Wartestatus Nr. 3 = erledigt :-)

Es hat etwas gedauert, doch nu’ isser da, der neue Mini-Kühlschrank. Klick aufs Bild = größer. Sein Inhalt dürfte für mich allemal ausreichen, 45 Liter. Energieklasse E, ca. 80 Kilowatt pro Jahr Stromverbrauch. Der steht jetzt erst mal einen Tag lang nutzlos herum, bevor er angeschlossen wird. Er befindet sich, wie ebenfalls der Gefrierschrank, im Schlafzimmer, denn das ist zum einen der kühlste Raum in der Wohnung und zum anderen vermeide ich dadurch den Dauerbetrieb beider Geräte, da im Küchenerker, so wunderschön er auch ist, die Sonne durch die 3 Fenster wie in einem Treibhaus heizt, wenn ich vergesse, die Rollos rechtzeitig entsprechend herunterzufahren – und das vergesse ich regelmäßig.

 

Mit dem Sendungsverlauf ließ sich der aktuelle Lieferstatus prima verfolgen, so dass ich bei „noch 2 Stationen” hinaus ging und auf den Boten draußen gewartet hatte. Wie es der Zufall wollte, trug zur selben Zeit ein netter Nachbar von über mir ein CD-Regal aus dem Haus und wollte es zum Sperrmüll bringen. Meine Wohnungsdiele ist bekanntlich so mini-klein, dass dort eigentlich bis auf eine kleine Garderobe und einen an der Wand festgedübelten schmalen Schuhschrank (der umfunktioniert zu einem Kram-Schrank ist) nichts weiter hinein passt – außer dem Regal, das steht da nun und passt millimetergenau wie Faust aufs Auge neben dem Ex-Schuhschrank. Farblich identisch = wunderbar gelöstes Platzproblem. Wozu, fragst du? Na, für den vielen Kleinkram, der sich in der Diele so im Laufe der Zeit ablagetechnisch ansammelt. Über dieses Regal bin ich jetzt genauso glücklich wie über den Kühlschrank. Es war somit ein perfekter Vormittag.

Aus alt mach neu

Ha! Jetzt guck dir diesen tollen Toaster mal genau an. Klick aufs Foto = größer. Knapp anderthalb Stunden lang habe ich den gewischt, geschrubbt und mit Zahnbürste und Q-Tipps bis in die kleinsten Ecken von seinen Gebrauchsspuren befreit. Fast wie neu, würde ich sagen 🙂

Nächste Woche kommt nämlich eine Heißluftfritteuse, die den Platz des Tosasters einnehmen wird. Der wiederum wird etwas vorgezogen und erhält dadurch eine exponiertere Stelle in der Miniküche des Küchenerkers. Leben ohne Toaster geht gar nicht, da bin ich zu 100 % britisch.

Der Toaster war mein erstes eigenes und damals hochmodernes Küchengerät (erstmalig mit Röhren ohne Heizdraht), dass ich nach meiner Scheidung um 1995 für mich und meine Wohnung angeschafft hatte. Neben der Funk-Küchenuhr, ebenfalls von ’95, sind mir diese beiden Geräte regelrecht ans Herz gewachsen. Beide funktionieren durchgehend seit 1995 tadellos. Damals zog ich also endlich alleine in eine Wohnung nur für mich. Keine WG mehr, keine Zimmer, keine Wohnung mit der Liebsten, nein, von A bis Z nur die eigenen heiligen Hallen; eine Offenbarung! Seit dem begleitet mich also dieser Toaster. Obwohl ich ihn zwischenzeitlich mehrmals gesäubert hatte, so sammelten sich doch vor allen Dingen in den Ritzen und Spalten sowie auf dem Edelstahl immer mehr extrem hartnäckiger Schmutz an. Ein Vorher-Nachher-Foto wäre aus jetziger Sicht schon klasse, doch dieses wunderbare Ergebnis hatte ich vorher gar nicht für möglich gehalten und folglich daran nicht mal gedacht. Übrigens auch mit Hilfe der Wunder- und Allzweckwaffe einer stark Chlor-haltigen Lauge erreicht.

