Neue Akkus

Neue Akkus (siehe Bild, klick für groß). Schon 2016 hatte ich Akkus dieses Typs gekauft. Es sind „Samsung-INR 30-Q” mit einer Dauerbelastbarkeit vom 15 Ampere und einer Impulsbelastbarkeit von 30 Ampere. Damals war ich schon sehr zufrieden damit. Die versprochenen 3.000 mAh werden zumindest gefühlt eingehalten.

Danach probierte ich ein paar Jahre das Dampfen mit mehr Leistung aus, so dass ich zu den Akkus von Sony/Murata wechselte, die mit bis zu 50/60 Ampere Belastbarkeit glänzen; ich kaufte im Laufe der Zeit viele aus der VTC 5er sowie aus der VTC 6er Reihe, letztere ebenfalls mit 3.000 mAh. Nachdem ich nun seit 2020 definitiv meine individuelle Art des Dampfens gefunden habe und die Neugier innerhalb des Möglichen absolut gestillt ist, benötige ich diese hohe Belastbarkeit nicht mehr; denn sie liegt seither bei nur noch 2 Ampere und maximal für die „Draußen-Dampfen” bei 6 bis 8 Ampere. Also steige ich wieder um auf die „Samsung 30 Q”. Da sie sich als sehr gut bewährt hatten, möchte ich keine Akku-Experimente beginnen. Zumal die Samsung-Akkus zu den günstigen der guten im mittleren Preissegment gehören (netto knapp 5,25 Euro), die „Sony/Murata” hingegen zu den eher sehr teureren ihrer Art.

Bestimmt 30 alte Sony/Murata-Akkus habe ich noch im Schrank liegen, da kommen nun also 30 weitere hinzu. So alle 3 bis 5 Jahre tausche ich die gesamten Dampfakkus allmählich aus, aber die, die eben gefühlt noch keinen Leistungseinbruch zeigen, kann ich einfach nicht wegwerfen bzw. entsorgen – dazu bin ich als Ex-Messi nun mal nicht in der Lage. Wozu ich sie noch brauche? Wahrscheinlich brauche ich sie gar nicht mehr 🙂

Kleiner Einschub: Das Innere Ich fragte gerade stellvertretend für „Normalmenschen”, weshalb ich denn Akkus auswechsle, wenn sie noch gut sind.

Messen und empfinden sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Ein Akku, der nur noch z.B. 70 % oder weniger seiner Leistung bringt, wird oft im täglichen Gebrauch nicht als ein verbrauchter Akku erkannt, da man sich an die schleichende Abnahme seiner Leistungsfähigkeit gewöhnt hat. Besonders dann wird es unauffällig, wenn man seine Kapazität nicht ausreizt. Das ist letztlich auch ein Sicherheitsaspekt, denn ein Leistungseinbruch bedeutet auch ein Ungleichgewicht der Chemie. Wird ein solcher instabiler Akku dann mal mit einer höheren Leistung beansprucht, ist es möglich, dass er bereits innerhalb seiner vormals normalen Betriebs-Range überlastet wird und überraschend ausfällt – oder in letzter Konsequenz kann das auch zu einem Kurzschluss führen. Geradezu gefährlich wird es, wenn mehrere Akkus in Reihe geschaltet sind. Ist ein Akku verschlissen, versuchen die anderen einen Ausgleich, sie übernehmen, einfach ausgedrückt, seine Aufgabe und überanstrengen sich somit bereits während eines normalen Gebrauchs, was ziemlich schnell zu verheerenden Folgen führen kann.

Um genau sagen zu können, inwieweit ein Akku bereits verschlissen ist, muss man den Innenwiderstand messen und diese Werte mit denen der Ladewerte und denen des Datenblattes des Herstellers abgleichen. Diese Messungen sind aber gar nicht so einfach und mit etlichen Fehlermöglichkeiten einer inkorrekten Messung verbunden, so dass es praktisch nicht lohnt und einem die Faustregel „alle 5 Jahre neu” unkomplizierter weiterhilft. Es kommt für eine lange Lebenszeit, neben dem Vermeiden von mechanischen Beschädigungen und einer geeigneten Aufbewahrung, immer darauf an, wie hoch ein Akku belastet wird, wie lange er belastet wird, wie oft er benutzt wird, wie er geladen wird und wie alt er ist.

