie wirklich benutzt wurden. Und sie gehen noch dazu für einen Bruchteil des ursprünglichen Preises über die Ladentheke. Und siehe da, das Glück war mir hold: Amazon verkaufte für die Hälfte des Neupreises (Jürgen Trittin würde sagen, für ein paar Kugeln Eis) ein garantiert technisch fehlerloses schwarzes „i110”.

Es kam heute ohne Originalverpackung in einem kleinen Amazon-Karton liegend bei mir an. Lose dabei lagen Fernbedienung und Netzteil. Zuerst befürchtete ich deswegen Übles, doch nach dem Auspacken stellte ich freudig überrascht fest, dass nicht die geringsten sichtbaren Gebrauchsspuren, ja, nicht einmal Fingerabdrücke auf dem Display vorhanden waren. Ebenso die Fernbedienung sieht aus wie fabrikneu. Technisch war sowieso alles auf Null gestellt. Ich hab’s fast auswendig eingerichtet (bis auf die Stream-URLs, die kann man nicht auswendig lernen) und alles funktioniert hervorragend.

Das Weiße steht jetzt direkt hinter dem Monitor und spielt seit Stunden „Beatles & Friends”. Ich möchte nie mehr ein anderes Radio haben, das „Imperial i110” ist (wenn man es denn einmal kennt) mit das Beste, was es je gegeben hat. Es lassen sich übrigens sogar Aktiv-Lautsprecher anschließen. Mal gucken, es müssten noch welche im Keller stehen, wäre vielleicht etwas für das weiße. Ich mein‘ ja nur. Interessehalber 🙂

Schalten und walten

Nachdem ich heute unter dem Schreibtisch eine LED-Lichtleiste angebracht habe (sie hatte ich geschenkt bekommen, also nichts dafür bezahlt, von wegen Haushaltssperre und so), die allerdings schon wieder mit einer chinatypischen Fernbedienung geschaltet wird, kam mir in den Sinn, dass man sich heutzutage ziemlich leicht durch die Menge immer gleich aussehender Fernbedienungen verwirren lassen kann. Bei mir sind sie deshalb meistens per Klettpunkte an die Wand geheftet. Das hält robust und sie sind dennoch z.B. für einen Batteriewechsel wieder leicht abzunehmen. Bis auf die Hauptlampe (sie macht taghelles Licht) sind es nur 0,5 bis 3 Watt Strom verbrauchende Lampen. Eher Stimmungslichter, weshalb ich von der indirekten Beleuchtung unterm Schreibtisch auch kein Foto machen kann. Das funktioniert einfach nicht.

Weil mir danach war, einfach so halt, habe ich mal alle Zusatzschalter fürs Licht fotografiert. 8 mal Fernbedienungen für LED-Lichter (ungefähr 20 Lampen; wenn alle gleichzeitig leuchten würden, was sie aber nicht tun, so entspräche es einem maximalen Stromverbrauch von ca. 25 Watt). Dann habe ich die Kabel-Fernbedienungen auch direkt mal mit fotografiert. Damit wird in der Küche jedes Gerät einzeln vor versehentlichem Einschalten bewahrt. Und meinen direkt beim Einzug als allerersten angebrachten Schalter, den Türklingelschalter. Bei diesem Foto habe ich aber betrogen, denn das Gerät für den Türsummer stammt noch von der Vormieterin, die Kettenraucherin war, und es ist entsprechend nikotin-gelb verunstaltet (ich warte nur auf ein neues Gerät. Das Nachbar-Mietshaus vom selben Vermieter hat vor ein paar Monaten nämlich eine komplett neue Klingelanlage bekommen). Also auf dem Bild habe ich die Farbe herausgenommen und den Gammawert total verändert.

Alle Schalter bis auf drei sind, wie gesagt, dort festgeklettet, wo sie sind. Du siehst im Einzelnen auf dem folgenden Foto (draufklicken = größer, nur ideal für den Desktop-Monitor):

1. Links = Fernbedienung fürs große taghelle Licht an der Decke. Rechts = Fernbedienung für mehrere Steckdosen-Funkschalter, an denen jeweils Stimmungslichter angeschlossen sind. Ein einziger Schaltvorgang und alle Lichter sind an bzw. aus. Wie in den Filmen und Serien aus den USA.

