Bluetooth-Steuerung

Ha! Es war mir zu unbequem, mit dem Fußschalter und den Reglern auf der Sofa-Armlehne die Soundanlage hinterm Vorhang fürs Küchenradio (und für andere Bluetooth-Geräte) zu bedienen. 30 Euro für ein Höckerchen/Schränkchen bei Amazon investiert und siehe da. Es verrutscht nichts, der anthrazitfarbene Filz-Unterleger ist mit doppelseitigem Klebeband auf dem Beistelltischchen fixiert und der Fuß klemmt das weiße Stromkabel ausreichend fest auf ihn 🙂

Was man fotototechnisch wegen des Blitzlichts nicht sehen kann, ist der tolle Schattenwurf der Figur im Normallicht. Dazu bediene dich einfach deiner Fantasie.

Klick aufs Bild = größer. Jetzt gleich geh ich zur Arbeit. Bis übermorgen.

Wasch-, Putz-, und Einkaufstag

Groß-Waschtag (drei Maschinen ohne Wäscheständer, überall in der Wohnung hängen Wäschestücke), Groß-Putztag (mit neuem Wischer/Schrubber, der ein besseres Ergebnis verspricht als der in Streifen geschnittene Wischmob) und Groß-Einkaufstag (von der Firma wird mein Lohn immer Mitte des Monats bezahlt). Noch Fragen?

Krieg? | Soundsystem

Unser Verteidigungsminister möchte Deutschland endlich kriegstauglich machen. Viele Politiker aller Parteien stimmen ihm bei seinen Aufrüstungsplänen zu. Ja, sogar innerhalb der AfD gibt es solche Krieger. Allen voran natürlich Die Grünen. Einmal abgesehen von dem fehlenden Geld (es würde zu immensen neuen Schulden, noch höheren Steuern und zu Kürzungen der Sozialausgaben führen), stellt sich mir die Frage, wer denn der Feind sein soll, gegen den dann eine kriegstaugliche deutsche Armee ins Feld zieht. Russland etwa? Da muss man ja schon lachen: schon wieder wollen Deutsche gegen dieses Riesenreich, gegen eine Atommacht, marschieren? Mit welchem Ergebnis denn? Ich meine, wer gegen ein anderes Land Krieg führt, muss es besiegen können. Glauben diese Damen und Herren Politiker tatsächlich, gegen Russland oder gegen China auch nur den Hauch einer Chance zu besitzen? Das wäre deutscher Größenwahn 2.0 – und Wahn ist eine psychische Krankheit, wie wir alle wissen. Also ich halte die meisten Politiker für gesund und intelligent genug, um zu wissen, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann. Wieso dann trotzdem diese immer lauter werdenden Forderungen nach Aufrüstung, nach einer schlagkräftigen Armee?

Eine Abschreckung kann es sicher nicht sein, denn dazu befinden sich genug US-Atomraketen und Soldaten bereits im Land.

Um durch Rüstung einen wirtschaftlichen Aufschwung zu erzeugen? Ziemlich einseitig und sicher nicht nachhaltig. Außerdem müssten die neu produzierten Waffen ja irgendwann eingesetzt werden, bevor sie wieder veralten. Für den Schrottplatz zu produzieren, so etwas führt schließlich geradeaus in den Ruin.

Also wenn nicht gegen Russland oder China, gegen wen sollte Deutschland dann sonst Krieg führen? Da wir leider noch Teil der NATO sind, existiert somit schon eine große Verteidigungsarmee. Warum dann noch eine weitere deutsche? Kolonien in Afrika erobern (das war ein Scherz)?

Oder dienen die immer lauter vorgebrachten Forderungen nach Aufrüstung lediglich der thematischen Ablenkung vom Niedergang der deutschen Wirtschaftsstärke? Das scheint mir doch der wahrscheinlichste Grund zu sein. Ob es wirklich so der Fall ist, werden wir alle leicht erkennen können, wenn demnächst sämtliche Hauptmedien neue Ängste vor imaginären Kriegsgegnern schüren sollten. Einen Vorteil hat die Medienkonzentration als Regierungspropaganda nämlich: man wird prima die Vorbereitungen erkennen können, das Volk zu manipulieren, um es gefügig und willig zu machen. Also Augen und Ohren aufhalten, ob, was, wie und von wem uns demnächst wieder neue Angst macht.