Das Schlimmste sind Super-Sonderangebots-Akkus mit Fantasiewerten aufgedruckt; bei solchen Akkus handelt es sich mit fast 100%iger Sicherheit um „recycelte” alte Akkus (man kann Akkus nicht erneuern, sondern nur den äußeren Schrumpfschlauch auswechseln und damit von alt auf neu betrügen), d.h., es sind in gewisser Weise Zeitbomben eines künftigen Ausgasens. Der Akku ist aber das Herz einer E-Dampfe und das sollte einem wichtig sein.

Das Foto zeigt den heutigen ersten Teil dieses Universalaustauschs nach nunmehr 5 Jahren. Insgesamt 14 nagelneue „Samsung Q30” wollen nachgeladen werden, bevor sie in der „Akkurutsche” ihren Platz einnehmen. Immerhin für 73 Euro, Teil 2 des Wechselspiels folgt somit erst nächsten Monat.

Uninteressanter Tageseintrag für dich? Kommt drauf an:

Lass von ihm ausgehend mal deine Gedanken schweifen, so wäre doch die Idee in gewisser Hinsicht recht verlockend, wenn sich unsere eigene Energie auch so leicht mit einem Satz neuer Akkus auf 100 Prozent auffüllen ließe, nicht wahr? Man denke da an die tolle Duracell-Werbung der 80er Jahre 🙂 Wobei natürlich wiederum die Frage im Raum steht, inwieweit mittlerweile Rücken, Knie und Beine durch diesen Energie-Booster eventuell doch ein klein wenig überfordert wären. Tja, ‘s gibt halt immer einerseits und andererseits.

Einerseits verabschiede ich mich mal wieder bis Mittwoch, andererseits freue ich mich auf die stundenlange Fortsetzung von „Abgeschnitten”.

Attentat auf Donald Trump

Es ist nicht zu fassen, wie wenig Linke von der Demokratie halten. Sie können Andersdenkende einfach nicht aushalten. Noch (1 Uhr) ist nichts über den Schützen bekannt, ein „Rechter” war es nun aber sicher nicht. Trump hat gottlob Glück gehabt und wurde „nur” verletzt. Die wirkliche rechte Gefahr sitzt heute in den linken Regierungen und Medien (inklusive unseres öffentlich-rechtlichen Rundfunks). In den USA genauso wie bei uns, denn sie spalten durch ihre Hetze gegen Trump (bei uns gegen Rechts) das Land in einer nie dagewesenen Weise; sie haben mitgeschossen.

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Nachtrag, 1:30 Uhr: Der Schütze und jemand aus dem Publikum sind wohl tot, meldet FOX-News.

Nachtrag, 6:10 Uhr: Gerade findet eine Pressekonferenz der Polizei in den USA statt, die im Livestream verfolgt werden kann (FOX-News u.a.). Die einzige deutsche seriöse Berichterstattung gab es die gesamte letzte Nacht live schriftlich bei „NiUS”. Die übrigen Mainstreammedien schwiegen. ARD, ZDF und der Spiegel boten fast schon als bösartig konnotierte textliche Berichte, auf deren detaillierte Bewertung ich jetzt verzichte. Einfach nur schlimm. Ansonsten bleiben dir (bis jetzt) nur US-Medien, wenn du seriöse Infos zum Attentat erfahren möchtest. Immerhin: Im Internetzeitalter bedeutet das nur wenige Mausklicks.

Nachtrag, 10:30 Uhr: Für heute abschließend eines der Fotos, das wohl in die Geschichtsbücher Einzug halten wird. Erst letztes Jahr sagte Trump in einem Interview, dass man versuchen werde, ihn zu töten. Verschwörungstheorie, so schimpfte der Mainstream. Man hat versucht, ihn ins Gefängnis zu sperren; erfolglos. Der senile Joe Biden gab ihn als Zielscheibe frei: „Wir müssen Trump zum Bull’s Eye machen.” Thomas Matthew Crooks hat das wörtlich genommen und nun also versucht, Trump zu erschießen; wieder erfolglos. Was wird als nächstes kommen?