Konsum

Für die nächste kleine Bastelarbeit habe ich mir gerade 4 Rollen bestellt, die ich am kommenden Montag unter die 4 Beine des Küchentischs im Erker schrauben werde. Es sind die kleinsten, die es bei Amazon gibt, ich meine, sie müssen ja am unteren Ende der schmalen Tischbeine ohne Überstand passen. Dann werden sie in 4 vorgegebene Löcher pro Rolle mit kleinen Schrauben fixiert. Es gibt auch jene Rollen, die seitlich angeschraubt werden, allerdings wirkt bei einem Tisch für die Standfestigkeit ja die Schwerkraft senkrecht am tragfähigsten, würde ich meinen. Jetzt kann es sein, dass ich die 4 Füße noch ein kleines Stück absägen muss. Das wird sich aber erst noch zeigen, denn insgesamt erhöht sich der Tisch durch die Rollen um fast 4 Zentimeter. Kann aber auch sein, dass sich dies noch im Rahmen allgemeiner Toleranz bewegt. Mal schauen.

Warum mache ich das überhaupt?

Wenn bei wärmeren Wetter die großen Fenster geöffnet werden, steht schlicht der Tisch im Weg, da die Fenster ja sehr tief reichen. Mit nur einem Tritt außen sowie innen aufgestellt könnte ich die Riesenfenster sogar bequem als Tür in den Park benutzen, was 5 Nachbarn (ältere Frauen übrigens) der baugleichen Wohnungen im Parterre allesamt tatsächlich genau so gemacht haben. Aber auch allein zum Fensterputzen (da Doppelfenster = 6 große Scheiben = 12 Flächen) stört der Küchentisch enorm; mit den Rollen ließe er sich leicht einfach beiseite schieben rollen. Die Rollen haben Bremsen, im Normalgebrauch steht der Tisch also stabil und fest. Wie gesagt, bis auf die noch ungeklärte Frage der Höhe.

Nächster Konsumeintrag:

Vanille-Eis esse ich gerne direkt aus der Dose. Jaja, ein Liter Eis setzt ganz schön an, doch beim Film- und Serien-Bingen gibt’s nichts besseres. Dazu benutzte ich bisher einen Eislöffel mit langem Stiel. Der ist beim Umzug allerdings verschwunden. Ich habe alles auf den Kopf gestellt, weiß der Geier, wo er gelandet ist. Nun ja, versuche mal einen einzelnen Langstiellöffel zu kaufen. Unmöglich. Online gibt es sie nur im Set, meist zu 6, 12 oder mehr Exemplaren. Vor Ort gibt es keine Geschäfte, die solche Löffel im Sortiment haben. Der nächste Laden wäre im 8 Kilometer entfernten Kleve – wobei Karstadt oder die Kaufhäuser ja längst pleite gemacht haben und in einem Spezialgeschäft ein einzelner Löffel sicher nicht unter 10 Euro zu haben ist. Ein Set von 6 Löffeln kostet bei Amazon aber 7 bis 20 Euro. Also habe ich das einzige Set von 4 Löffeln für 5 Euro gemeinsam mit den Rollen bestellt. Insgesamt 15 Euro Konsumausgabe. Das ist doch trotzdem recht günstig für das Mehr an dadurch gewonnenen Komfort, finde ich.

Und falls du jetzt denkst, dieser Tagebucheintrag sei so belanglos wie eine Reklame-Hauswurfsendung und allein das Lesen würde dich umgerechnet mehr Zeit kosten als 15 Euronen, dann würde ich dir sogar bedingt zustimmen – aber ich glaube, wenn ich am Montagabend den Küchentisch leicht und lustig hin- und herrollen werde und anschließend im TV-Sessel einen spannenden Film verfolge, ohne die empfindlichen Fingerchen voller klebrigem Eis immerzu abschlecken zu müssen, dann relativiert sich – zumindest für meine Wenigkeit – der Begriff einer bedingten Zustimmung dahingehend, dass ich den heutigen „belanglosen” Eintrag sogar mit einem Foto-Eintrag ergänzen werde 🙂

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Nachtrag: Da isser nun mit Rollen.