Ansonsten: Montag ist ein Schontag. Ich mach’s Internet wieder aus. Bin gerade wieder etwas am – na, wie sag ich’s am Besten? – am neu einrichten. Ich habe ja 5 Soundsysteme. Einfache, keine HighEnd-Systeme, doch gute von Logitech. 3 sind an den 3 Rechnern angeschlossen und 2 standen im Keller. Eines habe ich nun hinter den Vorhand des Wohnzimmers platziert, denn ich fand in einem Kabelkram-Karton auch meinen alten Bluetooth-Nur-Empfänger, der nicht über Akku, sondern über Netzstrom läuft. Den habe ich nun an die Soundanlage hinterm Vorhang angeschlossen und kann beides, die Logitech-Boxen und den neuen Bluetooth-Lautsprecher abwechselnd oder sogar gleichzeitig einschalten. Das hat etwas 🙂 Klar, hauptsächlich, um dem Sound des Internet-Radios außerhalb des Küchenerkers noch eine Schippe draufzulegen. Lässt sich allerdings nicht fotografieren, denn 1. ist es ja versteckt und 2. hört man nix auf einem Bild.

Also dann bis morgen, mach’s gut. Heute bin ich nur noch akustisch „unterwegs”.

Neue Routine

Ab morgen sind wieder zwei Tage Blogpause wegen der Arbeit angesagt. Da könnte ich jetzt ja ordentlich vorschreiben, nicht wahr? Allerdings fehlt komplett die Lust, das Tagesgeschehen zu kommentieren, genieße ich doch die Früchte meiner Ausprobiererei der letzten Tage. So oft wie in der neuen Wohnung mit ihrem wunderbaren Küchenerker und dem leicht warmen Fußboden hatte ich an den Tagen der letzten Jahrzehnte nicht die Rechner am großen Schreibtisch heruntergefahren bzw. einen im Energiesparmodus versetzt (um zwischendurch blitzschnell E-Mails abrufen zu können, das muss nämlich nicht per „Mata Hari” geschehen). Stattdessen sitze ich überwiegend am runden weißen Küchentisch im Erker und beobachte die vorbeigehenden Leute im kleinen Park und, falls kein eigener Besuch meine Aufmerksamkeit erfordert oder ein Spaziergang mit dem Nachbarn ansteht, schaue ich frohgelaunt den vielen Vögeln zu, die sich mehrmals täglich zum gemeinsamen Mahl direkt vor den Fenstern versammeln: Gänse, Enten Fasane, Möwen, Tauben, Krähen, Dohlen, Elstern, scharenweise Spatzen und was weiß ich nicht alles. So viele gab es nicht mal auf dem Land. Obwohl ich im Schlafzimmer extra einen Basteltisch aufgestellt habe, ertappe ich mich dabei, z.B. beim Wickeln und Bewatten der E-Dampfen das benötigte Werkzeug von dort zur Küche zu schaffen, um eben oft sogar in der Wintersonne gemütlich am Tisch zu sitzen und die Kleinigkeiten vor dieser tollen Kulisse zu werkeln. Selbst abends bei heruntergezogenen Rollos genieße ich auf einem der bequemen Regiestühle sitzend die wunderbare Musik des Internetradios bei mehreren Bechern des leckeren Tees. Hin und wieder tippe ich etwas bei „WhatsApp” in „Mata Hari” ein, aber größtenteils liegt das Smartphone mit schwarzem Bildschirm einfach nur auf dem Tisch. Zum Schreibtisch und den Rechnern komme ich nur jetzt für das Eintippen dieses Eintrags und später dann über mehrere Stunden wegen des Anschauens eines Films oder bis zum frühen Morgen dem Bingen einer Serie. Aber das „normale Internet” der News, Foren und Blogs oder der vielen Kommentare ist mir bis auf wenige Ausnahmen die meiste Zeit regelrecht zuwider geworden. Man kann sagen, dass sich mit der neuen Wohnung mein ganzes Verhalten und die Interessen verändert haben. Ist schon seltsam, ich staune darüber selber fast täglich aufs Neue.