Spekulationen

Über unsere außenministernde Annalena wird ja derzeit viel kopfschüttelnd gelacht. Man munkelt, dass ihr von der Grünen Parteispitze nahegelegt worden sei, im nächsten Jahr nicht als Kanzlerkandidatin anzutreten. Deshalb nun dieser großkotzende Auftritt bei CNN. Abgesehen davon, dass eine solche Kandidatur für eine 11-Prozent-Partei sowieso irrsinnig wäre und dies sogar nicht die Einsichtsfähigkeit der Annalena sprengen würde, glaube ich, dass sie andere Gründe für ihren Auftritt hatte als eine reine Selbstüberschätzung. Andernfalls hätte sie sich mit Sicherheit auch ein paar bissige Bemerkungen in Richtung Parteiführung nicht verkneifen können. Nein, ich glaube an etwas anderes: Sie bringt sich mit dem Interview weltweit in Stellung für eine künftige Aufgabe, bei der ich mutmaße, dass sie ihr bereits mehr oder weniger angeboten worden ist. Eine Funktion mit ähnlichen Privilegien, Dauerreisen rund um die Welt, mit einem riesigen Mitarbeiterstab, so dass sie selber gar nicht arbeiten muss, mit Geld und Achtung. Was könnte das sein?

Diese Frau hatte sich offensichtlich nicht durch eigene Kompetenz in den letzten Jahren an die Spitze der Grünen hochgearbeitet, sondern sie wurde durch finanzkräftige Damen und Herren im Hintergrund gewissermaßen dafür installiert. Das ist natürlich eine Spekulation, ist klar, spekulieren ist aber (noch) nicht verboten. Damit erklärt sich auch die Zeit nach 2025. Was ist, wenn sie in den nächsten 2 bis 6 Jahren für den Posten der UN-Generalsekretärin aufgebaut werden würde? Die notwendigen Kontakte hierzu hat sie, sie wirkt sympathisch, ist fotogen und gäbe in der Welt bei den einfachen Menschen durch ihre nicht gespielte Naivität ein überzeugendes Bild ab. Sie behielte alle Privilegien, ein Leben im gewohnten Luxus bliebe ihr sicher. Dafür wäre ihre Dankbarkeit garantiert sehr groß, also sie ergäbe die perfekte Marionette für die Hintermänner der Macht.

Wir werden sehen, ich bin mächtig gespannt, was aus dieser Frau werden wird.

2-Punkte-Eintrag

1. Mittagessen (es bricht gerade die Geisterstunde an). Vor wenigen Minuten erst mal wieder gemacht: Sieht gut aus, nicht wahr? Saftig, dick und schmackhaft. 4 Eier, Salz, grob gemahlener Pfeffer verrührt und zum Abschluss großzügig (aber dennoch nicht zu viel) Gouda drauf geraspelt. Nicht mehr rühren oder schwappen (der Käse muss oben bleiben). Langsam ruhig haltend in die HLF schieben. 10 Minuten bei 180 Grad = fertig 🙂

Klick aufs Bild = ein ordentlich heranzoombares Foto.

Zum Nachtisch 500 Gramm leckeren leicht gesüßten Quark.

2. Ist schon interessant. Per Zufall war mir vor zwei Wochen (beim Herunterladen eines Filmes) aufgefallen, dass die Downloadgeschwindigkeit nur noch knapp ein Drittel der versprochenen betrug, also knapp 60 bis 90 Mbs statt 200. Diverse Tests zeigten eine Begrenzung seitens t-online. Zur selben Zeit wurden die Fußballspiele bei Magenta-TV angeboten. Ein paar Stunden später sowie an den folgenden fußballfreien Tagen war die hohe Geschwindigkeit wieder hergestellt. Bis zu den nächsten Spielen, da wiederholte sich die Begrenzung (je nach Spiel bzw. Zuschauerzahl mal stärker, mal weniger stark beschränkt). So etwas ist natürlich nicht schlimm, denn das Internet funktionierte weiß Gott schnell genug; ohne den Download hätte ich die Beschneidung der Bandbreite nicht einmal bemerkt, doch davon informiert wurden die T-Online-Kunden zu keinem Zeitpunkt (ich jedenfalls nicht). Jede Wette, dass die meisten Leute davon gar nichts wussten bzw. wissen.