2. Nochmal der gleiche Schalter auf dem Schreibtisch liegend, damit ich nicht aufstehen brauche 🙂

3. Fernbedienung samt Zeitschalter an der Türzarge zum Schlafzimmer in Brusthöhe angeklettet (andernfalls hätte ich sie längst schon verlegt) für die Akku-Lampe, die über dem DIN-A1-Hinterglas-Bild das Foto der Elli überm Bett beleuchtet.

4. Fernbedienung und Zeitschalter der Akku-Lampe, die die Illusion der leuchtenden Steine in der Küchenspüle erzeugt.

5. und 6. Küchengeräte inklusive dem Untertischgerät (6.), damit ich es komfortabel und ohne unter die Spüle kriechen zu müssen ein- oder ausschalten kann.

7. Klingelschalter mit dem farblich gefakten Foto.

8. Deckenlicht im Küchenerker.

9. LED-Leiste unterm Schreibtisch.

10. Zeitschalter der LED Lichtleiste ums Bett herum.

11. Fußschalter für Backofen.

12. Schalter Toaster.

13. Mini-Wetterstation mit WLAN-Verbindung. Sie schalte ich nur nach Wunsch ein, damit sie nicht ständig eine Internetverbindung aufbaut.

Vergessen aber eigentlich nicht so recht ins Schema passend, die Fernbedienung fürs Internetradio. Sie liegt auf dem Küchentisch und ist eine ganz normale Fernbedienung, bei der keine Verwechslung entsteht. Und den programmierbaren rückwärtslaufenden Zeitschalter für die Akku-Ladestation habe ich auch vergessen. Naja, nobody is perfect.

Zwischen den Jahren 4 – Bügelmarathon

Die 1. Wachtuchtischdecke für den runden Tisch im Küchenerker, die dort seit September ’24 liegt, war mittlerweile wegen der Gebrauchsspuren schlimm unansehnlich geworden. Es handelte sich zwar um eine Wachtuchtischdecke, doch ihre Oberfläche war stoffartig, also nicht glänzend glatt, so wie es üblicherweise bei diesen Tischdecken der Fall ist. Wahrscheinlich war sie deswegen auch besonders anfällig für kleine Beschädigungen, die in ihrer Anzahl am Ende ein verschlissenes Gesamtbild abgaben. Es musste eine neue Tischdecke her.

Jetzt versuche einmal eine runde graue Tischdecke in Leinen-Optik und einem Durchmesser von mindestens 160 Zentimeter zu bekommen. Nirgendwo (!) gibt es sie, immer ist bei 140 Zentimetern Schluss bei der Auswahl. Erst nach tagelangem Suchen fand ich einen Restposten von einer einzigen noch verfügbaren grauen 160er Tischdecke. Ihr farbliches Aussehen ist identisch mit der alten Tischdecke, aber sie ist glatt und eben typisch etwas spiegelnd. Übrigens bei „Kaufland” gab es diesen Restposten.

Sie muss aber jahrelang dort gefaltet auf Lager gelegen haben, denn ihre Knicke waren wirklich hartnäckig. Sogar mit einem Fön bekam ich sie nicht raus. „Bügeleisen” heißt es überall im Internet dazu. Etliche YouTube-Videos zeigen, wie kinderleicht angeblich diese Knicke ausgebügelt werden können. Tja, im ganzen Leben habe ich noch nie ein Bügeleisen besessen. Wenn ich in den seltensten Fällen mal eines brauchte, lieh ich’s mir. Damit sollte aber auch irgendwann einmal Schluss sein, nicht wahr? Ein richtiger Mann besitzt auch ein Bügeleisen.

Konsumtechnisch befand ich mich auf den Stand der 1970er Jahre, was Bügeleisen betrifft, dachte daher, so ein Teil würde locker 50 Euro kosten. Überrascht haben mich dann die Preise heutzutage: Nur 8 bis 15 Euro für ein Dampfbügeleisen mit den besten Rezensionen bei Amazon. Wieder China-Technik sei Dank. Okay, seit gestern bin ich nun stolzer Besitzer eines Dampfbügeleisens.

In der letzten Nacht habe ich dann versucht die Knicke auszubügeln.