Bluetooth-Steuerung

Ha! Es war mir zu unbequem, mit dem Fußschalter und den Reglern auf der Sofa-Armlehne die Soundanlage hinterm Vorhang fürs Küchenradio (und für andere Bluetooth-Geräte) zu bedienen. 30 Euro für ein Höckerchen/Schränkchen bei Amazon investiert und siehe da. Es verrutscht nichts, der anthrazitfarbene Filz-Unterleger ist mit doppelseitigem Klebeband auf dem Beistelltischchen fixiert und der Fuß klemmt das weiße Stromkabel ausreichend fest auf ihn 🙂

Was man fotototechnisch wegen des Blitzlichts nicht sehen kann, ist der tolle Schattenwurf der Figur im Normallicht. Dazu bediene dich einfach deiner Fantasie.

Klick aufs Bild = größer. Jetzt gleich geh ich zur Arbeit. Bis übermorgen.

Wasch-, Putz-, und Einkaufstag

Groß-Waschtag (drei Maschinen ohne Wäscheständer, überall in der Wohnung hängen Wäschestücke), Groß-Putztag (mit neuem Wischer/Schrubber, der ein besseres Ergebnis verspricht als der in Streifen geschnittene Wischmob) und Groß-Einkaufstag (von der Firma wird mein Lohn immer Mitte des Monats bezahlt). Noch Fragen?

Krieg? | Soundsystem

Unser Verteidigungsminister möchte Deutschland endlich kriegstauglich machen. Viele Politiker aller Parteien stimmen ihm bei seinen Aufrüstungsplänen zu. Ja, sogar innerhalb der AfD gibt es solche Krieger. Allen voran natürlich Die Grünen. Einmal abgesehen von dem fehlenden Geld (es würde zu immensen neuen Schulden, noch höheren Steuern und zu Kürzungen der Sozialausgaben führen), stellt sich mir die Frage, wer denn der Feind sein soll, gegen den dann eine kriegstaugliche deutsche Armee ins Feld zieht. Russland etwa? Da muss man ja schon lachen: schon wieder wollen Deutsche gegen dieses Riesenreich, gegen eine Atommacht, marschieren? Mit welchem Ergebnis denn? Ich meine, wer gegen ein anderes Land Krieg führt, muss es besiegen können. Glauben diese Damen und Herren Politiker tatsächlich, gegen Russland oder gegen China auch nur den Hauch einer Chance zu besitzen? Das wäre deutscher Größenwahn 2.0 – und Wahn ist eine psychische Krankheit, wie wir alle wissen. Also ich halte die meisten Politiker für gesund und intelligent genug, um zu wissen, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann. Wieso dann trotzdem diese immer lauter werdenden Forderungen nach Aufrüstung, nach einer schlagkräftigen Armee?

Eine Abschreckung kann es sicher nicht sein, denn dazu befinden sich genug US-Atomraketen und Soldaten bereits im Land.

Um durch Rüstung einen wirtschaftlichen Aufschwung zu erzeugen? Ziemlich einseitig und sicher nicht nachhaltig. Außerdem müssten die neu produzierten Waffen ja irgendwann eingesetzt werden, bevor sie wieder veralten. Für den Schrottplatz zu produzieren, so etwas führt schließlich geradeaus in den Ruin.

Also wenn nicht gegen Russland oder China, gegen wen sollte Deutschland dann sonst Krieg führen? Da wir leider noch Teil der NATO sind, existiert somit schon eine große Verteidigungsarmee. Warum dann noch eine weitere deutsche? Kolonien in Afrika erobern (das war ein Scherz)?

Oder dienen die immer lauter vorgebrachten Forderungen nach Aufrüstung lediglich der thematischen Ablenkung vom Niedergang der deutschen Wirtschaftsstärke? Das scheint mir doch der wahrscheinlichste Grund zu sein. Ob es wirklich so der Fall ist, werden wir alle leicht erkennen können, wenn demnächst sämtliche Hauptmedien neue Ängste vor imaginären Kriegsgegnern schüren sollten. Einen Vorteil hat die Medienkonzentration als Regierungspropaganda nämlich: man wird prima die Vorbereitungen erkennen können, das Volk zu manipulieren, um es gefügig und willig zu machen. Also Augen und Ohren aufhalten, ob, was, wie und von wem uns demnächst wieder neue Angst macht.

Ansonsten: Montag ist ein Schontag. Ich mach’s Internet wieder aus. Bin gerade wieder etwas am – na, wie sag ich’s am Besten? – am neu einrichten. Ich habe ja 5 Soundsysteme. Einfache, keine HighEnd-Systeme, doch gute von Logitech. 3 sind an den 3 Rechnern angeschlossen und 2 standen im Keller. Eines habe ich nun hinter den Vorhand des Wohnzimmers platziert, denn ich fand in einem Kabelkram-Karton auch meinen alten Bluetooth-Nur-Empfänger, der nicht über Akku, sondern über Netzstrom läuft. Den habe ich nun an die Soundanlage hinterm Vorhang angeschlossen und kann beides, die Logitech-Boxen und den neuen Bluetooth-Lautsprecher abwechselnd oder sogar gleichzeitig einschalten. Das hat etwas 🙂 Klar, hauptsächlich, um dem Sound des Internet-Radios außerhalb des Küchenerkers noch eine Schippe draufzulegen. Lässt sich allerdings nicht fotografieren, denn 1. ist es ja versteckt und 2. hört man nix auf einem Bild.

Also dann bis morgen, mach’s gut. Heute bin ich nur noch akustisch „unterwegs”.

Neue Routine

Ab morgen sind wieder zwei Tage Blogpause wegen der Arbeit angesagt. Da könnte ich jetzt ja ordentlich vorschreiben, nicht wahr? Allerdings fehlt komplett die Lust, das Tagesgeschehen zu kommentieren, genieße ich doch die Früchte meiner Ausprobiererei der letzten Tage. So oft wie in der neuen Wohnung mit ihrem wunderbaren Küchenerker und dem leicht warmen Fußboden hatte ich an den Tagen der letzten Jahrzehnte nicht die Rechner am großen Schreibtisch heruntergefahren bzw. einen im Energiesparmodus versetzt (um zwischendurch blitzschnell E-Mails abrufen zu können, das muss nämlich nicht per „Mata Hari” geschehen). Stattdessen sitze ich überwiegend am runden weißen Küchentisch im Erker und beobachte die vorbeigehenden Leute im kleinen Park und, falls kein eigener Besuch meine Aufmerksamkeit erfordert oder ein Spaziergang mit dem Nachbarn ansteht, schaue ich frohgelaunt den vielen Vögeln zu, die sich mehrmals täglich zum gemeinsamen Mahl direkt vor den Fenstern versammeln: Gänse, Enten Fasane, Möwen, Tauben, Krähen, Dohlen, Elstern, scharenweise Spatzen und was weiß ich nicht alles. So viele gab es nicht mal auf dem Land. Obwohl ich im Schlafzimmer extra einen Basteltisch aufgestellt habe, ertappe ich mich dabei, z.B. beim Wickeln und Bewatten der E-Dampfen das benötigte Werkzeug von dort zur Küche zu schaffen, um eben oft sogar in der Wintersonne gemütlich am Tisch zu sitzen und die Kleinigkeiten vor dieser tollen Kulisse zu werkeln. Selbst abends bei heruntergezogenen Rollos genieße ich auf einem der bequemen Regiestühle sitzend die wunderbare Musik des Internetradios bei mehreren Bechern des leckeren Tees. Hin und wieder tippe ich etwas bei „WhatsApp” in „Mata Hari” ein, aber größtenteils liegt das Smartphone mit schwarzem Bildschirm einfach nur auf dem Tisch. Zum Schreibtisch und den Rechnern komme ich nur jetzt für das Eintippen dieses Eintrags und später dann über mehrere Stunden wegen des Anschauens eines Films oder bis zum frühen Morgen dem Bingen einer Serie. Aber das „normale Internet” der News, Foren und Blogs oder der vielen Kommentare ist mir bis auf wenige Ausnahmen die meiste Zeit regelrecht zuwider geworden. Man kann sagen, dass sich mit der neuen Wohnung mein ganzes Verhalten und die Interessen verändert haben. Ist schon seltsam, ich staune darüber selber fast täglich aufs Neue.

Deshalb gibt es jetzt eben auch nichts Interessantes zu berichten. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und wir lesen uns am Dienstag wieder.

Winterwarm

Meine Güte, ich komme nach der Nachtschicht nach Hause, will ein lecker Tässchen Kaffee vorm Radio im Küchenerker trinken aber halbstündlich senden die Sender (die öffentl.-rechtl. senden alle dieselben Nachrichten) ihre Agitationen „gegen Rechts”. Ob regionale Demos mit Tausenden Teilnehmern (gelogen) oder das ominöse „Geheimtreffen”. Minütlich werden sämtliche Geschütze gegen die AfD in Stellung gebracht in der Hoffnung, von der Zwangsbeschallung werde schon etwas bei den dummen Wählern hängen bleiben. Das ist DDR 2.0. Es muss den Linken die Panik auf der Stirn geschrieben sein, dass sie bei jeder Gelegenheit nur noch mit Übertreibungen, Lügen und Framing daherkommen. Jedenfalls verleidet mir so etwas den wunderschönen Morgen und meine gute Laune. Nachts kann man Radio prima hören, da gibt es keine politische Propaganda, doch tagsüber, besonders zu den Stoßzeiten, ist diese Beschallung einfach nicht mehr auszuhalten.

Deshalb experimentiere ich zur Zeit mit Bluetooth und dem Internetradio. Das kann ich nämlich per Smartphone über WLAN einfach mit dem DAP-Radio verbinden. Allerdings muss ich erst mal einen neuen Lieblings-Oldie-Sender aus dem Riesenangebot heraussuchen. Deutschsprachig, wenn möglich, was die Suche ordentlich einschränkt. Es gibt zwar eine Menge dieser Sender, doch im Vergleich mit den weltweit zur Verfügung stehenden, ist die Auswahl dann doch überschaubar. Klar, Werbung akzeptiere ich auch nur ein Minimum.

Jaja, ich weiß, es gibt längst extra Internetradios, die genauso komfortabel zu bedienen sind wie normale Radios. Allerdings sind mir die Preise dafür (noch) viel zu hoch. Und ich weiß nicht genau, wie ich dafür am besten eine VPN-Verbindung einrichten soll, also nur fürs Radio. Das ist zwar spionagetechnisch nicht so wichtig, doch mir geht’s dabei ums Prinzip. Vielleicht hast du ja eine Idee für mich oder Erfahrungen mit dem Internetradio?

Ansonsten genieße ich an diesem kalten Morgen die tolle Fußbodenheizung. Sie hat einen weiteren Vorteil, an den ich vorher gar nicht gedacht hatte. Es ist nämlich herrlich, barfuß über den warmen Boden zu gehen oder am Tisch sitzend die Füße auf ihn zu stellen. Für mich ein völlig neues Wohngefühl. Was ich aber ganz und gar nicht leiden kann, das ist über Krümel usw. zu gehen, weshalb ich schon allein deshalb gezwungen bin, mindestens täglich (meistens sogar öfter) den Boden der Wohnung zu fegen oder zu saugen. Man kann also tatsächlich vom Boden essen; ich weiß gar nicht, ob der Küchentisch oder der Boden krümel- und staubfreier ist. Für das Wohlgefühl habe ich mich somit von einem Putzmuffel zu einem Fege-Hysteriker verwandelt. Zwei Fliegen mit einem Schlag sozusagen.

Bis später. Jetzt sind ja wieder 4 Nächte arbeitsfrei. Auch genial, nicht wahr? 🙂 Dir wünsche ich heute einen ebenso angenehmen Start in den Freitag, an dem du dich rundherum wohl fühlst.

Fertig

Fertig! 🙂 Hat etwas länger gedauert, war (für mich) recht kompliziert, obwohl die Chinesen auf jedem Stück des Puzzles eine Nummer geklebt hatten (du siehst noch zwei von ihnen vorne am Schrank, was wie kleine Flecken aussieht). Der zusammengeklappte Stuhl kommt weg, auch den Handtuchhalter montiere ich wieder ab, sieht ohne bestimmt besser aus (Korrektur: nein, ohne Stuhl den Schrank etwas nach links geschoben, schon sieht der Handtuchhalter richtig gut aus. Er bleibt nu’ also doch). Andere Füße brauchte ich aber gar nicht, da vor den Löchern für die Rollen bereits flache Filz-Füße mit Loch aufgeklebt waren. Ob du’s glaubst oder nicht, allein für die Schublade hatte ich über eine Stunde gebraucht. Das war nämlich so ein Intelligenz-Ding zwischen spiegelverkehrt und seitenverkehrt mal vier Schienen.

Der Schrank ist aber nun schon ein paar Stündchen fertig. Danach habe ich mit meinem Nachbarn einen Spaziergang ins heimische Dorf unternommen. Wir gingen die katholische Kirche im Ort besichtigen. Deren Turm kannst du sogar ansatzweise auf dem Bild links oben im Fenster sehen. Und sie war geöffnet! Dass es so etwas noch gibt (oder wieder gibt), das ist richtig schön. Wir beide hatten die Kirche bisher noch nie von innen gesehen. Wir haben jeder eine Kerze (für 50 Cent) entzündet, das hatte etwas Magisches (oder Heiliges oder Spirituelles), halt eine gewisse Kraft. Die Katholiken wissen schon, wie sie ihre Stätten mystifizieren. Danach kurz zum Edeka-Markt und anschließend ein gemeinsames verspätetes Frühstück im Erker mit hernach noch Kaffee und Kuchen. Ratzfatz war es 15 Uhr.

Das war der Tag, gehab dich wohl.

Coolness sozusagen

Mein Gefrierschrank steht im gemütlichen Küchenerker mit den riesigen Fenstern. In den letzten Tagen hat sich erstmalig in diesem jungen Jahr die Sonne von ihrer schönsten Seite gezeigt. Von morgens bis abends strahlt sie in den Erker, das ist wirklich wunderbar, er verwandelt sich dabei beinahe in einen Wintergarten – nur die Pflanzen fehlen halt, was sich aber angesichts meiner braunen Daumen für sie glücklicherweise sogar als lebensrettend erweist. Ideal wäre so etwas auch für Sonnenpaneele – eigentlich, denn noch besser ist der sonnige Küchentisch fürs Gemüt geeignet. Es muss nicht immer alles unter technischen Möglichkeiten oder als idealer Standort für dieses und jenes betrachtet werden, allein die eigene Seele und der Genuss des Sonnenscheins reichen völlig fürs Wohlgefühl im Erker aus. ABER, und nun gelange ich endlich zum Ausgangspunkt dieses Eintrags zurück, durch die kolossale Sonnenerwärmung tagsüber und in den frostigen Nächten die Fußbodenheizung ächzt, brummt und arbeitet der Gefrierschrank beinahe durchgehend auf Hochtouren, was die Stromrechnung natürlich dauerhaft in unerreichte Höhen befördert. Also muss der Gefrierschrank raus aus der Küche und hinein ins kalte Schlafgemach. Soweit klar, oder?

An seiner Stelle hätte ich gerne einen einfachen kühlschrankgroßen und weißen Küchenschrank stehen. Kostenpunkt: um die 100 Euronen. Dabei sehe ich ständig solche Schränke auf diversen Sperrmüllablagen irgendwo herumstehen, nur gerade eben jetzt nicht. Es ist wie immer: wenn du etwas brauchst, findet sich nichts, brauchst du es nicht, siehst du eine große Auswahl an den Straßenrändern. Somit bleibt mir nichts anderes übrig, als diesen kleinen Küchenschrank bei Amazon zu kaufen. Den muss ich dann auch noch selber ikea-technisch zusammenbauen. Und er wird erst in ein, zwei Wochen geliefert. Oben drauf passt die Mikrowelle perfekt. Statt Rollen hatte ich in weiser Voraussicht noch 4 Füße aus dem Kramkarton der alten Wohnung gerettet.

Und falls du nun denkst, dies sei eine alberne oder langweilige Neuigkeit als Tagebuchnotiz, erst recht heutzutage, wo ringsherum das Land vor lauter Problemen geradezu zerbröckelt – nein, nein, für meine Wenigkeit ist das sogar eine aufregende Neuigkeit, deren Lieferung ich vor lauter Spannung kaum erwarten kann.

In diesem Sinne harren wir der kommenden Dinge in freudiger Erwartung.

Inneres Ich: „Apropos neue Ansichten. Was ist eigentlich mit dem längst versprochenen Video-Rundgang durch deine heiligen Hallen?”

*hüstel*, jaja, die Ansicht ändert sich doch gerade. Außerdem habe ich noch etwas anderes vor, nämlich die Seitenlehne des Übereck-Sofas abzumontieren. Das wird nur leider eine Menge sperriger Arbeit werden, die ich gerade erfolgreich wegen der neuen beruflichen Tätigkeit aufschiebe. Das Sofa soll ein wenig gekürzt werden und eher nach einem Kanapee aussehen. Ich glaube, die breite Seitenlehne ist nur mit 2 dicken Schrauben befestigt, sicher bin ich da aber noch nicht.

Putzteufel

Der Unterschied von fegen, staubsaugen oder feucht durchwischen zu nass schrubben liegt zum einen in der erhöhten Schweißbildung des armen Putzmannes (nackt putzen bekommt da eine völlig neue Bedeutung), zum anderen im anschließend leicht gescheckten Boden, der sich an den vorher (selbst mir aufgefallenen) arg dreckigen Bereichen nun in seinem zwar blitzsauberen und deutlich erhellten Urzustand zeigt; hingegen offenbart diese Verwandlung eine Art Umkehrung, nämlich die vormals im Vergleich sauberen und daher putztechnisch vernachlässigten Bereiche sind nunmehr die dunkleren schmutzigen Bereiche des Bodens geworden. Ein Dilemma, welches sich durch Rationalisierungsmaßnahmen körperlicher Natur ergibt. Meine Wenigkeit muss also bei Gelegenheit nochmal ran. Und zwar dann pro Tag nur einen Raum, dafür Zentimeter für Zentimeter in derselben Intensität des Schrubbens. Die Vormieterin hatte entweder schlechte Augen und das nicht gesehen oder sie war eine olle Wutz. Ich tippe auf letzteres, denn sie besaß einen Hund und Katzen, mit denen man die Umwelt und die eigene Behausung in einem anderen Licht sieht. Zudem war sie eine Kettenraucherin von Gottes Gnaden.

Mein vor lauter Putzwut erhitzter hochroter Kopf dankt mir den heutigen Einsatz übrigens mal wieder mit einer deutlichen Verringerung des linken Hörvermögens. Nein, kein versteckter Schlaganfall, Ohrenschmalz, der teilweise gerne hinaus möchte, den andererseits das Ohr noch dreist umklammert und wofür auch immer behalten möchte.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen angenehmeren Weihnachtsputz. Glücklich derjenige, der dafür seine Sklavin hat – natürlich keine Sklavin, das darf man heute ja nicht mal im Scherz sagen, eine kostbare Perle meine ich selbstverständlich.

Wechselwirkungen

Barbara fragt – zu Recht – welchen Sinn meine kleine Raumklima-Messstation habe. Erst mal keinen – aber: es macht mir einfach Spaß, dort täglich einen Blick drauf zu werfen. Und außerdem finde ich die Zusammenhänge interessant. Trotz geschlossener Doppelfenster mit jeweils Doppelverglasung und trotz Heizung zeigen sich deutliche Wechselwirkungen zwischen dem Klima draußen und drinnen. Zum Beispiel gerade heute. Innerhalb nur eines Tages veränderte sich der Luftdruck, der ja draußen identisch mit dem drinnen ist, um locker 15 Hektopascal von 995 zu 1010, was das Barometer oben auf dem Bild offenbart (klick aufs Bild = größer). Das zeigt ein Herannahen eines Hochdruckgebiets für die kommenden Tage. Okay, dafür könnte man auch einfach eine Wetter-App oder Wetter-Webseite besuchen – doch was, wenn Strom oder Internet ausfallen (das war ein Scherz)? Aber ernsthaft: diese Auswirkungen aufs Raumklima sind beachtlich, finde ich, denn binnen eines Tages hat sich die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung um rund 10 % verringert von 61 zu 54 % (auf dem Foto) und mittlerweile zu 52 %, da alles ja ein laufender Prozess ist.

Ansonsten gibt’s nichts Neues. Habe das Schlafzimmer aufgeräumt (es bleibt trotzdem eine Mischung aus Abstellkammer und Schlafzimmer). Jetzt müssen nur noch die Bilder an die Wände, der Rest ergibt sich im Laufe der Zeit (also bin ich noch nicht ganz fertig. Wegen der versprochenen Roomtour und so).