Heute verspricht ein eher kühler Regentag zu werden – also für das Seelenheil: Schau mal wieder einen guten Film und iss schön was Leckeres.

Buchtipp: „Abgeschnitten”

10 Uhr a.m.: Guten Abend. Jetzt habe ich eine ganze Reihe Mitchener-Romane durch und keine mehr auf dem E-Reader. Also begann ich vorgestern mit „Titan 2 – Der rote König” (dafür brauche ich keinen Link zu googeln), ein Star-Trek-Roman aus der Reihe „Next Generation”. Da mir diese Reihe vor 15/20 Jahren noch sehr gefiel, versprach ich mir damit eine unterhaltsame Nacht, auf dass die Stunden wie im Fluge vergehen. Das Gegenteil war der Fall.

Vorgestern las ich und las und stellte mir alle zwei Stunden die Frage, was ich denn gerade gelesen hatte. Also nochmal das Kapitel. Währenddessen fielen mir die Augen zu, ich nickte ein. Und nochmal das Kapitel. Letzte Nacht begann sich das Spiel zu wiederholen. Dann erst zog ich die Konsequenz: Abbruch nach teils doppelt und dreifach gelesenen 250 Seiten. Es ist eine sooo langweilige Geschichte, dermaßen albern, dass mir ein Begriff hierfür fehlt, schrecklich schnulzig, bei dem sich sogar Rosamunde Pilcher im Grab herumdrehen würde, und kitschig wie eine Kindergeschichte unseres Wirtschaftsministernden, dem Ruinator himself.

Somit begann ich gegen Mitternacht einen neuen Roman. Sebastian Fitzek gemeinsam mit Michael Tsokos „Abgeschnitten”. Wow! Spannend, skurril, so ekelhaft grausig, dass man nicht davon lassen kann, ja förmlich gefangen ist. Rund 6 Stunden verflogen im Nu. Ich war sogar über den Feierabend betrübt, weil ich mit dem Lesen aufhören musste. Und jetzt ist dringend geboten, mich arg zusammenzureißen, um nicht in meiner Freizeit weiter zu lesen. Also freue ich mich wieder wie Bolle auf die nächsten Nachtschichten ab Montagabend.

Fitzek-Romane sind mir nicht neu. Sie sind alle spannend, die meisten habe ich gelesen. Mehr als 2 Romane von ihm kann man aber nicht nacheinander lesen, denn sie sind auch alle recht ähnlich. Aber diesen Roman „Abgeschnitten” kannte ich noch nicht und er ist schon eine gewaltige Steigerung zu den, wie gesagt, auch guten anderen Romanen. Das Schöne daran ist: Es läuft im Kopf ein Film beim Lesen. Jede Situation, jeder Charakter und jedes beschriebene Gesicht wird zur bildlichen Filmszene und zur gestochen scharfen Fotografie.

Hallo Wach

Wie schön! Letzte Nacht erlebte ich eine wunderbare Film- und Musiknacht fast komplett ohne Internet. Herrlich lange alte Spielfilme wie „Missing” von 1982, „Zeit der Zärtlichkeit” von 1983 und „Interstellar” von 2014. Sowie mehrere Beatles-Alben, die per Bluetooth-Kopfhörer auf direktem Wege Herz und Seele erreichten. Habe viel Kaffee dabei getrunken, denn ich durfte nicht versehentlich einschlafen, da ab heute Abend wieder meine beiden Nachtschichten anstehen, zu denen ich ausgeschlafen zu erscheinen gedenke – deshalb schmettere ich dir auch jetzt ein munteres „gn8, mach’s gut! Bis Donnerstag in alter Frische!” entgegen.

Perlatoren

Also erst mal habe ich den Tagebucheintrag von letzter Woche, den mit dem Wasserhahn, durch einen Nachtrag „leicht verändert”, und dann staune justamente mal über diesen. Bei Aldi gilt nämlich ab heute (!) ein Angebot für Perlatoren, und rein zufällig hatte ich die Teile vorhin entdeckt. Das nenne ich dann mal Schicksal. Für 2,X Euro gibt es gleich 4 Stück (Badezimmer, einfache) und ebenso für ca. 3 Euro 2 Stück mit Gelenk für die Küche. Das Gelenk (360°) finde ich klasse und überaus praktisch.

Achja, und falls du über den Schmutz auch staunst, der ist eigentlich gar nicht vorhanden, denn ich wische den Hahn täglich ab und erkenne la suciedad tatsächlich nur auf dem Foto aber nicht in Echt 🙂

Kurz-Kommentar zur Wahl: Côte d’Azur vill zo düür

Armes Frankreich! Was haben wir in Deutschland vergleichsweise doch für ein Glück, denn nächstes Jahr ist aller Voraussicht nach Schluss mit den Habecks, Scholzens, Baerbocks und Langes, in Frankreich haben aber die Kommunisten gewonnen und das Chaos mitsamt der Wokeness beginnt dort gerade erst so richtig. Was das für die EU bedeutet und im Anschluss für unser Geld? Ein Zerbrechen der EU in zwei Teile oder noch mehr Ausgaben, noch mehr Schulden – ich denke, im zweiten Fall wird das Finanzsystem des Euros die kommenden 5 Jahre nicht überstehen. Also rette sich, wer kann. Fronkreisch, Fronkreisch …

Filmtipp: „The Artifice Girl”

Guten Morgen, es ist jetzt 18:00 Uhr und ich möchte nur kurz das gestern Versprochene abliefern, nämlich etwas zum Spielfilm „The Artifice Girl” schreiben. Dabei weiß ich, dass viele Leute nicht auf Sci-Fi stehen und möchte dringend vorweg sagen: Es ist KEIN üblicher Sci-Fi-Film. So, wie er präsentiert wird, ist es nicht mal ein Film, sondern viel eher ein Theaterstück, das aber wirklich zu fesseln in der Lage ist.

Die Handlung geschieht nur innerhalb von drei Räumen (oder vier? Siehst du, das fällt nicht einmal auf). Ideal für die Bühne, ein Kammerspiel. Ungeeignet m.E. als Film, es sei denn, dem Zuschauer wird vorher gesagt, dass es sich nicht um einen herkömmlichen Spielfilm handelt. Die Akteure sind vier Menschen, zwei Frauen und zwei Männer, das war’s. Trotzdem nicht abschalten, möchte ich rufen, denn es kommt nicht eine Sekunde Langeweile auf.

Um was es geht, das wage ich ja kaum zu sagen, denn dann schalten garantiert wieder Heerscharen möglicher Zuschauer ihr Interesse ab, was aber, ich kann mich nur wiederholen, falsch wäre. Es geht um KI, also die künstliche Intelligenz, und besonders um die Frage, ob, und wenn, wie sie aus dem Korsett von Input ausbrechen und eine eigenständige Bewusstwerdung des Ichs erfahren kann.

Eine philosophische Sache, ist hinlänglich bekannt. Es gibt jene rationalen Zeitgenossen, die behaupten, die KI wäre immer und ewig allein abhängig vom Input und könne daher nie eigene Entscheidungen treffen, die diesen Rahmen des Inputs verlassen; deshalb wäre sie schon gar nicht in der Lage, jemals eine eigene Bewusstwerdung als Persönlichkeit anzunehmen. Das stimmt natürlich – unter den getroffenen Annahmen, Definitionen oder Voraussetzungen. Was ich aber bei diesen rationalen Leuten immer kritisiere, das ist ihre einseitige Sichtweise, die alles vom Menschen aus betrachtet und eine Persönlichkeit stets mit der eines Menschen vergleicht. Also eine KI kann genauso wenig zu einem Hund oder einem Affen werden wie zu einem Menschen, das ist klar, ein Mensch kann schließlich auch nicht zu einem Hund oder Affen werden, doch eine selbstständige Persönlichkeit, die sich ihrer bewusst ist, muss (rein theoretisch) nicht alleine die eines Menschen sein. Das dazu. Auf der einen gedanklichen Seite.