1. Alle Ratgeber stimmen nicht ganz, denn man soll das Eisen auf die minimalste Stufe einstellen und so die umgedrehte Decke glatt bügeln – umdrehen ist richtig, da sonst der Kunststoff schnell kaputt geht, das mit der Temperatur stimmt aber nicht. Nur warm tat sich bei mir nichts. Niente. Ob mit feuchtem Tuch oder ohne, die Knicke waren so hartnäckig, ich hätte sogar stundenlang das Bügeleisen auf einen Knick stehenlassen können, der Knick wäre umgehend wieder da gewesen.

2. Auf der höchsten Stufe allerdings, so heiß, dass man sich die Finger selbst bei einer sekundenkurzen Berührung am Eisen augenblicklich verbrannt hätte, zeigten die Knicke sehr langsam eine Veränderung. Fast zwei Stunden lang habe ich in Zeitlupe in dieser Art bügeln müssen, damit die Knicke jetzt zu 95 % entfernt sind. Jedes Mal, wenn der ausgebügelte Knick abkühlte, erschien er wieder. Zwar jedes Mal auch etwas weniger bzw. kleiner aber es hat etliche Male eine Bügelwiederholung bedurft. Der runterhängende Rand, den du auf dem Foto siehst (aufs Eingangsbild klicken = größer), setzt/legt sich noch mit der Zeit; das war bei der alten Tischdecke auch so. Also ganz so einfach, so fluffig leicht und locker von der Hand wie in den Videos, funktioniert das Knicke-Ausbügeln dann doch nicht. Aber mit Geduld und genug Zeit geht es.

Licht- und Akustik-Tage

Erst mal das Übliche; auf ein Bild klicken, dann wird’s größer. Aaalso: Das Folgende wusste ich nicht. Eine echte Bildungslücke, die erst mit Mitte 60 geschlossen wurde. Muss man sich mal vorstellen! Manch einer traut sich ja nicht, so etwas zuzugeben, doch was soll ich machen? Es ist nun mal die Wahrheit.

Seit zwei Jahren, seit ich in der neuen Wohnung lebe, nehme ich das Tropfen des Wasserhahns als gegebenes Übel hin. „Wir” erinnern uns: Bei offenen Systemen wie dem Niederdruck-Untertischgerät bildet sich während des kurzen Kochvorgangs (bzw. beim Erhitzen) Kondenswasser, das ein paar Sekunden lang aus dem Hahn tropft. Letzte Tage kam Besuch und das Tropfen störte sogar die Unterhaltung, so laut war es. Als der Besuch fort war, wollte ich dem auf den Grund gehen. Ich schaute mir die Spüle zum ersten Mal etwas genauer an, ließ den Wasserhahn tropfen und betastete das Spülbecken von unten. Siehe da, sobald ich die Handfläche daran hielt, wurde das Tropfen um locker 90 Prozent leiser. So leise, dass es nicht mehr als störend wahrgenommen wird. Der Unterschrank unter der Spüle wurde also zu einem riesigen Resonanzraum. Wie früher die großen Lautsprecherboxen.

Ich fragte Google. Dadurch erfuhr ich erst, dass sämtliche Spülen werksseitig unten mit „Anti-Dröhn-Matten” ausgestattet sind. Meine natürlich nicht. Alte Klebstoffreste zeugen davon, dass eine solche Matte wohl früher einmal vorhanden war, sich aber in den rund 30 Jahren ihres Alters irgendwann einmal gelöst haben muss und von einem Vormieter zur Gänze abgerissen wurde. Das Handauflegen war jedoch beeindruckend, was mich eine Akustik-Bitumenmatte bestellen ließ. Sie sollte zwischen den Jahren bei mir ankommen, wurde aber schon heute geliefert. Zurechtgeschnitten, aufgeklebt – und die Spüle ist selbst während der Sekunden ihres Tropfens mucksmäuschenstill (siehe Foto oben links). Ich wusste tatsächlich nicht, dass sich unter jeder Spüle eine solche Matte befindet.