Deshalb gibt es jetzt eben auch nichts Interessantes zu berichten. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und wir lesen uns am Dienstag wieder.

Winterwarm

Meine Güte, ich komme nach der Nachtschicht nach Hause, will ein lecker Tässchen Kaffee vorm Radio im Küchenerker trinken aber halbstündlich senden die Sender (die öffentl.-rechtl. senden alle dieselben Nachrichten) ihre Agitationen „gegen Rechts”. Ob regionale Demos mit Tausenden Teilnehmern (gelogen) oder das ominöse „Geheimtreffen”. Minütlich werden sämtliche Geschütze gegen die AfD in Stellung gebracht in der Hoffnung, von der Zwangsbeschallung werde schon etwas bei den dummen Wählern hängen bleiben. Das ist DDR 2.0. Es muss den Linken die Panik auf der Stirn geschrieben sein, dass sie bei jeder Gelegenheit nur noch mit Übertreibungen, Lügen und Framing daherkommen. Jedenfalls verleidet mir so etwas den wunderschönen Morgen und meine gute Laune. Nachts kann man Radio prima hören, da gibt es keine politische Propaganda, doch tagsüber, besonders zu den Stoßzeiten, ist diese Beschallung einfach nicht mehr auszuhalten.

Deshalb experimentiere ich zur Zeit mit Bluetooth und dem Internetradio. Das kann ich nämlich per Smartphone über WLAN einfach mit dem DAP-Radio verbinden. Allerdings muss ich erst mal einen neuen Lieblings-Oldie-Sender aus dem Riesenangebot heraussuchen. Deutschsprachig, wenn möglich, was die Suche ordentlich einschränkt. Es gibt zwar eine Menge dieser Sender, doch im Vergleich mit den weltweit zur Verfügung stehenden, ist die Auswahl dann doch überschaubar. Klar, Werbung akzeptiere ich auch nur ein Minimum.

Jaja, ich weiß, es gibt längst extra Internetradios, die genauso komfortabel zu bedienen sind wie normale Radios. Allerdings sind mir die Preise dafür (noch) viel zu hoch. Und ich weiß nicht genau, wie ich dafür am besten eine VPN-Verbindung einrichten soll, also nur fürs Radio. Das ist zwar spionagetechnisch nicht so wichtig, doch mir geht’s dabei ums Prinzip. Vielleicht hast du ja eine Idee für mich oder Erfahrungen mit dem Internetradio?

Ansonsten genieße ich an diesem kalten Morgen die tolle Fußbodenheizung. Sie hat einen weiteren Vorteil, an den ich vorher gar nicht gedacht hatte. Es ist nämlich herrlich, barfuß über den warmen Boden zu gehen oder am Tisch sitzend die Füße auf ihn zu stellen. Für mich ein völlig neues Wohngefühl. Was ich aber ganz und gar nicht leiden kann, das ist über Krümel usw. zu gehen, weshalb ich schon allein deshalb gezwungen bin, mindestens täglich (meistens sogar öfter) den Boden der Wohnung zu fegen oder zu saugen. Man kann also tatsächlich vom Boden essen; ich weiß gar nicht, ob der Küchentisch oder der Boden krümel- und staubfreier ist. Für das Wohlgefühl habe ich mich somit von einem Putzmuffel zu einem Fege-Hysteriker verwandelt. Zwei Fliegen mit einem Schlag sozusagen.

Bis später. Jetzt sind ja wieder 4 Nächte arbeitsfrei. Auch genial, nicht wahr? 🙂 Dir wünsche ich heute einen ebenso angenehmen Start in den Freitag, an dem du dich rundherum wohl fühlst.

Fertig

Fertig! 🙂 Hat etwas länger gedauert, war (für mich) recht kompliziert, obwohl die Chinesen auf jedem Stück des Puzzles eine Nummer geklebt hatten (du siehst noch zwei von ihnen vorne am Schrank, was wie kleine Flecken aussieht). Der zusammengeklappte Stuhl kommt weg, auch den Handtuchhalter montiere ich wieder ab, sieht ohne bestimmt besser aus (Korrektur: nein, ohne Stuhl den Schrank etwas nach links geschoben, schon sieht der Handtuchhalter richtig gut aus. Er bleibt nu’ also doch). Andere Füße brauchte ich aber gar nicht, da vor den Löchern für die Rollen bereits flache Filz-Füße mit Loch aufgeklebt waren. Ob du’s glaubst oder nicht, allein für die Schublade hatte ich über eine Stunde gebraucht. Das war nämlich so ein Intelligenz-Ding zwischen spiegelverkehrt und seitenverkehrt mal vier Schienen.

Der Schrank ist aber nun schon ein paar Stündchen fertig. Danach habe ich mit meinem Nachbarn einen Spaziergang ins heimische Dorf unternommen. Wir gingen die katholische Kirche im Ort besichtigen. Deren Turm kannst du sogar ansatzweise auf dem Bild links oben im Fenster sehen. Und sie war geöffnet! Dass es so etwas noch gibt (oder wieder gibt), das ist richtig schön. Wir beide hatten die Kirche bisher noch nie von innen gesehen. Wir haben jeder eine Kerze (für 50 Cent) entzündet, das hatte etwas Magisches (oder Heiliges oder Spirituelles), halt eine gewisse Kraft. Die Katholiken wissen schon, wie sie ihre Stätten mystifizieren. Danach kurz zum Edeka-Markt und anschließend ein gemeinsames verspätetes Frühstück im Erker mit hernach noch Kaffee und Kuchen. Ratzfatz war es 15 Uhr.

Das war der Tag, gehab dich wohl.

Coolness sozusagen

Mein Gefrierschrank steht im gemütlichen Küchenerker mit den riesigen Fenstern. In den letzten Tagen hat sich erstmalig in diesem jungen Jahr die Sonne von ihrer schönsten Seite gezeigt. Von morgens bis abends strahlt sie in den Erker, das ist wirklich wunderbar, er verwandelt sich dabei beinahe in einen Wintergarten – nur die Pflanzen fehlen halt, was sich aber angesichts meiner braunen Daumen für sie glücklicherweise sogar als lebensrettend erweist. Ideal wäre so etwas auch für Sonnenpaneele – eigentlich, denn noch besser ist der sonnige Küchentisch fürs Gemüt geeignet. Es muss nicht immer alles unter technischen Möglichkeiten oder als idealer Standort für dieses und jenes betrachtet werden, allein die eigene Seele und der Genuss des Sonnenscheins reichen völlig fürs Wohlgefühl im Erker aus. ABER, und nun gelange ich endlich zum Ausgangspunkt dieses Eintrags zurück, durch die kolossale Sonnenerwärmung tagsüber und in den frostigen Nächten die Fußbodenheizung ächzt, brummt und arbeitet der Gefrierschrank beinahe durchgehend auf Hochtouren, was die Stromrechnung natürlich dauerhaft in unerreichte Höhen befördert. Also muss der Gefrierschrank raus aus der Küche und hinein ins kalte Schlafgemach. Soweit klar, oder?

An seiner Stelle hätte ich gerne einen einfachen kühlschrankgroßen und weißen Küchenschrank stehen. Kostenpunkt: um die 100 Euronen. Dabei sehe ich ständig solche Schränke auf diversen Sperrmüllablagen irgendwo herumstehen, nur gerade eben jetzt nicht. Es ist wie immer: wenn du etwas brauchst, findet sich nichts, brauchst du es nicht, siehst du eine große Auswahl an den Straßenrändern. Somit bleibt mir nichts anderes übrig, als diesen kleinen Küchenschrank bei Amazon zu kaufen. Den muss ich dann auch noch selber ikea-technisch zusammenbauen. Und er wird erst in ein, zwei Wochen geliefert. Oben drauf passt die Mikrowelle perfekt. Statt Rollen hatte ich in weiser Voraussicht noch 4 Füße aus dem Kramkarton der alten Wohnung gerettet.

Und falls du nun denkst, dies sei eine alberne oder langweilige Neuigkeit als Tagebuchnotiz, erst recht heutzutage, wo ringsherum das Land vor lauter Problemen geradezu zerbröckelt – nein, nein, für meine Wenigkeit ist das sogar eine aufregende Neuigkeit, deren Lieferung ich vor lauter Spannung kaum erwarten kann.

In diesem Sinne harren wir der kommenden Dinge in freudiger Erwartung.

Inneres Ich: „Apropos neue Ansichten. Was ist eigentlich mit dem längst versprochenen Video-Rundgang durch deine heiligen Hallen?”

*hüstel*, jaja, die Ansicht ändert sich doch gerade. Außerdem habe ich noch etwas anderes vor, nämlich die Seitenlehne des Übereck-Sofas abzumontieren. Das wird nur leider eine Menge sperriger Arbeit werden, die ich gerade erfolgreich wegen der neuen beruflichen Tätigkeit aufschiebe. Das Sofa soll ein wenig gekürzt werden und eher nach einem Kanapee aussehen. Ich glaube, die breite Seitenlehne ist nur mit 2 dicken Schrauben befestigt, sicher bin ich da aber noch nicht.

Putzteufel

Der Unterschied von fegen, staubsaugen oder feucht durchwischen zu nass schrubben liegt zum einen in der erhöhten Schweißbildung des armen Putzmannes (nackt putzen bekommt da eine völlig neue Bedeutung), zum anderen im anschließend leicht gescheckten Boden, der sich an den vorher (selbst mir aufgefallenen) arg dreckigen Bereichen nun in seinem zwar blitzsauberen und deutlich erhellten Urzustand zeigt; hingegen offenbart diese Verwandlung eine Art Umkehrung, nämlich die vormals im Vergleich sauberen und daher putztechnisch vernachlässigten Bereiche sind nunmehr die dunkleren schmutzigen Bereiche des Bodens geworden. Ein Dilemma, welches sich durch Rationalisierungsmaßnahmen körperlicher Natur ergibt. Meine Wenigkeit muss also bei Gelegenheit nochmal ran. Und zwar dann pro Tag nur einen Raum, dafür Zentimeter für Zentimeter in derselben Intensität des Schrubbens. Die Vormieterin hatte entweder schlechte Augen und das nicht gesehen oder sie war eine olle Wutz. Ich tippe auf letzteres, denn sie besaß einen Hund und Katzen, mit denen man die Umwelt und die eigene Behausung in einem anderen Licht sieht. Zudem war sie eine Kettenraucherin von Gottes Gnaden.

Mein vor lauter Putzwut erhitzter hochroter Kopf dankt mir den heutigen Einsatz übrigens mal wieder mit einer deutlichen Verringerung des linken Hörvermögens. Nein, kein versteckter Schlaganfall, Ohrenschmalz, der teilweise gerne hinaus möchte, den andererseits das Ohr noch dreist umklammert und wofür auch immer behalten möchte.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen angenehmeren Weihnachtsputz. Glücklich derjenige, der dafür seine Sklavin hat – natürlich keine Sklavin, das darf man heute ja nicht mal im Scherz sagen, eine kostbare Perle meine ich selbstverständlich.

Wechselwirkungen

Barbara fragt – zu Recht – welchen Sinn meine kleine Raumklima-Messstation habe. Erst mal keinen – aber: es macht mir einfach Spaß, dort täglich einen Blick drauf zu werfen. Und außerdem finde ich die Zusammenhänge interessant. Trotz geschlossener Doppelfenster mit jeweils Doppelverglasung und trotz Heizung zeigen sich deutliche Wechselwirkungen zwischen dem Klima draußen und drinnen. Zum Beispiel gerade heute. Innerhalb nur eines Tages veränderte sich der Luftdruck, der ja draußen identisch mit dem drinnen ist, um locker 15 Hektopascal von 995 zu 1010, was das Barometer oben auf dem Bild offenbart (klick aufs Bild = größer). Das zeigt ein Herannahen eines Hochdruckgebiets für die kommenden Tage. Okay, dafür könnte man auch einfach eine Wetter-App oder Wetter-Webseite besuchen – doch was, wenn Strom oder Internet ausfallen (das war ein Scherz)? Aber ernsthaft: diese Auswirkungen aufs Raumklima sind beachtlich, finde ich, denn binnen eines Tages hat sich die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung um rund 10 % verringert von 61 zu 54 % (auf dem Foto) und mittlerweile zu 52 %, da alles ja ein laufender Prozess ist.

Ansonsten gibt’s nichts Neues. Habe das Schlafzimmer aufgeräumt (es bleibt trotzdem eine Mischung aus Abstellkammer und Schlafzimmer). Jetzt müssen nur noch die Bilder an die Wände, der Rest ergibt sich im Laufe der Zeit (also bin ich noch nicht ganz fertig. Wegen der versprochenen Roomtour und so).

Entspannung

Wieder ein Tag im Tagebuch verschütt gegangen. Es kommt gerade einfach zu viel spontan dazwischen. Könnte ich jetzt alles aufzählen, ist aber zu uninteressant. Wahrscheinlich hast du selber genug Stress mit diesem zeitfressenden kleinen Monster – nein, kein Monster, Pac-Man ist viel treffender 😉

In den nächsten Tagen habe ich ein paar Stunden eine Einweisung in die neue Arbeit. Die wird mir aller Voraussicht nach nicht gefallen. Ganz und gar nicht! Aber mal sehen, wenn ich die Arbeitszeit auf nur 70 bis 75 Stunden im Monat runterschrauben kann, sollte ich auch ein paar wenige Nächte einen ungeliebten Job hinbekommen. Etwas weniger Geld im Monat zur Verfügung, naja, ab wann kriegt man eigentlich Wohngeld? Könnte ich ja mal versuchen, ich meine, es gibt mittlerweile ganze Familien-Clans, die von öffentlichen Geldern leben, da sollten mit 60+ auch ein paar Euro Wohngeld abfallen, oder? Wahrscheinlich werde ich das aber doch nicht machen, ist mir irgendwie zuwider.

Die letzte Nacht war kalt, nass und windig. Daher verlasse ich heute die schöne Wohnung nicht einen Schritt. Als ich vorhin nach Hause kam, mich umgezogen hatte, das Wohnzimmer betrat und die Rechner hochfuhr, schaltete ich mit nur einem Knopfdruck all die verteilten Lichter an (10 Stück an der Zahl mit hauptsächlich 0,5-Watt-Birnen, das sage ich nur wegen möglich hier mitlesender „Bedenkenträger”), also in dem Moment breitete ich mit einem, ich glaube sogar gesprochenen freudigen Seufzer „oh, wie ist es schön!” meine Arme aus. Ich bin so überglücklich hier, fühle mich wohl wie schon sehr lange nicht mehr.

Im Küchenerker habe ich gestern Abend auf das Bord über der Spüle mein uraltes kleines Radio gestellt. Natürlich hätte ich am Rechner einen 100mal besseren Klang, doch jetzt, da das Radio leise aber in der Stille deutlich hörbar klingt, versetzt mich der typische einfache Sound tatsächlich zurück in meine Jugend als es noch nichts anderes als Kassettenrekorder, Kompaktplattenspieler und Transistorradios gab. Wie urgemütlich das doch ist! Die immerwährende Jagd nach dem perfekten Sound, nach mehr und mehr Multimedia und Gezappel macht einen auf Dauer verrückt, mach kirre im Kopf, dabei liegt die Magie des Radios in ganz schlichten relativ leisen Mono-Geräten. Es kommt, so glaube ich, auf die Umgebung an (ich feiere schließlich keine Party, bin alleine und verspüre keine Lust zu tanzen – ich entspanne). Die Stille durch die Doppelfenster mit Doppelverglasung, der frühe Freitagmorgen, der anschließende freie Tag, der alte wunderbare runde Küchentisch, irgendwelche klassische Musik aus dem Radio im Hintergrund, das E-Pfeifchen in der Hand, Tässchen Tee auf dem Tisch, all das zusammen ist einfach nur so herrlich, ist der pure Genuss. Aber leider mit Worten nur unzureichend beschreibbar.

In diesem Sinne wünsche ich dir ebenfalls einen gemütlichen Herbst-Freitag.

Nachher mache ich noch ein, zwei Fotos, muss dafür allerdings noch einen Nagel in die Wand schlagen, was ich natürlich nicht um diese Uhrzeit tun werde. Denn mit Hammerschlägen geweckt zu werden, wäre für die Nachbarn das genaue Gegenteil von besinnlicher Entspannung.

Licht

Guck mal (klick auf ein Bild = Großansicht): diese Tiffany-Lampe gefiel mir bisher am wenigsten, denn ihr weißes Glas war quasi viel zu weiß, so dass ihr eingesetztes Leuchtmittel dermaßen hell weiß schien, dass es die Farbe und Struktur der gelb-grünen Abschlüsse oben und unten immer überstrahlte. Das war genauso mit einer roten Birne der Fall, dann schien alles viel zu rot. Gute Tiffany-Lampen besitzen die Seitenscheiben in einem warmweißen, eher gelben Farbton, so dass eine farbliche, oder besser gesagt, eine Ausgewogenheit der Leuchtintensität entsteht und man das Glas der eingesetzten Ränder auch erkennen kann. Also hat Georg gebastelt.

Und zwar nahm ich einen alten roten Lampenschirm aus mehr oder weniger Pappe (es ist eine Art Pappe-Kunststoff-Gemisch, keine Ahnung, wie das heißt), zerschnitt den Schrim und setzte ihn in der Art wieder zusammen, dass er genau um das tragende Gestell für den Glasschirm passte. Fixiert mit Heftklammern und einem Gummi. Diesen inneren roten Lampenschirm schnitt ich genau in der Länge des weißen Glas, so dass oben und unten das ungefilterte Licht des Leuchtmittels ungehindert durch die Abschluss-Gläser scheinen kann. Das Ergebnis erahnst du auf den (mal wieder) schlechten Fotos, die wirklich nur ansatzweise die Schönheit dieser Lampe widerspiegeln. Ein Übriges ergibt sich verstärkend natürlich durch die weinrote samtige Tischdecke. Im Tageslicht sehen die weißen Scheiben zwar immer noch weiß aus, doch ihre Leuchtkraft ist zurückgenommen aber die grün-gelben Abschlüsse kommen endlich zur Geltung. Jetzt erkennt man auch die Struktur dieses Glases, die vorher durch das Weiß komplett überdeckt wurde.

Übrigens steht die Lampe auf einem Brett hinter zwei Monitoren in knapp 2/3 ihrer Höhe. Das Brett wiederum ist 140 Zentimeter lang und 23 Zentimeter breit bei einer ordentlichen Dicke, dessen Gewicht von zwei baugleichen Subwoofern getragen wird und somit nicht an die Wand gedübelt werden muss. Diese Idee hatte ich vorgestern bei der Arbeit, suchte dann auf dem Bauschutt ein passendes altes Verschalungs-Brett und fand auch eines. Ziemlich dreckig, voller Zement, nass und abgeranzt aber ohne Schimmel. Wie es der Zufall wollte besaß ich eine ungenutzte rechteckige Samt-Tischdecke in der Länge 144 cm. Darin wickelte ich das Brett, wieder treffender gesagt, ich ummantelte es sehr stramm und fixierte es dauerhaft mit zwei Reihen engmaschiger Heftzwecken.

Die ganzen Kabel, die in der alten Wohnung noch unter den Tischen verlegt wurden, habe ich in der neuen Wohnung auf den Tisch hinter die Monitore verlegt. Somit lässt sich viel besser unterm Tisch staubsaugen und/oder wischen. Außerdem gelangt man so ohne sich zu bücken und auf dem Boden herumkriechen zu müssen an sie heran. Es entsteht bei 3 Rechnern, 3 Druckern, Scanner, Netzwerkkabel, Lautsprecherkabel, Monitorkabel sowie die Verkabelung der Peripheriegeräte, der Lampen und USB-Anschlüsse ein unglaubliches Kabelgewirr, das nun zu einem großen Teil unter dem Brett unsichtbar verläuft. Und Punkt 3: damit wird wieder eine Ablagefläche erzeugt, die den Tisch in der Dimension Höhe flächenmäßig erweitert.

Mir gefällt diese Optik hervorragend. Sie hat darüber hinaus nichts gekostet, Müll recycelt, nur wenig Arbeit gemacht und ist ein Unikat, das es kein zweites Mal auf der Welt so gibt.

Bedenke bitte, dass es wirklich furchtbar schlecht fotografiert ist, ich kann die wunderbare Realität einfach nicht fotografisch abbilden. Fotografieren ist schon ein Handwerk, das erlernt werden will. Naja, so isses halt. Solltest du vielleicht zufällig in der Gegend sein, fühle dich herzlich eingeladen, vor Ort auf ein lecker Tässchen Kaffee oder Tee mal gucken zu kommen.

Lampenschale, Lichtwunder

Nein, die Fotos sind nicht gut. Ich geb’s auf, besser krieg ich’s als Foto-DAU nicht hin. Das Bild soll den Unterschied zwischen hell und dunkel sowie die drei Farbspektren von 3.000 k (warmweiß, schon fast gelb), 4.000 k (warm und wunderbar für mich) und 6.500 k (kalt, mag ich eher weniger) zeigen, was die neue, schlichte, kleine und wie ein Stück Karton federleichte Deckenlampe liefert. Klar, als China-LED-Lampe kann sie auch Disco, alle möglichen Farben und Spielereien jeglicher Art, doch diese drei „normalen” Farbspektren machen die Lampe für mich interessant.

Zuerst wollte ich gar keine Lampe an der Decke haben, allerdings sahen die aus der Decke herausragenden 3 Stromkabel rohbaumäßig und nicht gut aus. Zufällig hatte der Nachbar gerade mehrere dieser Lampen gekauft. Sie kosten nur knapp 30 Euro pro Stück. Im ausgeschalteten Zustand nimmst du sie an der Decke nicht wahr. Selbst wenn du hinschaust, so könnte es genauso gut ein übriggebliebener leichter Farbfleck vom Streichen sein. Als Lampe erkenne ich sie nur, wenn ich genau hinschaue, so unauffällig wirkt sie.

Nun betreibe ich bekanntlich meine Höhlenbeleuchtung, die sich übrigens mit dem rechten auf die Wand geklebten Schalter mit einem einzigen Druck komplett an- und ausschalten lässt. 7 im Raum verteilte 0,5-Watt-LEDs (3,5 Watt) und 3 Lampen mit stark gedimmten 4-Watt-LEDs (schätzungsweise maximal 14 Watt), so dass die komplette Raumbeleuchtung um die 18 Watt beträgt. Pro Kilowattstunde Strom leuchten die Lampen 56 Stunden. Bei geschätzten 12 Stunden Dauerleuchten in 24 Stunden entspricht das 4,6 Tage. Pro Jahr kostet dies bei angenommenen 50 Cent pro Kilowattstunde 39,13 Euro; pro Monat sind das nur 3,26 €. So ich denn richtig gerechnet habe. Aber das nur nebenbei bemerkt. Wenn ich also für wenige Gelegenheiten sehr helles Licht haben möchte, schalte ich mit der linken auf die Wand geklebten Fernbedienung die LED-Deckenbeleuchtung im mittleren Spektrum (4.000 k) ein – und sie erschafft eine Helligkeit annähernd einer alten 100-Watt-Birne mit glühendem Wolframdraht. Sie habe ich also sogar noch herunter gedimmt. Dann verwandelt sie den Raum immer noch in einen taghellen Zustand. Wenn Besuch kommt, lässt sich damit der Raum erhellen, bin ich alleine oder mit Freunden und Bekannten im Raum, reicht die tolle Höhlenbeleuchtung, denn dieses wunderbare stimmungsvolle Licht ist einfach nur unübertrefflich – aber kann ich leider nicht fotografieren. Klick aufs obere Bild = Großansicht.

So, jetzt radle ich zur Arbeit. Beginnend im Übrigen auch fast direkt vor der Tür.