Auf der anderen Seite steht die (meine) Behauptung, dass uns, also uns Menschen, nichts wirklich unterscheidet von der KI. Was wir als Input definieren ist am Ende prinzipiell nichts anderes als das, was auch ein Baby, ein Kind, ein Erwachsener im Laufe seines Lebens außerhalb körperlicher Erfahrungen (!) erlernt; und zwar ist es immer nur ein Spiel der äußeren Realität mit den inneren angelegten Instinkten, wozu ich die Genetik ebenso wie den Chemiehaushalt des Körpers zählen möchte. Doch allein über den Körper sind wir als Persönlichkeit sicher nicht definiert.

Dabei besteht der Input aus bewussten sowie unbewussten aufgenommenen Reizen oder Informationen in einer zahlenmäßig nicht mehr fassbaren Menge. Das Gehirn eines Menschen aber auch das z.B. eines Hundes ist für diese Aufgabe tatsächlich jedem Hochleistungsrechner der Informatik überlegen. Im Film gibt es nun die Annahme, dass diese Rechenleistung unbegrenzt sei, was sie zweifelsohne beim unterbrechungsfreien Fortschreiten der technischen Entwicklung irgendwann auch sein wird. Danach erst wird die Frage der Bewusstwerdung der KI als eine solche interessant. Und genau hier setzt der Spielfilm an.

Persönlich wirkt die Geschichte sogar bis heute nach – na klar, ich schreibe ja gerade darüber – aber ich schreibe darüber, eben weil sie in meinem Gehirn nachwirkt.

Ist es also ein psychologischer oder philosophischer Film? Ja und nein. Ja, natürlich deswegen, da sich diese Fragen der Sinnhaftigkeit im Anschluss beim Zuschauer einstellen; aber nein, da sie es beinahe unbewusst tun und die Handlung alleine eine gute Geschichte ist. Man bemerkt also gar nicht die gewisse Tiefgründigkeit des Films. Er ist ein gelungenes Spiel zwischen Gedanken und der Realität, wobei ich das Augenmerk auf den Begriff des Spiels legen möchte, denn es geschieht nichts irgendwie hochtrabend, kaum verständlich oder irre abgedreht wie von irgendwelchen Nerds, sondern klar, einfach aber, wie gesagt, unbewusst nachwirkend und anregend zum weiteren Nachdenken.

Inhaltlich gebe ich dem Spielfilm satte 10 von 9 Punkte. Cineastisch ist der Film schlecht oder nicht bewertbar, da ich finde, ein Film ist nicht das richtige Medium. Aber nochmal: Selbst unter diesen Gesichtspunkten entsteht beim Zuschauen nicht eine Sekunde Langeweile!

So, das dazu. Bestimmt habe ich mich schlecht ausgedrückt, besser krieg ich’s aber nicht hin. Ansonsten gilt: Genieße den Sonntag, wettertechnisch durchwachsen, naja, wirklich kalt ist es schließlich nicht. Perfekt für einen Spaziergang mit Regenschirm in der Tasche (knirpsartige Mini-Schirme gibt es fast für lau gerade im Aufsteller bei Rossmann).

Küchenuhr 24

Die alte Funk-Küchenuhr von 1996, die seit 23 Jahren, statt in der Küche, über mir und dem Schreibtisch hängt und die nur alle 8 bis 12 Jahre eine einzige neue AA-Batterie benötigt (übrigens anders als die neueren Uhren, die alle ca. 5 Jahre eine Batterie benötigen), hatte letzte Nacht Hunger. Wie lange ist es seit dem Batteriewechsel her? Nach dem Design der Varta-Batterie zu urteilen, muss es locker über 10 Jahre sein, denn die Batterien sehen schon lange anders aus als die eingelegte.

Die Uhr tickt übrigens recht laut, deshalb hängt sie bei mir und nicht in der Küche (da hängt eine andere). Ihr Ticken mag ich nämlich sehr, es beruhigt mich. Ist klar, bei manchen Leuten wirkt so etwas genau umgekehrt und ein hörbares Ticken stört sie ungemein.

Jedenfalls hatte ich ihr letzte Nacht ein neues Tellerchen Energiesuppe spendiert. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, fand die letzte Fütterung, die 3. seit 1996, um 2012 statt, so dass gestern erst die 4. Batterie benötigt wurde. Und selbst, falls ich einen Wechsel vergessen haben sollte, ist das ein unfassbar geringer Energieverbrauch, da sogar eine nur gelagerte Batterie in 10 Jahren bereits das meiste ihrer Energie verliert. Und wenn man mal weiter nachdenkt, so bewegen sich die beiden Kunststoff-Zahnrädchen in ihr unaufhörlich seit nunmehr 28 Jahren ohne die geringste Verschleißerscheinung. Selbst Buchseiten beginnen in dieser Zeit schon zu zerbröseln (vor allen Dingen jene der rororo-Tschenbücher der 70er und 80er Jahre), von Videobändern ganz zu schweigen. Und sie werden fast nur gelagert aber wie gesagt, die Zahnräder bewegen sich seither jede Sekunde.

Wartungsfreie Technik, die der menschlichen Körpermechanik um Längen voraus ist. Dieser Gedanke führt mich zu einem Film, den ich gestern gesehen habe. Mal schauen, ob ich gleich, irgendwann heute oder morgen darüber etwas Gehaltvolles zustande bringen werde.

Bart

Guck mal (klick aufs Bild = groß), ich geh jetzt unter die evangelischen Pfaffen, so protestantische Prediger in den USA vor 150 Jahren. Oder gleich wie Lincoln höchstpersönlich, wobei der Bart dafür noch ein paar Tage wachsen muss. Ein Mittelalter-Spitzbart wie Wallenstein usw. war ja nicht schlecht, ist mir aber konturenschneidemäßig auf Dauer zu viel Arbeit. Nur Schnauzbart fand ich zu langweilig 70er, glatt rasiert zu faltig, wieder ein Vollbart recht einfallslos und Kinnbart, da denke ich beim Spiegelbild ständig an meinen Onkel selig oder an Insterburg & Co, Karl Dall oder Jürgen von der Lippe; nö, das muss nicht sein. Also probiere ich’s halt mal mit der Barttracht der Eiferer. Da muss ich mir jetzt nur einen ernsten Blick angewöhnen, was mir sicher nicht leicht fällt 🙂

Zwei Unterhaltungs-Tipps

Inneres Ich: „Und? Heute Fußball gucken?

Ja, aber sischer dat!

Inneres Ich: „Haste ‘n Tipp?”

Nö. Es ist, glaube ich, alles möglich. Gewinnen oder verlieren, das vorauszusagen, ist wohl wie ein Lottotipp.

Inneres Ich: „Und das war’s jetzt schon wieder? Mehr hast du heute nicht zu sagen?”

Was möchtest du denn hören?

Inneres Ich: „Naja, Politik und Zeitgeschehen, Erlebnisse und letzte Kochkünste, Aufreger des Tages und Einschlaf-Spielfilme, musikalische, literarische oder vielosoffische Gehirnblähungen, Lästereien, handwerkliche Geniestreiche, E-Dampfroutine, warum dein Hauptrechner immer langsamer wird trotz regelmäßiger manueller Wartung, ein Schwank aus deiner Jugend, schimpfen über den Wetterbericht (wo bleibt endlich der versprochene Höllensommer?) und so weiter und so fort.”

Okay, was ich gerade gerne gesehen habe:

  1. Dat Lauren Angela hat endlich ein neues kurzes Video gemacht. Sehr humorvoll.
  2. Und diese Diskussion, sie dauert zwar eine Stunde, hat mir aber genauso großen Spaß gemacht. Vor allen Dingen Antje Hermenau, ich liebe diese Frau und ihren Humor. Statt über die FDP böse zu schimpfen, drückt sie ihren Unmut sehr nett aus: „Ich meine die FDP […] also Rückgrat erwarte ich ja schon gar nicht mehr, aber wenn sie einen Wirbel hätten, den sie mal stabil halten würden, wär ich schon begeistert. […] Manchmal muss man sich schon auf den Boden legen, um mit der FDP auf Augenhöhe zu reden …”

So, nu’ haste zwei Unterhaltungstipps, mit denen du trotz aller Ernsthaftigkeit, die hinter den Worten verborgen liegen, doch schmunzeld durch den Tag gehen kannst. Das ist doch das Wichtigste, oder?