Da ich also bis gestern von einer erst kommenden Lieferung der Anti-Dröhnmatte ausging, schaute ich vorgestern bei Rossmann nach und entdeckte eine weiche transparente Silikon-Spüleinlage für nur 2,50 Euro, die absolut klasse wie durchsichtige Kieselsteine aussieht. Zuhause kam mir dann die Idee, sie irgendwie zu beleuchten. Das führte mich zu den sogenannten Pool-Lichtern, die man auch für die Badewanne benutzen kann. Wasserdicht und Dank LED-Technik mit geringem Energiebedarf, noch dazu mit fest verbautem Akku. Zuerst wollte ich sie unter die Matte legen, noch besser allerdings wirkt sie, wenn von oben das Licht auf die „Kieselsteine” fällt. Die Umrandung der Lampe habe ich einfach mit schwarzem Isolierband unsichtbar gemacht; man sieht von ihr aus der Entfernung absolut nichts. Aber das Licht leuchtet nun scheinbar aus der Spüle heraus. Und schau mal, wie toll die Kiesel jetzt aussehen 🙂

Endgültiges und Nettes quasi

10:15 Uhr: Seit wenigen Minuten bin ich mit den Boxen nun endgültig fertig. Es fehlte noch der graue „Elefantenfuß”, der vorhin angekommen ist. Er lässt sich gleich dreifach nutzen: 1. als normaler Hocker fürs An- und Auskleiden, 2. als Klamottenablage (nur über Nacht) neben dem Bett und 3. als Tritt, um die oberen Boxen (180 und 210 cm) zu erreichen. Außerdem sieht er besser aus als der klapprige Holzhocker vorher. Klick aufs Bild = größer (Breite und Höhe auf dem Foto täuschen allgemein, es wirkt alles schmaler und niedriger als in Wirklichkeit und bräuchte einen Menschen zum Größenvergleich).

Bin seit 8 Uhr erst zurück von der Nachtschicht. Das waren die vorletzten beiden Arbeitsnächte. Samstag und Sonntag werden die letzten sein. Aber das Thema hatten „wir” ja schon ausführlich vor einem halben Jahr. Nun ist’s halt endgültig.

Schreibfaul und übermüdet aber keinen Bock aufs Schlafengehen, das beschreibt meine derzeitige bio-geistige Verfassung. Ich lümmle dann mal so herum in meinen heiligen Hallen …

Es gibt noch eine kleine Bastelsache. Das ist mir gerade allerdings zu viel Erklärerei und ich habe dafür noch eine Idee, bei der ich erst mal gucken muss, ob sie verwirklicht werden kann bzw. ob das am Ende aussieht oder nicht. Falls ja, erscheint morgen ein Foto, falls nein, kann ich mich schon jetzt nicht mehr erinnern, irgendwas gesagt zu haben. Idee? Welche Idee? 🙂

Genieße den vorweihnachtlichen, wahrscheinlich ein wenig stressigen Tag, denn mit Vorfreude auf morgen macht eventuelle heutige Hektik durchaus Spaß. Finde ich jedenfalls. Am Tag vor Heiligabend sind die Menschen überall viel netter zueinander. Bis morgen also, gehab dich wohl.

Konsumtipp: Wäschekorb

Für Leute, die wie ich keinen Platz im Mini-Bad haben. Der normale Wäschekorb ging mir wegen seiner Größe schon seit zwei Jahren tierisch auf den Senkel. Er stand zwischen den Waschorgien oben auf dem Kleiderschrank, weil wirklich nirgendwo für ihn Platz herrscht. Per Zufall sah ich gestern bei Rossmann diesen klappbaren Wäschekorb. Er ist genauso groß wie der alte sperrige aber siehe – das Foto spricht für sich 🙂

Würfeltüren

So’n vorweihnachtliches gemütliches Frühstück bringt’s, es regt die Gehirnzellen an. Folgendes: Da die oberen Einschübe im Würfelregal so hoch gelegen sind, dass ich kaum an sie heranreiche, gerät man leicht in Versuchung, die Einschübe beim Herausziehen nach unten zu ziehen. Ich möchte aber vermeiden, dass sie quasi von hinten gegen die vorderen beiden Eck-Verbindungsteile gezogen werden, da diese auf Dauer in der Art bestimmt gelöst werden. Auch falls in den Einschüben schwerere Sachen sind, kann nach dem Herausziehen leicht der Stoff nachgeben und ihr Inhalt rauscht nach unten auf den Boden. Zudem benötige ich oben sowieso keine Einschübe – allerdings verstauben die Dinge darin ohne. Da kam mir die vorweihnachtliche Frühstücksidee, nämlich aus den Stoffeinschüben Türen zu machen. Ein bisschen schneiden, einfach an der rechten Seite mit Klettband befestigen und siehe da, erstaunlich gut, um nicht zu sagen perfekt, funktioniert so eine Tür, und sie ist als eine solche im Gesamtbild nicht zu erkennen: